Bundesrecht konsolidiert

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Bundes-Schulaufsichtsgesetz § 18

Diese Fassung ist nicht aktuell

Kurztitel

Bundes-Schulaufsichtsgesetz

Kundmachungsorgan

BGBl. Nr. 240/1962 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013

Typ

BG

§/Artikel/Anlage

§ 18

Inkrafttretensdatum

01.08.2014

Außerkrafttretensdatum

25.03.2015

Index

70/01 Schulverwaltung, Schulaufsicht

Text

Qualitätsmanagement

Paragraph 18,
  1. Absatz eins,Der zuständige Bundesminister hat bezogen auf alle vom Geltungsbereich dieses Bundesgesetzes gemäß Paragraph eins, umfassten Schulen sowie auf die Höheren land- und forstwirtschaftlichen Lehranstalten gemäß dem Land- und forstwirtschaftlichen Bundesschulgesetz, Bundesgesetzblatt Nr. 175 aus 1966,, ein alle Ebenen der Schulverwaltung und die Schulen umfassendes Qualitätsmanagement einzurichten. Von den Landesschulräten ist das Qualitätsmanagement auf Landesebene durch die Beamten der Schulaufsicht und durch Lehrer, die mit Schulaufsichtsfunktionen betraut sind, auszuüben. Andere Organe der Landesschulräte dürfen, abgesehen vom Präsidenten des Landesschulrates, dem Unterricht an einer Schule nur in Anwesenheit eines Beamten des Qualitätsmanagements oder eines Lehrers, der mit Qualitätsmanagementfunktionen betraut ist, beiwohnen. Das Qualitätsmanagement umfasst auch die Durchführung der Schulinspektionen, sofern diese zur Umsetzung der Zielvereinbarungen (Absatz 2, Ziffer 3,) erforderlich ist.
  2. Absatz 2,In dem gemäß Absatz eins, einzurichtenden Qualitätsmanagement ist ein Nationaler Qualitätsrahmen vorzusehen, der nach wissenschaftlichen Kriterien und unter Anhörung der Beamten des Qualitätsmanagements, von durch diese beizuziehenden Schulleitern sowie der Schulpartner (Lehrer, Erziehungsberechtigte, Schüler) zu erstellen und in der Umsetzung unter Mitbefassung von Vertretern der Personalvertretung der Lehrer zu begleiten ist. Der Nationale Qualitätsrahmen hat neben allgemeinen Bestimmungen auf die Besonderheiten der einzelnen Schularten Bedacht zu nehmen und insbesondere zu enthalten:
    1. Ziffer eins
      Eine Definition und Beschreibung von Schulqualität,
    2. Ziffer 2
      die Verpflichtung zu einem periodischen (schulartenspezifisch ein- bis dreijährigen) Planungs- und Berichtswesen auf allen Ebenen der Schulverwaltung und der Schulen (Entwicklungspläne, Qualitätsberichte, Qualitätsprogramme),
    3. Ziffer 3
      die Verpflichtung zu periodischen Zielvereinbarungen auf allen Ebenen der Schulverwaltung und der Schulen über bundesweite Ziele und deren Konkretisierung unter Bedachtnahme auf regionale und standortspezifische Gegebenheiten auf Landes- und Schulebene sowie die für deren Erreichung zu treffenden Maßnahmen und zu erbringenden Leistungen sowie
    4. Ziffer 4
      die Verpflichtung zur Bereitstellung von Instrumenten für die Steuerung und (Selbst-)Evaluierung anhand der für die Schulqualität maßgeblichen Faktoren sowie von Unterstützungsangeboten für die Schulen.
  3. Absatz 3,Die Entwicklungspläne der Schulen gemäß Absatz 2, Ziffer 2, haben insbesondere zu enthalten:
    1. Ziffer eins
      Schwerpunktthemen,
    2. Ziffer 2
      Zielsetzungen in Hinblick auf die Schwerpunktthemen,
    3. Ziffer 3
      Rückblick und Ist-Stand-Analysen zu den Schwerpunktthemen,
    4. Ziffer 4
      Maßnahmen zur Umsetzung der Zielsetzungen,
    5. Ziffer 5
      Maßnahmen zur Überprüfung der Zielerreichung,
    6. Ziffer 6
      Fortbildungspläne sowie
    7. Ziffer 7
      Angaben zum strategischen und operativen Qualitätsmanagement der Schule.
  4. Absatz 4,Bei der Umsetzung und Evaluierung der Zielvereinbarungen sind externe Rückmeldungen (zB von Einrichtungen des Bildungswesens) vorzusehen.

Schlagworte

Landesschulrat, Planungswesen

Im RIS seit

20.08.2013

Zuletzt aktualisiert am

25.03.2015

Gesetzesnummer

10009264

Dokumentnummer

NOR40154598

European Legislation Identifier (ELI)

https://www.ris.bka.gv.at/eli/bgbl/1962/240/P18/NOR40154598

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