Rechtssatz für 12Os78/15k 12Os66/20b 1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0130519

Geschäftszahl

12Os78/15k; 12Os66/20b; 14Os102/20m

Entscheidungsdatum

03.11.2020

Norm

StGB §74 Abs1 Z7
StGB §223 Abs1
StGB §224
  1. StGB § 74 heute
  2. StGB § 74 gültig ab 01.09.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2023
  3. StGB § 74 gültig von 11.12.2021 bis 31.08.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 201/2021
  4. StGB § 74 gültig von 28.12.2019 bis 10.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2019
  5. StGB § 74 gültig von 01.01.2016 bis 27.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 154/2015
  6. StGB § 74 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  7. StGB § 74 gültig von 01.08.2013 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 116/2013
  8. StGB § 74 gültig von 01.01.2013 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2012
  9. StGB § 74 gültig von 01.09.2009 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2009
  10. StGB § 74 gültig von 01.01.2008 bis 31.08.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 109/2007
  11. StGB § 74 gültig von 01.05.2004 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 15/2004
  12. StGB § 74 gültig von 01.10.2002 bis 30.04.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2002
  13. StGB § 74 gültig von 01.07.2001 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2001
  14. StGB § 74 gültig von 01.10.1998 bis 30.06.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/1998
  15. StGB § 74 gültig von 01.01.1989 bis 30.09.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 599/1988

Rechtssatz

Auf dem Bildschirm erstellte und elektronisch unterfertigte Verträge sind mangels der für die Erfüllung des Urkundenbegriffs nach Paragraph 74, Absatz eins, Ziffer 7, StGB notwendigen schriftlichen Verkörperung der Gedankenerklärung keine Urkunden und solcherart kein Täuschungsmittel des Urkundenbetrugs nach Paragraph 147, Absatz eins, Ziffer eins, erster Fall StGB.

Entscheidungstexte

  • 12 Os 78/15k
    Entscheidungstext OGH 19.11.2015 12 Os 78/15k
    Beisatz: Ausdrucke solcher Verträge können jedoch Urkunden sein, wenn sie nach ihrem äußeren Erscheinungsbild sowie Inhalt und Art ihrer Verwendung das Original im Rechtsverkehr vertreten. (T1)
    Beisatz: Wird bei der elektronischen Erstellung und Unterfertigung eines Vertrags zudem der Eindruck erweckt, dass die verwendeten Daten von einem anderen Aussteller stammen, und werden diese zur Täuschung verwendet, liegt die Qualifikation des § 147 Abs 1 Z 1 dritter Fall StGB vor. (T2)
  • 12 Os 66/20b
    Entscheidungstext OGH 10.09.2020 12 Os 66/20b
    Vgl
  • 14 Os 102/20m
    Entscheidungstext OGH 03.11.2020 14 Os 102/20m
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2015:RS0130519

Im RIS seit

02.02.2016

Zuletzt aktualisiert am

01.02.2021

Dokumentnummer

JJR_20151119_OGH0002_0120OS00078_15K0000_001

Rechtssatz für 12Os21/17f; 12Os99/17a; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0131856

Geschäftszahl

12Os21/17f; 12Os99/17a; 14Os124/17t; 15Os4/18d; 11Os153/17k; 15Os7/18w; 11Os13/18y; 14Os37/18z (14Os43/18g); 15Os47/18b; 12Os135/17w (12Os136/17t); 11Os23/18v; 11Os35/18h; 14Os36/18b; 12Os78/18i; 12Os82/18b; 12Os125/18a; 14Os117/18i; 13Os62/19w; 15Os10/20i; 12Os66/20b; 14Os59/20p; 14Os84/21s; 14Os73/21y; 11Os93/21t; 12Os132/21k; 14Os14/22y; 12Os17/22g; 14Os35/22m; 11Ns65/22f; 11Os84/22w; 15Os98/22h; 13Os42/23k; 15Os158/23h; 11Os60/24v; 14Os98/24d; 12Os84/25g; 11Os103/25v

Entscheidungsdatum

16.12.2025

Norm

SMG §28a Abs1
  1. SMG § 28a heute
  2. SMG § 28a gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2007

Rechtssatz

Der zur ständigen Rechtsprechung gewordene Ansatz, welcher auf exakter Abgrenzbarkeit einzelner Grenzmengen iSd Paragraph 28 b, SMG zueinander beruht, ist logisch nicht mehr gültig, weil das Wort „übersteigend“ in Paragraph 28 b, SMG keine Begrenzung nach oben zulässt und das Wort „eine“ – anders als vor BGBl I 2007/110 – nicht mehr als Zahlwort verstanden werden kann. Da eine gesetzliche (auf exakt eine Grenzmenge bezogene) Abtrennungsregel für ihrerseits und im Verhältnis zueinander sukzessiv begangene Taten nach Paragraph 28 a, Absatz eins, SMG im geltenden Recht nicht (mehr) aufzufinden ist, kann Paragraph 28 a, Absatz eins, SMG so nicht mehrfach begründet werden (Paragraph 260, Absatz eins, Ziffer 2, StPO).

Entscheidungstexte

  • 12 Os 21/17f
    Entscheidungstext OGH Verstärkter Senat 15.11.2017 12 Os 21/17f
    Verstärkter Senat
  • 12 Os 99/17a
    Entscheidungstext OGH 18.01.2018 12 Os 99/17a
  • 14 Os 124/17t
    Entscheidungstext OGH 13.02.2018 14 Os 124/17t
    Beisatz: Eine Zusammenfassung für sich allein die Grenzmenge nicht übersteigender Suchtgiftquanten zur Begründung von Suchtgifthandel nach § 28a Abs 1 SMG aufgrund von Additionsvorsatz bleibt weiterhin möglich. (T1)
  • 15 Os 4/18d
    Entscheidungstext OGH 14.02.2018 15 Os 4/18d
    Auch
  • 11 Os 153/17k
    Entscheidungstext OGH 13.03.2018 11 Os 153/17k
    Vgl auch
  • 15 Os 7/18w
    Entscheidungstext OGH 14.03.2018 15 Os 7/18w
    Auch
  • 11 Os 13/18y
    Entscheidungstext OGH 13.03.2018 11 Os 13/18y
    Auch; Beisatz: Die aggravierende Wertung der mehrfachen Überschreitung der Grenzmenge verstößt daher nicht gegen das Doppelverwertungsverbot. (T2)
  • 14 Os 37/18z
    Entscheidungstext OGH 10.04.2018 14 Os 37/18z
    Vgl auch
  • 15 Os 47/18b
    Entscheidungstext OGH 23.05.2018 15 Os 47/18b
    Vgl auch
  • 12 Os 135/17w
    Entscheidungstext OGH 19.04.2018 12 Os 135/17w
  • 11 Os 23/18v
    Entscheidungstext OGH 22.05.2018 11 Os 23/18v
    Auch
  • 11 Os 35/18h
    Entscheidungstext OGH 22.05.2018 11 Os 35/18h
    Auch
  • 14 Os 36/18b
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 14 Os 36/18b
    Vgl auch
  • 12 Os 78/18i
    Entscheidungstext OGH 23.08.2018 12 Os 78/18i
    Auch; Beis wie T1; Beisatz: Bezugspunkt des Suchtgifthandels nach § 28a Abs 1 SMG ist „eine die Grenzmenge (§ 28b) übersteigende Menge“. Weil das Wort „übersteigend“ keine Begrenzung nach oben zulässt und das Wort „eine“ nicht als Zahlwort verstanden werden kann, ist bei Additionsvorsatz das Überlassen über die Grenzmenge hinausgehender (geringer) Suchtgiftquanten nicht gesondert § 27 Abs 1 achter Fall, Abs 2 SMG zu subsumieren. Nach Erreichen der in § 28a Abs 2 Z 3 SMG gezogenen Grenze ist zudem ‑ wiederum bei entsprechendem Additionsvorsatz ‑ das Vergehen des Suchtgifthandels nach § 28a Abs 1 fünfter Fall, Abs 3 SMG nicht gesondert anzunehmen. (T3)
  • 12 Os 82/18b
    Entscheidungstext OGH 23.08.2018 12 Os 82/18b
    Auch
  • 12 Os 125/18a
    Entscheidungstext OGH 06.11.2018 12 Os 125/18a
    Auch; Beis wie T1
  • 14 Os 117/18i
    Entscheidungstext OGH 13.11.2018 14 Os 117/18i
    Auch
  • 13 Os 62/19w
    Entscheidungstext OGH 13.11.2019 13 Os 62/19w
    Vgl
  • 15 Os 10/20i
    Entscheidungstext OGH 04.03.2020 15 Os 10/20i
    Vgl; Beis wie T1
  • 12 Os 66/20b
    Entscheidungstext OGH 10.09.2020 12 Os 66/20b
    Vgl
  • 14 Os 59/20p
    Entscheidungstext OGH 29.09.2020 14 Os 59/20p
    Vgl; Beisatz: Die Begründung mehrerer nach § 28a Abs 1 SMG strafbarer Handlungen durch sukzessive Begehung in Form tatbestandsmäßiger Manipulation (hier: Überlassen) je für sich die Grenzmenge nicht übersteigender Suchtgiftquanten kommt seit der Entscheidung eines verstärkten Senats zu AZ 12 Os 21/17f nur mehr dann in Betracht, wenn – insbesondere zufolge Fehlens insgesamt einheitlicher Tatsituation und gleicher Motivationslage – nicht eine, sondern mehrere tatbestandliche Handlungseinheiten vorliegen. Von diesem Fall abgesehen, kann die Qualifikation nach § 28a Abs 4 Z 3 SMG bei dieser Art der Delinquenz nur durch eine Tat (in Form einer tatbestandlichen Handlungseinheit) verwirklicht werden. (T4)
  • 14 Os 84/21s
    Entscheidungstext OGH 03.08.2021 14 Os 84/21s
    Vgl; Beis wie T4
  • 14 Os 73/21y
    Entscheidungstext OGH 14.09.2021 14 Os 73/21y
    Vgl
  • 11 Os 93/21t
    Entscheidungstext OGH 02.11.2021 11 Os 93/21t
    Vgl
  • 12 Os 132/21k
    Entscheidungstext OGH 27.01.2022 12 Os 132/21k
    Vgl; Beis wie T3
  • 14 Os 14/22y
    Entscheidungstext OGH 29.03.2022 14 Os 14/22y
    Vgl; Beis wie T4
  • 12 Os 17/22g
    Entscheidungstext OGH 31.03.2022 12 Os 17/22g
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T4
  • 14 Os 35/22m
    Entscheidungstext OGH 28.04.2022 14 Os 35/22m
    Vgl; Beis wie T3; Beisatz: Das gilt auch bei Begehung in unterschiedlichen Beteiligungsformen. Hier: Verfehlte Annahme eines Verbrechens nach § 12 dritter Fall StGB, § 28a Abs 1 fünfter Fall SMG und eines Vergehens nach § 27 Abs 1 achter Fall SMG. (T5)
  • 11 Ns 65/22f
    Entscheidungstext OGH 17.08.2022 11 Ns 65/22f
    Vgl; Beis wie T4
  • 11 Os 84/22w
    Entscheidungstext OGH 27.09.2022 11 Os 84/22w
    Vgl
  • 15 Os 98/22h
    Entscheidungstext OGH 18.01.2023 15 Os 98/22h
    Vgl
  • 13 Os 42/23k
    Entscheidungstext OGH 28.06.2023 13 Os 42/23k
    vgl; Beisatz nur wie T4
  • 15 Os 158/23h
    Entscheidungstext OGH 15.05.2024 15 Os 158/23h
    vgl; Beisatz wie T4
  • 11 Os 60/24v
    Entscheidungstext OGH 18.06.2024 11 Os 60/24v
    vgl; Beisatz wie T4
  • 14 Os 98/24d
    Entscheidungstext OGH 05.11.2024 14 Os 98/24d
    vgl; Beisatz wie T1; Beisatz wie T4
  • 12 Os 84/25g
    Entscheidungstext OGH 17.09.2025 12 Os 84/25g
    vgl; Beisatz wie T4
  • 11 Os 103/25v
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 16.12.2025 11 Os 103/25v
    vgl; Beisatz wie T4

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2017:RS0131856

Im RIS seit

02.02.2018

Zuletzt aktualisiert am

05.02.2026

Dokumentnummer

JJR_20171115_OGH0002_0120OS00021_17F0000_001