Rechtssatz für 8Ob504/92 7Ob2240/96d 6...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0018821

Geschäftszahl

8Ob504/92; 7Ob2240/96d; 6Ob258/99f; 5Ob138/02h

Entscheidungsdatum

25.06.2002

Rechtssatz

Bei Vorliegen eines Präsentationsrechtes ist der Bestandgeber an sein Versprechen, mit dem vom Bestandnehmer (oder allenfalls von dessen Rechtsnachfolger) namhaft gemachten Nachfolger einen Mietvertrag abzuschließen, dann nicht gebunden, wenn der vereinbarte Mietzins infolge exorbitanter Änderung der wirtschaftlichen Verhältnisse vom nunmehr ortsüblichen Mietzins erheblich abweicht. Es bedürfte jedoch eines echten Ansteigens der Mietzinse, die über den bloßen Kaufkraftverlust hinausgeht.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 504/92
    Entscheidungstext OGH 06.02.1992 8 Ob 504/92
    Veröff: WoBl 1992,119 = EvBl 1992/113 S 506 = SZ 65/17
  • 7 Ob 2240/96d
    Entscheidungstext OGH 30.07.1996 7 Ob 2240/96d
    Vgl
  • 6 Ob 258/99f
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 6 Ob 258/99f
    Vgl auch; Beisatz: Vom Weitergaberecht, bei dem der Vermieter vorbehaltlos einem Mieterwechsel - sei es auch eingeschränkt auf einen bestimmten Personenkreis - von vornherein zustimmt, unterscheidet sich das Präsentationsrecht dadurch, dass Letzteres nur die Verpflichtung des Vermieters gegenüber dem Mieter enthält, unter gewissen Bedingungen mit einem vom Mieter vorgeschlagenen geeigneten Dritten einen Vertrag gleichen oder bestimmten anderen Inhaltes abzuschließen. (T1)
  • 5 Ob 138/02h
    Entscheidungstext OGH 25.06.2002 5 Ob 138/02h
    Auch; nur: Bei Vorliegen eines Präsentationsrechtes ist der Bestandgeber an sein Versprechen, mit dem vom Bestandnehmer (oder allenfalls von dessen Rechtsnachfolger) namhaft gemachten Nachfolger einen Mietvertrag abzuschließen, dann nicht gebunden, wenn der vereinbarte Mietzins infolge exorbitanter Änderung der wirtschaftlichen Verhältnisse vom nunmehr ortsüblichen Mietzins erheblich abweicht. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0018821

Dokumentnummer

JJR_19920206_OGH0002_0080OB00504_9200000_002

Rechtssatz für 4Ob548/90; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0032739

Geschäftszahl

4Ob548/90; 2Ob627/90 (2Ob1513/90); 8Ob504/92; 7Ob2240/96d; 1Ob125/99k; 6Ob258/99f; 1Ob195/09x; 7Ob141/25y

Entscheidungsdatum

17.12.2025

Rechtssatz

Ein sogenanntes "Präsentationsrecht" liegt dann vor, wenn sich der Bestandgeber gegenüber dem Mieter verpflichtet hat, unter gewissen Bedingungen mit einem vom Bestandnehmer vorgeschlagenen geeigneten Dritten einen Vertrag gleichen oder bestimmten anderen Inhalts abzuschließen.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 548/90
    Entscheidungstext OGH 11.09.1990 4 Ob 548/90
    Veröff: WoBl 1991,57 (Würth) = JBl 1991,452
  • 2 Ob 627/90
    Entscheidungstext OGH 05.12.1990 2 Ob 627/90
  • 8 Ob 504/92
    Entscheidungstext OGH 06.02.1992 8 Ob 504/92
    Veröff: SZ 65/17 = WoBl 1992,119 = EvBl 1992/113 S 506
  • 7 Ob 2240/96d
    Entscheidungstext OGH 30.07.1996 7 Ob 2240/96d
    Auch; Beisatz: Ein Präsentationsrecht liegt auch dann vor, wenn sich der Bestandgeber nach Art eines Vorvertrages gegenüber dem Bestandnehmer verpflichtet hat, unter bestimmten Bedingungen die Zustimmung zum Eintritt eines Dritten (anstelle des Bestandnehmers) in das Bestandverhältnis zu erteilen. (T1)
  • 1 Ob 125/99k
    Entscheidungstext OGH 25.05.1999 1 Ob 125/99k
    Vgl auch
  • 6 Ob 258/99f
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 6 Ob 258/99f
  • 1 Ob 195/09x
    Entscheidungstext OGH 13.10.2009 1 Ob 195/09x
    Auch
  • 7 Ob 141/25y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 17.12.2025 7 Ob 141/25y

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0032739

Im RIS seit

11.09.1990

Zuletzt aktualisiert am

20.03.2026

Dokumentnummer

JJR_19900911_OGH0002_0040OB00548_9000000_002

Rechtssatz für 1Ob219/74; 7Ob709/80; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0032700

Geschäftszahl

1Ob219/74; 7Ob709/80; 8Ob697/86; 4Ob544/87; 4Ob548/90; 7Ob589/92; 1Ob125/99k; 6Ob258/99f; 5Ob201/01x; 1Ob152/02p; 8Ob34/08w; 1Ob161/08w; 5Ob93/09a; 5Ob250/09i; 5Ob155/10w; 3Ob104/15p; 3Ob247/15t; 5Ob33/17i; 7Ob146/17x; 6Ob54/21s; 3Ob7/25p; 5Ob68/25y; 7Ob141/25y

Entscheidungsdatum

18.12.2025

Rechtssatz

Hat der Vermieter im Vorhinein einem Mieterwechsel zugestimmt und überträgt der Mieter in der Folge sein Mietrecht einem anderen, so tritt dieser andere dann, ohne dass er einer weiteren Zustimmung des Vermieters bedarf, in die vollen Rechte und Pflichten des bisherigen Mieters ein; dieser scheidet aus dem Mietverhältnis aus, der neue Mieter wird voller Vertragspartner des Vermieters, es liegt eine Vertragsübernahme vor, der Übergang der Rechte Pflichten aus dem Bestandvertrag ist mit der Mitteilung an den Bestandgeber vollzogen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 219/74
    Entscheidungstext OGH 18.12.1974 1 Ob 219/74
    Veröff: MietSlg 26114
  • 7 Ob 709/80
    Entscheidungstext OGH 07.05.1981 7 Ob 709/80
    Auch; Veröff: MietSlg 33171
  • 8 Ob 697/86
    Entscheidungstext OGH 12.03.1987 8 Ob 697/86
  • 4 Ob 544/87
    Entscheidungstext OGH 15.09.1987 4 Ob 544/87
    Auch; Veröff: RdW 1988,195
  • 4 Ob 548/90
    Entscheidungstext OGH 11.09.1990 4 Ob 548/90
    Veröff: EvBl 1991/44 S 57 (Würth) = JBl 1991,452
  • 7 Ob 589/92
    Entscheidungstext OGH 03.09.1992 7 Ob 589/92
  • 1 Ob 125/99k
    Entscheidungstext OGH 25.05.1999 1 Ob 125/99k
    Auch; Beisatz: Der eingetretene Bestandnehmer kann unmittelbar auf Vertragserfüllung klagen. (T1)
  • 6 Ob 258/99f
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 6 Ob 258/99f
    Vgl auch
  • 5 Ob 201/01x
    Entscheidungstext OGH 18.12.2001 5 Ob 201/01x
    Auch
  • 1 Ob 152/02p
    Entscheidungstext OGH 29.04.2003 1 Ob 152/02p
    Auch; Beisatz: Bei der Vertragsübernahme setzt die neue Partei, die in das Vertragsverhältnis (in casu: Bestandvertrag) zur Gänze eintritt, die Person der alten Partei fort und hat daher auch für deren schuldhafte Verletzung der sich aus dem Vertrag ergebenden Pflichten einzustehen, somit nicht nur etwa für die Schädigung des Bestandobjekts selbst, sondern auch für an den übrigen Gütern des Bestandgebers herbeigeführten Schäden. (T2); Veröff: SZ 2003/49
  • 8 Ob 34/08w
    Entscheidungstext OGH 03.04.2008 8 Ob 34/08w
    Vgl; Beis ähnlich wie T2; Beisatz: Hier: Dies bedeutet, dass die neue Partei für schuldhafte Verletzungen der sich aus dem Vertrag ergebenden Pflichten durch (Erfüllungsgehilfen des) vormaligen Rechtsträgers (hier: des behandelnden Krankenhauses) einzustehen hat. (T3)
  • 1 Ob 161/08w
    Entscheidungstext OGH 30.09.2008 1 Ob 161/08w
    Auch; Beisatz: Sogenanntes Weitergaberecht. (T4)
  • 5 Ob 93/09a
    Entscheidungstext OGH 09.06.2009 5 Ob 93/09a
    Auch; Beisatz: In den Fällen des § 12a Abs 3 MRG kommt eine solche Erklärung aber nicht in Betracht, weil überhaupt kein Vertragspartnerwechsel auf Mieterseite erfolgt, der einer Kenntnis und Zustimmung des Vermieters bedürfte. (T5); Bem: Siehe auch RS0125015. (T6); Veröff: SZ 2009/79
  • 5 Ob 250/09i
    Entscheidungstext OGH 15.12.2009 5 Ob 250/09i
    Vgl; Beisatz: Bei Ausübung eines vertraglich vereinbarten Weitergaberechts tritt der Nachmieter in den Bestandvertrag erst dann ein, wenn dem Bestandgeber die Abtretung des Mietvertrags bekannt gegeben wird. Das unterscheidet ein vertragliches Recht auf Abtretung der Mietrechte vom gesetzlichen Abtretungsrecht nach § 12 Abs 1 MRG oder dem gesetzlichen Mietrechtsübergang nach § 12a Abs 1 MRG. (T7)
  • 5 Ob 155/10w
    Entscheidungstext OGH 21.10.2010 5 Ob 155/10w
    Vgl auch
  • 3 Ob 104/15p
    Entscheidungstext OGH 17.06.2015 3 Ob 104/15p
    Auch
  • 3 Ob 247/15t
    Entscheidungstext OGH 20.01.2016 3 Ob 247/15t
    Auch; Beisatz: Hier: Weitergabe durch Legat. (T8)
  • 5 Ob 33/17i
    Entscheidungstext OGH 20.07.2017 5 Ob 33/17i
    Vgl auch
  • 7 Ob 146/17x
    Entscheidungstext OGH 08.11.2017 7 Ob 146/17x
    Auch; Beisatz: Eine Erklärungssitte, wonach man bei dem Wort „Weitergaberecht“ generell an die Übertragung der Mietrechte an außenstehende Dritte und nicht an die eigenen Kinder denkt, besteht nicht. (T9)
  • 6 Ob 54/21s
    Entscheidungstext OGH 23.06.2021 6 Ob 54/21s
    Vgl
  • 3 Ob 7/25p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.07.2025 3 Ob 7/25p
    Beisatz wie T1
  • 5 Ob 68/25y
    Entscheidungstext OGH 18.12.2025 5 Ob 68/25y
    vgl; Beisatz wie T7
  • 7 Ob 141/25y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 17.12.2025 7 Ob 141/25y
    Beisatz wie T7

Schlagworte

Weitergaberecht

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0032700

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

20.03.2026

Dokumentnummer

JJR_19741218_OGH0002_0010OB00219_7400000_002

Rechtssatz für 3Ob541/91; 7Ob589/92; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0032747

Geschäftszahl

3Ob541/91; 7Ob589/92; 7Ob2240/96d; 7Ob2048/96v; 1Ob125/99k; 6Ob258/99f; 9Ob84/03y; 1Ob161/08w; 5Ob93/09a; 5Ob250/09i; 5Ob155/10w; 5Ob152/14k; 3Ob104/15p; 3Ob247/15t; 8Ob71/17z; 7Ob146/17x; 5Ob196/19p; 3Ob7/25p; 5Ob68/25y; 7Ob141/25y

Entscheidungsdatum

18.12.2025

Rechtssatz

Bei Bestehen eines Weitergaberechts tritt selbst ohne Einwilligung des Vermieters zum Übergang der Mietrechte der neue Mieter anstelle des bisherigen Mieters in den Vertrag ein. Der Übergang der Rechte und Pflichten aus dem Bestandvertrag ist mit der Mitteilung an den Bestandgeber vollzogen.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 541/91
    Entscheidungstext OGH 18.12.1991 3 Ob 541/91
    Veröff: JBl 1992,704 = WoBl 1993,26
  • 7 Ob 589/92
    Entscheidungstext OGH 03.09.1992 7 Ob 589/92
  • 7 Ob 2240/96d
    Entscheidungstext OGH 30.07.1996 7 Ob 2240/96d
    Vgl
  • 7 Ob 2048/96v
    Entscheidungstext OGH 29.01.1997 7 Ob 2048/96v
    Auch
  • 1 Ob 125/99k
    Entscheidungstext OGH 25.05.1999 1 Ob 125/99k
    Auch
  • 6 Ob 258/99f
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 6 Ob 258/99f
    Vgl auch; Beisatz: Für den Fall, dass der Bestandgeber den Bestandnehmer das Recht eingeräumt hat, durch bloße Erklärung alle Rechte und Pflichten aus dem Bestandverhältnis auf einen Dritten mit der Wirkung zu übertragen, dass dieser an seiner Stelle Bestandnehmer wird, ohne dass es einer (weiteren) Erklärung des Bestandnehmers bedarf, liegt ein als Fall der Vertragsübernahme zu beurteilendes Weitergaberecht vor, bei dem der Nachmieter in den Bestandvertrag eintritt, sobald er dem Bestandgeber bekanntgeworden ist, ohne dass es des Abschlusses eines neuen Mietvertrages bedurfte. (T1)
  • 9 Ob 84/03y
    Entscheidungstext OGH 17.12.2003 9 Ob 84/03y
  • 1 Ob 161/08w
    Entscheidungstext OGH 30.09.2008 1 Ob 161/08w
    Auch
  • 5 Ob 93/09a
    Entscheidungstext OGH 09.06.2009 5 Ob 93/09a
    Auch; Beisatz: In den Fällen des § 12a Abs 3 MRG kommt eine solche Erklärung aber nicht in Betracht, weil überhaupt kein Vertragspartnerwechsel auf Mieterseite erfolgt, der einer Kenntnis und Zustimmung des Vermieters bedürfte. (T2)
    Bem: Siehe auch RS0125015.(T3)
    Veröff: SZ 2009/79
  • 5 Ob 250/09i
    Entscheidungstext OGH 15.12.2009 5 Ob 250/09i
    Vgl; Beisatz: Bei Ausübung eines vertraglich vereinbarten Weitergaberechts tritt der Nachmieter in den Bestandvertrag erst dann ein, wenn dem Bestandgeber die Abtretung des Mietvertrags bekannt gegeben wird. Das unterscheidet ein vertragliches Recht auf Abtretung der Mietrechte vom gesetzlichen Abtretungsrecht nach § 12 Abs 1 MRG oder dem gesetzlichen Mietrechtsübergang nach § 12a Abs 1 MRG. (T4)
  • 5 Ob 155/10w
    Entscheidungstext OGH 21.10.2010 5 Ob 155/10w
    Vgl auch
  • 5 Ob 152/14k
    Entscheidungstext OGH 18.11.2014 5 Ob 152/14k
    Auch; Beis wie T1
  • 3 Ob 104/15p
    Entscheidungstext OGH 17.06.2015 3 Ob 104/15p
    Auch
  • 3 Ob 247/15t
    Entscheidungstext OGH 20.01.2016 3 Ob 247/15t
    Auch; Beisatz: Hier: Weitergabe durch Legat. (T5)
  • 8 Ob 71/17z
    Entscheidungstext OGH 29.06.2017 8 Ob 71/17z
    Auch
  • 7 Ob 146/17x
    Entscheidungstext OGH 08.11.2017 7 Ob 146/17x
    Auch; Beisatz: Eine Erklärungssitte, wonach man bei dem Wort „Weitergaberecht“ generell an die Übertragung der Mietrechte an außenstehende Dritte und nicht an die eigenen Kinder denkt, besteht nicht. (T6)
  • 5 Ob 196/19p
    Entscheidungstext OGH 20.02.2020 5 Ob 196/19p
  • 3 Ob 7/25p
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 23.07.2025 3 Ob 7/25p
    vgl
  • 5 Ob 68/25y
    Entscheidungstext OGH 18.12.2025 5 Ob 68/25y
    vgl
  • 7 Ob 141/25y
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 17.12.2025 7 Ob 141/25y
    Beisatz wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0032747

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

20.03.2026

Dokumentnummer

JJR_19911218_OGH0002_0030OB00541_9100000_002