Verfassungsgerichtshof (VfGH)

Rechtssatz für E1197/2016

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Geschäftszahl

E1197/2016

Entscheidungsdatum

23.02.2017

Index

41/02 Staatsbürgerschaft, Pass- und Melderecht, Fremdenrecht, Asylrecht

Norm

BVG-Rassendiskriminierung ArtI Abs1
AsylG 2005 §8
  1. AsylG 2005 § 8 heute
  2. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.03.2027 bis 11.06.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 63/2025
  3. AsylG 2005 § 8 gültig ab 12.06.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/2026
  4. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.11.2017 bis 11.06.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 145/2017
  5. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.11.2017 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 84/2017
  6. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.01.2014 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2013
  7. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2012
  8. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2009
  9. AsylG 2005 § 8 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2009

Leitsatz

Verletzung im Recht auf Gleichbehandlung von Fremden untereinander durch Nichtzuerkennung des Status des subsidiär Schutzberechtigten mangels nachvollziehbarer Begründung der Entscheidung

Rechtssatz

Das Bundesverwaltungsgericht ist in nicht nachvollziehbarer Weise davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer (Staatsangehöriger von Afghanistan) über seine bestehenden sozialen Kontakte in Kabul über ein soziales Netzwerk verfüge. Dabei hat es in der Begründung einerseits auf die Kontakte des Beschwerdeführers zu seinen nicht in Kabul lebenden Angehörigen hingewiesen und gleichzeitig festgestellt, dass eine Rückführung in die Provinz Maidan Wardak nicht zumutbar sei. Zu konkreten sozialen Kontakten des Beschwerdeführers in Kabul hat das Bundesverwaltungsgericht keinerlei Feststellungen getroffen. Die Annahme, dass ein ehemaliger Polizist, der - seinem Vorbringen zufolge auf Grund seiner Tätigkeit durch die Taliban verfolgt wurde - nach mehreren Jahren bei seinen früheren Arbeitskollegen in Kabul unterkommen würde, entbehrt entsprechender konkreter Feststellungen in der Begründung.

Entscheidungstexte

  • E1197/2016
    Entscheidungstext VfGH Erkenntnis 23.02.2017 E1197/2016

Schlagworte

Asylrecht, Entscheidungsbegründung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VFGH:2017:E1197.2016

Zuletzt aktualisiert am

09.03.2017

Dokumentnummer

JFR_20170223_16E01197_01