Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 88/03/0255

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 12898 A/1989

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

88/03/0255

Entscheidungsdatum

12.04.1989

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

VStG §53 Abs4;
VStG §54b Abs2 idF 1987/516 ;
VStG §54b Abs3 idF 1987/516;

Rechtssatz

Legt der Bestrafte in einem Antrag auf Zahlungsaufschub bis zur Haftentlassung und auf Gewährung einer Teilzahlung (in vier Monatsraten) dar, er befinde sich derzeit in Haft und könne deshalb die ihm auferlegte Strafe nicht bezahlen, nach seiner Entlassung werde er bei seiner Mutter in Salzburg oder bei einem Sozialarbeiter in Linz Aufenthalt nehmen, er habe keinen Beruf erlernt, werde sich aber nach seiner Entlassung um eine Beschäftigung umsehen, sei aber nicht in der Lage, sein Ratengesuch zu vergebühren, weil er über kein Bargeld verfüge, so besteht die Annahme, die verhängte Geldstrafe sei uneinbringlich, weil der Bestrafte weder Barmittel noch einen ständigen Wohnsitz oder einen fixen Arbeitsplatz nachweisen konnte, zu Recht.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1988030255.X01

Im RIS seit

11.10.2006

Zuletzt aktualisiert am

18.05.2009

Dokumentnummer

JWR_1988030255_19890412X01

Rechtssatz für 88/03/0255

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 12898 A/1989

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

88/03/0255

Entscheidungsdatum

12.04.1989

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

VStG §53 Abs4;
VStG §54b Abs3 idF 1987/516;
  1. VStG § 53 heute
  2. VStG § 53 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VStG § 53 gültig von 01.09.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2012
  4. VStG § 53 gültig von 05.01.2008 bis 31.08.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 3/2008
  5. VStG § 53 gültig von 01.02.1991 bis 04.01.2008

Rechtssatz

Besteht die Annahme, dass die verhängten Geldstrafen uneinbringlich sind, zu Recht, dann ist es nicht rechtswidrig, dem Antrag auf Aufschub und Teilzahlung nicht stattzugeben (Hinweis E 23.12.1983, 82/02/0124).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1988030255.X02

Im RIS seit

11.10.2006

Zuletzt aktualisiert am

18.05.2009

Dokumentnummer

JWR_1988030255_19890412X02

Rechtssatz für 88/03/0255

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 12898 A/1989

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

88/03/0255

Entscheidungsdatum

12.04.1989

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

VStG §53 Abs2;
VStG §53 Abs4;
VStG §54b Abs3 idF 1987/516;
  1. VStG § 53 heute
  2. VStG § 53 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VStG § 53 gültig von 01.09.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2012
  4. VStG § 53 gültig von 05.01.2008 bis 31.08.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 3/2008
  5. VStG § 53 gültig von 01.02.1991 bis 04.01.2008
  1. VStG § 53 heute
  2. VStG § 53 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VStG § 53 gültig von 01.09.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2012
  4. VStG § 53 gültig von 05.01.2008 bis 31.08.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 3/2008
  5. VStG § 53 gültig von 01.02.1991 bis 04.01.2008

Rechtssatz

Die Verbüßung einer gerichtlichen Haftstrafe stellt keinen triftigen Grund iSd Paragraph 53, Absatz 2, VStG dar (Hinweis E 14.2.1985, 85/02/0128). Außerdem kommt es nach der Rechtslage nach der VStG-Nov BGBl 1987/516 gem Paragraph 54, b Absatz 3, VStG auf die Unzumutbarkeit der Zahlung aus wirtschaftlichen Gründen an.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1989:1988030255.X03

Im RIS seit

11.10.2006

Zuletzt aktualisiert am

18.05.2009

Dokumentnummer

JWR_1988030255_19890412X03