Begleitende Dokumente
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Hauptdokument
Entscheidungsart
Erkenntnis
Rechtssatznummer
2
Geschäftszahl
Ro 2021/01/0014
Entscheidungsdatum
29.06.2023
Index
E000 EU- Recht allgemein
E3D E15203030
E3L E13309900
E3L E15203000
E3R E13300500
E6J
001 Verwaltungsrecht allgemein
40/01 Verwaltungsverfahren
41/04 Sprengmittel Waffen Munition
Norm
AVG §17AVG §8EURallg
PyrotechnikG 2010 §4 Z12
PyrotechnikG 2010 §4 Z27
VwRallg
32001L0095 Produktsicherheit-RL AnhII
32001L0095 Produktsicherheit-RL Art12
32008R0765 MarktüberwachungsV Art20
32008R0765 MarktüberwachungsV Art22
32013L0029 Pyrotechnik-RL Art3 Z10
32013L0029 Pyrotechnik-RL Art3 Z12
32019D0417 Produktsicherheit Anh
62021CJ0626 Funke VORAB
Rechtssatz
Das vom EuGH im Urteil Funke erkannte Recht eines "Einführers" (vgl. Art. 3 Z 10 und 12 der Richtlinie 2013/29/EU) bzw. Importeurs (vgl. § 4 Z 12 und 27 PyrotechnikG 2010) von in einer RAPEX-Meldung genannten Produkten auf Vervollständigung bzw. Berichtigung dieser RAPEX-Meldung ergibt sich mangels einer Regelung des österreichischen Rechts unmittelbar aus den vom EuGH angeführten Vorschriften des Unionsrechts (vgl. zu dieser Konstellation als Voraussetzung für ein Rechtschutzverfahren bereits VwGH 29.9.2021, Ro 2021/01/0014-7 [EU 2021/0004-1], Rn. 51). Dieses Recht eines Importeurs von in einer RAPEX-Meldung genannten Produkten bildet die Rechtsgrundlage für einen Antrag auf Vervollständigung bzw. Berichtigung dieser RAPEX-Meldung. Die entsprechenden Verpflichtungen des Mitgliedstaates hat der EuGH im Urteil Funke klargestellt (vgl. darin insbesondere Rn. 70). Dieses Recht vermittelt dem Importeur im Fall einer Antragstellung eine Parteistellung nach § 8 AVG samt dem Recht auf Akteneinsicht nach § 17 AVG (vgl. zur Parteistellung und dem Recht auf Akteneinsicht für viele etwa VwGH 19.4.2023, Ra 2023/07/0007, mwN).Das vom EuGH im Urteil Funke erkannte Recht eines "Einführers" vergleiche Artikel 3, Ziffer 10 und 12 der Richtlinie 2013/29/EU) bzw. Importeurs vergleiche Paragraph 4, Ziffer 12 und 27 PyrotechnikG 2010) von in einer RAPEX-Meldung genannten Produkten auf Vervollständigung bzw. Berichtigung dieser RAPEX-Meldung ergibt sich mangels einer Regelung des österreichischen Rechts unmittelbar aus den vom EuGH angeführten Vorschriften des Unionsrechts vergleiche zu dieser Konstellation als Voraussetzung für ein Rechtschutzverfahren bereits VwGH 29.9.2021, Ro 2021/01/0014-7 [EU 2021/0004-1], Rn. 51). Dieses Recht eines Importeurs von in einer RAPEX-Meldung genannten Produkten bildet die Rechtsgrundlage für einen Antrag auf Vervollständigung bzw. Berichtigung dieser RAPEX-Meldung. Die entsprechenden Verpflichtungen des Mitgliedstaates hat der EuGH im Urteil Funke klargestellt vergleiche darin insbesondere Rn. 70). Dieses Recht vermittelt dem Importeur im Fall einer Antragstellung eine Parteistellung nach Paragraph 8, AVG samt dem Recht auf Akteneinsicht nach Paragraph 17, AVG vergleiche zur Parteistellung und dem Recht auf Akteneinsicht für viele etwa VwGH 19.4.2023, Ra 2023/07/0007, mwN).
Gerichtsentscheidung
EuGH 62021CJ0626 Funke VORAB
Schlagworte
Gemeinschaftsrecht Richtlinie EURallg4 Gemeinschaftsrecht Verordnung EURallg5 Individuelle Normen und Parteienrechte Rechtsanspruch Antragsrecht Anfechtungsrecht VwRallg9/2
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:VWGH:2023:RO2021010014.J01
Im RIS seit
28.07.2023
Zuletzt aktualisiert am
05.09.2023
Dokumentnummer
JWR_2021010014_20230629J02