Rechtssatz für 12Os133/09i 14Os108/15m

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0125612

Geschäftszahl

12Os133/09i; 14Os108/15m

Entscheidungsdatum

17.11.2015

Norm

StGB §164
StGB §129 Z1
StPO §262 Ba
StPO §267 A
StPO §281 Abs1 Z8 A
StPO §281 Abs1 Z8 Cc
  1. StGB § 164 heute
  2. StGB § 164 gültig ab 01.01.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2015
  3. StGB § 164 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2004
  4. StGB § 164 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  5. StGB § 164 gültig von 01.10.1993 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 527/1993
  6. StGB § 164 gültig von 01.03.1988 bis 30.09.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Zum Verhältnis Diebstahl/Hehlerei: Nach dem hier maßgeblichen prozessualen Tatbegriff betrifft die in der Anklageschrift beschriebene Beitragstäterschaft des Nichtigkeitswerbers am von den beiden Mitangeklagten verübten Einbruchsdiebstahl den selben Lebenssachverhalt, wie die im Urteil angelastete unmittelbar nach Beendigung des Einbruchsdiebstahls im Tatortbereich begangene Hehlerei in Bezug auf einen Teil der Einbruchsbeute.

Entscheidungstexte

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2009:RS0125612

Im RIS seit

28.11.2009

Zuletzt aktualisiert am

08.01.2016

Dokumentnummer

JJR_20091029_OGH0002_0120OS00133_09I0000_002

Rechtssatz für 14Os34/00; 13Os61/00; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0113755

Geschäftszahl

14Os34/00; 13Os61/00; 12Os87/04; 14Os67/04; 11Os56/04; 14Os76/05s (14Os77/05p); 14Os108/05x; 14Os17/06s; 12Os73/06m; 15Os85/06y; 14Os84/06v; 13Os87/06b; 13Os139/06z; 11Os21/07h; 15Os46/07i; 11Os86/07t (11Os87/07i); 12Os5/07p; Ds5/07; 11Os108/07b; 12Os17/08d; 11Os32/08b; 11Os65/08f; 11Os106/09m (11Os108/09f); Bsw42780/98; 12Os133/09i; 14Os142/09b; 14Os161/09x; 13Os36/09g; 13Os54/10f; 15Os124/10i; 4Bkd1/10; 11Os56/10k (11Os93/10a; 11Os94/10y; 11Os95/10w); 11Os49/11g; 13Os153/11s; 11Os110/12d; 14Os103/12x; 15Os16/13m; 13Os121/13m; 11Os128/14d; 12Os43/15p; 14Os108/15m; 14Os120/15a; 11Os63/15x; 12Os67/15t; 14Os77/15b (14Os114/15v; 14Os136/15d); 15Os183/15y (15Os184/15w; 15Os185/15t; 15Os186/15i); 11Os20/16z; 13Os133/17h; 11Os117/17s; 12Os60/18t; 12Os116/19d; 11Os125/19w; 13Os32/20k; 14Os110/20p; 12Os18/21w; 11Os76/21t; 13Os89/22w; 15Os102/22x; 12Os127/22a; 11Os131/22g; 11Os54/23k (11Os55/23g; 11Os56/23d; 11Os57/23a); 15Os128/23x; 15Os37/24s; 15Os104/24v; 14Os72/24f; 14Os21/25g; 15Os133/25k; 15Os81/26i

Entscheidungsdatum

03.09.2026

Norm

MRK Art6 Abs3 litb IV2
StPO §262 A
StPO §263
StPO §267
StPO §281 Abs1 Z8 A
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Beurteilt ein Gericht nicht nur die im Anklagetenor genannte Tat in rechtlicher Hinsicht abweichend von der Anklage, spricht es den Angeklagten vielmehr - wenngleich ohne Abgehen von dem der Anklage (als Gesamtheit) zugrunde liegenden Sachverhalt - statt der im Anklagetenor genannten Tat einer anderen Tat schuldig, muss mit Blick auf die Fairness des Verfahrens zugunsten des Angeklagten dem Schutzzweck des Paragraph 262, StPO zuvor entsprochen worden sein. Dabei steht die strikte Einhaltung der von Paragraph 262, StPO beschriebenen Form als solche nicht unter der Nichtigkeitssanktion des Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 8, StPO. So wird etwa eine abweichende Beurteilung durch den Ankläger in der Hauptverhandlung dem grundrechtlich geschützten Ziel, über ausreichende Zeit und Gelegenheit zur Vorbereitung der Verteidigung zu verfügen (Artikel 6, Absatz 3, Litera b, MRK), durchaus gerecht, weil es dem Angeklagten solcherart offensteht, sich dazu zu äußern sowie Fragen und Anträge zu seiner Verteidigung zu stellen, deren Missachtung einen Verfahrensmangel (Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 4, StPO) begründen kann. Die in einer - danach mehrfach wegen Zeitablaufes und Richterwechsels (Paragraph 276 a, StPO) wiederholten - Hauptverhandlung gestellte Frage des Vorsitzenden (Paragraph 245, Absatz eins, erster Satz StPO): "Haben sie in Österreich Zigaretten erworben, bei denen die Eingangsabgaben nicht bezahlt waren?" für sich allein genügt aber nicht.

Entscheidungstexte

  • 14 Os 34/00
    Entscheidungstext OGH 06.06.2000 14 Os 34/00
  • 13 Os 61/00
    Entscheidungstext OGH 19.07.2000 13 Os 61/00
    Auch; Beisatz: Indem das Rechtsmittel mit dem Vorbringen, die zur Qualifizierung des Betruges nach § 147 Abs 1 Z 1 StGB führende Verwendung sogenannter Lugurkunden sei von der Anklage nicht erfasst, weder Verurteilung wegen einer weiteren als der angeklagten Taten, noch eine Verletzung des Schutzzwecks des § 262 StPO behauptet, wird der Ausspruch (§ 260 Abs 1 Z 2 StPO), wonach der Angeklagte zufolge der bei zwei der insgesamt drei Taten verwendeten, inhaltlich unrichtigen Bilanzen das Verbrechen des nach § 147 Abs 1 Z 1 StGB qualifizierten - auch sonst (Abs 3) schweren - Betruges begangen habe, aus Z 8 nicht prozessförmig kritisiert (§ 285d Abs 1 Z 1 StPO). (T1)
  • 12 Os 87/04
    Entscheidungstext OGH 23.09.2004 12 Os 87/04
    Auch; nur: Beurteilt ein Gericht nicht nur die im Anklagetenor genannte Tat in rechtlicher Hinsicht abweichend von der Anklage, spricht es den Angeklagten vielmehr - wenngleich ohne Abgehen von dem der Anklage (als Gesamtheit) zugrundeliegenden Sachverhalt - statt der im Anklagetenor genannten Tat einer anderen Tat schuldig, muss mit Blick auf die Fairness des Verfahrens zugunsten des Angeklagten dem Schutzzweck des § 262 StPO zuvor entsprochen worden sein. Dabei steht die strikte Einhaltung der von § 262 StPO beschriebenen Form als solche nicht unter der Nichtigkeitssanktion des § 281 Abs 1 Z 8 StPO. (T2)
  • 14 Os 67/04
    Entscheidungstext OGH 05.10.2004 14 Os 67/04
    nur: Beurteilt ein Gericht nicht nur die im Anklagetenor genannte Tat in rechtlicher Hinsicht abweichend von der Anklage, spricht es den Angeklagten vielmehr - wenngleich ohne Abgehen von dem der Anklage (als Gesamtheit) zugrundeliegenden Sachverhalt - statt der im Anklagetenor genannten Tat einer anderen Tat schuldig, muss mit Blick auf die Fairness des Verfahrens zugunsten des Angeklagten dem Schutzzweck des § 262 StPO zuvor entsprochen worden sein. Dabei steht die strikte Einhaltung der von § 262 StPO beschriebenen Form als solche nicht unter Nichtigkeitssanktion. (T3)
    Beisatz: Wurde dem Schutzzweck des § 262 StPO, dem Angeklagten ausreichend Zeit und Gelegenheit zur Vorbereitung seiner Verteidigung zu verschaffen (Art 6 Abs 3 lit b EMRK), nicht entsprochen, so ist eine neue Hauptverhandlung nicht zu vermeiden. (T4)
  • 11 Os 56/04
    Entscheidungstext OGH 28.09.2004 11 Os 56/04
    Auch; nur T2; Beisatz: Nichtigkeit nur, wenn der von § 262 StPO intendierte Schutzzweck der Wahrung von Verteidigungsrechten konkret verletzt wurde. (T5)
  • 14 Os 76/05s
    Entscheidungstext OGH, AUSL EGMR, AUSL EKMR 29.07.2005 14 Os 76/05s
    Auch; Beisatz: Insbesondere dann, wenn sich die im Anklagetenor genannte Tathandlung von jener des Schuldspruchs in erheblichen Teilen unterscheidet, begründet eine Missachtung dieser Informationspflicht auch Nichtigkeit nach § 281 Abs 1 Z 8 StPO. (T6)
  • 14 Os 108/05x
    Entscheidungstext OGH 20.12.2005 14 Os 108/05x
    Vgl auch
  • 14 Os 17/06s
    Entscheidungstext OGH 04.04.2006 14 Os 17/06s
    Auch; nur T2; Beis wie T4
  • 12 Os 73/06m
    Entscheidungstext OGH 21.09.2006 12 Os 73/06m
    Vgl auch; Beisatz: Wird lediglich der Tatzeitraum ausgedehnt, ist eine ergänzend über dessen Schlussvortrag hinausgehende Anhörung des Angeklagten zur Ausdehnung nicht erforderlich, um eine praktische und wirksame Ausübung von Verteidigungsrechten zu ermöglichen. (T7)
  • 15 Os 85/06y
    Entscheidungstext OGH 09.11.2006 15 Os 85/06y
    Auch; nur T3; Beis wie T4
  • 14 Os 84/06v
    Entscheidungstext OGH 14.11.2006 14 Os 84/06v
    Vgl auch; Beisatz: Erfolgte der Schuldspruch nicht wegen einer gegenüber der Anklage anderen Tat im materiellen Sinn, bedarf es zur Darstellung des Nichtigkeitsgrundes der Z 8 weitergehenden Vorbringens, das plausibel macht, weshalb dem Beschwerdeführer durch die unterlassene Anhörung die Möglichkeit genommen worden sein soll, sich dazu näher oder anders zu verantworten und entsprechende Fragen oder Anträge zu formulieren, dass also mit Blick auf den veränderten rechtlichen Gesichtspunkt die Verteidigung eine andere gewesen wäre. Ein weitergehendes Vorbringen im aufgezeigten Sinn ist für die erfolgreiche Geltendmachung der Z 8 nur dann entbehrlich, wenn das erkennende Gericht den Angeklagten - wenngleich ohne Abgehen von dem der Anklage (als Gesamtheit) zugrunde liegenden Sachverhalt, also der Tat im prozessualen Sinn - statt der im Anklagetenor genannten Tat einer anderen (im materiellen Sinne) schuldig erkennt und zuvor mit Blick auf die Fairness des Verfahrens dem Schutzzweck des § 262 StPO nicht entsprochen hat. (T8)
    Beisatz: Hier: Verurteilung wegen des Vergehens der Körperverletzung nach § 83 Abs 1 StGB, welches bei anklagekonformer Verurteilung nach § 142 StGB verdrängt worden wäre. (T9)
  • 13 Os 87/06b
    Entscheidungstext OGH 08.11.2006 13 Os 87/06b
    Vgl auch; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Verurteilung wegen § 212 Abs 1 Z 1 StGB bei Anklage wegen § 211 Abs 2 StGB (selber Lebenssachverhalt). (T10)
  • 13 Os 139/06z
    Entscheidungstext OGH 24.01.2007 13 Os 139/06z
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T8
  • 11 Os 21/07h
    Entscheidungstext OGH 24.04.2007 11 Os 21/07h
    Auch; nur: Beurteilt ein Gericht nicht nur die im Anklagetenor genannte Tat in rechtlicher Hinsicht abweichend von der Anklage, spricht es den Angeklagten vielmehr - wenngleich ohne Abgehen von dem der Anklage (als Gesamtheit) zugrunde liegenden Sachverhalt - statt der im Anklagetenor genannten Tat einer anderen Tat schuldig, muss mit Blick auf die Fairness des Verfahrens zugunsten des Angeklagten dem Schutzzweck des § 262 StPO zuvor entsprochen worden sein. (T11)
    Beisatz: Eine aufgrund der Urteilsfeststellungen prinzipiell mögliche Entscheidung des Obersten Gerichtshofes in der Sache selbst kann nicht erfolgen, weil die Einräumung der Gelegenheit einer prozessualen Reaktion im Nichtigkeitsverfahren nicht möglich ist. (T12)
  • 15 Os 46/07i
    Entscheidungstext OGH 08.08.2007 15 Os 46/07i
    Auch; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Verurteilung wegen § 207 Abs 1 und § 212 Abs 1 Z 1 StGB bei Anklage wegen § 206 Abs 1 und § 212 Abs 1 Z 1 StGB. (T13)
    Beisatz: Indem das Erstgericht für die Unterstellung der gegenständlich inkriminierten Tathandlungen unter § 206 Abs 1 StGB erforderliche Feststellungen über die Durchführung von Oralverkehr, sohin einer dem Beischlaf gleichzusetzenden geschlechtlichen Handlung, nicht zu treffen vermochte, jedoch mehrfache Küsse auf den entblößten Penis des Kindes als erwiesen ansah und damit von - mit geringerer Strafe bedrohten - geschlechtlichen Handlungen iSd § 207 Abs 1 StGB ausging, erfolgte der Schuldspruch nicht wegen einer gegenüber der Anklage anderen Tat im materiellen Sinn. (T14)
  • 11 Os 86/07t
    Entscheidungstext OGH 21.08.2007 11 Os 86/07t
    Auch; Beisatz: Hier: Berufungsentscheidung in Betreff des Urteils eines Einzelrichters. (T15)
  • 12 Os 5/07p
    Entscheidungstext OGH 23.08.2007 12 Os 5/07p
    Auch; nur T2; Beisatz: Spätestens mit Rechtskraft der Anklage wurde der Angeklagte über die von der darin vertretenen Rechtsansicht abweichende Möglichkeit eines Schuldspruchs wegen des Verbrechens der Untreue als Beteiligter in Kenntnis gesetzt, wenn im Einspruch gegen die Anklageschrift darauf hingewiesen wird, dass der bestehende Tatverdacht auch im Lichte einer allfälligen „Mittäterschaft zur Untreue zu prüfen" sei und in der Entscheidung über den Anklageeinspruch ausgeführt wird, der Einspruchswerber könnte gegebenenfalls „als Beitragstäter zur Untreue angesehen werden". Durch diese - auch dem Verteidiger zugestellte - Entscheidung des Gerichtshofs zweiter Instanz wurde dem Schutzzweck des § 262 StPO und des Art 6 Abs 3 lit a und b MRK, dem Angeklagten die Ausrichtung seiner Verteidigung (auch) an geänderten rechtlichen Gesichtspunkten der Fallbeurteilung zu ermöglichen, uneingeschränkt entsprochen. (T16)
  • Ds 5/07
    Entscheidungstext OGH 22.10.2007 Ds 5/07
    Auch
  • 11 Os 108/07b
    Entscheidungstext OGH 01.04.2008 11 Os 108/07b
    Auch
  • 12 Os 17/08d
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 12 Os 17/08d
    Vgl auch
  • 11 Os 32/08b
    Entscheidungstext OGH 01.04.2008 11 Os 32/08b
    Vgl auch
  • 11 Os 65/08f
    Entscheidungstext OGH 27.05.2008 11 Os 65/08f
    Vgl auch
  • 11 Os 106/09m
    Entscheidungstext OGH, AUSL EGMR, AUSL_EGMR 13.10.2009 11 Os 106/09m
    Auch
  • Bsw 42780/98
    Entscheidungstext AUSL EGMR 20.04.2006 Bsw 42780/98
    nur T11; Veröff: NL 2006,95
  • 12 Os 133/09i
    Entscheidungstext OGH 29.10.2009 12 Os 133/09i
    Vgl
  • 14 Os 142/09b
    Entscheidungstext OGH 26.01.2010 14 Os 142/09b
    Vgl auch
  • 14 Os 161/09x
    Entscheidungstext OGH 02.03.2010 14 Os 161/09x
    Auch; Bem: Hier: Verurteilung wegen § 83 Abs 1 und § 105 Abs 1 StGB bei Anklage wegen § 142 Abs 1 StGB. (T17)
  • 13 Os 36/09g
    Entscheidungstext OGH 14.01.2010 13 Os 36/09g
    Auch; Beisatz: Hier: Erneuerungsantrag. (T18)
  • 13 Os 54/10f
    Entscheidungstext OGH 19.08.2010 13 Os 54/10f
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Z 8 zufolge Verletzung des § 263 Abs 1 zweiter Satz StPO. (T19)
  • 15 Os 124/10i
    Entscheidungstext OGH 13.10.2010 15 Os 124/10i
    Auch; Beisatz: Hier: Verurteilung wegen § 229 Abs 1 StGB bei Anklage wegen § 302 Abs 1 StGB. (T20)
  • 4 Bkd 1/10
    Entscheidungstext OGH 20.09.2010 4 Bkd 1/10
    Vgl; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Verfahren vor der Obersten Berufungs‑ und Disziplinarkommission für Rechtsanwälte. (T21)
  • 11 Os 56/10k
    Entscheidungstext OGH 16.11.2010 11 Os 56/10k
    Auch; Bem: Hier: Änderung der Beteiligungsform. (T22)
    Beisatz: Das Rechtsmittelgericht hat den geltend gemachten Nichtigkeitsgrund nicht nur dann aufzugreifen, wenn vom Angeklagten plausibel gemacht wird, dass die Verteidigung eine andere gewesen wäre, sondern auch dann, wenn die Plausibilität einer anderen Verteidigungsstrategie ohne näheres Vorbringen dazu auf der Hand liegt. (T23)
  • 11 Os 49/11g
    Entscheidungstext OGH 30.06.2011 11 Os 49/11g
    Vgl; Beisatz: Eine Verletzung des § 267 StPO kommt bei Abweichungen tatsächlicher, eine solche des § 262 StPO bei Abweichungen rechtlicher Natur in Frage. Gegenstand des Vergleichs von Anklage und Urteil ist dabei nicht die Form, sondern deren Inhalt. (T24)
    Beisatz: Hier: Verurteilung als Beitrags- statt als Mittäter. (T25)
  • 13 Os 153/11s
    Entscheidungstext OGH 05.04.2012 13 Os 153/11s
    Vgl
  • 11 Os 110/12d
    Entscheidungstext OGH 09.10.2012 11 Os 110/12d
    Auch; Beisatz: Hier: Abgrenzung zwischen § 142 Abs 1 und § 144 Abs 1 StGB. (T26)
  • 14 Os 103/12x
    Entscheidungstext OGH 20.11.2012 14 Os 103/12x
    Vgl; Beis wie T16
  • 15 Os 16/13m
    Entscheidungstext OGH 20.03.2013 15 Os 16/13m
    Vgl; Bem wie T22; Beis wie T23; Beis wie T25
  • 13 Os 121/13m
    Entscheidungstext OGH 16.05.2013 13 Os 121/13m
    Vgl
  • 11 Os 128/14d
    Entscheidungstext OGH 25.11.2014 11 Os 128/14d
    Vgl
  • 12 Os 43/15p
    Entscheidungstext OGH 09.07.2015 12 Os 43/15p
    Auch; nur T2; nur T3
  • 14 Os 108/15m
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 14 Os 108/15m
    Auch; Beisatz: Auch ein von der Verteidigung in Richtung der sodann vom Gericht angenommenen, geänderten rechtlichen Beurteilung erstattetes Vorbringen ändert nichts am Erfordernis einer § 262 StPO entsprechenden Information, weil Bezugspunkt der Verteidigung in der Hauptverhandlung immer nur der von der Staatsanwaltschaft erhobene Anklagevorwurf sein kann. (T27)
  • 14 Os 120/15a
    Entscheidungstext OGH 15.12.2015 14 Os 120/15a
    Auch
  • 11 Os 63/15x
    Entscheidungstext OGH 12.01.2016 11 Os 63/15x
    Auch; Beis wie T16
  • 12 Os 67/15t
    Entscheidungstext OGH 28.01.2016 12 Os 67/15t
    Auch
  • 14 Os 77/15b
    Entscheidungstext OGH 26.01.2016 14 Os 77/15b
    Auch; Beis wie T15
  • 15 Os 183/15y
    Entscheidungstext OGH 17.02.2016 15 Os 183/15y
    Auch
  • 11 Os 20/16z
    Entscheidungstext OGH 05.07.2016 11 Os 20/16z
    Auch; Beis ähnlich wie T8; Beisatz: Hier: Verurteilung wegen Nötigung bei Anklage auf Raub und Erpressung. (T28)
    Beisatz: Der Plausibilisierung einer anderen Verteidigungsstrategie bedarf es insbesondere dann, wenn der sich gänzlich leugnend verantwortende Angeklagte jede Beteiligung an der Tat abgestritten hat. (T29)
  • 13 Os 133/17h
    Entscheidungstext OGH 09.05.2018 13 Os 133/17h
    Auch; Beisatz: Der Zeitpunkt in der Hauptverhandlung, zu dem die entsprechende Information erfolgte, ist unter dem Aspekt der Z 8 irrelevant, weil es stets in der Hand des Angeklagten liegt, durch eine – durch den Nichtigkeitsgrund des § 281 Abs 1 Z 4 StPO geschützte – Antragstellung eine Vertagung der Hauptverhandlung zu erwirken. (T30)
  • 11 Os 117/17s
    Entscheidungstext OGH 13.03.2018 11 Os 117/17s
    Auch; Beis wie T8; Beis wie T25
  • 12 Os 60/18t
    Entscheidungstext OGH 23.08.2018 12 Os 60/18t
    Auch; Beis wie T24
  • 12 Os 116/19d
    Entscheidungstext OGH 15.10.2019 12 Os 116/19d
    Vgl; Beis wie T24; Beis wie T25
  • 11 Os 125/19w
    Entscheidungstext OGH 18.02.2020 11 Os 125/19w
    Vgl; Beis wie T30
  • 13 Os 32/20k
    Entscheidungstext OGH 17.06.2020 13 Os 32/20k
    Beis wie T5; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Anklage wegen eines Vergehens nach §§ 15, 127, 129 Abs 1 Z 1 StGB und Schuldspruch wegen eines Vergehens nach § 125 StGB. (T31)
  • 14 Os 110/20p
    Entscheidungstext OGH 18.02.2021 14 Os 110/20p
    Vgl; Beis wie T22; Beis wie T25; Beisatz: Hier: Verurteilung als Beitrags‑ statt als Bestimmungstäter. (T32)
    Beisatz: Die Plausibilität einer anderen Verteidigungsstrategie liegt bei bloß geänderter Beteiligungsform nur dann auf der Hand, wenn sich die Urteilsfeststellungen über die Tathandlungen und der Anklagevorwurf im Tatsächlichen nicht überdecken (so schon 14 Os 151/10b, 11 Os 56/10k). Bei Abweichungen bloß geringerer Relevanz bedarf es auch in einem solchen Fall eines entsprechenden Vorbringens. (T33)
  • 12 Os 18/21w
    Entscheidungstext OGH 29.07.2021 12 Os 18/21w
    Vgl; Beis wie T16
  • 11 Os 76/21t
    Entscheidungstext OGH 14.09.2021 11 Os 76/21t
    Vgl; Beis wie T12
  • 13 Os 89/22w
    Entscheidungstext OGH 23.11.2022 13 Os 89/22w
    Vgl; Beis wie T8
  • 15 Os 102/22x
    Entscheidungstext OGH 05.12.2022 15 Os 102/22x
    Vgl; Beis wie T22; Beis wie T25
  • 12 Os 127/22a
    Entscheidungstext OGH 19.01.2023 12 Os 127/22a
    Vgl
  • 11 Os 131/22g
    Entscheidungstext OGH 14.03.2023 11 Os 131/22g
    vgl; nur T11; Beisatz wie T12
  • 11 Os 54/23k
    Entscheidungstext OGH 13.06.2023 11 Os 54/23k
    vgl; Beisatz: Hier: Verurteilung wegen §§ 127, 129 Abs 1 Z 3 StGB bei Anklage wegen § 148a Abs 1, Abs 3, § 15 StGB in Abwesenheit des Angeklagten. (T34)
  • 15 Os 128/23x
    Entscheidungstext OGH 11.03.2024 15 Os 128/23x
    vgl
  • 15 Os 37/24s
    Entscheidungstext OGH 15.05.2024 15 Os 37/24s
    vgl; Beisatz: Hier: Verurteilung wegen des Vergehens der Körperverletzung nach § 83 Abs 1 StGB, das bei anklagekonformer Verurteilung nach §§ 15, 201 Abs 1 StGB verdrängt worden wäre. (T35)
  • 15 Os 104/24v
    Entscheidungstext OGH 13.11.2024 15 Os 104/24v
    vgl; Beisatz wie T8
    Beisatz: Hier: Anklage wegen Raubes nach § 142 Abs 1 StGB und Verurteilung wegen gefährlicher Drohung nach § 107 Abs 1 StGB. (T36)
  • 14 Os 72/24f
    Entscheidungstext OGH 13.05.2025 14 Os 72/24f
    vgl; Beisatz wie T22; Beisatz wie T25
  • 14 Os 21/25g
    Entscheidungstext OGH 13.05.2025 14 Os 21/25g
    vgl
  • 15 Os 133/25k
    Entscheidungstext OGH 20.01.2026 15 Os 133/25k
    vgl; Beisatz wie T25
    Beisatz: Eine Information iSd § 262 StPO ist auch bei jeder Änderung der Beteiligungsform erforderlich. (T37)
    Beisatz: Bei der Änderung der Beteiligungsform bedarf es keines Vorbringens zur Plausibilisierung einer anderen Verteidigungsstrategie, wenn sich die Urteilsfeststellungen über die Tathandlungen und der Anklagevorwurf im Tatsächlichen nicht überdecken, weil dann die Plausibilität einer (möglichen) anderen Verteidigungsstrategie auf der Hand liegt. (T38)
  • 15 Os 81/26i
    Entscheidungstext OGH 03.09.2026 15 Os 81/26i
    vgl; Beisatz wie T30

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0113755

Im RIS seit

06.07.2000

Zuletzt aktualisiert am

09.10.2026

Dokumentnummer

JJR_20000606_OGH0002_0140OS00034_0000000_002