Rechtssatz für 14Os163/03; 11Os82/04; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0118780

Geschäftszahl

14Os163/03; 11Os82/04; 15Os101/04; 14Os152/04; 15Os14/06g; 15Os22/06h; 13Os38/06x; 11Os52/05i; 15Os82/06g; 12Os97/06s; 15Os115/06k; 12Os122/06t; 15Os123/06m; 13Os120/06f; 14Os53/07m; 12Os94/07a; 15Os91/07g; 13Os106/07y; 11Os161/07x; 12Os123/07s; 11Os147/07p; 11Os130/07p; 13Os164/07b; 11Os155/07i; 11Os122/07m; 14Os17/08v; 14Os170/07t; 15Os11/08v; 12Os137/07z; 12Os11/08x; 14Os50/08x; 14Os9/08t; 15Os43/08z; 13Os68/08m; 14Os58/08y; 11Os115/08h; 11Os80/08m; 13Os71/08b; 12Os167/07m; 15Os87/08w; 11Os124/08g; 15Os100/08g; 11Os135/08z; 11Os161/08y; 11Os129/08t; 14Os130/08m; 14Os166/08f; 14Os89/08g; 14Os145/08t; 11Os190/08p; 13Os9/09m; 13Os19/09g; 13Os14/09x; 11Os7/09b; 11Os32/08d; 12Os91/08m; 12Os145/08b; 13Os31/09x; 15Os62/09w; 15Os14/09m; 12Os25/09g; 12Os188/08a; 12Os10/09a; 14Os41/09z; 14Os42/09x; 12Os3/10y; 14Os3/10p; 15Os5/10i; 13Os19/10h; 11Os59/10a; 11Os64/10m; 15Os76/10f (15Os77/10b); 14Os37/11i; 13Os27/11m; 12Os30/11w; 11Os44/11x; 11Os5/12p; 11Os27/12y; 15Os21/12w; 15Os109/11k; 15Os57/12i; 12Os59/12m; 14Os46/12i; 11Os39/13i; 15Os99/13t; 15Os111/13g; 13Os93/13w; 14Os48/14m; 15Os81/14x; 12Os20/16g; 15Os149/15y; 14Os67/16h; 12Os85/17t; 12Os117/17y; 14Os101/17k; 15Os87/17h; 12Os54/18k; 15Os141/18a; 14Os115/19x; 12Os32/20b; 11Os38/20b; 11Os116/20y; 13Os99/20p; 14Os34/21p; 11Os105/21g; 11Os111/21i; 13Os116/22s; 11Os42/23w; 15Os140/23m; 14Os12/24g; 15Os2/25w; 14Os61/23m; 12Os97/25v; 11Os7/26b

Entscheidungsdatum

17.03.2026

Norm

StPO §281 Abs1 Z5a
StPO §345 Abs1 Z10a
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 345 heute
  2. StPO § 345 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 345 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 345 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 345 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 345 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 345 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 345 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 345 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 345 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 345 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Ziffer 5 a, des Paragraph 281, Absatz eins, StPO will als Tatsachenrüge nur schlechterdings unerträgliche Feststellungen zu entscheidenden Tatsachen (das sind schuld- oder subsumtionserhebliche Tatumstände, nicht aber im Urteil geschilderte Begleitumstände oder im Rahmen der Beweiswürdigung angestellte Erwägungen) und völlig lebensfremde Ergebnisse der Beweiswürdigung durch konkreten Verweis auf aktenkundige Beweismittel (bei gleichzeitiger Bedachtnahme auf die Gesamtheit der tatrichterlichen Beweiswerterwägungen) verhindern. Tatsachenrügen, die außerhalb solcher Sonderfälle auf eine Überprüfung der Beweiswürdigung abzielen, beantwortet der Oberste Gerichtshof ohne eingehende eigene Erwägungen, um über den Umfang seiner Eingriffsbefugnisse keine Missverständnisse aufkommen zu lassen.

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

Entscheidungstexte

  • 14 Os 163/03
    Entscheidungstext OGH 14.04.2004 14 Os 163/03
  • 11 Os 82/04
    Entscheidungstext OGH 24.08.2004 11 Os 82/04
  • 15 Os 101/04
    Entscheidungstext OGH 09.09.2004 15 Os 101/04
    Vgl auch; Beisatz: Zur prozessförmigen Darstellung der Tatsachenrüge sind die dafür ins Treffen geführten aktenkundigen Beweismittel in Hinsicht auf ihre Eignung, erhebliche Bedenken hervorzurufen, an der Gesamtheit der beweiswürdigenden Erwägungen zu messen. (T1)
  • 14 Os 152/04
    Entscheidungstext OGH 15.02.2005 14 Os 152/04
    Auch; Beisatz: Anders als bei der nur gegen Urteile von Einzelorganen zulässigen Schuldberufung ist das Rechtsmittelverfahren vor dem Obersten Gerichtshof nicht mit erhöhten Garantien für die Urteilswahrheit im Tatsachenbereich ausgestattet. Dazu dient allein die unmittelbare, mündliche Beweisaufnahme vor einem aus mehreren Richtern bestehenden Spruchkörper in erster Instanz. (T2)
  • 15 Os 14/06g
    Entscheidungstext OGH 16.03.2006 15 Os 14/06g
    Beis wie T1
  • 15 Os 22/06h
    Entscheidungstext OGH 19.04.2006 15 Os 22/06h
    Auch; nur: Z 5a des § 281 Abs 1 StPO will als Tatsachenrüge nur schlechterdings unerträgliche Feststellungen verhindern. (T3) Beisatz: Gegenstand der Tatsachenrüge (Z 5a) sind nur Feststellungen, angesichts derer gemessen an allgemeinen Erfahrungs- und Vernunftsätzen eine Fehlentscheidung bei der Beweiswürdigung qualifiziert nahe liegt, die somit schlechterdings unerträglich sind (WK-StPO § 281 Rz 391 und Rz 490). (T4)
  • 13 Os 38/06x
    Entscheidungstext OGH 14.06.2006 13 Os 38/06x
    Auch; Beis wie T4
  • 11 Os 52/05i
    Entscheidungstext OGH 13.06.2006 11 Os 52/05i
    Auch; Beis ähnlich wie T2; Beis wie T4
  • 15 Os 82/06g
    Entscheidungstext OGH 07.09.2006 15 Os 82/06g
  • 12 Os 97/06s
    Entscheidungstext OGH 21.09.2006 12 Os 97/06s
    Auch; nur: Tatsachenrügen, die außerhalb solcher Sonderfälle auf eine Überprüfung der Beweiswürdigung abzielen, beantwortet der Oberste Gerichtshof ohne eingehende eigene Erwägungen, um über den Umfang seiner Eingriffsbefugnisse keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. (T5)
    Beis ähnlich wie T2
  • 15 Os 115/06k
    Entscheidungstext OGH 09.11.2006 15 Os 115/06k
    Auch; nur T5
  • 12 Os 122/06t
    Entscheidungstext OGH 30.11.2006 12 Os 122/06t
    Auch; nur T3; nur T5; Beis wie T4
  • 15 Os 123/06m
    Entscheidungstext OGH 12.12.2006 15 Os 123/06m
  • 13 Os 120/06f
    Entscheidungstext OGH 20.12.2006 13 Os 120/06f
    Vgl auch; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 14 Os 53/07m
    Entscheidungstext OGH 12.06.2007 14 Os 53/07m
    Auch; Beisatz: Gegenstand der Tatsachenrüge sind Feststellungen, angesichts derer - gemessen an allgemeinen Erfahrungs- und Vernunftsätzen - eine Fehlentscheidung bei der Beweiswürdigung qualifiziert naheliegt, wogegen unterhalb dieser (besonderen) Erheblichkeitsschwelle die Beweiswürdigung allein den Tatrichtern vorbehalten bleibt. (T6)
  • 12 Os 94/07a
    Entscheidungstext OGH 23.08.2007 12 Os 94/07a
    Auch; Beisatz: Die Tatsachenermittlung im kollegialgerichtlichen Verfahren bleibt dem aus einer Mehrzahl von Richtern bestehenden Spruchkörper erster Instanz vorbehalten, der unter dem Eindruck der unmittelbaren, mündlichen und kontradiktorischen Beweiserhebung entscheidet. Beweiswürdigende Detailerwägungen diesseits der Schwelle erheblicher Bedenklichkeit - wie in Erledigung einer Berufung wegen Schuld - sind dem Obersten Gerichtshof somit verwehrt und auch in einer Tatsachenrüge nicht statthaft. (T7)
  • 15 Os 91/07g
    Entscheidungstext OGH 06.09.2007 15 Os 91/07g
    Vgl auch; Beisatz: Der formelle Nichtigkeitsgrund nach Z 5a greift seinem Wesen nach erst dann, wenn Beweismittel, die in der Hauptverhandlung vorkamen oder vorkommen hätten können und dürfen, nach allgemein menschlicher Erfahrung gravierende Bedenken gegen die Richtigkeit der bekämpften Urteilsannahmen aufkommen lassen, mit anderen Worten intersubjektiv gemessen an Erfahrungs- und Vernunftsätzen eine unrichtige Lösung der Schuldfrage qualifiziert nahelegen. Eine über die Prüfung erheblicher Bedenken hinausgehende Auseinandersetzung mit der Überzeugungskraft von Beweisergebnissen - wie es die Berufung wegen Schuld im Einzelrichterverfahren einräumt - wird dadurch nicht ermöglicht. (T8)
  • 13 Os 106/07y
    Entscheidungstext OGH 05.12.2007 13 Os 106/07y
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 11 Os 161/07x
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 11 Os 161/07x
    Auch; Beis wie T8; Beisatz: Hier: § 345 Abs 1 Z 10a StPO. (T9)
  • 12 Os 123/07s
    Entscheidungstext OGH 13.12.2007 12 Os 123/07s
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 11 Os 147/07p
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 11 Os 147/07p
    Auch; Beisatz: Ein auf diesen formalen Nichtigkeitsgrund gestützter Einwand kann nur dann erfolgreich sein, wenn Feststellungen als Folge einer qualifiziert naheliegenden Fehlentscheidung bei der Beweiswürdigung erheblichen Bedenken ausgesetzt sind. Die diesem Nichtigkeitsgrund immanente Erheblichkeitsschwelle wird mit dem Vorbringen, die vom Angeklagten angestrebte Schlussfolgerung sei wahrscheinlicher oder überzeugender als die vom Erstgericht gezogene, nicht überschritten, sind doch die Tatrichter weder zu einer logisch zwingenden Begründung noch dazu verhalten, von mehreren möglichen Versionen die für den Beschwerdeführer günstigere zu wählen (WK-StPO § 281 Rz 449, 488 ff). (T10)
  • 11 Os 130/07p
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 11 Os 130/07p
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 13 Os 164/07b
    Entscheidungstext OGH 13.02.2008 13 Os 164/07b
  • 11 Os 155/07i
    Entscheidungstext OGH 29.01.2008 11 Os 155/07i
    Auch; Beis wie T8
  • 11 Os 122/07m
    Entscheidungstext OGH 01.04.2008 11 Os 122/07m
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 14 Os 17/08v
    Entscheidungstext OGH 11.03.2008 14 Os 17/08v
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 14 Os 170/07t
    Entscheidungstext OGH 11.03.2008 14 Os 170/07t
    Vgl auch
  • 15 Os 11/08v
    Entscheidungstext OGH 03.04.2008 15 Os 11/08v
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 12 Os 137/07z
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 12 Os 137/07z
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 12 Os 11/08x
    Entscheidungstext OGH 13.03.2008 12 Os 11/08x
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T7
  • 14 Os 50/08x
    Entscheidungstext OGH 13.05.2008 14 Os 50/08x
    Vgl auch
  • 14 Os 9/08t
    Entscheidungstext OGH 17.04.2008 14 Os 9/08t
    Beis wie T9
  • 15 Os 43/08z
    Entscheidungstext OGH 08.05.2008 15 Os 43/08z
    Beis wie T9
  • 13 Os 68/08m
    Entscheidungstext OGH 11.06.2008 13 Os 68/08m
    Auch; Beisatz: Die Tatsachenrüge (Z 5a) dient dazu, schlechterdings unerträgliche Feststellungen zu entscheidenden Tatsachen und lebensfremde Ergebnisse der Beweiswürdigung durch konkreten Verweis auf aktenkundige Beweismittel (bei gleichzeitiger Bedachtnahme auf die Gesamtheit der tatrichterlichen Beweiswerterwägungen) zu verhindern. (T11)
  • 14 Os 58/08y
    Entscheidungstext OGH 10.06.2008 14 Os 58/08y
  • 11 Os 115/08h
    Entscheidungstext OGH 19.08.2008 11 Os 115/08h
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T8 nur: Der formelle Nichtigkeitsgrund nach Z 5a greift seinem Wesen nach erst dann, wenn Beweismittel, die in der Hauptverhandlung vorkamen oder vorkommen hätten können und dürfen, nach allgemein menschlicher Erfahrung gravierende Bedenken gegen die Richtigkeit der bekämpften Urteilsannahmen aufkommen lassen, mit anderen Worten intersubjektiv gemessen an Erfahrungs- und Vernunftsätzen eine unrichtige Lösung der Schuldfrage qualifiziert nahelegen. (T12) Beisatz: Hier: Bezogen auf den Nichtigkeitsgrund nach § 345 Abs 1 Z 10a StPO. (T13)
  • 11 Os 80/08m
    Entscheidungstext OGH 19.08.2008 11 Os 80/08m
    Auch; Beisatz: Die Tatsachenrüge will nur völlig lebensfremde Ergebnisse der Beweiswürdigung und daraus resultierende unerträgliche Feststellungen zu entscheidenden Tatsachen verhindern. (T14)
  • 13 Os 71/08b
    Entscheidungstext OGH 27.08.2008 13 Os 71/08b
  • 12 Os 167/07m
    Entscheidungstext OGH 21.02.2008 12 Os 167/07m
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 15 Os 87/08w
    Entscheidungstext OGH 21.08.2008 15 Os 87/08w
    Auch; Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 11 Os 124/08g
    Entscheidungstext OGH 16.09.2008 11 Os 124/08g
  • 15 Os 100/08g
    Entscheidungstext OGH 11.09.2008 15 Os 100/08g
    Beis wie T9
  • 11 Os 135/08z
    Entscheidungstext OGH 21.10.2008 11 Os 135/08z
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 11 Os 161/08y
    Entscheidungstext OGH 04.11.2008 11 Os 161/08y
    Auch; Beis wie T7; Beis wie T8
  • 11 Os 129/08t
    Entscheidungstext OGH 04.11.2008 11 Os 129/08t
  • 14 Os 130/08m
    Entscheidungstext OGH 14.10.2008 14 Os 130/08m
  • 14 Os 166/08f
    Entscheidungstext OGH 16.12.2008 14 Os 166/08f
  • 14 Os 89/08g
    Entscheidungstext OGH 14.10.2008 14 Os 89/08g
    Auch
  • 14 Os 145/08t
    Entscheidungstext OGH 04.11.2008 14 Os 145/08t
  • 11 Os 190/08p
    Entscheidungstext OGH 20.01.2009 11 Os 190/08p
    nur T3; nur T5; Beis wie T11; Beis wie T14
  • 13 Os 9/09m
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 13 Os 9/09m
  • 13 Os 19/09g
    Entscheidungstext OGH 19.03.2009 13 Os 19/09g
  • 13 Os 14/09x
    Entscheidungstext OGH 19.03.2009 13 Os 14/09x
  • 11 Os 7/09b
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 11 Os 7/09b
    Beis wie T1
  • 11 Os 32/08d
    Entscheidungstext OGH 24.03.2009 11 Os 32/08d
  • 12 Os 91/08m
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 12 Os 91/08m
  • 12 Os 145/08b
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 12 Os 145/08b
    Beis wie T11; Beisatz: Tatsachenrügen, die außerhalb solcher Sonderfälle auf eine Überprüfung der Beweiswürdigung abzielen, beantwortet der Oberste Gerichtshof ohne eingehende eigene Erwägungen, um über den Umfang seiner Eingriffsbefugnisse keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. (T15)
  • 13 Os 31/09x
    Entscheidungstext OGH 07.05.2009 13 Os 31/09x
    Auch
  • 15 Os 62/09w
    Entscheidungstext OGH 03.06.2009 15 Os 62/09w
    Auch; nur T5
  • 15 Os 14/09m
    Entscheidungstext OGH 15.04.2009 15 Os 14/09m
    Auch; Beis wie T14
  • 12 Os 25/09g
    Entscheidungstext OGH 26.03.2009 12 Os 25/09g
    Vgl; Beis wie T7; Beis wie T8; Beis wie T12
  • 12 Os 188/08a
    Entscheidungstext OGH 26.03.2009 12 Os 188/08a
    Beisatz: Urteilsnichtigkeit nach § 345 Abs 1 Z 10a StPO ist daher gegeben, wenn die Laienrichter das ihnen nach § 258 Abs 2 zweiter Satz StPO gesetzlich zustehende Beweiswürdigungsermessen in geradezu unerträglicher Weise gebraucht haben und damit eine Fehlentscheidung bei der Beweiswürdigung qualifiziert nahe liegt (WK-StPO § 281 Rz 391, 470, 490). (T16)
  • 12 Os 10/09a
    Entscheidungstext OGH 26.03.2009 12 Os 10/09a
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 14 Os 41/09z
    Entscheidungstext OGH 12.05.2009 14 Os 41/09z
    nur T5; Beis wie T4; Beis wie T8
  • 14 Os 42/09x
    Entscheidungstext OGH 21.07.2009 14 Os 42/09x
  • 12 Os 3/10y
    Entscheidungstext OGH 11.02.2010 12 Os 3/10y
    Vgl auch; Beis wie T15
  • 14 Os 3/10p
    Entscheidungstext OGH 02.03.2010 14 Os 3/10p
    Vgl auch; Beis wie T4; Beis wie T11
  • 15 Os 5/10i
    Entscheidungstext OGH 21.04.2010 15 Os 5/10i
    Auch
  • 13 Os 19/10h
    Entscheidungstext OGH 17.06.2010 13 Os 19/10h
  • 11 Os 59/10a
    Entscheidungstext OGH 22.06.2010 11 Os 59/10a
    Auch
  • 11 Os 64/10m
    Entscheidungstext OGH 22.06.2010 11 Os 64/10m
  • 15 Os 76/10f
    Entscheidungstext OGH, AUSL EGMR 16.02.2011 15 Os 76/10f
  • 14 Os 37/11i
    Entscheidungstext OGH 24.05.2011 14 Os 37/11i
  • 13 Os 27/11m
    Entscheidungstext OGH 12.05.2011 13 Os 27/11m
  • 12 Os 30/11w
    Entscheidungstext OGH 03.05.2011 12 Os 30/11w
    Auch; Beis wie T16
  • 11 Os 44/11x
    Entscheidungstext OGH 19.05.2011 11 Os 44/11x
    Auch
  • 11 Os 5/12p
    Entscheidungstext OGH 15.03.2012 11 Os 5/12p
  • 11 Os 27/12y
    Entscheidungstext OGH 15.03.2012 11 Os 27/12y
    Auch; Beis wie T11
  • 15 Os 21/12w
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 15 Os 21/12w
  • 15 Os 109/11k
    Entscheidungstext OGH 25.01.2012 15 Os 109/11k
    Vgl; Beis wie T6
  • 15 Os 57/12i
    Entscheidungstext OGH 30.05.2012 15 Os 57/12i
  • 12 Os 59/12m
    Entscheidungstext OGH 26.06.2012 12 Os 59/12m
  • 14 Os 46/12i
    Entscheidungstext OGH 10.07.2012 14 Os 46/12i
  • 11 Os 39/13i
    Entscheidungstext OGH 19.03.2013 11 Os 39/13i
    Auch; Beis wie T1
  • 15 Os 99/13t
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 15 Os 99/13t
  • 15 Os 111/13g
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 15 Os 111/13g
  • 13 Os 93/13w
    Entscheidungstext OGH 19.11.2013 13 Os 93/13w
  • 14 Os 48/14m
    Entscheidungstext OGH 17.06.2014 14 Os 48/14m
  • 15 Os 81/14x
    Entscheidungstext OGH 27.08.2014 15 Os 81/14x
    Auch; Beis wie T8
  • 12 Os 20/16g
    Entscheidungstext OGH 07.04.2016 12 Os 20/16g
  • 15 Os 149/15y
    Entscheidungstext OGH 13.04.2016 15 Os 149/15y
    Auch; Beisatz: Da es nicht Aufgabe eines Höchstgerichts ist, die verfassungsmäßig den Laienrichtern vorbehaltene (Art 91 Abs 2 B‑VG) Beweiswürdigung an sich zu ziehen, liegt nach ständiger Rechtsprechung ‑ von der abzugehen auch bei verfassungskonformer Interpretation im Licht der Entscheidung des EGMR vom 16. 11. 2010 (GK), 926/05 Taxquet/Belgien, NL 2010, 350, kein Grund besteht ‑ Urteilsnichtigkeit aus Z 10a nur dann vor, wenn die Beschwerde (durch konkreten Verweis auf Beweismittel, die in der Hauptverhandlung vorkamen oder vorkommen hätten können und dürfen) dartun kann, dass die Geschworenen das ihnen nach § 258 Abs 2 zweiter Satz StPO gesetzlich zustehende Beweiswürdigungsermessen in geradezu unerträglicher Weise gebraucht haben und damit eine Fehlentscheidung bei der Beweiswürdigung qualifiziert nahe liegt. (T17)
  • 14 Os 67/16h
    Entscheidungstext OGH 14.09.2016 14 Os 67/16h
    Auch
  • 12 Os 85/17t
    Entscheidungstext OGH 16.11.2017 12 Os 85/17t
    Auch
  • 12 Os 117/17y
    Entscheidungstext OGH 16.11.2017 12 Os 117/17y
    Auch
  • 14 Os 101/17k
    Entscheidungstext OGH 12.12.2017 14 Os 101/17k
    Auch
  • 15 Os 87/17h
    Entscheidungstext OGH 22.11.2017 15 Os 87/17h
    Auch; Beis wie T17
  • 12 Os 54/18k
    Entscheidungstext OGH 06.12.2018 12 Os 54/18k
    Auch
  • 15 Os 141/18a
    Entscheidungstext OGH 12.12.2018 15 Os 141/18a
    Auch; Beis wie T13; Beis wie T16
  • 14 Os 115/19x
    Entscheidungstext OGH 03.12.2019 14 Os 115/19x
    Vgl; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Unerträgliche Feststellungen zum Bedeutungsinhalt einer gefährlichen Drohung. (T18)
  • 12 Os 32/20b
    Entscheidungstext OGH 14.04.2020 12 Os 32/20b
    Vgl; insb Beis wie T1
  • 11 Os 38/20b
    Entscheidungstext OGH 06.05.2020 11 Os 38/20b
  • 11 Os 116/20y
    Entscheidungstext OGH 15.01.2021 11 Os 116/20y
    Vgl
  • 13 Os 99/20p
    Entscheidungstext OGH 17.02.2021 13 Os 99/20p
    Vgl; Beis wie T13; Beis wie T16
  • 14 Os 34/21p
    Entscheidungstext OGH 10.08.2021 14 Os 34/21p
    Vgl; Beis wie T13; Beis wie T16; Beis wie T17
  • 11 Os 105/21g
    Entscheidungstext OGH 14.09.2021 11 Os 105/21g
    Vgl
  • 11 Os 111/21i
    Entscheidungstext OGH 15.12.2021 11 Os 111/21i
    Vgl; Beis wie T13; Beis wie T16; Beis wie T17
  • 13 Os 116/22s
    Entscheidungstext OGH 18.01.2023 13 Os 116/22s
    Vgl; Beis wie T13; Beis wie T16; Beis wie T17
  • 11 Os 42/23w
    Entscheidungstext OGH 13.06.2023 11 Os 42/23w
    vgl; nur T3; Beisatz wie T4; Beisatz wie T11; Beisatz wie T14
  • 15 Os 140/23m
    Entscheidungstext OGH 31.01.2024 15 Os 140/23m
  • 14 Os 12/24g
    Entscheidungstext OGH 18.03.2024 14 Os 12/24g
    vgl; Beisatz wie T16; Beisatz wie T17
  • 15 Os 2/25w
    Entscheidungstext OGH 26.02.2025 15 Os 2/25w
    vgl
  • 14 Os 61/23m
    Entscheidungstext OGH 25.03.2025 14 Os 61/23m
    vgl; Beisatz wie T1
  • 12 Os 97/25v
    Entscheidungstext OGH 10.12.2025 12 Os 97/25v
    vgl; Beisatz wie T1
  • 11 Os 7/26b
    Entscheidungstext OGH 17.03.2026 11 Os 7/26b
    vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0118780

Im RIS seit

14.05.2004

Zuletzt aktualisiert am

16.04.2026

Dokumentnummer

JJR_20040414_OGH0002_0140OS00163_0300000_001

Entscheidungstext 11Os7/09b

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Strafrecht

Geschäftszahl

11Os7/09b

Entscheidungsdatum

24.03.2009

Anmerkung

E90383 11Os7.09b

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat am 24. März 2009 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Zehetner als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof. Dr. Kirchbacher, Dr. Schwab, Mag. Lendl und Dr. Bachner-Foregger als weitere Richter, in Gegenwart der Richteramtsanwärterin Mag. Schörghuber als Schriftführerin, in der Strafsache gegen Asllan C***** und einen anderen Angeklagten wegen des Verbrechens des schweren gewerbsmäßigen Diebstahls durch Einbruch nach Paragraphen 127, 128, Absatz eins, Ziffer 4, 129, Ziffer eins und Ziffer 2, 130, vierter Fall StGB und anderer strafbarer Handlungen über die Nichtigkeitsbeschwerde und die Berufung des Angeklagten Ibrahim A***** und die Berufung des Angeklagten Asllan C***** gegen das Urteil des Landesgerichts für Strafsachen Graz als Schöffengericht vom 1. Oktober 2008, GZ 12 Hv 127/08g-85, sowie die Beschwerde des Angeklagten Ibrahim A***** gegen den gemeinsam mit dem Urteil gefassten Beschluss (Paragraph 494 a, Absatz eins, Ziffer 4, StPO) nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung den Beschluss

gefasst:

Spruch

Die Nichtigkeitsbeschwerde wird zurückgewiesen.

Zur Entscheidung über die Berufungen und die Beschwerde werden die Akten dem Oberlandesgericht Graz zugeleitet.

Dem Angeklagten Ibrahim A***** fallen auch die Kosten des Rechtsmittelverfahrens zur Last.

Text

Gründe:

Soweit mit Nichtigkeitsbeschwerde angefochten, wurde Ibrahim A***** des Verbrechens des schweren gewerbsmäßigen Diebstahls durch Einbruch nach Paragraphen 127, 128, Absatz eins, Ziffer 4, 129, Ziffer eins und Ziffer 2, 130, vierter Fall StGB schuldig erkannt (A).

Danach hat er am 3. Mai 2008 in Bad Radkersburg in bewusstem und gewolltem Zusammenwirken mit Asllan C***** und „mit dem abgesondert verfolgten Beitragstäter Jeton D*****" Verfügungsberechtigten der K***** eine fremde bewegliche Sache, nämlich 5.209,03 Euro Bargeld, mit auf unrechtmäßige Bereicherung gerichtetem Vorsatz durch Einbruch in das Thermengebäude, Nachsperren verschiedener Räume mit einem widerrechtlich erlangten Schlüssel und Aufbrechen von Laden in der Absicht, sich durch wiederkehrende Begehung von Einbruchsdiebstählen eine fortlaufende Einnahme zu verschaffen, weggenommen.

Rechtliche Beurteilung

Die dagegen aus den Gründen der Ziffer 3, 4, 5 und 5 a des Paragraph 281, Absatz eins, StPO erhobene Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten Ibrahim A***** verfehlt ihr Ziel.

Der geltend gemachte Verfahrensfehler (Ziffer 3,) liegt nicht vor:

In der Hauptverhandlung wurden die Angeklagten Asllan C***** und Ibrahim A***** gemäß Paragraph 250, Absatz eins, StPO abgesondert vernommen (ON 84 S 6 ff), mit der Konsequenz, dass jeder von ihnen nach seiner Wiedereinführung von dem in seiner Abwesenheit Vorgenommenen in Kenntnis zu setzen war (Paragraph 250, Absatz eins und 2 StPO).

Diese Mitteilung kann sich auf die wesentlichen Aspekte beschränken, zumal es dem Verteidiger freisteht, auf eine ihm notwendig erscheinende ergänzende Information des Angeklagten hinzuwirken (14 Os 53/05z uva; Kirchbacher, WK-StPO Paragraph 250, Rz 9 mwN). Daher begründete es keine Nichtigkeit, wenn der Angeklagte Ibrahim A***** nicht eigens auch darüber informiert wurde, dass dem Angeklagten Asllan C***** bei dessen Vernehmung in der Hauptverhandlung (Paragraph 245, Absatz eins, StPO) unter anderem eine von diesem früher abgelegte Aussage über eine den Angeklagten Ibrahim A***** gar nicht betreffende Tat vorgehalten wurde (ON 84 S 12; vergleiche ON 65 S 35; vergleiche Schuldspruch A/II).

Der Angeklagte Ibrahim A***** beantragte durch einen Verteidiger in der Hauptverhandlung die Vernehmung der Zeugen

  • Strichaufzählung
    Dani M***** „zum Beweis dafür, dass das von Zeugen D***** angeführte angebliche Tatverabredungsgespräch in der erwähnten Form nicht stattgefunden haben kann, zumal ein Treffen weder im erstmals angegebenen Lokal A***** möglich war, zumal dieses Lokal zum Zeitpunkt 2. Mai 2008 zufolge bestehende Vandalismus Schäden geschlossen war, und auch ein weiteres Treffen in einem anderen Lokal, das vom Zeugen D***** nicht näher bezeichnet werden konnte, nicht stattgefunden haben kann, zumal sich die erwähnten Personen nicht auf die geschilderte Art und Weise getroffen haben können, welche Wahrnehmungen der Zeuge M***** dazu gemacht hat, dass das Treffen in einem anderen Lokal nicht stattgefunden haben kann; der Zeuge kann als Schwager des Zweitangeklagten möglicherweise Angaben dazu tätigen, wo sich dieser zum möglichen Tatzeitpunkt aufgehalten haben kann", und
  • Strichaufzählung
    Valdet K***** zum Beweis dafür, dass dieser „keineswegs mit dem Zweitangeklagten dahingehend zusammengewirkt hat, dass diese wie vom Zeugen D***** angegeben sich verabredet hätten, entsprechende Einbrüche mit einem von K***** zur Verfügung gestellten Fahrzeug zu begehen, sowie zum Beweis dafür, dass es unmöglich ist, dass der Zeuge K*****, wie vom Zeugen D***** angegeben, entsprechende Anrufe erhalten haben könne oder mit diesen persönlich zusammengetroffen wäre" (ON 84 S 28 f).
Durch die Ablehnung dieser Anträge wurden Verteidigungsrechte nicht geschmälert (Ziffer 4,): Die genannten Beweisthemen wurden von den Tatrichtern teils zugestanden, teils zutreffend als unerheblich eingestuft und die begehrte Befragung im Übrigen als in der Hauptverhandlung unzulässige Erkundungsbeweisführung abgelehnt (ON 84 S 30 f; Paragraph 55, Absatz 2, Ziffer eins, 2 und 3 StPO).
Weshalb die weiters beantragte Rufdatenrückerfassung (ON 84 S 29) über die stattgefundene Erhebung hinaus (ON 65 S 93 f; s dazu übrigens die auf gerichtlicher Bewilligung beruhende Anordnung ON 53) und eine zudem begehrte „Standortpeilung" zum Nachweis der Abwesenheit des Angeklagten Ibrahim A***** vom Tatort geeignet sein sollen, ließ die Antragstellung offen (Paragraph 55, Absatz eins, letzter Satz StPO). Entgegen der Mängelrüge (Ziffer 5, zweiter Fall) konnten weitere Tatvorwürfe gegen Jeton D***** sowie die Frage, seit wann dieser mit dem Erstangeklagten durch SMS in Kontakt stand, als hier unerheblich auf sich beruhen, desgleichen, ob und inwieweit der Genannte an der Planung der inkriminierten Tat mitwirkte, wo das Treffen vom 2. Mai 2008 stattfand, wie lange und unter welchem Namen er den Beschwerdeführer und Valdet K***** kannte, wie sich D***** in dem gegen ihn geführten Verfahren verantwortete und ob er danach trachtete, seine Rolle bei der Begehung von Straftaten zu Lasten anderer besser darzustellen.
Ebenso unerheblich ist, ob der Angeklagte Ibrahim A***** im April 2008 seinen grünen Audi 80 an Jeton D***** verliehen hatte und für Letzteren die Möglichkeit bestand, während jener Zeit, in welche die Tatbegehung gar nicht fällt, ein im Pkw vergessenes Handy zu verwenden.
Dem übrigen Vorbringen der Mängelrüge (Ziffer 5, fünfter Fall) ist zu erwidern, dass die Tatrichter ihre Feststellung wechselseitiger Kontakte zwischen Asllan C*****, Ibrahim A***** und Jeton D***** aktenkonform auf die im Kern für glaubwürdig eingestufte belastende Aussage des Letztgenannten sowie auf die die Angaben des Zeugen Alois G***** stützten (US 17 f).
Die vermisste logisch und empirisch einwandfreie Begründung (Ziffer 5, vierter Fall) für die konstatierte gewerbsmäßige Tendenz findet sich auf US 20.
Ziffer 5 a, des Paragraph 281, Absatz eins, StPO will als Tatsachenrüge nur schlechterdings unerträgliche Feststellungen zu entscheidenden Tatsachen (das sind schuld- oder subsumtionserhebliche Tatumstände, nicht aber im Urteil geschilderte Begleitumstände oder im Rahmen der Beweiswürdigung angestellte Erwägungen) und völlig lebensfremde Ergebnisse der Beweiswürdigung durch konkreten Verweis auf aktenkundige Beweismittel (bei gleichzeitiger Bedachtnahme auf die Gesamtheit der tatrichterlichen Beweiswerterwägungen) verhindern. Tatsachenrügen, die außerhalb solcher Sonderfälle auf eine Überprüfung der Beweiswürdigung abzielen, beantwortet der Oberste Gerichtshof ohne eingehende eigene Erwägungen, um über den Umfang seiner Eingriffsbefugnisse keine Missverständnisse aufkommen zu lassen (RIS-Justiz RS0118780).
Indem sich der Beschwerdeführer, teils unter Wiederholung der Einwände der Mängelrüge (Ziffer 5,), gegen die von den Tatrichtern eingehend geprüfte Glaubwürdigkeit des Jeton D***** wendet und seine eigene Verantwortung hervorhebt, weckt er keine sich aus den Akten ergebenden erheblichen Bedenken des Obersten Gerichtshofs gegen die Richtigkeit der dem Ausspruch über die Schuld zugrunde liegenden entscheidenden Tatsachen. Aus den Ergebnissen der Spurensicherung, nach denen nicht auszuschließen ist, dass sich insgesamt drei Täter am Dach des Einbruchsobjekts aufhielten, ist für ihn nichts zu gewinnen.
Die Nichtigkeitsbeschwerde war daher bei nichtöffentlicher Beratung sofort zurückzuweisen (Paragraph 285 d, Absatz eins, StPO), woraus die Kompetenz des Oberlandesgerichts zur Entscheidung über die Berufungen und die Beschwerde folgt (Paragraphen 285 i, 498, Absatz 3, StPO).
Die Kostenersatzpflicht des Angeklagten Ibrahim A***** beruht auf Paragraph 390 a, Absatz eins, StPO.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2009:0110OS00007.09B.0324.000

Zuletzt aktualisiert am

12.05.2009

Dokumentnummer

JJT_20090324_OGH0002_0110OS00007_09B0000_000