Rechtssatz für 13Os77/94; 12Os95/94; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0061031

Geschäftszahl

13Os77/94; 12Os95/94; 13Os173/94 (13Os174/94); 15Os94/95; 11Os7/96; 11Os19/96; 13Os21/96; 15Os11/99; 12Os18/07z (12Os22/07p); 11Os42/07x; 11Os128/08w (11Os133/08f); 11Os162/08w (11Os166/08h); 12Os26/12h (12Os29/12z); 12Os53/12d; 12Os69/13h; 15Os102/13h; 11Os34/20i (11Os35/20m; 11Os36/20h); 13Os68/20d; 14Os122/21d; 13Os84/22k; 14Os114/22d; 14Os60/24s; 11Os129/24s; 14Os53/26i

Entscheidungsdatum

12.05.2026

Rechtssatz

Gegenstand einer Grundrechtsbeschwerde kann nach Paragraph eins, Absatz eins, GRBG eine gerichtliche Entscheidung oder Verfügung nur nach Erschöpfung des Instanzenzuges sein. Wird der Instanzenzug - infolge Rechtsmittelverzichts des Beschuldigten - nicht ausgeschöpft, ist die Ergreifung einer Grundrechtsbeschwerde (durch den Verteidiger) nicht zulässig.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 77/94
    Entscheidungstext OGH 11.05.1994 13 Os 77/94
  • 12 Os 95/94
    Entscheidungstext OGH 21.07.1994 12 Os 95/94
  • 13 Os 173/94
    Entscheidungstext OGH 03.11.1994 13 Os 173/94
  • 15 Os 94/95
    Entscheidungstext OGH 30.06.1995 15 Os 94/95
  • 11 Os 7/96
    Entscheidungstext OGH 17.01.1996 11 Os 7/96
  • 11 Os 19/96
    Entscheidungstext OGH 15.02.1996 11 Os 19/96
    Vgl auch
  • 13 Os 21/96
    Entscheidungstext OGH 27.02.1996 13 Os 21/96
  • 15 Os 11/99
    Entscheidungstext OGH 28.01.1999 15 Os 11/99
  • 12 Os 18/07z
    Entscheidungstext OGH 21.03.2007 12 Os 18/07z
    Auch; nur: Gegenstand einer Grundrechtsbeschwerde kann nach § 1 Abs 1 GRBG eine gerichtliche Entscheidung oder Verfügung nur nach Erschöpfung des Instanzenzuges sein. (T1)
    Beisatz: Unzulässigkeit einer Grundrechtsbeschwerde gegen Haftbeschluss des Untersuchungsrichters. (T2)
  • 11 Os 42/07x
    Entscheidungstext OGH 24.04.2007 11 Os 42/07x
    Auch; nur T1
  • 11 Os 128/08w
    Entscheidungstext OGH 10.09.2008 11 Os 128/08w
    Vgl; Beisatz: Soweit eine Grundrechtsbeschwerde explizit auch hinsichtlich des erstgerichtlichen Fortsetzungsbeschlusses eine Grundrechtsverletzung rügt, ist sie zurückzuweisen, weil Gegenstand des Grundrechtsbeschwerdeverfahrens allein die im Instanzenzug vorgesehene Entscheidung des Oberlandesgerichts ist. (T3)
  • 11 Os 162/08w
    Entscheidungstext OGH 04.11.2008 11 Os 162/08w
    Vgl; Beis wie T3
  • 12 Os 26/12h
    Entscheidungstext OGH 13.03.2012 12 Os 26/12h
    Beis wie T3
  • 12 Os 53/12d
    Entscheidungstext OGH 23.05.2012 12 Os 53/12d
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 12 Os 69/13h
    Entscheidungstext OGH 20.06.2013 12 Os 69/13h
    Auch; nur ähnlich T1; Beisatz: Hier: Trotz Antrags auf Enthaftung fortgesetzte Untersuchungshaft. (T4)
  • 15 Os 102/13h
    Entscheidungstext OGH 10.07.2013 15 Os 102/13h
    Auch; Beis wie T3
  • 11 Os 34/20i
    Entscheidungstext OGH 27.05.2020 11 Os 34/20i
    Vgl; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Beschlüsse, mit denen die Festnahmeanordnung bewilligt und die Übergabehaft verhängt wurden. (T5)
  • 13 Os 68/20d
    Entscheidungstext OGH 16.09.2020 13 Os 68/20d
    Vgl; Beisatz: Hier: Unangefochten in Rechtskraft erwachsener Beschluss auf Fortsetzung der Untersuchungshaft. (T6)
  • 14 Os 122/21d
    Entscheidungstext OGH 16.11.2021 14 Os 122/21d
    Vgl; Beis insb T6
  • 13 Os 84/22k
    Entscheidungstext OGH 07.09.2022 13 Os 84/22k
    Vgl
  • 14 Os 114/22d
    Entscheidungstext OGH 21.11.2022 14 Os 114/22d
    Vgl
  • 14 Os 60/24s
    Entscheidungstext OGH 17.07.2024 14 Os 60/24s
    vgl
  • 11 Os 129/24s
    Entscheidungstext OGH 13.11.2024 11 Os 129/24s
    vgl
  • 14 Os 53/26i
    Entscheidungstext OGH 12.05.2026 14 Os 53/26i
    vgl; Beisatz: Hier: Unzulässigkeit infolge Zurückziehung einer zunächst erhobenen Beschwerde. (T7)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0061031

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.06.2026

Dokumentnummer

JJR_19940511_OGH0002_0130OS00077_9400000_001

Entscheidungstext 12Os69/13h

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Strafrecht

Geschäftszahl

12Os69/13h

Entscheidungsdatum

20.06.2013

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat am 20. Juni 2013 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof. Dr. Schroll als Vorsitzenden sowie die Hofrätinnen des Obersten Gerichtshofs Mag. Michel und Dr. Michel-Kwapinski als weitere Richter in Gegenwart der Richteramtsanwärterin Mag. Müller als Schriftführerin in der Strafsache gegen Vasile B***** und weitere Beschuldigte wegen des Verbrechens des schweren Diebstahls durch Einbruch nach Paragraphen 127, 128, Absatz 2, 129, Ziffer eins, StGB und anderer strafbarer Handlungen, AZ 5 Hr 9/13z des Landesgerichts Eisenstadt, über die Grundrechtsbeschwerde des Beschuldigten Valentin G***** gegen die Unterlassung der Durchführung einer Haftverhandlung vor Ablauf der Haftfrist nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Die Grundrechtsbeschwerde wird zurückgewiesen.

Text

Gründe:

Mit Beschluss vom 8. März 2013 setzte die Haft-, und Rechtsschutzrichterin die über Valentin G***** wegen des Verdachts des Verbrechens der Hehlerei nach Paragraph 164, Absatz eins und 4 StGB (in eventu des Verbrechens des schweren Diebstahls durch Einbruch nach Paragraphen 127, 128, Absatz 2, 129, Ziffer eins, StGB) verhängte Untersuchungshaft mit Wirksamkeit bis 8. Mai 2013 aus den Haftgründen der Flucht- und Tatbegehungsgefahr nach Paragraph 173, Absatz eins und Absatz 2, Ziffer eins und 3 Litera a, StPO fort (ON 54).

Zur Vollziehung zahlreicher Ersatzfreiheitsstrafen aus Verwaltungsstrafen wurde die Untersuchungshaft von der Haft- und Rechtsschutzrichterin unterbrochen und dadurch der Fortlauf der Frist gehemmt (ON 60, 68, 70 und 78; Kirchbacher, WK-StPO Paragraph 173, Rz 61). Nach dem Strafvollzugsbericht des Anstaltsleiters vom 1. Mai 2013 wurden vom 26. März 2013, 12 Uhr 15, bis zum 30. April 2013, 16 Uhr 15, die in den Unterbrechungsbe-schlüssen bezeichneten Ersatzfreiheitsstrafen vollzogen (ON 80).

Mit dem Vorbringen, dass keine Haftverhandlung durchgeführt, die Haftfrist aber bereits am 8. Mai 2013 abgelaufen sei, beantragte Valentin G***** am 10. Mai 2013 seine Enthaftung (ON 85).

In der am 17. Mai 2013 durchgeführten Haftverhandlung setzte die Haft- und Rechtsschutzrichterin die Untersuchungshaft aus den bisher herangezogenen Haftgründen fort (ON 88). Dagegen richtet sich die Beschwerde des Valentin G***** (ON 90) über die nach der Aktenlage noch nicht entschieden wurde.

Rechtliche Beurteilung

Mit seiner am 15. Mai 2013, somit vor Durchführung der für 17. Mai 2013 angesetzten Haftverhandlung eingebrachten Grundrechtsbeschwerde reklamiert der Beschwerdeführer, dass die Haftfrist ohne Durchführung einer Haftverhandlung abgelaufen sei und er daher unverzüglich zu enthaften gewesen wäre.

Zunächst ist mit Blick auf den auf eine strafgerichtliche Entscheidung oder Verfügung abstellenden Paragraph eins, Absatz eins, GRBG klarzustellen, dass - neben dem hier nicht aktuellen Fall des Paragraph 2, Absatz 2, GRBG - auch die Unterlassung einer Enthaftungsentscheidung im Grundrechtsbeschwerdever-fahren bekämpft werden kann, nämlich dann, wenn sie davor zum Gegenstand einer gerichtlichen Entscheidung gemacht wurde. Bei einer trotz Antrags auf Enthaftung fortgesetzten Untersuchungshaft ist aber zunächst Beschwerde an das Oberlandesgericht zu erheben.

Da die in Paragraph eins, Absatz eins, GRBG normierte Erschöpfung des Instanzenzugs als Voraussetzung für die Anrufung des Obersten Gerichtshofs vergleiche Kier in WK2 GRBG Paragraph eins, Rz 18) fehlt, war die Grundrechtsbeschwerde als unzulässig zurückzuweisen.

Schlagworte

Strafrecht,Grundrechtsbeschwerden

Textnummer

E104521

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2013:0120OS00069.13H.0620.000

Im RIS seit

31.07.2013

Zuletzt aktualisiert am

31.07.2013

Dokumentnummer

JJT_20130620_OGH0002_0120OS00069_13H0000_000