Rechtssatz für 13Os156/02; 14Os18/03; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0117464

Geschäftszahl

13Os156/02; 14Os18/03; 14Os9/04; 13Os38/04; 14Os11/04; 13Os100/04; 14Os112/04; 13Os135/04; 15Os157/04; 13Os134/04; 15Os30/05h; 14Os41/05v; 14Os28/05g; 14Os28/05g; 13Os65/05s; 14Os26/06i; 15Os27/06v; 11Os34/06v; 11Os95/06i; 15Os4/07p; 13Os58/07i; 13Os100/07s; 13Os112/07f; 15Os49/08g; 13Os78/08g; 13Os144/08p; 13Os168/08t; 13Os1/09k; 14Os164/08m; 14Os190/08k; 13Os70/09g; 14Os126/09z; 15Os188/09z; 11Os62/10t; 13Ns41/10y; 12Os19/11b; 11Os44/11x; 15Os47/11t; 14Os48/11g; 14Os125/13h; 12Os10/14h; 11Os12/14w; 15Os105/14a; 15Os114/14z; 13Os83/15b; 14Os112/15z; 12Os148/15d; 11Os5/16v; 12Os46/16f; 14Os133/16i; 14Os132/16t; 14Os25/17h; 14Os11/17z; 12Os20/17h; 13Os50/16a; 14Os33/17k; 13Os78/17w; 14Os22/18v; 14Os36/18b; 15Os77/18i; 11Os160/18z; 14Os72/18x; 14Os26/19h; 13Os9/19a; 13Os102/20d; 14Os84/21s; 11Os93/21t; 14Os14/22y; 12Os17/22z; 14Os35/22m; 15Os98/22h; 15Os56/23h; 14Os127/23t; 13Os112/24f; 14Os38/25g; 13Os136/25m

Entscheidungsdatum

18.03.2026

Norm

SMG §28 Abs2
SMG §28 Abs3
SMG §28 Abs4 Z3
SMG §28a Abs4 Z3
StGB §29
  1. SMG § 28 heute
  2. SMG § 28 gültig ab 01.01.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 144/2015
  3. SMG § 28 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2007
  4. SMG § 28 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2002
  5. SMG § 28 gültig von 01.06.2001 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2001
  6. SMG § 28 gültig von 01.01.1998 bis 31.05.2001
  1. SMG § 28 heute
  2. SMG § 28 gültig ab 01.01.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 144/2015
  3. SMG § 28 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2007
  4. SMG § 28 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2002
  5. SMG § 28 gültig von 01.06.2001 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2001
  6. SMG § 28 gültig von 01.01.1998 bis 31.05.2001
  1. SMG § 28 heute
  2. SMG § 28 gültig ab 01.01.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 144/2015
  3. SMG § 28 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2007
  4. SMG § 28 gültig von 01.10.2002 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2002
  5. SMG § 28 gültig von 01.06.2001 bis 30.09.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2001
  6. SMG § 28 gültig von 01.01.1998 bis 31.05.2001
  1. SMG § 28a heute
  2. SMG § 28a gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2007

Rechtssatz

Paragraph 28, Absatz 4, Ziffer 3, SMG stellt angesichts fehlender Gewerbsmäßigkeitsqualifikation eine - mit dem sogenannten Schuldgrundsatz aufgrund der Vorsatzerfordernisse in Hinsicht auf jeweils große Mengen ohne weiteres zu vereinbarende - besondere Art von Zusammenrechnungsgrundsatz für jeweils große (und allfällige, nach Paragraph 15, StGB, Paragraph 28, Absatz 2, SMG beurteilte Restmengen) Mengen (mithin "die im Absatz 2, bezeichnete Tat") - vergleichbar dem für wert- und schadensqualifizierte Delikte geltenden Paragraph 29, StGB - dar, sodass Paragraph 28, Absatz 2, SMG, nach Absatz 4, Ziffer 3, qualifiziert - ungeachtet der unselbständigen Qualifikation nach Absatz 3, erster Satz (erster Fall) - auch bei gleichartiger Realkonkurrenz stets nur ein einziges Verbrechen begründet.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 156/02
    Entscheidungstext OGH 12.03.2003 13 Os 156/02
  • 14 Os 18/03
    Entscheidungstext OGH 01.04.2003 14 Os 18/03
    Vgl auch; Beisatz: In Verkehr gesetzte große Suchtgiftmengen bilden gemäß § 28 Abs 4 Z 3 SMG eine Subsumtionseinheit sui generis nach Art des § 29 StGB. (T1)
  • 14 Os 9/04
    Entscheidungstext OGH 14.04.2004 14 Os 9/04
    Vgl
  • 13 Os 38/04
    Entscheidungstext OGH 19.05.2004 13 Os 38/04
    Auch
  • 14 Os 11/04
    Entscheidungstext OGH 25.05.2004 14 Os 11/04
    Vgl auch
  • 13 Os 100/04
    Entscheidungstext OGH 03.11.2004 13 Os 100/04
    Auch
  • 14 Os 112/04
    Entscheidungstext OGH 16.11.2004 14 Os 112/04
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 13 Os 135/04
    Entscheidungstext OGH 01.12.2004 13 Os 135/04
    Vgl; Beisatz: Zu einer Subsumtionseinheit nach § 28 Abs 4 Z 3 SMG lassen sich nur gleichartige Verbrechen zusammenfassen, also solche desselben Tatbildes, wie etwa Inverkehrsetzen, nicht aber solche verschiedener Tatbilder, wie etwa Aus- und Einfuhr einerseits und Inverkehrsetzen andererseits. (T2)
  • 15 Os 157/04
    Entscheidungstext OGH 17.02.2005 15 Os 157/04
  • 13 Os 134/04
    Entscheidungstext OGH 09.02.2005 13 Os 134/04
    Auch; nur: § 28 Abs 4 Z 3 SMG stellt angesichts fehlender Gewerbsmäßigkeitsqualifikation eine besondere Art von Zusammenrechnungsgrundsatz für jeweils große (und allfällige, nach § 15 StGB, § 28 Abs 2 SMG beurteilte Restmengen) Mengen (mithin "die im Abs 2 bezeichnete Tat") dar. (T3)
    Beis wie T2
  • 15 Os 30/05h
    Entscheidungstext OGH 21.04.2005 15 Os 30/05h
    Auch
  • 14 Os 41/05v
    Entscheidungstext OGH 07.06.2005 14 Os 41/05v
    nur: § 28 Abs 4 Z 3 SMG stellt eine besondere Art von Zusammenrechnungsgrundsatz für jeweils große Mengen dar, sodass § 28 Abs 2 SMG, nach Abs 4 Z 3 qualifiziert stets nur ein einziges Verbrechen begründet. (T4)
  • 14 Os 28/05g
    Entscheidungstext OGH 07.06.2005 14 Os 28/05g
    nur: § 28 Abs 4 Z 3 SMG stellt angesichts fehlender Gewerbsmäßigkeitsqualifikation eine - mit dem sogenannten Schuldgrundsatz aufgrund der Vorsatzerfordernisse in Hinsicht auf jeweils große Mengen ohne weiteres zu vereinbarende - besondere Art von Zusammenrechnungsgrundsatz für jeweils große Mengen - vergleichbar dem für wert- und schadensqualifizierte Delikte geltenden § 29 StGB - dar, sodass § 28 Abs 2 SMG, nach Abs 4 Z 3 qualifiziert stets nur ein einziges Verbrechen begründet. (T5)
  • 14 Os 28/05g
    Entscheidungstext OGH 07.06.2005 14 Os 28/05g
    nur: § 28 Abs 4 Z 3 SMG stellt angesichts fehlender Gewerbsmäßigkeitsqualifikation eine - mit dem sogenannten Schuldgrundsatz aufgrund der Vorsatzerfordernisse in Hinsicht auf jeweils große Mengen ohne weiteres zu vereinbarende - besondere Art von Zusammenrechnungsgrundsatz für jeweils große Mengen - vergleichbar dem für wert- und schadensqualifizierte Delikte geltenden § 29 StGB - dar. (T6)
  • 13 Os 65/05s
    Entscheidungstext OGH 31.08.2005 13 Os 65/05s
    Auch; Beis wie T2
  • 14 Os 26/06i
    Entscheidungstext OGH 04.04.2004 14 Os 26/06i
    Vgl; Beis wie T2
  • 15 Os 27/06v
    Entscheidungstext OGH 18.05.2006 15 Os 27/06v
    Auch; nur T5
  • 11 Os 34/06v
    Entscheidungstext OGH 20.06.2006 11 Os 34/06v
    nur: § 28 Abs 4 Z 3 SMG stellt eine besondere Art von Zusammenrechnungsgrundsatz für jeweils große Mengen - vergleichbar dem für wert- und schadensqualifizierte Delikte geltenden § 29 StGB - dar, sodass § 28 Abs 2 SMG, nach Abs 4 Z 3 qualifiziert - ungeachtet der unselbständigen Qualifikation nach Abs 3 erster Satz (erster Fall) - auch bei gleichartiger Realkonkurrenz stets nur ein einziges Verbrechen begründet. (T7)
  • 11 Os 95/06i
    Entscheidungstext OGH 24.10.2006 11 Os 95/06i
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 15 Os 4/07p
    Entscheidungstext OGH 23.04.2007 15 Os 4/07p
    Auch; nur T7
  • 13 Os 58/07i
    Entscheidungstext OGH 01.08.2007 13 Os 58/07i
    Auch; nur: § 28 Abs 4 Z 3 SMG stellt angesichts fehlender Gewerbsmäßigkeitsqualifikation eine besondere Art von Zusammenrechnungsgrundsatz für jeweils große Mengen - vergleichbar dem für wert- und schadensqualifizierte Delikte geltenden § 29 StGB - dar, sodass § 28 Abs 2 SMG, nach Abs 4 Z 3 qualifiziert - ungeachtet der unselbständigen Qualifikation nach Abs 3 erster Satz (erster Fall) stets nur ein einziges Verbrechen begründet. (T8)
  • 13 Os 100/07s
    Entscheidungstext OGH 03.10.2007 13 Os 100/07s
    nur: § 28 Abs 4 Z 3 SMG stellt eine - besondere Art von Zusammenrechnungsgrundsatz für jeweils große (und allfällige, nach § 15 StGB, § 28 Abs 2 SMG beurteilte Restmengen) Mengen - vergleichbar dem für wert- und schadensqualifizierte Delikte geltenden § 29 StGB - dar. (T9)
    Beisatz: der sämtliche von einem Täter in Ansehung derselben Begehungsvariante begangenen und dem § 28 Abs 2 SMG subsumierbaren Taten zu einem einzigen Verbrechen - als Subsumtionseinheit sui generis - zusammenfasst. (T10)
  • 13 Os 112/07f
    Entscheidungstext OGH 07.11.2007 13 Os 112/07f
    Beisatz: Zusammenzurechnen sind nur voneinander verschiedene Suchtgiftquanten. (T11)
  • 15 Os 49/08g
    Entscheidungstext OGH 08.05.2008 15 Os 49/08g
    Vgl; Beisatz: § 28a Abs 4 Z 3 SMG (idF SMG-Novelle 2007 BGBl I 110/2007) stellt, genauso wie § 28 Abs 4 Z 3 SMG aF, eine besondere Art von Zusammenrechnungsgrundsatz für jeweils große Mengen dar, sodass die Ein- und Ausfuhr, begangen in Bezug auf Suchtgift in einer das 25-fache der Grenzmenge übersteigenden Menge stets nur ein Verbrechen nach § 28a Abs 1 zweiter und dritter Fall, Abs 4 Z 3 SMG begründet. (T12)
  • 13 Os 78/08g
    Entscheidungstext OGH 23.07.2008 13 Os 78/08g
    Vgl auch; Beis wie T12 nur: § 28a Abs 4 Z 3 SMG idF SMG-Novelle 2007 BGBl I 110/2007. (T13)
  • 13 Os 144/08p
    Entscheidungstext OGH 05.11.2008 13 Os 144/08p
    Auch; Beisatz: § 28a Abs 4 Z 3 SMG stellt eine besondere Art von Zusammenrechnungsgrundsatz - vergleichbar mit dem für wert- und schadensqualifizierte Delikte geltenden § 29 StGB - dar, sodass gleichartige strafbare Handlungen nach § 28a Abs 1 SMG derart qualifiziert stets nur ein einziges Verbrechen nach § 28a Abs 4 Z 3 SMG begründen. (T14)
  • 13 Os 168/08t
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 13 Os 168/08t
    Vgl; Beis wie T2; Beisatz: Nunmehr § 28a Abs 4 Z 3 SMG idF SMG-Novelle 2007 BGBl I 110/2007. (T15)
  • 13 Os 1/09k
    Entscheidungstext OGH 19.02.2009 13 Os 1/09k
    Auch; Beisatz: Für die Subsumtionseinheit des § 28a Abs 4 Z 3 SMG ist nicht erforderlich, dass schon jede einzelne von ihr erfasste Tat eine das 25-fache der Grenzmenge übersteigende Suchtgiftquantität betrifft. (T16)
  • 14 Os 164/08m
    Entscheidungstext OGH 16.12.2008 14 Os 164/08m
    Vgl; Beisatz: Weshalb aber im konkreten Fall, in dem der Angeklagte nach den unmissverständlichen Urteilsannahmen mit deliktsspezifischem Vorsatz einen Beitrag zur - mehrere Grenzüberschreitungen (von Südafrika über Frankreich nach Irland) umfassenden, sohin - mehrfachen Aus- und Einfuhr ein und derselben das Fünfzehnfache der Grenzmenge des § 28b SMG übersteigenden Menge Suchtgifts geleistet hat und sich solcherart das Problem einer - nur bei voneinander verschiedenen Suchtgiftmengen in Frage kommenden (vgl dazu 13 Os 112/07f) - Zusammenrechnung gar nicht stellt, bloß ein und nicht mehrere real konkurrierende Verbrechen des Suchtgifthandels nach §§ 12 dritter Fall StGB, 28a Abs 1 zweiter und dritter Fall, Abs 2 Z 3 SMG, verwirklicht worden sein sollten (vgl auch 14 Os 28/06h, 13 Os 105/03), erklärt die Beschwerde nicht. (T17)
  • 14 Os 190/08k
    Entscheidungstext OGH 17.03.2009 14 Os 190/08k
    Vgl
  • 13 Os 70/09g
    Entscheidungstext OGH 27.08.2009 13 Os 70/09g
    Auch; Beis ähnlich wie T1; Beis wie T2; Beis wie T15
  • 14 Os 126/09z
    Entscheidungstext OGH 17.11.2009 14 Os 126/09z
    Vgl auch; Beisatz: Nur gleichartige Verbrechen, also (jeweils) dieselben Tatbilder nach § 28a Abs 1 SMG - vorliegend Aus- und Einfuhr einerseits und Überlassen andererseits - sind zusammenzufassen. (T18)
  • 15 Os 188/09z
    Entscheidungstext OGH 17.02.2010 15 Os 188/09z
    Vgl
  • 11 Os 62/10t
    Entscheidungstext OGH 22.06.2010 11 Os 62/10t
    Auch
  • 13 Ns 41/10y
    Entscheidungstext OGH 03.09.2010 13 Ns 41/10y
    Vgl; Beis ähnlich wie T17
  • 12 Os 19/11b
    Entscheidungstext OGH 08.03.2011 12 Os 19/11b
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T18
  • 11 Os 44/11x
    Entscheidungstext OGH 19.05.2011 11 Os 44/11x
    Vgl; Beis wie T2
  • 15 Os 47/11t
    Entscheidungstext OGH 29.06.2011 15 Os 47/11t
    Vgl auch
  • 14 Os 48/11g
    Entscheidungstext OGH 30.08.2011 14 Os 48/11g
    Vgl; Beis wie T12
  • 14 Os 125/13h
    Entscheidungstext OGH 28.01.2014 14 Os 125/13h
    Auch; Beisatz: Hier: Verfehlte Annahme von Verbrechen des Suchtgifthandels nach § 28a Abs 1 fünfter Fall, Abs 2 Z 1, Abs 4 Z 3 SMG und nach § 28a Abs 1 fünfter Fall Abs 2 Z 3 SMG. (T19)
  • 12 Os 10/14h
    Entscheidungstext OGH 06.03.2014 12 Os 10/14h
    Auch; Beis wie T14
  • 11 Os 12/14w
    Entscheidungstext OGH 08.04.2014 11 Os 12/14w
  • 15 Os 105/14a
    Entscheidungstext OGH 01.10.2014 15 Os 105/14a
    Vgl; Beisatz: Hier: § 22a ADBG 2007. (T20)
  • 15 Os 114/14z
    Entscheidungstext OGH 10.11.2014 15 Os 114/14z
    Auch; Beis wie T18; Beis wie T19
  • 13 Os 83/15b
    Entscheidungstext OGH 19.08.2015 13 Os 83/15b
    Auch; Beis wie T14
  • 14 Os 112/15z
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 14 Os 112/15z
    Auch; Beis wie T14
  • 12 Os 148/15d
    Entscheidungstext OGH 28.01.2016 12 Os 148/15d
    Auch; Beis wie T16
  • 11 Os 5/16v
    Entscheidungstext OGH 10.05.2016 11 Os 5/16v
    Auch
  • 12 Os 46/16f
    Entscheidungstext OGH 18.08.2016 12 Os 46/16f
    Auch; Beis wie T14; Beis wie T18; Beisatz: Hat der nach § 28a Abs 1 erster Fall, Abs 4 Z 3 SMG Verurteilte darüber hinaus weiteres Suchtgift erzeugt, in Ansehung dieser Suchtgiftquanten aber nicht mit dem Vorsatz auf Erzeugung einer die Grenzmenge (§ 28b SMG) übersteigenden Menge gehandelt, ist insoweit ein zusätzlicher Schuldspruch nach § 27 Abs 1 Z 1 erster Fall SMG zu fällen. (T21)
  • 14 Os 133/16i
    Entscheidungstext OGH 28.02.2017 14 Os 133/16i
    Auch
  • 14 Os 132/16t
    Entscheidungstext OGH 04.04.2017 14 Os 132/16t
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T12; Beis wie T14
  • 14 Os 25/17h
    Entscheidungstext OGH 23.05.2017 14 Os 25/17h
    Auch
  • 14 Os 11/17z
    Entscheidungstext OGH 23.05.2017 14 Os 11/17z
    Auch; Beis wie T11; Beis wie T17
  • 12 Os 20/17h
    Entscheidungstext OGH 22.06.2017 12 Os 20/17h
    Auch
  • 13 Os 50/16a
    Entscheidungstext OGH 16.12.2016 13 Os 50/16a
    Auch
  • 14 Os 33/17k
    Entscheidungstext OGH 04.07.2017 14 Os 33/17k
    Auch; Beis wie T14
  • 13 Os 78/17w
    Entscheidungstext OGH 06.09.2017 13 Os 78/17w
    Auch; Beis wie T14
  • 14 Os 22/18v
    Entscheidungstext OGH 06.03.2018 14 Os 22/18v
    Auch
  • 14 Os 36/18b
    Entscheidungstext OGH 29.05.2018 14 Os 36/18b
    Vgl
  • 15 Os 77/18i
    Entscheidungstext OGH 25.06.2018 15 Os 77/18i
    Vgl
  • 11 Os 160/18z
    Entscheidungstext OGH 13.11.2018 11 Os 160/18z
    Auch; Beis abeweichend zu T17
  • 14 Os 72/18x
    Entscheidungstext OGH 29.01.2019 14 Os 72/18x
    Auch
  • 14 Os 26/19h
    Entscheidungstext OGH 09.04.2019 14 Os 26/19h
    Vgl
  • 13 Os 9/19a
    Entscheidungstext OGH 24.04.2019 13 Os 9/19a
    nur T4
  • 13 Os 102/20d
    Entscheidungstext OGH 09.12.2020 13 Os 102/20d
    Vgl; Beis wie T14; Beis wie T16; Beis wie T18
  • 14 Os 84/21s
    Entscheidungstext OGH 03.08.2021 14 Os 84/21s
    Vgl; Beis wie T12; Beis wie T14
  • 11 Os 93/21t
    Entscheidungstext OGH 02.11.2021 11 Os 93/21t
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T10
  • 14 Os 14/22y
    Entscheidungstext OGH 29.03.2022 14 Os 14/22y
    Vgl; Beis wie T1; Beis wie T10
  • 12 Os 17/22z
    Entscheidungstext OGH 31.03.2022 12 Os 17/22z
    Vgl
  • 14 Os 35/22m
    Entscheidungstext OGH 28.04.2022 14 Os 35/22m
    Vgl; Beisatz: Das gilt auch bei Begehung in unterschiedlichen Beteiligungsformen. Hier: Verfehlte Annahme von zwei Verbrechen des jeweils durch Überlassen begangenen Suchtgifthandels einerseits nach § 12 dritter Fall StGB, § 28a Abs 1 fünfter Fall, Abs 4 Z 3 SMG und andererseits nach § 28a Abs 1 fünfter Fall SMG. (T22)
  • 15 Os 98/22h
    Entscheidungstext OGH 18.01.2023 15 Os 98/22h
    Vgl
  • 15 Os 56/23h
    Entscheidungstext OGH 30.08.2023 15 Os 56/23h
    vgl
  • 14 Os 127/23t
    Entscheidungstext OGH 09.01.2024 14 Os 127/23t
    vgl; Beisatz wie T2
  • 13 Os 112/24f
    Entscheidungstext OGH 19.02.2025 13 Os 112/24f
    vgl; Beisatz: Hier: Zusammenfassung mehrerer selbständiger (gleichartiger) Taten zu einer Subsumtionseinheit sui generis in Gestalt eines Verbrechens nach § 28 Abs 1 erster Satz und Abs 2 SMG. (T23)
  • 14 Os 38/25g
    Entscheidungstext OGH 12.06.2025 14 Os 38/25g
    vgl
  • 13 Os 136/25m
    Entscheidungstext OGH 18.03.2026 13 Os 136/25m
    vgl; Beisatz wie T1; Beisatz wie T10

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2003:RS0117464

Im RIS seit

11.04.2003

Zuletzt aktualisiert am

09.04.2026

Dokumentnummer

JJR_20030312_OGH0002_0130OS00156_0200000_001

Entscheidungstext 14Os190/08k

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Strafrecht

Geschäftszahl

14Os190/08k

Entscheidungsdatum

17.03.2009

Anmerkung

E90542 14Os190.08k

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat am 17. März 2009 durch den Hofrat des Obersten Gerichtshofs Dr. Lässig als Vorsitzenden, den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Philipp, die Hofrätinnen des Obersten Gerichtshofs Mag. Hetlinger und Mag. Fuchs sowie den Hofrat des Obersten Gerichtshofs Dr. Nordmeyer in Gegenwart der Richteramtsanwärterin Mag. Klugar als Schriftführerin in der Strafsache gegen Pedro I***** wegen Verbrechen des Suchtgifthandels nach Paragraph 28 a, Absatz eins, zweiter, dritter und fünfter Fall, Absatz 4, Ziffer 3, SMG, Paragraph 12, zweiter Fall StGB über die Nichtigkeitsbeschwerde und die Berufung des Angeklagten gegen das Urteil des Landesgerichts Innsbruck als Schöffengericht vom 6. November 2008, GZ 25 Hv 161/08k-64, nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

Spruch

Der Nichtigkeitsbeschwerde wird teilweise Folge gegeben, das angefochtene Urteil, welches im Übrigen unberührt bleibt, im Schuldspruch wegen Paragraph 28 a, Absatz eins, fünfter Fall, Absatz 4, Ziffer 3, SMG sowie im Strafausspruch aufgehoben und die Sache in diesem Umfang zu neuer Verhandlung und Entscheidung an das Erstgericht verwiesen. Im Übrigen wird die Nichtigkeitsbeschwerde zurückgewiesen. Mit seiner Berufung wird der Angeklagte auf diese Entscheidung verwiesen.

Dem Angeklagten fallen auch die Kosten des Rechtsmittelverfahrens zur Last.

Text

Gründe:

Mit dem angefochtenen Urteil wurde Pedro I***** (richtig:) je eines Verbrechens des Suchtgifthandels nach Paragraph 28 a, Absatz eins, zweiter und dritter Fall, Absatz 4, Ziffer 3, SMG, teilweise (zu Punkt B) als Bestimmungstäter nach Paragraph 12, zweiter Fall StGB, und nach Paragraph 28 a, Absatz eins, fünfter Fall, Absatz 4, Ziffer 3, SMG schuldig erkannt.

Danach hat er am Grenzübergang Kufstein/Kiefersfelden und an anderen

Orten

A) am 31. März 2008 vorschriftswidrig Suchtgift in einer die Grenzmenge (Paragraph 28 b, SMG) übersteigenden Menge, nämlich 1.305,1 Gramm Kokain (reine Kokainbase ca 690 Gramm), von Deutschland aus- und nach Österreich eingeführt, wobei er die Taten in Bezug auf Suchtgift in einer das Fünfundzwanzigfache der Grenzmenge übersteigenden Menge beging;

B) etwa Mitte Februar 2008 einen bislang namentlich nicht

identifizierten Suchtgiftkurier dazu bestimmt, dass dieser Suchtgift in einer großen Menge, nämlich ca 1 Kilogramm qualitativ hochwertiges Kokain, von Deutschland aus- und nach Österreich einführt sowie dem abgesondert verfolgten Uche C***** überlässt, indem er den Suchtgiftkurier mit der Durchführung der Schmuggelfahrt und der anschließenden Übergabe des Kokains an C***** beauftragte, wobei er die Taten in Bezug auf Suchtgift in einer das Fünfundzwanzigfache der Grenzmenge übersteigenden Menge beging.

Rechtliche Beurteilung

Gegen diesen Schuldspruch wendet sich der Angeklagte mit einer auf Paragraph 281, Absatz eins, Ziffer 4, 5 und 10 StPO gestützten Nichtigkeitsbeschwerde. Zu Schuldspruchpunkt A) macht der Beschwerdeführer mit Mängelrüge (Ziffer 5, vierter Fall) eine unzureichende Begründung der Feststellungen zur subjektiven Tatseite in Ansehung der Qualität des von ihm als Bodypacker geschmuggelten Kokains und der Tatbegehung in Bezug auf Suchtgift in einer das Fünfundzwanzigfache der Grenzmenge übersteigenden Menge geltend.

Die Argumentation, aus der Verantwortung des Beschwerdeführers, er wäre gestorben, wenn ein „Finger" (beinhaltend 10 Gramm Kokain) geplatzt wäre, könne ohne Verstoß gegen Denkgesetze sein Wissen um eine hochwertige Qualität nicht abgeleitet werden, weil auch vergleichbare Mengen geringerer Qualität zum Tode führen, versagt. Dieses Vorbringen stützt sich nämlich auf eine isoliert betrachtete Erwägung der Tatrichter und übergeht, dass diese die Feststellungen zum Geschehen am 31. März 2008 auf die inhaltlich voll geständige Verantwortung des Angeklagten vergleiche ON 63 S 5) und die damit im Einklang stehenden Erhebungsergebnisse stützten (US 8). Ausgehend von der vom Beschwerdeführer (unter Lebensgefahr als „Bodypacker") transportierten, ihm aufgrund der Anzahl der geschluckten „Finger" annähernd bekannten Bruttomenge von 1.305,1 Gramm würde das Fünfundzwanzigfache der Grenzmenge (375 Gramm reine Kokainbase) im Übrigen auch noch bei einem Reinheitsgehalt von bloß ca 29 %, sohin bei einer deutlich unter der Qualitätsbandbreite von Straßenqualität (nach forensischer Erfahrung 40 bis 50 % [15 Os 138/01]) liegenden Zusammensetzung überschritten, womit das angesprochene Beschwerdeargument auch per se nicht durchschlägt.

Unter Berücksichtigung dieses Gesamtzusammenhangs der Beweisergebnisse, auf die sich die Tatrichter stützten, wurde die Ein- und Ausfuhr einer die Grenzmenge um das Fünfundzwanzigfache übersteigenden Kokainmenge (alleine) durch die zu Punkt A) beschriebene Tathandlung hinsichtlich der subjektiven Tatseite hinreichend begründet.

Zu Punkt B) des Schuldspruchs macht der Beschwerdeführer zutreffend eine aktenwidrige Begründung der Urteilsannahme geltend, wonach die etwa Mitte Februar 2008 eingeschmuggelte und in der Folge an Uche C***** überlassene Kokainmenge von hochwertiger Qualität gewesen wäre. Die Tatrichter stützten die bezughabenden Feststellungen auf die durchgeführten Telefonüberwachungen (US 9 ff), die Urteilsannahmen zur inneren Tatseite im Besonderen auch auf eine lebensnahe Betrachtung des äußeren Tatgeschehens und auf die „diesbezüglich geständige Verantwortung des Angeklagten" (US 12). Sie verwiesen in diesem Zusammenhang auf die Depositionen des Angeklagten, „gewusst zu haben, dass jener Drogenkurier wiederum eine Menge von ca 1 Kilogramm hochwertigem Kokain nach Österreich schmuggelt" (US 12).

Angaben zur Qualität des vom Kurier geschmuggelten Kokains, wonach dieses „hochwertig" gewesen wäre, finden sich jedoch weder in den Ergebnissen der Telefonüberwachung (ON 53 S 233 ff) noch in den Depositionen des Beschwerdeführers vor der Polizei (ON 53 S 109 bis 137) und vor Gericht (ON 5, ON 63 S 12 ff). Vielmehr führte der Angeklagte zur Qualität bloß aus, dass der Kurier 600 Gramm mitgenommen hat, „diese wurden in Deutschland aufgestreckt. Insgesamt war das dann ca 1 Kilogramm, die der Kurier mitgenommen hat" (ON 63 S 17).

Die aufgezeigte Aktenwidrigkeit ist jedoch nur hinsichtlich des Verbrechens des Suchtgifthandels nach Paragraph 28 a, Absatz eins, fünfter Fall, Absatz 4, Ziffer 3, SMG (Überlassen an C*****) entscheidungswesentlich und nichtigkeitsbegründend, weil es an einer prozessförmigen Begründung der zur Beurteilung der Suchtgiftmenge als übergroß (Paragraph 28 a, Absatz 4, Ziffer 3,), mangelt, demgemäß diesbezüglich auch ein Schuldspruch in Richtung Paragraph 27, Absatz eins, achter Fall SMG, Paragraph 28 a, Absatz eins, fünfter Fall, allenfalls Absatz 2, Ziffer 3, SMG in Frage käme.

In Ansehung der von Schuldspruchpunkt B) inkriminierten Aus- und Einfuhr von rund 1 Kilogramm Kokain kommt der Qualität dieses Suchtmittels hingegen keine Relevanz zu.

Die Ein- und Ausfuhr einer die Grenzmenge um das Fünfundzwanzigfache übersteigenden Kokainmenge wird nämlich bereits allein durch das zu Schuldspruchpunkt A) beschriebene Schmuggeln von 1.305,1 Gramm Kokain, beinhaltend eine reine Kokainbase von ca 690 Gramm, verwirklicht. Da Paragraph 28 a, Absatz 4, Ziffer 3, SMG eine besondere Art von Zusammenrechnungsgrundsatz - vergleichbar dem für wert- und schadensqualifizierte Delikte geltenden Paragraph 29, StGB - darstellt, liegt bei Hinzukommen weiterer ein- und ausgeführter Suchtgiftmengen laut Schuldspruchpunkt B) unabhängig von deren Reinheitsgehalt jeweils nur ein Verbrechen nach Paragraph 28 a, Absatz eins, zweiter und dritter Fall, Absatz 4, Ziffer 3, SMG vor. Das sich gegen die Annahme der - wie auch immer gearteten, rechtlich gleichwertigen - Beteiligung an der Ein- und Ausfuhr von Kokain zu Punkt B) des Schuldspruchs richtende Vorbringen vermag daher Nichtigkeit nicht zu begründen (RIS-Justiz RS0117464). Ein Eingehen auf das weitere Beschwerdevorbringen erübrigt sich daher.

Mit seiner Berufung war der Angeklagte auf die (Teil-)Kassation zu verweisen.

Die Kostenentscheidung gründet auf Paragraph 390 a, Absatz eins, StPO.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2009:0140OS00190.08K.0317.000

Zuletzt aktualisiert am

22.05.2009

Dokumentnummer

JJT_20090317_OGH0002_0140OS00190_08K0000_000