Begleitende Dokumente
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Hauptdokument
Kurztitel
Begrenzung von Abwasseremissionen aus Krankenanstalten, Pflegeanstalten, Kuranstalten und Heilbädern
Typ
V
§/Artikel/Anlage
Anl. 1
Inkrafttretensdatum
24.05.2019
Außerkrafttretensdatum
Abkürzung
AEV Medizinischer Bereich
Index
81/01 Wasserrechtsgesetz 1959
Text
Anhang A
Emissionsbegrenzungen gemäß § 1 Abs. 1 (Medizinischer Bereich allgemein)Emissionsbegrenzungen gemäß Paragraph eins, Absatz eins, (Medizinischer Bereich allgemein)
| | I)römisch eins) | II)römisch zwei) |
| | Anforderungen an | Anforderungen an |
| | Einleitungen in | Einleitungen in |
| | ein Fließgewässer | eine öffentliche |
| | | Kanalisation |
A 1 | Allgemeine Parameter | | |
1. | Temperatur | 30 °C | 35 °C |
2. | Toxizität | | |
2.1 | Algentoxizität GA | 8 | a) |
2.2 | Bakterientoxizität | | |
| GL | 4 | a) |
2.3 | Daphnientoxizität | | |
| GD | 4 | a) |
2.4 | Fischeitoxizität GF,Ei | 2 | a) |
| b) | | |
3. | Absetzbare | 0,3 ml/l | 10 ml/l |
| Stoffe | | d) |
| c) | | |
4. | pH-Wert | 6,5-8,5 | 6,5-9,5 |
A 2 | Anorganische Parameter | | |
5. | Kupfer | 0,5 mg/l | 0,5 mg/l |
| ber. als Cu | | |
6. | Quecksilber | 0,01 mg/l | 0,01 mg/l |
| ber. als Hg | | |
7. | Silber | 0,1 mg/l | 0,1 mg/l |
| ber. als Ag | | |
8. | Zink | 2,0 mg/l | 2,0 mg/l |
| ber. als Zn | | |
10. | Freies Chlor | e) | 0,3 mg/l |
| ber. als Cl2 | | f) |
11. | Gesamtchlor | g) | 0,6 mg/l |
| ber. als Cl2 | | f) |
12. | Ammonium | 10 mg/l | i) |
| ber. als N | h) | |
13. | Gesamter geb. | 25 mg/l | - |
| Stickstoff TNb | k) | |
| ber. als N | | |
| j) | | |
14. | Phosphor - Gesamt | 1,5 mg/l | - |
| ber. als P | l) | |
A 3 | Organische Parameter | | |
15. | Gesamter org. geb. | 30 mg/l | - |
| Kohlenstoff TOC | | |
| ber. als C | | |
16. | Chemischer | 90 mg/l | - |
| Sauerstoffbedarf CSB | | |
| ber. als O2 | | |
17. | Biochemischer | 25 mg/l | - |
| Sauerstoffbedarf | | |
| BSB5 ber. als | | |
| O2 | | |
18. | Adsorbierbare org. | 1,0 mg/l | 1,0 mg/l |
| geb. Halogene AOX | | m) |
| ber. als Cl | | |
19. | Schwerflüchtige | 10 mg/l | 250 mg/l |
| lipophile Stoffe | | o) |
| n) | | |
20. | Phenolindex | 0,1 mg/l | 10 mg/l |
| ber. als Phenol | | |
21. | Summe der anion. | 1,0 mg/l | p) |
| und nichtion. Tenside | | |
22. | Summe der flüchtigen | 0,1 mg/l | 0,1 mg/l |
| aromatischen | | |
| Kohlenwasserstoffe | | |
| Benzol, Toluol, Xylole | | |
| und Ethylbenzol BTXE | | |
| | | |
Eine Einleitung gemäß § 1 Abs. 1 darf keine Beeinträchtigung der biologischen Abbauvorgänge in der öffentlichen Abwasserreinigungsanlage verursachen (sh. AAEV Anhang A).Eine Einleitung gemäß Paragraph eins, Absatz eins, darf keine Beeinträchtigung der biologischen Abbauvorgänge in der öffentlichen Abwasserreinigungsanlage verursachen (sh. AAEV Anhang A).
Der Parameter Fischeitoxizität GF,Ei ist im Rahmen der Fremdüberwachung gemäß § 4 Abs. 3 bei begründetem Verdacht oder konkretem Hinweis der fließgewässerschädigenden Wirkung einer Abwassereinleitung, nicht jedoch im Rahmen der Eigenüberwachung gemäß § 4 Abs. 2 einzusetzen.Der Parameter Fischeitoxizität GF,Ei ist im Rahmen der Fremdüberwachung gemäß Paragraph 4, Absatz 3, bei begründetem Verdacht oder konkretem Hinweis der fließgewässerschädigenden Wirkung einer Abwassereinleitung, nicht jedoch im Rahmen der Eigenüberwachung gemäß Paragraph 4, Absatz 2, einzusetzen.
Die Festlegung für den Parameter Absetzbare Stoffe erübrigt eine Festlegung für den Parameter Abfiltrierbare Stoffe.
Im Einzelfall ist eine höhere Emissionsbegrenzung zulässig, wenn sichergestellt ist, dass es nicht zur Ausbildung von Ablagerungen in der öffentlichen Kanalisation oder in der öffentlichen Abwasserreinigungsanlage auf Grund einer Einleitung gemäß § 1 Abs. 1 kommt, die den Betrieb der Kanalisations- oder Abwasserreinigungsanlage stören.Im Einzelfall ist eine höhere Emissionsbegrenzung zulässig, wenn sichergestellt ist, dass es nicht zur Ausbildung von Ablagerungen in der öffentlichen Kanalisation oder in der öffentlichen Abwasserreinigungsanlage auf Grund einer Einleitung gemäß Paragraph eins, Absatz eins, kommt, die den Betrieb der Kanalisations- oder Abwasserreinigungsanlage stören.
Freies Chlor darf im Abwasser gemäß § 1 Abs. 1 nicht nachweisbar sein.Freies Chlor darf im Abwasser gemäß Paragraph eins, Absatz eins, nicht nachweisbar sein.
Im begründeten Einzelfall (zB bei seuchenhygienischem Erfordernis in einer Einrichtung gemäß § 1 Abs. 3) ist eine höhere Emissionsbegrenzung zulässig, sofern sichergestellt ist, dass es zu keinen Beeinträchtigungen des Betriebes der öffentlichen Kanalisations- oder Abwasserreinigungsanlage kommt.Im begründeten Einzelfall (zB bei seuchenhygienischem Erfordernis in einer Einrichtung gemäß Paragraph eins, Absatz 3,) ist eine höhere Emissionsbegrenzung zulässig, sofern sichergestellt ist, dass es zu keinen Beeinträchtigungen des Betriebes der öffentlichen Kanalisations- oder Abwasserreinigungsanlage kommt.
Gesamtchlor darf im Abwasser gemäß § 1 Abs. 1 nicht nachweisbar sein.Gesamtchlor darf im Abwasser gemäß Paragraph eins, Absatz eins, nicht nachweisbar sein.
Die Emissionsbegrenzung gilt bei einer Abwassertemperatur größer als 12 °C im Ablauf der biologischen Stufe der Abwasserreinigungsanlage. Bei diskontinuierlicher Temperaturmessung gilt die Abwassertemperatur von 12 °C als unterschritten, wenn bei fünf gleichmäßig über einen Tag verteilten Temperaturmessungen mehr als ein Messwert nicht größer ist als 12 °C. Bei kontinuierlicher Temperaturmessung gilt die Abwassertemperatur von 12 °C als unterschritten, wenn der arithmetische Mittelwert der Abwassertemperatur eines Tages nicht größer ist als 12 °C.
Die Emissionsbegrenzung ist im Einzelfall bei Korrosionsgefahr für zementgebundene Werkstoffe im Bereich der öffentlichen Kanalisations- oder Abwasserreinigungsanlage festzulegen (technische Norm betreffend „Ausführung von Kanalanlagen“ gemäß Anlage A Abschnitt IV der MVW).Die Emissionsbegrenzung ist im Einzelfall bei Korrosionsgefahr für zementgebundene Werkstoffe im Bereich der öffentlichen Kanalisations- oder Abwasserreinigungsanlage festzulegen (technische Norm betreffend „Ausführung von Kanalanlagen“ gemäß Anlage A Abschnitt römisch vier der MVW).
Summe von Org. geb. Stickstoff, Ammonium-Stickstoff, Nitrit-Stickstoff und Nitrat-Stickstoff.
Die Emissionsbegrenzung ist vorzuschreiben, wenn der wasserrechtlichen Bewilligung für die Abwasserreinigungsanlage eine maximale Tageszulauffracht des ungereinigten Abwassers von größer als 55 Kilogramm TNb zugrundeliegt; sie gilt bei einer Abwassertemperatur größer als 12 °C im Ablauf der biologischen Stufe der Abwasserreinigungsanlage (wie Fußnote h).
Die Emissionsbegrenzung ist vorzuschreiben, wenn der wasserrechtlichen Bewilligung für die Abwasserreinigungsanlage eine maximale Tageszulauffracht des ungereinigten Abwassers von größer als 2,5 Kilogramm Phosphor-Gesamt zugrunde liegt; für eine maximale Tageszulauffracht des ungereinigten Abwassers von nicht größer als 2,5 kg Phosphor-Gesamt ist die Vorschreibung einer Emissionsbegrenzung nicht erforderlich.
Bei Einsatz halogenorganischer Röntgenkontrastmittel in einer Einrichtung gemäß § 1 Abs. 3 Z 1 gilt eine Emissionsbegrenzung von 10 mg/l.Bei Einsatz halogenorganischer Röntgenkontrastmittel in einer Einrichtung gemäß Paragraph eins, Absatz 3, Ziffer eins, gilt eine Emissionsbegrenzung von 10 mg/l.
Die Vorschreibung der Emissionsbegrenzung ist nur erforderlich, wenn in einer Einrichtung gemäß § 1 Abs. 3 ein Küchenbetrieb erfolgt.Die Vorschreibung der Emissionsbegrenzung ist nur erforderlich, wenn in einer Einrichtung gemäß Paragraph eins, Absatz 3, ein Küchenbetrieb erfolgt.
Die Emissionsbegrenzung ist im Abwasserteilstrom aus dem Küchenbetrieb vor Vermischung mit sonstigem (Ab-)Wasser einzuhalten.
Eine Einleitung gemäß § 1 Abs. 1 darf keine Störungen des Betriebes der öffentliche Abwasserreinigungsanlage (zB durch Bildung von Schaum- oder Schwimmschlammdecken, Beeinträchtigung der biologischen Abbauvorgänge) verursachen.Eine Einleitung gemäß Paragraph eins, Absatz eins, darf keine Störungen des Betriebes der öffentliche Abwasserreinigungsanlage (zB durch Bildung von Schaum- oder Schwimmschlammdecken, Beeinträchtigung der biologischen Abbauvorgänge) verursachen.
Schlagworte
Kanalisationsanlage, Schaumdecke
Im RIS seit
07.06.2019
Zuletzt aktualisiert am
11.11.2025
Gesetzesnummer
20002741
Dokumentnummer
NOR40214942