Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2020/11/0039

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

Ra 2020/11/0039

Entscheidungsdatum

29.10.2020

Index

L67003 Ausländergrunderwerb Grundverkehr Niederösterreich
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §39 Abs2
AVG §8
GVG NÖ 2007 §11 Abs6
GVG NÖ 2007 §3 Z4 lita

Rechtssatz

Im Zusammenhang mit der Stellung eines Interessenten iSd Paragraph 11, Absatz 6, NÖ GVG 2007 kommt es auf die Bereitschaft und die glaubhaft gemachte Gewährleistung der Bezahlung des (wahren) "ortsüblichen Verkehrswertes" (der gemäß Paragraph 39, Absatz 2, AVG von Amts wegen festzustellen ist; vergleiche in diesem Sinne auch VwGH 22.2.2018, Ro 2016/11/0025, Rn 49 und 51) an, und nicht auf einen von Seiten des Interessenten ermittelten Verkehrswert.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2020:RA2020110039.L01

Im RIS seit

30.11.2020

Zuletzt aktualisiert am

30.11.2020

Dokumentnummer

JWR_2020110039_20201029L01

Rechtssatz für Ra 2020/11/0039

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

Ra 2020/11/0039

Entscheidungsdatum

29.10.2020

Index

L67003 Ausländergrunderwerb Grundverkehr Niederösterreich
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

GVG NÖ 2007 §11 Abs6
GVG NÖ 2007 §3 Z4 lita
VwGVG 2014 §29 Abs2
VwGVG 2014 §29 Abs3 Z2
VwGVG 2014 §47 Abs4

Rechtssatz

Das VwG hat im vorliegenden Fall nicht explizit begründet, weshalb es auf die (hier gemäß Paragraph 29, Absatz 2, VwGVG 2014 in der Regel vorgesehene) Verkündung verzichtet hat. Nach den hg. Erkenntnissen (VwGH 24.2.2012, 2009/02/0205, und VwGH 11.9.2019, Ra 2019/02/0110, jeweils betreffend Strafsachen) und der dort referierten Judikatur kommt es allerdings darauf an, ob im Einzelfall - etwa wegen der Komplexität der Sach- oder Rechtslage vergleiche das letztzitierte Erkenntnis) - die Verkündung möglich gewesen wäre vergleiche auch den Verweis auf VwGH 19.10.2004, 2002/03/0202 im zitierten hg. Erkenntnis 2009/02/0205, sowie zu Paragraph 47, Absatz 4, VwGVG 2014 das Erkenntnis VwGH 26.5.2020, Ra 2018/11/0195, mit Verweis auf VwGH 17.4.2020, Ra 2020/04/0029 betreffend die offensichtliche Unmöglichkeit der sofortigen Verkündung; vergleiche zu Paragraph 29, VwGVG 2014 auch VwGH 14.11.2019, Ra 2018/11/0132). Im vorliegenden Fall ist es offensichtlich, dass infolge der erforderlichen Bestimmung des strittigen Verkehrswertes der Grundstücke anhand der Ausführungen der Sachverständigen in der durchgeführten mündlichen Verhandlung eine komplexe Sachlage vorlag, welche die mündliche Verkündung des angefochtenen Erkenntnisses nicht sogleich nach Schluss der mündlichen Verhandlung ermöglichte (Paragraph 29, Absatz 3, Ziffer 2, VwGVG 2014).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2020:RA2020110039.L02

Im RIS seit

30.11.2020

Zuletzt aktualisiert am

30.11.2020

Dokumentnummer

JWR_2020110039_20201029L02