Rechtssatz für 10Os196/84 15Os71/11x 1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0095588

Geschäftszahl

10Os196/84; 15Os71/11x; 14Os30/13p; 12Os32/17y; 13Os95/18x

Entscheidungsdatum

18.12.2018

Rechtssatz

Urkundenunterdrückung ist ein Dauerdelikt. Es ist zwar bereits mit dem Zeitpunkt vollendet, mit dem das Unterdrücken beginnt; beendet ist die Tat aber erst mit der Rückgabe der Urkunde.

Entscheidungstexte

  • 10 Os 196/84
    Entscheidungstext OGH 22.01.1985 10 Os 196/84
  • 15 Os 71/11x
    Entscheidungstext OGH 29.06.2011 15 Os 71/11x
    Vgl; Beisatz: Wenn die Urkunde der ungehinderten Verfügungsmacht des Berechtigten – sei es auch nur vorübergehend – entzogen wurde, ist die exakte Dauer des Gewahrsamsbruchs für die Tatbestandsverwirklichung nicht von Bedeutung. (T1)
  • 14 Os 30/13p
    Entscheidungstext OGH 09.04.2013 14 Os 30/13p
    Vgl; Beis wie T1
  • 12 Os 32/17y
    Entscheidungstext OGH 17.08.2017 12 Os 32/17y
    Vgl
  • 13 Os 95/18x
    Entscheidungstext OGH 18.12.2018 13 Os 95/18x
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0095588

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

13.02.2019

Dokumentnummer

JJR_19850122_OGH0002_0100OS00196_8400000_001

Rechtssatz für 12Os1/91 (12Os2/91) 12Os...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0101782

Geschäftszahl

12Os1/91 (12Os2/91); 12Os140/93; 12Os38/94; 11Os36/05m; 14Os30/13p; 15Os30/22h

Entscheidungsdatum

27.04.2022

Rechtssatz

Das unter Nichtigkeitssanktion stehende Gebot der Beiziehung (zumindest) eines Sachverständigen im Fall der Anordnung einer vorbeugenden Maßnahme kann nur bedeuten, dass der Experte im Hinblick auf diese Maßnahme zugezogen wird. In Ansehung des zum Unterbringungsantrag erstatteten Gutachtens muss dem von der Expertise betroffenen Angeklagten und seinem Verteidiger (Paragraph 439, Absatz eins, StPO) im Sinn des dem österreichischen Strafprozess eigenen Grundsatzes der Kontradiktorietät (SSt 46/56, EvBl 1982/151) die Möglichkeit eröffnet werden, zu den zum Unterbringungsantrag erstatteten gutächtlichen Ausführungen des Sachverständigen vor der Entscheidung Stellung zu nehmen.

Entscheidungstexte

  • 12 Os 1/91
    Entscheidungstext OGH 14.02.1991 12 Os 1/91
    Veröff: EvBl 1991/120 S 513 = JBl 1992,55
  • 12 Os 140/93
    Entscheidungstext OGH 28.10.1993 12 Os 140/93
    Vgl auch
  • 12 Os 38/94
    Entscheidungstext OGH 19.05.1994 12 Os 38/94
    Vgl auch; Beisatz: Die Verlesung des Gutachtens stellte aus der Sicht des § 439 Abs 2 StPO kein hinreichendes Äquivalent dar, weil der psychiatrische Sachverständige der Hauptverhandlung beizuziehen, gezielt zur Frage der Anordnung der jeweils in Rede stehenden vorbeugenden Maßnahme zu konsultieren und sein Gutachten der Erörterung durch die Prozessparteien zugänglich zu machen ist. (T1)
  • 11 Os 36/05m
    Entscheidungstext OGH 26.07.2005 11 Os 36/05m
    Auch; Beisatz: Es genügt die für die Erstattung und Erörterung des die Frage der Anordnung der vorbeugenden Maßnahme betreffenden Gutachtens erforderliche Anwesenheit des Sachverständigen. (T2)
  • 14 Os 30/13p
    Entscheidungstext OGH 09.04.2013 14 Os 30/13p
    Vgl auch; Beisatz: Die Anordnung einer freiheitsentziehenden vorbeugenden Maßnahme nach § 21 Abs 2 StGB setzt bei sonstiger Nichtigkeit aus Z 3 nicht die Anwesenheit eines Sachverständigen während der ganzen Hauptverhandlung, sondern bloß dessen Beiziehung voraus. (T3)
  • 15 Os 30/22h
    Entscheidungstext OGH 27.04.2022 15 Os 30/22h
    Vgl; Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0101782

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

02.08.2022

Dokumentnummer

JJR_19910214_OGH0002_0120OS00001_9100000_002