Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 0152/68

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 3847 F/1969;

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

0152/68

Entscheidungsdatum

27.01.1969

Index

32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht

Norm

BAO §119 Abs1;
BAO §303 Abs4;
  1. BAO § 303 heute
  2. BAO § 303 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2013
  3. BAO § 303 gültig von 26.06.2002 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 97/2002
  4. BAO § 303 gültig von 15.07.1999 bis 25.06.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 106/1999
  5. BAO § 303 gültig von 19.04.1980 bis 14.07.1999 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 151/1980

Rechtssatz

Eine Wiederaufnahme von Amts wegen kann auch dann stattfinden, wenn die Behörde ein Verschulden daran trifft, daß von ihr im Abgabenverfahren eine bestimmte Tatsache nicht festgestellt wurde. Dies gilt umso mehr, wenn die Tatsache dem Finanzamt vor allem wegen der mangelhaften Offenlegung seitens des Steuerpflichtigen verborgen geblieben ist (Hinweis E 8.4.1963, 1401/62, VwSlg 2844 F/1963).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1969:1968000152.X01

Im RIS seit

06.03.2002

Zuletzt aktualisiert am

19.05.2010

Dokumentnummer

JWR_1968000152_19690127X01

Rechtssatz für 0152/68

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 3847 F/1969;

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

0152/68

Entscheidungsdatum

27.01.1969

Index

32/02 Steuern vom Einkommen und Ertrag

Norm

GewStG §6 Abs1;
GewStG §6 Abs3;
GewStG §7 Z9;
GewStG §8 Z2;

Rechtssatz

Das Gewerbesteuergesetz bietet keine Handhabe, einen Verlust aus der Beteiligung an einer Personengesellschaft, der den Gewinn zwar nach den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes zu mindern vermochte, ihm jedoch nach den Vorschriften des GewStG wieder hinzuzurechnen war (Paragraph 7, Ziffer 9, GewStG), im Jahre der Veräußerung dieser Beteiligung auch gewerbesteuerlich voll absetzbar zu machen. Es kommt weder eine Berücksichtigung als Fehlbetrag (Paragraph 6, Absatz 3, GewStG) noch die Vornahme einer Gewinnkürzung (etwa nach Paragraph 8, Ziffer 2, GewStG) in Betracht. Ist der Inhaber der Beteiligung eine Organgesellschaft, dann kommt eine solche nachträgliche Verlustberücksichtigung auch dem herrschenden Unternehmen nicht zustatten.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1969:1968000152.X02

Im RIS seit

06.03.2002

Zuletzt aktualisiert am

19.05.2010

Dokumentnummer

JWR_1968000152_19690127X02

Rechtssatz für 0152/68

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 3847 F/1969;

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

0152/68

Entscheidungsdatum

27.01.1969

Index

32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht
32/02 Steuern vom Einkommen und Ertrag

Norm

BAO §188 Abs1 litb;
GewStG §6 Abs1;
  1. BAO § 188 heute
  2. BAO § 188 gültig ab 01.07.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2018
  3. BAO § 188 gültig von 30.12.2014 bis 30.06.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/2014
  4. BAO § 188 gültig von 18.04.2013 bis 29.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 70/2013
  5. BAO § 188 gültig von 12.01.2013 bis 17.04.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2013
  6. BAO § 188 gültig von 15.12.2012 bis 11.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2012
  7. BAO § 188 gültig von 26.03.2009 bis 14.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 20/2009
  8. BAO § 188 gültig von 19.12.2001 bis 25.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 144/2001
  9. BAO § 188 gültig von 01.12.1993 bis 18.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 818/1993
  10. BAO § 188 gültig von 19.04.1980 bis 30.11.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 151/1980

Rechtssatz

Nach herrschender Lehre und Praxis kommt eine einheitliche Ermittlung des Gewinnes der Muttergesellschaft und der Organgesellschaft nicht in Betracht. Auch die Gewerbeerträge sind für das herrschende Unternehmen und die Organgesellschaft ebenso wie bei der Gewinnermittlung für die Zwecke der Einkommensteuer und Körperschaftsteuer getrennt zu ermitteln und sodann zwecks Feststellung des Steuermeßbetrages vom Gewerbeertrag zusammenzurechnen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1969:1968000152.X03

Im RIS seit

06.03.2002

Zuletzt aktualisiert am

19.05.2010

Dokumentnummer

JWR_1968000152_19690127X03

Rechtssatz für 0152/68

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 3847 F/1969;

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

0152/68

Entscheidungsdatum

27.01.1969

Index

32/02 Steuern vom Einkommen und Ertrag

Norm

GewStG §10 Abs1;

Rechtssatz

Endet im Falle einer Organschaft das Wirtschaftsjahr des herrschenden Unternehmens nicht in demselben Zeitpunkt wie das Wirtschaftsjahr der Organgesellschaft, so sind zwecks Feststellung des Steuermeßbetrages vom Gewerbeertrag für das jeweilige Kalenderjahr die vollen Gewerbeerträge der in diesem Jahre endenden Wirtschaftsjahre zusammenzurechnen. Eine nur anteilsmäßige Berücksichtigung (etwa zur Anpassung des einen Wirtschaftsjahres an das andere) kommt nicht in Betracht.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1969:1968000152.X04

Im RIS seit

06.03.2002

Zuletzt aktualisiert am

19.05.2010

Dokumentnummer

JWR_1968000152_19690127X04