Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 2157/76

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

2157/76

Entscheidungsdatum

10.03.1977

Index

L22006 Landesbedienstete Steiermark
40/01 Verwaltungsverfahren
63/02 Gehaltsgesetz

Norm

AVG §58 Abs2;
GehG 1956 §30a Abs1 Z3;
LBG Stmk 1974 §2 Abs1;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2158/76 E 10. März 1977 RS 1

Stammrechtssatz

Zur Entscheidung über einen nach Paragraph 2, Absatz eins, Landesbeamtengesetz in Verbindung mit Paragraph 30 a, Absatz eins, Ziffer 3, GG 1956 gestellten Antrag genügt die bloße Bezugnahme auf die Bewertung des Dienstpostens im Normalstellenplan nicht, vielmehr ist die höchste Belastung eines Beamten der betreffenden Dienstklasse in Hinsicht auf die Verantwortung und in Zeit- und mengenmäßiger Hinsicht und die konkrete Belastung des Beschwerdeführers zu prüfen und festzustellen und sind beide Werte einander gegenüberzustellen. Wenn einem formlosen Schreiben einer Behörde die Absicht, mit bindender Wirkung einen Antrag abzuweisen, zu entnehmen ist, ist darin ein Bescheid zu erblicken.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1977:1976002157.X01

Im RIS seit

05.08.2003

Dokumentnummer

JWR_1976002157_19770310X01

Rechtssatz für 2157/76

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

2157/76

Entscheidungsdatum

10.03.1977

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1080/64 E 26. Jänner 1966 VwSlg 6847 A/1966 RS 2

Stammrechtssatz

Wenn auch gemäß Paragraph 58, AVG 1950 Bescheide ausdrücklich als solche zu bezeichnen sind, so kann doch der Willensäußerung einer Verwaltungsbehörde, die ihrem Inhalte nach einen Bescheid darstellt, der Bescheidcharakter nicht deshalb abgesprochen werden, weil sie nicht ausdrücklich als Bescheid bezeichnet ist. Es kann daher auch eine in die Form einer Mitteilung oder Verständigung gekleidete Erledigung einen Bescheid darstellen. (Hinweis auf E VfGH vom 21. Juni 1949, Slg. 1787)

Schlagworte

Bescheidcharakter Bescheidbegriff Formelle Erfordernisse

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1977:1976002157.X02

Im RIS seit

05.08.2003

Dokumentnummer

JWR_1976002157_19770310X02

Rechtssatz für 2157/76

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

2157/76

Entscheidungsdatum

10.03.1977

Index

40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1419/66 B 24. Jänner 1967 VwSlg 7065 A/1967 RS 2

Stammrechtssatz

Dass ein Schreiben nicht als Bescheid bezeichnet ist, schließt seinen Bescheidcharakter nicht aus, wenn sein Inhalt den Bescheidwillen der Behörde erkennen ließe, d.h. den Willen, in einer Angelegenheit der obrigkeitlichen Verwaltung mit einer förmlichen, der Rechtskraft fähigen Weise über ein konkretes Recht oder Rechtsverhältnis des Beschwerdeführers abzusprechen.

Schlagworte

Bescheidcharakter Bescheidbegriff Formelle Erfordernisse

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1977:1976002157.X03

Im RIS seit

05.08.2003

Dokumentnummer

JWR_1976002157_19770310X03

Rechtssatz für 2157/76

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

2157/76

Entscheidungsdatum

10.03.1977

Index

63/02 Gehaltsgesetz

Norm

GehG 1956 §30a Abs1 Z2;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 0131/76 E 1. April 1976 RS 2

Stammrechtssatz

Überblick über die Judikatur des VwGH betreffend die Voraussetzungen und Kriterien für die Zuerkennung einer Verwendungszulage nach Paragraph 30 a, Absatz eins, Ziffer 2, GG 1956.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1977:1976002157.X04

Im RIS seit

05.08.2003

Dokumentnummer

JWR_1976002157_19770310X04

Rechtssatz für 2157/76

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

2157/76

Entscheidungsdatum

10.03.1977

Index

63/02 Gehaltsgesetz

Norm

GehG 1956 §30a Abs1 Z3;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 0653/74 E 17. Juni 1974 RS 4

Stammrechtssatz

Als Maßstab für den "Grad der Verantwortung" kann (Hinweis E 28.3.1974, 0113/74) unter Außerachtlassung von Fällen ganz außergewöhnlichen Charakters nur die höchste tatsächlich vorkommende Belastung eines Beamten gleicher dienstrechtlicher Stellung (Dienstklasse) in beiden Richtungen (höhere Verantwortung und Mehrleistung in zeitlicher und mengenmäßiger Hinsicht) in Betracht kommen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1977:1976002157.X05

Im RIS seit

05.08.2003

Dokumentnummer

JWR_1976002157_19770310X05

Rechtssatz für 2157/76

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

6

Geschäftszahl

2157/76

Entscheidungsdatum

10.03.1977

Index

63/06 Dienstrechtsverfahren

Norm

DVG 1958 §8 impl;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 0174/46 E 21. Mai 1949 VwSlg 839 A/1949 RS 1

Stammrechtssatz

Die Vorschriften über das Parteiengehör und über die Wiederaufnahme des Verfahrens gelten für das Verfahren in Dienstrechtssachen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1977:1976002157.X06

Im RIS seit

05.08.2003

Dokumentnummer

JWR_1976002157_19770310X06

Rechtssatz für 2157/76

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

7

Geschäftszahl

2157/76

Entscheidungsdatum

10.03.1977

Index

40/01 Verwaltungsverfahren
63/06 Dienstrechtsverfahren

Norm

AVG §37;
DVG 1958 §8 Abs2;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2024/70 E 11. März 1971 RS 2

Stammrechtssatz

Paragraph 8, Absatz 2, DVG schränkt das den Parteien des Verwaltungsverfahrens in den Paragraph 37 und Paragraph 45, Absatz 2, AVG 1950 eingeräumte Recht auf Parteiengehör nicht ein. Eine mit den Angaben der Partei im Gegensatz stehende Zeugenaussage ist dieser daher vorzuhalten.

Schlagworte

Parteiengehör

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1977:1976002157.X07

Im RIS seit

05.08.2003

Dokumentnummer

JWR_1976002157_19770310X07