Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2021/03/0066

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

7

Geschäftszahl

Ra 2021/03/0066

Entscheidungsdatum

05.10.2021

Index

L65007 Jagd Wild Tirol
001 Verwaltungsrecht allgemein

Norm

JagdG Tir 2004 §5 Abs5 litd
VwRallg

Rechtssatz

Nach den Erläuterungen (ErlRV 161/15 BlgLT 16. Gesetzgebungsperiode 3f) zur Bestimmung des Paragraph 5, Absatz 5, Litera d, Tir JagdG 2004 sowie der dazu ergangenen Rechtsprechung des VwGH liegt eine unverhältnismäßige Beeinträchtigung der rechtlichen und wirtschaftlichen Interessen Dritter im Sinne dieser Bestimmung auch dann vor, wenn aufgrund der Feststellung des neuen Eigenjagdgebietes übrig bleibende Flächen an das neu festgestellte Jagdgebiet oder an andere Jagdgebiete anzugliedern wären (VwGH 20.11.2019, Ro 2019/03/0018; VwGH 28.1.2020, Ra 2019/03/0121; VwGH 24.9.2020, Ra 2020/03/0085; VwGH 24.9.2020, Ra 2020/03/0099). Träfe es also zu, dass durch Feststellung der Eigenjagd solche jagdliche Enklaven bzw. Exklaven entstünden, wäre der Feststellungsantrag schon deshalb abzuweisen.

Schlagworte

Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2021:RA2021030066.L07

Im RIS seit

03.11.2021

Zuletzt aktualisiert am

03.11.2021

Dokumentnummer

JWR_2021030066_20211005L07

Rechtssatz für Ra 2022/03/0297

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

Ra 2022/03/0297

Entscheidungsdatum

06.02.2023

Index

L65007 Jagd Wild Tirol
001 Verwaltungsrecht allgemein

Norm

JagdG Tir 2004 §5 Abs5 litd
VwRallg

Beachte


Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden):
Ra 2022/03/0297 B 06.02.2023
Ra 2022/03/0298 B 06.02.2023

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Ra 2021/03/0066 E 5. Oktober 2021 RS 7

Stammrechtssatz

Nach den Erläuterungen (ErlRV 161/15 BlgLT 16. Gesetzgebungsperiode 3f) zur Bestimmung des Paragraph 5, Absatz 5, Litera d, Tir JagdG 2004 sowie der dazu ergangenen Rechtsprechung des VwGH liegt eine unverhältnismäßige Beeinträchtigung der rechtlichen und wirtschaftlichen Interessen Dritter im Sinne dieser Bestimmung auch dann vor, wenn aufgrund der Feststellung des neuen Eigenjagdgebietes übrig bleibende Flächen an das neu festgestellte Jagdgebiet oder an andere Jagdgebiete anzugliedern wären (VwGH 20.11.2019, Ro 2019/03/0018; VwGH 28.1.2020, Ra 2019/03/0121; VwGH 24.9.2020, Ra 2020/03/0085; VwGH 24.9.2020, Ra 2020/03/0099). Träfe es also zu, dass durch Feststellung der Eigenjagd solche jagdliche Enklaven bzw. Exklaven entstünden, wäre der Feststellungsantrag schon deshalb abzuweisen.

Schlagworte

Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2023:RA2022030297.L02

Im RIS seit

13.03.2023

Zuletzt aktualisiert am

13.03.2023

Dokumentnummer

JWR_2022030297_20230206L03