Landesrecht konsolidiert Oberösterreich

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Oö. Straßengesetz 1991 § 10

Diese Fassung ist nicht aktuell

Kurztitel

Oö. Straßengesetz 1991

Kundmachungsorgan

LGBl. Nr. 84/1991

Typ

LG

§/Artikel/Anlage

§ 10

Inkrafttretensdatum

01.08.1991

Außerkrafttretensdatum

23.07.1997

Index

97 Straßenwesen, Verkehr

Text

Paragraph 10

Feststellung des Gemeingebrauchs

  1. Absatz eins,Werden Grundstücke oder Grundstücksteile seit mindestens 30 Jahren unabhängig vom Willen des Grundeigentümers und dritter Personen im Gemeingebrauch für Verkehrszwecke benützt, ohne daß hiefür eine ausdrückliche Widmung vorliegt, so hat die Behörde über Antrag des Grundeigentümers oder von Amts wegen durch Bescheid das Vorliegen des Gemeingebrauchs festzustellen. Ein amtswegiges Verfahren ist jedenfalls einzuleiten, wenn dies von mehr als zwei Verkehrsinteressenten verlangt wird.
  2. Absatz 2,Der Feststellung hat eine mit einem Augenschein an Ort und Stelle zu verbindende mündliche Verhandlung vorauszugehen; diese Verhandlung ist öffentlich zugänglich. Zur Verhandlung sind die betroffenen Grundeigentümer und dinglich Berechtigten als Parteien zu laden. Jene der Behörde bekannten Personen, die an der Feststellung des Gemeingebrauchs ein berechtigtes Interesse besitzen, sind davon in geeigneter Weise zu verständigen.
  3. Absatz 3,Der Bescheid hat die Grundstücke oder Grundstücksteile, die im Gemeingebrauch benützt werden, genau zu bezeichnen. Mit der rechtskräftigen Feststellung des Gemeingebrauchs ist die Straße öffentlich und gilt als Verkehrsfläche der Gemeinde.

Gesetzesnummer

10000313

Dokumentnummer

LOO12003997

Alte Dokumentnummer

N6199110241W

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