Rechtssatz für 5Ob12/94 5Ob101/09b 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0060885

Geschäftszahl

5Ob12/94; 5Ob101/09b; 5Ob153/09z; 5Ob178/09a; 5Ob139/12w; 5Ob24/13k

Entscheidungsdatum

16.07.2013

Norm

GBG §56
GBG §93
GBG §94 A
GBG §94 G
GBG §122 A

Rechtssatz

1) Im Grundbuchsverfahren ist eine Änderung der Entscheidungsgrundlagen im Zeitraum zwischen Einlagen des Gesuches bei Gericht und dessen Erledigung (hier: Abnahme und gerichtliche Verwahrung der Ausfertigung des Rangordnungsbeschlusses aufgrund einer einstweiligen Verfügung durch den Vorsteher des Erstgerichtes) unerheblich.

2) Unter "Zustimmung" des Berechtigten aus einem Veräußerungsverbot und Belastungsverbot zur Veräußerung, die eine solche trotz des haftenden Verbotes zulässig macht, ist nur die Aufgabe des Rechtes zu verstehen, nicht auch eine Zustimmung zur Veräußerung "unter Fortbestand" des zugunsten des Erklärenden eingetragenen Veräußerungsverbotes und Belastungsverbotes.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 12/94
    Entscheidungstext OGH 28.02.1994 5 Ob 12/94
  • 5 Ob 101/09b
    Entscheidungstext OGH 15.09.2009 5 Ob 101/09b
    Vgl; Beisatz: Gemäß § 93 GBG ist der Zeitpunkt, in dem ein Ansuchen beim Grundbuchsgericht einlangte, für dessen Beurteilung maßgebend, was auch für das Rekursgericht und den Obersten Gerichtshof gilt. (T1); Beisatz: Nachträgliche Gesetzesänderungen sind nicht zu berücksichtigen. (T2); Beisatz: Es kommt somit auf die Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt des Einlangens des Gesuchs an. (T3); Bem: Hier: Frage der Anwendbarkeit des § 82a GBG in der Fassung der GB-Nov 2008. (T4)
  • 5 Ob 153/09z
    Entscheidungstext OGH 24.11.2009 5 Ob 153/09z
    Vgl; Beis wie T2; Veröff: SZ 2009/155
  • 5 Ob 178/09a
    Entscheidungstext OGH 25.03.2010 5 Ob 178/09a
    nur: Im Grundbuchsverfahren ist eine Änderung der Entscheidungsgrundlagen im Zeitraum zwischen Einlangen des Gesuchs bei Gericht und dessen Erledigung unerheblich. (T5); Beis wie T1
  • 5 Ob 139/12w
    Entscheidungstext OGH 09.08.2012 5 Ob 139/12w
    Vgl auch
  • 5 Ob 24/13k
    Entscheidungstext OGH 16.07.2013 5 Ob 24/13k
    Vgl; Beisatz: Besteht ein einverleibtes Veräußerungsverbot, kann eine Veräußerung der Liegenschaft wirksam nur mit Zustimmung des Verbotsberechtigten, die grundsätzlich in einverleibungsfähiger Form zu erteilen ist, vorgenommen werden. (T6);
    Veröff: SZ 2013/68

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0060885

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.01.2016

Dokumentnummer

JJR_19940228_OGH0002_0050OB00012_9400000_003

Rechtssatz für 5Ob12/94; 5Ob100/00t; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0015101

Geschäftszahl

5Ob12/94; 5Ob100/00t; 2Ob25/10f; 5Ob139/12w; 5Ob208/19b; 5Ob12/20f; 1Ob241/22f

Entscheidungsdatum

27.01.2023

Norm

ABGB §364c
  1. ABGB § 364c heute
  2. ABGB § 364c gültig ab 01.01.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2009
  3. ABGB § 364c gültig von 01.01.1917 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch RGBl. Nr. 69/1916

Rechtssatz

Unter Zustimmung des Berechtigten aus einem Veräußerungs- und Belastungsverbot zur Veräußerung, die eine solche trotz des haftenden Verbotes zulässig macht, ist nur die Aufgabe des Rechtes zu verstehen, nicht auch eine Zustimmung zur Veräußerung "unter Fortbestand" des zugunsten des Erklärenden eingetragenen Veräußerungs- und Belastungsverbotes.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 12/94
    Entscheidungstext OGH 28.02.1994 5 Ob 12/94
  • 5 Ob 100/00t
    Entscheidungstext OGH 27.04.2000 5 Ob 100/00t
    Auch; Beisatz: Eine Zustimmung zur Veräußerung vorbehaltlich der Aufrechterhaltung des Verbots ist nicht möglich. (T1)
  • 2 Ob 25/10f
    Entscheidungstext OGH 22.12.2010 2 Ob 25/10f
    Beisatz: Die uneingeschränkte Zustimmung führt zum Erlöschen des Verbots. (T2)
    Veröff: SZ 2010/164
  • 5 Ob 139/12w
    Entscheidungstext OGH 09.08.2012 5 Ob 139/12w
    Auch; Beis ähnlich wie T1
  • 5 Ob 208/19b
    Entscheidungstext OGH 16.01.2020 5 Ob 208/19b
    Beis wie T2
  • 5 Ob 12/20f
    Entscheidungstext OGH 03.04.2020 5 Ob 12/20f
  • 1 Ob 241/22f
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.01.2023 1 Ob 241/22f
    Beisatz nur wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0015101

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

03.04.2023

Dokumentnummer

JJR_19940228_OGH0002_0050OB00012_9400000_001