Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 95/10/0108

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 14349 A/1995

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

95/10/0108

Entscheidungsdatum

23.10.1995

Index

L55006 Baumschutz Landschaftsschutz Naturschutz Steiermark
L55056 Nationalpark Biosphärenpark Steiermark
001 Verwaltungsrecht allgemein

Norm

NatSchG Stmk 1976 §21 Abs3;
VwRallg;

Rechtssatz

Paragraph 21, Absatz 3, Stmk NatSchG 1976 normiert unter den dort angeführten Voraussetzungen für den aus der Bewilligung Berechtigten einen Rechtsanspruch auf Fristverlängerung.

Schlagworte

Individuelle Normen und Parteienrechte Rechtsanspruch Antragsrecht Anfechtungsrecht VwRallg9/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1995:1995100108.X01

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

30.01.2017

Dokumentnummer

JWR_1995100108_19951023X01

Rechtssatz für 95/10/0108

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 14349 A/1995

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

95/10/0108

Entscheidungsdatum

23.10.1995

Index

L55006 Baumschutz Landschaftsschutz Naturschutz Steiermark
L55056 Nationalpark Biosphärenpark Steiermark
001 Verwaltungsrecht allgemein
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §68 Abs1;
AVG §68 Abs6;
NatSchG Stmk 1976 §21 Abs3;
VwRallg;

Rechtssatz

Die vom Wortlaut des Paragraph 21, Absatz 3, Stmk NatSchG 1976 und der systematischen Einordnung des Paragraph 21, Absatz 3, Stmk NatSchG 1976 ausgehende Auslegung erlaubt es nicht, die Auffassung, die Anordnung des Paragraph 21, Absatz 3, Stmk NatSchG 1976, wonach die Bauvollendungsfrist ua dann zu verlängern ist, "wenn in der Zwischenzeit die Erteilung einer Bewilligung nicht unzulässig geworden ist", sei dahin zu verstehen, daß eine vollständig neue Prüfung der Voraussetzungen einer naturschutzrechtlichen Bewilligung ohne Bedachtnahme auf den seinerzeit erlassenen Bescheid stattzufinden habe, zu teilen. Schon dem Wortlaut des Paragraph 21, Absatz 3, Stmk NatSchG 1976 ist klar zu entnehmen, daß das Gesetz die Wahrnehmung solcher Versagungsgründe fordert, die nach Erlassung des Bewilligungsbescheides entstanden sind

(argumentum "in der Zwischenzeit ... unzulässig geworden").

Folgt man der Auffassung, es habe eine vollständig neue Prüfung der Voraussetzungen einer naturschutzrechtlichen Bewilligung ohne Bedachnahme auf den seinerzeit erlassenen Bescheid stattzufinden, wäre es dem Projektwerber (im Ergebnis) anheimgestellt, an Stelle einer abgelaufenen Bewilligung eine neue Bewilligung zu erwirken (Hinweis E 13.12.1971, 1687/71, VwSlg 8134 A/1971). Dies kann dem Gesetz aber nicht entnommen werden.

Schlagworte

Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Bindung an den Wortlaut des Gesetzes VwRallg3/2/1 Auslegung Diverses VwRallg3/5 Rechtskraft Umfang der Rechtskraftwirkung Allgemein Bindung der Behörde

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1995:1995100108.X02

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

30.01.2017

Dokumentnummer

JWR_1995100108_19951023X02

Rechtssatz für 95/10/0108

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 14349 A/1995

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

95/10/0108

Entscheidungsdatum

23.10.1995

Index

L55006 Baumschutz Landschaftsschutz Naturschutz Steiermark
L55056 Nationalpark Biosphärenpark Steiermark
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §56;
AVG §68 Abs1;
AVG §68 Abs6;
B-VG Art7 Abs1;
NatSchG Stmk 1976 §21 Abs3;
  1. B-VG Art. 7 heute
  2. B-VG Art. 7 gültig ab 01.08.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 7 gültig von 01.01.2004 bis 31.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 7 gültig von 16.05.1998 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/1998
  5. B-VG Art. 7 gültig von 14.08.1997 bis 15.05.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  6. B-VG Art. 7 gültig von 01.07.1988 bis 13.08.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  7. B-VG Art. 7 gültig von 01.01.1975 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  8. B-VG Art. 7 gültig von 19.12.1945 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  9. B-VG Art. 7 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Rechtssatz

Paragraph 21, Absatz 3, Stmk NatSchG 1976 bezweckt offenbar den Schutz der durch die seinerzeitige Bewilligung erworbenen Rechtsposition unter dem Gesichtspunkt, daß es unbillig wäre, wenn der Planungsaufwand und Bauaufwand, den der Berechtigte zu tragen hatte, zunichte würde, obwohl er die Verzögerung der Bauvollendung nicht verschuldet hat. Ein solches Verständnis der Vorschrift ist auch unter Sachlichkeitsgesichtspunkten geboten. Im öffentlichen Interesse beschränkt das Gesetz diesen Schutz auf jene Fälle, in denen nicht in der Zwischenzeit solche Änderungen der Sachlage oder Rechtslage eingetreten sind, die im Rahmen einer Rechtsentscheidung Gründe für die Versagung einer solchen Bewilligung darstellen. Es ist jedoch kein Anhaltspunkt dafür zu sehen, daß die Fristverlängerung bei veränderter Sachlage und Rechtslage mit der Begründung verweigert werden dürfte, es seien schon seinerzeit die Voraussetzungen einer Bewilligung nicht vorgelegen.

Schlagworte

Maßgebende Rechtslage maßgebender Sachverhalt Rechtskraft Umfang der Rechtskraftwirkung Allgemein Bindung der Behörde

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1995:1995100108.X03

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

30.01.2017

Dokumentnummer

JWR_1995100108_19951023X03

Rechtssatz für 95/10/0108

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 14349 A/1995

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

95/10/0108

Entscheidungsdatum

23.10.1995

Index

L55006 Baumschutz Landschaftsschutz Naturschutz Steiermark
L55056 Nationalpark Biosphärenpark Steiermark
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §56;
AVG §68 Abs1;
AVG §68 Abs6;
NatSchG Stmk 1976 §21 Abs3;

Rechtssatz

Paragraph 21, Absatz 3, Stmk NatSchG 1976 ist dahin auszulegen, daß die Verlängerung der Bauvollendungsfrist (nur) dann zu verweigern ist, wenn nach der Erlassung des Bewilligungsbescheides Änderungen der Rechtslage durch Inkrafttreten von Vorschriften erfolgten, auf deren Grundlage im Rahmen einer Rechtsentscheidung - auch bei unverändertem Sachverhalt - die Bewilligung für das Vorhaben versagt werden müßte. Dem ist der Fall einer solchen Änderung des maßgebichen Sachverhaltes - iSd tatsächlichen Gegebenheiten - gleichzuhalten, daß von der veränderten Sachverhaltsgrundlage ausgehend die Bewilligung nicht erteilt werden dürfte. Hingegen entspräche es nicht dem Gesetz die Verlängerung der Baubeginnsfrist oder Bauvollendungsfrist etwa deshalb zu versagen, weil der Behörde bei im wesentlichen unveränderten tatsächlichen Gegebenheiten nach Erlassung des Bewilligungsbescheides Ermittlungsergebnisse zukamen, die - wären sie bekannt gewesen - sie zur Versagung der Bewilligung hätten veranlassen können. Denn die in Paragraph 21, Absatz 3, Stmk NatSchG 1976 normierte Einrichtung der Fristverlängerung dient nicht dem Zweck, bei unverändertem Sachverhalt und gleicher Rechtslage die Entscheidungsgrundlagen der seinerzeitigen Bewilligung neuerlich zu überprüfen oder sonst eine Abänderung der Entscheidung herbeizuführen, ohne daß die in den Verfahrensvorschriften normierten Voraussetzungen einer Durchbrechung der Rechtskraft vorlägen.

Schlagworte

Maßgebende Rechtslage maßgebender Sachverhalt Rechtskraft Umfang der Rechtskraftwirkung Allgemein Bindung der Behörde

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1995:1995100108.X04

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

30.01.2017

Dokumentnummer

JWR_1995100108_19951023X04

Rechtssatz für 95/10/0108

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 14349 A/1995

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

95/10/0108

Entscheidungsdatum

23.10.1995

Index

L55006 Baumschutz Landschaftsschutz Naturschutz Steiermark
L55056 Nationalpark Biosphärenpark Steiermark
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §56;
AVG §68 Abs1;
AVG §68 Abs6;
NatSchG Stmk 1976 §2 Abs1;
NatSchG Stmk 1976 §21 Abs3;
NatSchG Stmk 1976 §6 Abs7;

Rechtssatz

Die Erteilung einer Bewilligung nach Paragraph 21, Absatz 3, Stmk NatSchG 1976 ist iSd Paragraph 21, Absatz 3, Stmk NatSchG 1976 "in der Zwischenzeit unzulässig geworden", wenn seit der Erlassung des Bewilligungsbescheides Änderungen der Sachlage und Rechtslage erfolgt sind, die bei neuerlicher Beurteilung der Erteilung einer Bewilligung als Versagungsgründe entgegenstünden. Zum relevante Sachverhalt im dargelegten Sinn gehören jene Tatsachen, die Gegenstand des gesetzlichen Tatbestandes sind. Bestimmt sich der Umfang des relevanten Sachverhaltes nach Paragraph 6, Absatz 7, in Verbindung mit Paragraph 2, Absatz eins, Stmk NatSchG 1976, kann die Verlängerung der Bauvollendungsfrist nicht unter Berufung auf zusätzliche planerische Überlegungen, die nicht auf seit der Erlassung des Bewilligungsbescheides geänderten tatsächlichen Gegebenheiten aufbauen, versagt werden, auf Grund derer eine Straßenvariante die in Paragraph 2, Absatz eins, Stmk NatSchG 1976 aufgezählten Interessen weniger beeinträchtige als die bewilligte Trassenführung und der angestrebten Zweck damit auf eine vertretbare andere Weise erreicht werde.

Schlagworte

Maßgebende Rechtslage maßgebender Sachverhalt Rechtskraft Umfang der Rechtskraftwirkung Allgemein Bindung der Behörde

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1995:1995100108.X05

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

30.01.2017

Dokumentnummer

JWR_1995100108_19951023X05

Rechtssatz für 95/10/0108

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 14349 A/1995

Rechtssatznummer

6

Geschäftszahl

95/10/0108

Entscheidungsdatum

23.10.1995

Index

E1E
E1N
E3L E15103020
59/04 EU - EWR

Norm

11992E005 EGV Art5;
11992E189 EGV Art189;
11994N002 EU-Beitrittsvertrag Akte Art2;
11994N166 EU-Beitrittsvertrag Akte Art166;
11994N168 EU-Beitrittsvertrag Akte Art168;
31979L0409 Vogelschutz-RL Art4;
31992L0043 FFH-RL Art23 Abs1;
31992L0043 FFH-RL Art6;
31992L0043 FFH-RL Art7;

Beachte

Besprechung in RdU 1997/1, S 3-11;

Rechtssatz

Regelungen des EU-Beitrittsvertages bzw der Beitrittsakte in Richtung von Übergangsvorschriften, die die Vogelschutz-RL und die Flora-Fauna-Habitat-RL erfassen, bestehen nicht. Es ist daher davon auszugehen, daß diese jenem Rechtsbestand der Gemeinschaft angehören, auf die die neuen Mitgliedstaaten vom Beitrittstag an Bedacht zu nehmen haben (Hinweis: Erläuterungen zum Vertrag über den Beitritt zur Europäischen Union und zur Schlußakte, 11 der Blg NR neunzehnte Gesetzgebungsperiode 409).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1995:1995100108.X06

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

30.01.2017

Dokumentnummer

JWR_1995100108_19951023X06

Rechtssatz für 95/10/0108

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 14349 A/1995

Rechtssatznummer

7

Geschäftszahl

95/10/0108

Entscheidungsdatum

23.10.1995

Index

E000 EU- Recht allgemein
E1E

Norm

11992E189 EGV Art189;
EURallg;

Rechtssatz

Richtlinien iSd Artikel 189, Absatz 3, EGV bedürfen der Umsetzung in nationales Recht durch innerstaatliche Rechtsakte.

Schlagworte

Gemeinschaftsrecht Richtlinie Umsetzungspflicht EURallg4/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1995:1995100108.X07

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

30.01.2017

Dokumentnummer

JWR_1995100108_19951023X07

Rechtssatz für 95/10/0108

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 14349 A/1995

Rechtssatznummer

8

Geschäftszahl

95/10/0108

Entscheidungsdatum

23.10.1995

Index

E000 EU- Recht allgemein
E1E
E6J
001 Verwaltungsrecht allgemein

Norm

11992E005 EGV Art5;
11992E189 EGV Art189;
61983CJ0014 Sabine von Colson und Elisabeth Kamann VORAB;
61988CJ0103 Fratelli Costanzo Spa VORAB;
EURallg;
VwRallg;

Beachte

Besprechung in RdU 1997/1, S 3-11;

Rechtssatz

Die sich aus einer Richtlinie ergebende Verpflichtung der Mitgliedstaaten, das in dieser vorgesehene Ziel zu erreichen, sowie die Pflicht der Mitgliedstaaten gemäß Paragraph 5, EGV, alle zur Erfüllung dieser Verpflichtung geeigneten Maßnahmen allgemeiner oder besonderer Art zu treffen, obliegt allen Trägern öffentlicher Gewalt in den Mitgliedstaaten. Daraus folgt, daß das nationale Gericht (und auch die Verwaltungsbehörde: Hinweis Urteil EuGH 22.6.1989, EuGH Slg 1989, S 1861) bei der Anwendung des nationalen Rechts, insbesondere auch eines speziell zur Durchführung einer Richtlinie erlassenden Gesetzes, dieses nationale Recht im Lichte des Wortlautes und des Zweckes der Richtlinie auszulegen hat, um das in Artikel 189, Absatz 3, EGV genannte Ziel zu erreichen (Hinweis Urteil EuGH 10.4.1984, EuGH Slg 1984, S 1891; Ress, Die richtlinienkonforme "Interpretation" innerstaatlichen Rechts, DÖV 1994, 489; Jarass, Richtlinienkonforme bzw EG-rechtskonforme Auslegung nationalen Rechts, EuR 1991, 211 ff).

Gerichtsentscheidung

EuGH 688J0103 Fratelli Costanzo Spa VORAB;
EuGH 683J0014 Sabine Von Colson und Elisabeth Kamann VORAB;

Schlagworte

Auslegung Allgemein authentische Interpretation VwRallg3/1 Gemeinschaftsrecht Richtlinie richtlinienkonforme Auslegung des innerstaatlichen Rechts EURallg4/3 Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2 Auslegung Diverses VwRallg3/5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1995:1995100108.X08

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

30.01.2017

Dokumentnummer

JWR_1995100108_19951023X08

Rechtssatz für 95/10/0108

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 14349 A/1995

Rechtssatznummer

9

Geschäftszahl

95/10/0108

Entscheidungsdatum

23.10.1995

Index

E000 EU- Recht allgemein
E1E
E6J
001 Verwaltungsrecht allgemein

Norm

11992E005 EGV Art5;
11992E189 EGV Art189;
61983CJ0014 Sabine von Colson und Elisabeth Kamann VORAB;
61987CJ0031 Gebroeders Beentjes VORAB;
EURallg;
VwRallg;

Beachte

Besprechung in RdU 1997/1, S 3-11;

Rechtssatz

Die Pflicht zur richlinienkonformen Interpretation besteht auch dann, wenn die Voraussetzungen der unmittelbaren Wirkung der Richtlinie nicht vorliegen (Hinweis EuGH Slg 1984, S 1891, EuGH Slg 1988, S 4636; Jarass, Voraussetzungen der innerstaatlichen Wirkung des EG-Rechts, NJW 1990, 2420).

Gerichtsentscheidung

EuGH 687J0031 Gebroeders Beentjes VORAB;
EuGH 683J0014 Sabine Von Colson und Elisabeth Kamann VORAB;

Schlagworte

Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Bindung an den Wortlaut des Gesetzes VwRallg3/2/1 Auslegung Allgemein authentische Interpretation VwRallg3/1 Gemeinschaftsrecht Richtlinie richtlinienkonforme Auslegung des innerstaatlichen Rechts EURallg4/3 Auslegung Diverses VwRallg3/5 Gemeinschaftsrecht Richtlinie unmittelbare Anwendung EURallg4/1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1995:1995100108.X09

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

30.01.2017

Dokumentnummer

JWR_1995100108_19951023X09

Rechtssatz für 95/10/0108

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 14349 A/1995

Rechtssatznummer

10

Geschäftszahl

95/10/0108

Entscheidungsdatum

23.10.1995

Index

E000 EU- Recht allgemein
E1E
E6J
001 Verwaltungsrecht allgemein

Norm

11992E005 EGV Art5;
11992E189 EGV Art189;
61983CJ0014 Sabine von Colson und Elisabeth Kamann VORAB;
61986CJ0080 Kolpinghuis Nijmegen VORAB;
EURallg;
VwRallg;

Beachte

Besprechung in RdU 1997/1, S 3-11;

Rechtssatz

Die richtlinienkonforme Interpretation kommt nur insoweit in Betracht, als das nationale Recht dem Rechtsanwender einen Spielraum einräumt. Die richlinienkonforme Auslegung wird durch die nationalen Auslegungsregeln begrenzt. Die Entscheidung darüber, was die nationalen Auslegungsregeln zulassen, liegt allein in der Kompetenz der nationalen Gerichte bzw Rechtsanwender (Hinweis EuGH Slg 1984, S 1891 und EuGH Slg 1987, S 3969).

Gerichtsentscheidung

EuGH 683J0014 Sabine Von Colson und Elisabeth Kamann VORAB;
EuGH 686J0080 Kolpinghuis Nijmegen VORAB;

Schlagworte

Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden VwRallg3/2 Gemeinschaftsrecht Richtlinie richtlinienkonforme Auslegung des innerstaatlichen Rechts EURallg4/3 Auslegung Diverses VwRallg3/5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1995:1995100108.X10

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

30.01.2017

Dokumentnummer

JWR_1995100108_19951023X10

Rechtssatz für 95/10/0108

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 14349 A/1995

Rechtssatznummer

11

Geschäftszahl

95/10/0108

Entscheidungsdatum

23.10.1995

Index

E000 EU- Recht allgemein
E1E
001 Verwaltungsrecht allgemein

Norm

11992E005 EGV Art5;
11992E189 EGV Art189;
EURallg;
VwRallg;

Beachte

Besprechung in RdU 1997/1, S 3-11;

Rechtssatz

Einer nach Wortlaut und Sinn eindeutigen nationalen Regelung darf im Wege der richtlinienkonformen Interpretation kein entgegengesetzter Sinn verliehen werden. Die richtlinienkonforme Interpretation darf den normativen Gehalt der nationalen Regelung nicht grundlegend neu bestimmen; mit Hilfe der richtlinienkonformen Interpretation können daher im nationalen Recht keine neuen Institute geschaffen werden (Hinweis: Jarass, Richtlinienkonforme bzw EG-rechtskonforme Auslegung nationalen Rechts, EuR 1991, S 218).

Schlagworte

Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Bindung an den Wortlaut des Gesetzes VwRallg3/2/1 Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden VwRallg3/2 Gemeinschaftsrecht Richtlinie richtlinienkonforme Auslegung des innerstaatlichen Rechts EURallg4/3 Auslegung Diverses VwRallg3/5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1995:1995100108.X11

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

30.01.2017

Dokumentnummer

JWR_1995100108_19951023X11

Rechtssatz für 95/10/0108

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 14349 A/1995

Rechtssatznummer

12

Geschäftszahl

95/10/0108

Entscheidungsdatum

23.10.1995

Index

E000 EU- Recht allgemein
E1E
E6J
001 Verwaltungsrecht allgemein

Norm

11992E005 EGV Art5;
11992E189 EGV Art189;
61981CJ0008 Ursula Becker VORAB;
61988CJ0103 Fratelli Costanzo Spa VORAB;
EURallg;
VwRallg;

Beachte

Besprechung in RdU 1997/1, S 3-11;

Rechtssatz

Ein Mitgliedsstaat, der die in einer Richtlinie vorgeschriebenen Durchführungsmaßnahmen nicht fristgerecht erlassen hat, kann dem einzelnen nicht entgegenhalten, daß er die aus dieser Richtlinie erwachsenen Verpflichtungen nicht erfüllt hat (Hinweis L 1982, S 53). Die einzelnen können sich daher in all den Fällen, in denen Bestimmungen einer Richtlinie inhaltlich als unbedingt und hinreichend genau erscheinen, gegenüber dem Staat auf diese Bestimmungen berufen, wenn dieser die Richtlinie nicht fristgerecht oder nur unzulänglich in innerstaatliches Recht umgesetzt hat (Hinweis Jarass, Voraussetzungen der innnerstaatlichen Wirkung des EG-Rechts, NJW 1990, S 2422, FN 43; Fischer, Zur unmittelbaren Anwendbarkeit von EG-Richtlinien in der öffentlichen Verwaltung NVwZ 1992, S 635; Winter, Direktwirkung von EG-Richtlinien, DVBl 1991, S 657). Sind diese Voraussetzungen erfüllt, sind alle Träger der Verwaltung verpflichtet, die Bestimmungen einer Richtlinie anzuwenden (Hinweis RS 103/88, EuGH Slg 1989, S 1861).

Gerichtsentscheidung

EuGH 681J0008 Ursula Becker VORAB;
EuGH 688J0103 Fratelli Costanzo Spa VORAB;

Schlagworte

Anzuwendendes Recht Maßgebende Rechtslage VwRallg2 Gemeinschaftsrecht Richtlinie Umsetzungspflicht EURallg4/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1995:1995100108.X12

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

30.01.2017

Dokumentnummer

JWR_1995100108_19951023X12

Rechtssatz für 95/10/0108

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 14349 A/1995

Rechtssatznummer

13

Geschäftszahl

95/10/0108

Entscheidungsdatum

23.10.1995

Index

E000 EU- Recht allgemein
E1E
E1N
E3L E15103020
001 Verwaltungsrecht allgemein
59/04 EU - EWR

Norm

11992E005 EGV Art5;
11992E189 EGV Art189;
11994N002 EU-Beitrittsvertrag Akte Art2;
11994N166 EU-Beitrittsvertrag Akte Art166;
11994N168 EU-Beitrittsvertrag Akte Art168;
31992L0043 FFH-RL Art23 Abs1;
EURallg;
VwRallg;

Rechtssatz

Die Umsetzungsfrist des Artikel 23, Absatz eins, Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie ist für die Mitgliedstaaten am 5.6.1994 abgelaufen. Mangels einer Übergangsregelung ist davon auszugehen, daß die Umsetzungsverpflichtung für die Republik Österreich mit dem Tag des Beitrittes zu den EG entstand (Hinweis Erläuterungen, 11 der Blg Nr neunzehnte Gesetzgebungsperiode 415 Abschnitt römisch acht lit E).

Schlagworte

Anzuwendendes Recht Maßgebende Rechtslage VwRallg2 Gemeinschaftsrecht Richtlinie Umsetzungspflicht EURallg4/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1995:1995100108.X13

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

30.01.2017

Dokumentnummer

JWR_1995100108_19951023X13

Rechtssatz für 95/10/0108

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 14349 A/1995

Rechtssatznummer

14

Geschäftszahl

95/10/0108

Entscheidungsdatum

23.10.1995

Index

E3L E15103020

Norm

31992L0043 FFH-RL Art4 Abs1;
31992L0043 FFH-RL Art6 Abs2;
31992L0043 FFH-RL Art6 Abs3;
31992L0043 FFH-RL Art6 Abs4;

Beachte

Besprechung in RdU 1997/1, S 3-11;

Rechtssatz

Der Anwendungsbereich des Artikel 6, Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie ist auf solche Gebiete beschränkt, die iSd Artikel 4, Absatz eins, Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie von den Mitgliedstaaten (von hier nicht vorliegenden Ausnahmsfällen des Artikel 5, Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie abgesehen) in der der Kommission vorgelegten Liste ausgewiesen und von der Kommission im Einvernehmen mit den Mitgliedstaaten nach Stellungnahme des Habitatausschusses in die "Liste der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung" aufgenommen wurden. Nur Gebiete, auf die sich die soeben dargelegten Vorgänge bezogen haben, stehen unter dem Schutz des Artikel 6, Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie; alle anderen (bestehenden oder noch einzurichtenden) Schutzgebiete unterliegen nur den innerstaatlichen Regelungen (Hinweis Freytag/Iven, Gemeinschaftsrechtliche Vorgaben für den nationalen Habitatschutz, NuR 1995, S 111).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1995:1995100108.X14

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

30.01.2017

Dokumentnummer

JWR_1995100108_19951023X14

Rechtssatz für 95/10/0108

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 14349 A/1995

Rechtssatznummer

15

Geschäftszahl

95/10/0108

Entscheidungsdatum

23.10.1995

Index

E000 EU- Recht allgemein
E1E
E3L E15103020
001 Verwaltungsrecht allgemein

Norm

11992E005 EGV Art5;
11992E189 EGV Art189;
31992L0043 FFH-RL Art23 Abs1;
31992L0043 FFH-RL Art4 Abs1;
31992L0043 FFH-RL Art6;
EURallg;
VwRallg;

Beachte

Besprechung in RdU 1997/1, S 3-11;

Rechtssatz

Nach Artikel 4, Absatz eins, erster und fünfter Satz Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie sind die von den Mitgliedstaaten auszuweisenden Gebiete der Kommission binnen drei Jahren nach der Bekanntgabe dieser Richtlinie bekannzugeben. Diese Frist endete für die Mitgliedstaaten somit nicht vor dem 5.6.1995. Liegt der für die Prüfung des Bescheides durch den VwGH maßgebliche Tag der Erlassung des Bescheides vor diesem Zeitpunkt kann somit schon mangels Ablaufes der Frist zur Bekanntgabe von Gebieten iSd Artikel 4, Absatz eins, Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie kein Umsetzungsdefizit in Ansehung der Ausweisung von Schutzgebieten vorliegen. Ein Verstoß gegen die Umsetzungsverpflichtung als Voraussetzung der unmittelbaren Wirkung der Richtlinie liegt somit schon unter diesem Gesichtspunkt nicht vor.

Schlagworte

Anzuwendendes Recht Maßgebende Rechtslage VwRallg2 Gemeinschaftsrecht Richtlinie Umsetzungspflicht EURallg4/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1995:1995100108.X15

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

30.01.2017

Dokumentnummer

JWR_1995100108_19951023X15

Rechtssatz für 95/10/0108

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 14349 A/1995

Rechtssatznummer

16

Geschäftszahl

95/10/0108

Entscheidungsdatum

23.10.1995

Index

E000 EU- Recht allgemein
E1E
E3L E15103020
L55006 Baumschutz Landschaftsschutz Naturschutz Steiermark
L55056 Nationalpark Biosphärenpark Steiermark
001 Verwaltungsrecht allgemein

Norm

11992E005 EGV Art5;
11992E189 EGV Art189;
31992L0043 FFH-RL Art23;
31992L0043 FFH-RL Art4;
31992L0043 FFH-RL Art6;
EURallg;
NatSchG Stmk 1976 §21 Abs3;
VwRallg;

Beachte

Besprechung in RdU 1997/1, S 3-11;

Rechtssatz

Der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie kommt im Beschwerdefall keine unmittelbare Wirkung zu. Das Ergebnis, es sei im Hinblick auf die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie die Erteilung der Bewilligung nach Paragraph 21, Absatz 3, Stmk NatSchG 1976 "in der Zwischenzeit unzulässig geworden", kann auch mit Hilfe der richtlinienkonformen Interpretation, die einer nach Wortlaut und Sinn eindeutigen nationalen Regelung keinen entgegengesetzten Sinn verleihen darf, nicht erzielt werden; denn auch mit Hilfe der richtlinienkonformen Interpretation kann keiner Vorschrift des innerstaatlichen Rechts die Bedeutung eines Versagungsgrundes beigelegt werden.

Schlagworte

Auslegung Allgemein authentische Interpretation VwRallg3/1 Gemeinschaftsrecht Richtlinie richtlinienkonforme Auslegung des innerstaatlichen Rechts EURallg4/3 Auslegung Diverses VwRallg3/5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1995:1995100108.X16

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

30.01.2017

Dokumentnummer

JWR_1995100108_19951023X16

Rechtssatz für 95/10/0108

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 14349 A/1995

Rechtssatznummer

17

Geschäftszahl

95/10/0108

Entscheidungsdatum

23.10.1995

Index

E000 EU- Recht allgemein
E1E
E3L E15103020
E6J
001 Verwaltungsrecht allgemein

Norm

11992E005 EGV Art5;
11992E189 EGV Art189;
31979L0409 Vogelschutz-RL Art4 Abs1;
31979L0409 Vogelschutz-RL Art4 Abs2;
31979L0409 Vogelschutz-RL Art4 Abs3;
31979L0409 Vogelschutz-RL Art4 Abs4;
31992L0043 FFH-RL Art6;
31992L0043 FFH-RL Art7;
61989CJ0334 Kommission / Italien;
61990CJ0355 Kommission / Spanien;
EURallg;
VwRallg;

Beachte

Besprechung in RdU 1997/1, S 3-11;

Rechtssatz

Ein Mitgliedstaat hat die Verpflichtungen, die ihm nach Artikel 4, Absatz eins und Artikel 4, Absatz 2, Vogelschutz-Richtlinie obliegen, nicht erfüllt, wenn er die Deklarierung des fraglichen Gebietes - das die Vorausstzungen für eine Ausweisung als besonderes Schutzgebiet erfüllt - als besonderes Schutzgebiet unterlassen und keine geeigneten Maßnahmen zur Verhinderung der Verschmutzung oder Beeinträchtigung der Lebensräume dieses Gebietes getroffen hat (Hinweis: Urteil EuGH 2.8.1993, NuR 1994, S 521 und EuGH Slg 1991, S 93). Einer Verwaltungsbehörde kommt es aber im Rahmen ihrer Zuständigkeit nicht zu, Schutzvorschriften (hier: Artikel 6, Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie), deren Anwendbarkeit unter räumlichen Gesichtspunkten die Ausweisung als Schutzgebiet nach Artikel 4, Vogelschutz-Richtlinie in einem besonderen Verfahren unter Befassung von innerstaatlichen Organen und Gemeinschaftsorganen voraussetzt, auch dann unmittelbar anzuwenden, wenn eine solche formelle Ausweisung nicht erfolgte.

Gerichtsentscheidung

EuGH 690J0355 Erhaltung der wildlebenden Vogelarten
Schutzgebiete;
EuGH 689J0334 Erhaltung der wildlebenden Vogelarten;

Schlagworte

Anzuwendendes Recht Maßgebende Rechtslage VwRallg2 Gemeinschaftsrecht Richtlinie richtlinienkonforme Auslegung des innerstaatlichen Rechts EURallg4/3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1995:1995100108.X17

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

30.01.2017

Dokumentnummer

JWR_1995100108_19951023X17

Rechtssatz für 95/10/0108

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 14349 A/1995

Rechtssatznummer

18

Geschäftszahl

95/10/0108

Entscheidungsdatum

23.10.1995

Index

E3L E15103020
L55006 Baumschutz Landschaftsschutz Naturschutz Steiermark
L55056 Nationalpark Biosphärenpark Steiermark

Norm

31979L0409 Vogelschutz-RL Art4;
31992L0043 FFH-RL Art6 Abs4;
31992L0043 FFH-RL Art7;
NatSchG Stmk 1976 §21 Abs3;

Beachte

Besprechung in RdU 1997/1, S 3-11;

Rechtssatz

Artikel 6, Absatz 4, Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie gestattet eine Zustimmung des Mitgliedstaates zu bestimmten Vorhaben auf der Grundlage einer Interessenabwägung. Regelungen, die die Bewilligung von Vorhaben in Schutzgebieten ausnahmslos untersagen, enthält die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie nicht.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1995:1995100108.X18

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

30.01.2017

Dokumentnummer

JWR_1995100108_19951023X18

Rechtssatz für 95/10/0108

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 14349 A/1995

Rechtssatznummer

19

Geschäftszahl

95/10/0108

Entscheidungsdatum

23.10.1995

Index

E3L E15103020
L55006 Baumschutz Landschaftsschutz Naturschutz Steiermark
L55056 Nationalpark Biosphärenpark Steiermark
001 Verwaltungsrecht allgemein

Norm

31979L0409 Vogelschutz-RL Art4;
31992L0043 FFH-RL Art6 Abs4;
31992L0043 FFH-RL Art7;
NatSchG Stmk 1976 §21 Abs3;
VwRallg;

Beachte

Besprechung in RdU 1997/1, S 3-11;

Rechtssatz

Die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie enthält keine Regelungen, die die Voraussetzungen der Verlängerung einer Bauvollendungsfrist in Fällen betreffen, in denen einem Vorhaben vor Erlassung der Richtlinie bzw dem Entstehen der Umsetzungsverpflichtung zugestimmt worden war.

Schlagworte

Rechtsgrundsätze Fristen VwRallg6/5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1995:1995100108.X19

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

30.01.2017

Dokumentnummer

JWR_1995100108_19951023X19