Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2024/22/0125

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

Ra 2024/22/0125

Entscheidungsdatum

04.05.2026

Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §8
B-VG Art133 Abs6 Z1
VwRallg
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Rechtssatz

Wird mit dem angefochtenen Beschluss die gegen den behördlichen Bescheid (mit dem ein Antrag des Erstrevisionswerbers abgewiesen wurde) erhobene Beschwerde als unzulässig zurückgewiesen, weil das VwG diese Beschwerde als von der Zweitrevisionswerberin (der Bevollmächtigten des Erstrevisionswerbers) im eigenen Namen eingebracht erachtete, dann ist von der Revisionslegitimation beider revisionswerbender Parteien auszugehen. Da sich der angefochtene Beschluss, mit dem die - vom VwG der Zweitrevisionswerberin zugerechnete - Beschwerde zurückgewiesen wurde, gegen die Zweitrevisionswerberin richtet, ist sie als Adressatin legitimiert, diese Entscheidung durch eine an den VwGH erhobene Revision auf ihre Rechtmäßigkeit überprüfen zu lassen. Aber auch der Erstrevisionswerber, der releviert, die Beschwerde sei in seinem Namen erhoben worden und daher ihm zuzurechnen, kann durch den angefochtenen Beschluss in einem subjektiv-öffentlichen Recht verletzt sein, zumal mit der Zurechnung der Eingabe an die Zweitrevisionswerberin auch die Rechtskraft der Abweisung seines Antrags auf Erteilung eines Aufenthaltstitels verbunden ist.

Schlagworte

Individuelle Normen und Parteienrechte Rechtsanspruch Antragsrecht Anfechtungsrecht VwRallg9/2 Parteibegriff Parteistellung strittige Rechtsnachfolger Zustellung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2026:RA2024220125.L02

Im RIS seit

02.06.2026

Zuletzt aktualisiert am

29.06.2026

Dokumentnummer

JWR_2024220125_20260504L01