Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2019/09/0011

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

Ra 2019/09/0011

Entscheidungsdatum

20.05.2020

Index

82/04 Apotheken Arzneimittel

Norm

ApKG 2001 §48 Abs2

Beachte


Serie (erledigt im gleichen Sinn):
Ro 2019/09/0013 E 25.05.2020

Rechtssatz

Nach Paragraph 48, Absatz 2, ApKG 2001 hat der Einleitungsbeschluss "die Beschuldigungspunkte bestimmt zu bezeichnen". Damit müssen die einzelnen Fakten im Einleitungsbeschluss bestimmt, dh in den für eine Subsumtion relevanten Einzelheiten umschrieben werden vergleiche VwGH 17.2.2015, Ra 2014/09/0007, VwSlg. 19038 A/2015; VwGH 26.4.2016, Ra 2016/09/0043; 18.12.2012, 2011/09/0124).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2020:RA2019090011.L01

Im RIS seit

11.07.2020

Zuletzt aktualisiert am

11.07.2020

Dokumentnummer

JWR_2019090011_20200520L01

Rechtssatz für Ra 2019/09/0011

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

Ra 2019/09/0011

Entscheidungsdatum

20.05.2020

Index

40/01 Verwaltungsverfahren
63/01 Beamten-Dienstrechtsgesetz
82/04 Apotheken Arzneimittel

Norm

ApKG 2001 §48 Abs2
AVG §59 Abs1
BDG 1979 §123 Abs2
VwGVG 2014 §17
  1. BDG 1979 § 123 heute
  2. BDG 1979 § 123 gültig ab 09.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2019
  3. BDG 1979 § 123 gültig von 01.01.2014 bis 08.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 120/2012
  4. BDG 1979 § 123 gültig von 01.01.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/2011
  5. BDG 1979 § 123 gültig von 29.05.2002 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2002
  6. BDG 1979 § 123 gültig von 01.07.1997 bis 28.05.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/1998
  7. BDG 1979 § 123 gültig von 01.07.1997 bis 30.06.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/1997
  8. BDG 1979 § 123 gültig von 01.01.1985 bis 30.06.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 550/1984
  9. BDG 1979 § 123 gültig von 01.01.1980 bis 31.12.1984

Beachte


Serie (erledigt im gleichen Sinn):
Ro 2019/09/0013 E 25.05.2020

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Ra 2014/09/0007 E 17. Februar 2015 VwSlg 19038 A/2015 RS 4 (hier ohne den letzten Satz)

Stammrechtssatz

Gegenstand und Grundlage eines Disziplinarerkenntnisses dürfen nur die Anschuldigungspunkte sein, die im Einleitungsbeschluss dem Beamten als Dienstpflichtverletzungen zur Last gelegt wurden. Angesichts dieser Bedeutung des Einleitungsbeschlusses für den Gegenstand und die Entscheidungsgrundlagen des Disziplinarerkenntnisses kommt der "bestimmten" Darstellung der Tatsachen, in denen eine Dienstpflichtverletzung erblickt wird, rechtserhebliche Bedeutung zu: Der vorgeworfene Sachverhalt muss der Eigenart der Dienstpflichtverletzung entsprechend substanziiert dargestellt sein, also schlüssig alle Einzelumstände enthalten, die Voraussetzung für die Annahme der Schuld und der Erfüllung des Tatbestandes der vorgeworfenen Dienstpflichtverletzung und für die Strafbemessung sind. Er muss eine so hinreichende Substanziierung enthalten, dass dem Beamten eine sachgerechte Verteidigung möglich und die - an den Inhalt und Umfang der Anschuldigung gebundene - Disziplinarkommission in der Lage ist, den in bestimmter Hinsicht erhobenen Vorwürfen nachzugehen, ohne genötigt zu sein, aus einem allgemeinen Sachverhalt das herauszufiltern, was als konkrete Verletzung der Dienstpflichten in Betracht kommt vergleiche E 27. April 1989, 88/09/0004; E 18. März 1998, 96/09/0145; E 1. Juli 1998, 97/09/0365; E 17. November 2004, 2001/09/0035; E 9. Oktober 2006, 2003/09/0016). Im Hinblick auf diesen Verfahrensgegenstand sind auch die verfahrensrechtlichen Anforderungen an das zur Erlassung eines Einleitungsbeschlusses führende Verfahren zu sehen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2020:RA2019090011.L02

Im RIS seit

11.07.2020

Zuletzt aktualisiert am

11.07.2020

Dokumentnummer

JWR_2019090011_20200520L02