Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 0142/77

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

0142/77

Entscheidungsdatum

30.11.1977

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2665/50 E 14. April 1953 VwSlg 2931 A/1953 RS 4

Stammrechtssatz

Unter der strafrechtlichen Figur des fortgesetzten Deliktes ist eine Reihe von Einzelhandlungen zu verstehen, die vermöge der Gleichartigkeit ihrer Begehungsform und der Ähnlichkeit der äußeren Begleitumstände, verbunden mit der zeitlichen Kontinuität, zu einer Einheit zusammentreten (Hinweis E 9.12.1952, 210/50 und E 19.12.1949, 1059/47 VwSlg 1155 A/1949).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1977:1977000142.X01

Im RIS seit

16.04.2003

Dokumentnummer

JWR_1977000142_19771130X01

Rechtssatz für 0142/77

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

0142/77

Entscheidungsdatum

30.11.1977

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1275/70 E 24. März 1971 VwSlg 7997 A/1971 RS 2

Stammrechtssatz

Die Verwaltungsübertretung der unbefugten Gewerbeausübung ist ein fortgesetztes Delikt. Die Verjährungsfrist ist von dem Zeitpunkt an zu berechnen, an dem die strafbare Tätigkeit abgeschlossen worden ist (Hinweis E 17.6.1958, 2374/56, VwSlg 4705 A/1958).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1977:1977000142.X02

Im RIS seit

16.04.2003

Dokumentnummer

JWR_1977000142_19771130X02

Rechtssatz für 0142/77

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

0142/77

Entscheidungsdatum

30.11.1977

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2374/56 E VS 17. Juni 1958 VwSlg 4705 A/1958 RS 1

Stammrechtssatz

Der Verwaltungsgerichtshof ist entgegen der bisher vertretenen Auffassung der Meinung, daß die rechtliche Gleichstellung eines fortgesetzten Deliktes mit einem einfachen Begehungsdelikt Platz zu greifen hat. Mithin liegt im Falle des fortgesetzten Deliktes nicht nur lediglich eine selbständig strafbare Handlung vor, was die Anwendung des Paragraph 22, Absatz eins, VStG ausschließt, sondern es ist auch die Verjährungsfrist unabhängig davon, wann die strafbare Tätigkeit begonnen hat, iSd Paragraph 31, Abs2 VStG erst von dem Zeitpunkt an zu berechnen, an dem diese abgeschlossen worden ist. Da es sich im vorliegenden Falle um ein fortgesetztes Delikt handelt, konnte unter der Annahme, daß zu diesem Zeitpunkt die strafbare Tätigkeit noch nicht abgeschlossen war, die Bestrafung des Beschwerdeführers wegen eines auch schon vor mehr als drei Monaten gelegenen Verhaltens nicht als rechtswidrig angesehen werden.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1977:1977000142.X03

Im RIS seit

16.04.2003

Dokumentnummer

JWR_1977000142_19771130X03

Rechtssatz für 0142/77

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

0142/77

Entscheidungsdatum

30.11.1977

Index

50/03 Personenbeförderung Güterbeförderung

Norm

GelVerkG §3 Abs1 litb;
GelVerkG §8 Abs2;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2224/71 E 26. April 1972 RS 3

Stammrechtssatz

Ausführungen zur mangelhaften Sachverhaltsermittlung hinsichtlich des vom Bfr begehrten Mietwagengewerbes in der Form des sogenannten "Shuttle-Service" vom Flughafen Schwechat nach Wien und umgekehrt.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1977:1977000142.X04

Im RIS seit

16.04.2003

Dokumentnummer

JWR_1977000142_19771130X04