Bundesrecht konsolidiert

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Suchtgiftverordnung § 8

Diese Fassung ist nicht aktuell

Kurztitel

Suchtgiftverordnung

Kundmachungsorgan

BGBl. II Nr. 374/1997

Typ

V

§/Artikel/Anlage

§ 8

Inkrafttretensdatum

01.01.1998

Außerkrafttretensdatum

19.12.2008

Abkürzung

SV

Index

82/02 Gesundheitsrecht allgemein

Text

Dokumentation

Paragraph 8, (1) Erzeuger von Suchtgift einschließlich Zubereitungen aus Suchtgift sind verpflichtet, gesonderte Vormerkungen über Suchtgift einschließlich der Zubereitungen zu führen. Diese haben zu umfassen

  1. Ziffer eins
    den Lagerbestand zu Beginn jedes Jahres,
  2. Ziffer 2
    jeden Bezug und jede Abgabe im Inland samt Datum sowie Bezugsquelle und Abnehmer,
  3. Ziffer 3
    jeden Bezug aus dem Ausland und jede Abgabe an das Ausland samt Datum sowie Bezugsquelle und Abnehmer,
  4. Ziffer 4
    bei Erzeugung, Umwandlung oder Verarbeitung im eigenen Betrieb außerdem die Menge des pro Tag gewonnenen Erzeugnisses, gleichgültig ob dieses selbst ein Suchtgift ist oder nicht,
  5. Ziffer 5
    Angaben über Schwund oder Verarbeitungsverluste,
  6. Ziffer 6
    die Art und Menge entsorgten Suchtgiftes,
  7. Ziffer 7
    den Lagerbestand zum Ende jedes Jahres.
  1. Absatz 2,Arzneimittelgroßhändler sind verpflichtet, gesonderte Vormerkungen über Suchtgift einschließlich Zubereitungen aus Suchtgift zu führen. Diese haben alle Angaben gemäß Absatz eins, Ziffer eins bis 3 und 5 bis 7 zu umfassen.
  2. Absatz 3,Personen, die zur Herstellung von Erzeugnissen, die keine psychotrope Wirkung entfalten, unter Verwendung von Suchtgift berechtigt sind (Paragraph 2, Absatz 3,), sind verpflichtet, hinsichtlich Suchtgift einschließlich Zubereitungen aus Suchtgift gesonderte Vormerkungen zu führen. Diese haben zu umfassen
    1. Ziffer eins
      alle Angaben gemäß Absatz eins, Ziffer eins und 4 bis 7,
    2. Ziffer 2
      jeden Bezug im Inland samt Datum sowie Bezugsquelle,
    3. Ziffer 3
      jeden Bezug aus dem Ausland samt Datum sowie Bezugsquelle.
  3. Absatz 4,Über die Eignung der jeweiligen Vormerkungen gemäß Absatz eins bis 3 entscheidet der Bundesminister für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Kopien der Belege über abgegebene Suchtgiftmengen sind monatlich oder, sofern es sich um abgegebene Zubereitungen des Anhanges römisch drei dieser Verordnung handelt, auf Verlangen dem Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales zu übersenden.
  4. Absatz 5,Ärzte, Dentisten und Tierärzte, die Suchtgift bei der Ausübung ihres Berufes benötigen, die Krankenanstalten und die veterinärmedizinischen Kliniken und Anstalten, ferner die im Paragraph 6, Absatz eins, genannten Institute und Anstalten haben über Bezug und Verwendung von Suchtgift der Anhänge römisch eins, römisch zwei, römisch vier und römisch fünf dieser Verordnung derart genaue Vormerkungen zu führen, daß sie den Behörden über Verlangen Auskünfte hierüber erteilen können.
  5. Absatz 6,Die Vormerkungen, die auch automationsunterstützt geführt werden können, sind samt Belegen nach Zeitabschnitten geordnet drei Jahre lang aufzubewahren. Den mit der Überwachung betrauten Amtsorganen ist der Zugang zu den Betriebsstätten und Lagerstätten zu ermöglichen. Auf Verlangen sind den Amtsorganen die Vormerkungen vorzuweisen oder der Behörde zu übersenden.

Zuletzt aktualisiert am

13.01.2009

Gesetzesnummer

10011053

Dokumentnummer

NOR12141424

Alte Dokumentnummer

N8199749944L

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