Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 2002/16/0067

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

2002/16/0067

Entscheidungsdatum

24.04.2002

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof

Norm

VwGG §34 Abs1;
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1321/72 B 13. November 1973 RS 1 (hier ohne Klammerausdruck am Schluss)

Stammrechtssatz

Zur Beschwerdeführung an den VwGH ist nur derjenige legitimiert, an den der letztinstanzlichen Bescheid ergangen ist. (hier:

Beschwerde des Hauseigentümers gegen einen an den Hausverwalter gerichteten Bescheid)

Schlagworte

Mangel der Berechtigung zur Erhebung der Beschwerde mangelnde subjektive Rechtsverletzung Grundsätzliches zur Parteistellung vor dem VwGH Allgemein

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2002:2002160067.X01

Im RIS seit

10.10.2002

Zuletzt aktualisiert am

02.04.2014

Dokumentnummer

JWR_2002160067_20020424X01

Rechtssatz für 2002/16/0067

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

2002/16/0067

Entscheidungsdatum

24.04.2002

Index

27/04 Sonstige Rechtspflege

Norm

GEG §9 Abs2;
  1. GEG § 9 heute
  2. GEG § 9 gültig ab 01.10.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2026
  3. GEG § 9 gültig von 01.05.2022 bis 30.09.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  4. GEG § 9 gültig von 01.07.2018 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2017
  5. GEG § 9 gültig von 01.01.2017 bis 30.06.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2016
  6. GEG § 9 gültig von 01.07.2015 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2015
  7. GEG § 9 gültig von 14.01.2015 bis 30.06.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2015
  8. GEG § 9 gültig von 01.01.2014 bis 13.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 190/2013
  9. GEG § 9 gültig von 01.03.2006 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/2006
  10. GEG § 9 gültig von 01.01.2002 bis 28.02.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 131/2001
  11. GEG § 9 gültig von 01.01.2001 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 26/2000
  12. GEG § 9 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  13. GEG § 9 gültig von 01.01.1985 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 501/1984

Rechtssatz

Von der Partei selbst zu vertretende Fehlleistungen stellen keinen Nachlassgrund dar.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2002:2002160067.X02

Im RIS seit

10.10.2002

Zuletzt aktualisiert am

02.04.2014

Dokumentnummer

JWR_2002160067_20020424X02

Entscheidungstext 2002/16/0067

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

2002/16/0067

Entscheidungsdatum

24.04.2002

Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof;
27/04 Sonstige Rechtspflege;

Norm

GEG §9 Abs2;
VwGG §34 Abs1;
  1. GEG § 9 heute
  2. GEG § 9 gültig ab 01.10.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2026
  3. GEG § 9 gültig von 01.05.2022 bis 30.09.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  4. GEG § 9 gültig von 01.07.2018 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2017
  5. GEG § 9 gültig von 01.01.2017 bis 30.06.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2016
  6. GEG § 9 gültig von 01.07.2015 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2015
  7. GEG § 9 gültig von 14.01.2015 bis 30.06.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2015
  8. GEG § 9 gültig von 01.01.2014 bis 13.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 190/2013
  9. GEG § 9 gültig von 01.03.2006 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/2006
  10. GEG § 9 gültig von 01.01.2002 bis 28.02.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 131/2001
  11. GEG § 9 gültig von 01.01.2001 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 26/2000
  12. GEG § 9 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  13. GEG § 9 gültig von 01.01.1985 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 501/1984
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Dr. Waldner und die Hofräte Dr. Steiner und Dr. Fellner als Richter, im Beisein des Schriftführers Mag. Valenta, über die Beschwerde der T  GmbH in W, vertreten durch Dr. Gerhard Renner, Rechtsanwalt in Wien römisch sieben, Mariahilferstraße 76/10, gegen den Bescheid des Präsidenten des OLG Wien vom 15. Jänner 2002, Zl. Jv 51525-33a/01, betreffend Nachlass von Gerichtsgebühren, den Beschluss gefasst:

Spruch

Die Beschwerde wird zurückgewiesen.

Begründung

Aus der Beschwerdeschrift, der beiliegenden Ausfertigung des angefochtenen Bescheides und dem Ergänzungsvorbringen der Beschwerdeführerin ergibt sich folgendes:

Mit Antrag vom 1. Dezember 2001 begehrte der jetzt für die Beschwerdeführerin einschreitende Rechtsanwalt im eigenen Namen den Nachlass von Gerichtsgebühren, die der Beschwerdeführerin in einer Grundbuchssache vorgeschrieben worden waren. Materiell wurde der Antrag damit begründet, dass irrtümlich zwei Pfandrechte eingetragen worden seien.

Die belangte Behörde gab dem Antrag keine Folge, wobei sie ihren Bescheid ausdrücklich an den antragstellenden Rechtsanwalt richtete und in der Begründung (insbesondere durch die auszugsweise wörtliche Wiedergabe des in der "Ich-Form" gehaltenen Antragstextes) klarstellte, dass aus ihrer Sicht der Rechtsanwalt selbst der Nachlasswerber ist. Wörtlich führte die belangte Behörde dazu u.a. folgendes aus: "... Der entscheidende Fehler lag vielmehr beim Nachlasswerber selbst, der den Auftrag seiner Mandantschaft, eine Rangordnung für eine beabsichtigte Verpfändung im Betrag von S 11,5 Mio. zu erwirken, auf Grund der mitübersendeten Pfandbestellungsurkunde dahingehend fehlinterpretierte, darüber hinaus auch die Eintragung eines Pfandrechtes über EUR 835.737,59 zu beantragen. ..."

Gegen diesen Bescheid wendet sich die vorliegende Beschwerde der T GmbH, wobei sie (im Verbesserungsvorbringen) vermeint, der Nachlassantrag sei von ihrem Anwalt "selbstverständlich in Vertretung der Beschwerdeführerin" gestellt worden.

Da die wörtliche Wiedergabe des Antragstextes im angefochtenen Bescheid damit aber nicht in Frage gestellt wird und entgegen dem Verbesserungsvorbringen der Beschwerdeführerin rechtlich davon auszugehen ist, dass nicht sie sondern ihr Rechtsanwalt persönlich der Nachlasswerber war und weil der angefochtene Bescheid auch ausdrücklich nicht an die Beschwerdeführerin, sondern an ihren Rechtsanwalt als Nachlasswerber ergangen ist, mangelt es der Beschwerdeführerin zur Berechtigung zur Beschwerdeführung, weshalb die Beschwerde gemäß Paragraph 34, Absatz eins, VwGG zurückzuweisen ist vergleiche dazu z.B. den erst jüngst ergangenen hg. Beschluss vom 28. Februar 2002, Zl. 2000/16/0385 uva.).

In der Sache selbst ist zu bemerken, dass der Beschwerde ohnehin kein Erfolg beschieden gewesen wäre, weil die Beschwerde inhaltlich weder in Bezug auf die Beschwerdeführerin noch auf ihren Rechtsanwalt zur Darstellung bringt, in welchem konkreten persönlichen Verhältnissen die von Paragraph 9, Absatz 2, GEG für einen Nachlass geforderte "besondere Härte" gelegen wäre vergleiche dazu die bei Tschugguel/Pötscher, MGA7 unter E 53 und 54 zu Paragraph 9, GEG referierte hg. Judikatur) und weil von der Partei selbst zu vertretende Fehlleistungen keinen Nachlassgrund darstellen (siehe dazu insbesondere die bei Tschugguel/Pötscher a.a.O. unter E 76 und 77 zu Paragraph 9, GEG referierte hg. Judikatur).

Mit Rücksicht auf die Zurückweisung der Beschwerde war ein gesonderter Abspruch des Berichters über den Antrag, der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen, entbehrlich.

Wien, am 24. April 2002

Schlagworte

Mangel der Berechtigung zur Erhebung der Beschwerde mangelnde subjektive Rechtsverletzung Grundsätzliches zur Parteistellung vor dem VwGH Allgemein

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2002:2002160067.X00

Im RIS seit

10.10.2002

Zuletzt aktualisiert am

02.04.2014

Dokumentnummer

JWT_2002160067_20020424X00