Bundesrecht konsolidiert

Navigation im Suchergebnis

Lehrpläne - Ausbildung von Leibeserziehern und Sportlehrern Anl. 1/7

Diese Fassung ist nicht aktuell

Kurztitel

Lehrpläne - Ausbildung von Leibeserziehern und Sportlehrern

Kundmachungsorgan

BGBl. Nr. 529/1992 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 286/2004

Typ

V

§/Artikel/Anlage

Anl. 1/7

Inkrafttretensdatum

01.09.2004

Außerkrafttretensdatum

31.01.2012

Index

70/02 Schulorganisation
70/07 Schule und Kirche

Beachte

Semesterweise gestaffeltes Inkrafttreten (vgl. Art. I § 2 Abs. 6):
1.9.2004 (1. Semester)
1.2.2005 (2. Semester)

Tritt hinsichtlich des 1. Semesters mit Ablauf des 30. September 2011 und hinsichtlich des 2. Semesters mit Ablauf des 31. Jänner 2012 außer Kraft (vgl. Art. I § 2 Abs. 8).

Text

Anlage A.7

AUSBILDUNG VON BERG- UND SKIFÜHRERN

römisch eins. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL

Der Lehrgang zur Ausbildung von Berg- und Skiführern hat in einem zweisemestrigen Bildungsgang unter Bedachtnahme auf den Paragraph eins, des Bundesgesetzes über Schulen zur Ausbildung von Leibeserziehern und Sportlehrern zur Aufgabe, die Teilnehmer mit der erzieherischen, fachlichen und verantwortungsvollen Aufgaben eines Berg- und Skiführers vertraut zu machen.

Berg- und Skiführer im Sinne dieser Verordnung ist eine nach den folgenden Bestimmungen ausgebildete und qualifizierte fachkundige Person, die befähigt ist, eine mit dritten Personen vereinbarte Tour sicher und fachkundig zu leiten oder einen dem alpinen Lehrwesen entsprechenden Unterricht im Alpinwesen vorzubereiten und zu leiten.

                          II. STUNDENTAFEL

         (Gesamtstundenzahl und Stundenausmaß der einzelnen

    Unterrichtsgegenstände. Die Aufteilung der Stunden innerhalb der

          einzelnen Semester erfolgt durch den Schulleiter.)

____________________________________________________________________

                                 1. Semester  2. Semester  Summe

____________________________________________________________________

     A. Pflichtgegenstände

     I. Theorie

  1. Religion ....................      5,0        -          5,0

  2. Deutsch .....................      2,5        -          2,5

  3. Lebende Fremdsprache ........     10,0        -         10,0

  4. Politische Bildung und

     Organisationslehre ..........      2,5        -          2,5

  5. Betriebskunde, Kaufmännisches

     Rechnen und Berufskunde .....      2,5        2,5        5,0

  6. Geschichte des Sports (der

     Alpinistik) .................      2,5        -          2,5

  7. Sportbiologie (Funktionelle

     Anatomie, Physiologie und

     Gesundheitserziehung) .......      5,0        2,5        7,5

  8. Erste Hilfe .................      5,0        5,0       10,0

  9. Sportpsychologie und

     Lebenskunde .................      5,0        2,5        7,5

10. Pädagogik, Didaktik,

     Methodik, Tourenplanung und

     –führung ....................     10,0        5,0       15,0

11. Bewegungslehre und

     Biomechanik .................      5,0        5,0       10,0

12. Trainingslehre ..............      5,0        5,0       10,0

13. Alpine Gefahren und

     Unfallkunde .................      7,5        7,5       15,0

14. Wetterkunde .................      5,0        2,5        7,5

15. Orientierungs- und

     Kartenkunde .................      5,0        -          5,0

16. Schnee- und Lawinenkunde

     (Theorie) ...................      5,0        5,0       10,0

17. Gerätekunde und Ausrüstung ..      5,0        2,5        7,5

18. Biwakkunde ..................      -          2,5        2,5

19. Gletscherkunde ..............      2,5        -          2,5

20. Alpine Geographie und

     Geologie ....................      5,0        -          5,0

21. Tier- und Pflanzenwelt,

     Natur- und Umweltschutz .....      5,0        2,5        7,5

22. Skilanglauf und Skiwandern ..      2,5        -          2,5

____________________________________________________________________

                                      102,5       50,0      152,5

     II. Praxis

23. Lawinenfachkurs .............     40,0        0         40,0

24. Felsausbildung mit

     Sportklettern ...............    100,0        0        100,0

25. Eisausbildung mit

     Eisfallklettern .............     30,0       75,0      105,0

26. Skiführerausbildung .........      0         70,0       70,0

27. Bergrettungsübungen .........     15,0       15,0       30,0

28. Bergwandern .................      2,5        0          2,5

29. Praktisch-methodische Übungen      7,5        7,5       15,0

30. Alpiner Skilauf .............     25,0        -         25,0

____________________________________________________________________

                                      220,0      167,5      387,5

____________________________________________________________________

     Summe:                           322,5      217,5      540,0

____________________________________________________________________

     III. Unterrichtspraxis

     Zwischen dem 1. und 2. Semester ist eine zweiwöchige Praxis bei

     einem Berg- und (oder) Skiführer im Sinne der jeweiligen

     landesgesetzlichen Bestimmungen zu erbringen.

     B. Freigegenstände

31. Aktuelle Fachgebiete ........     20         20         40

römisch drei. ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN UND DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE

Der Bildungsgang wird in zwei Semestern durchgeführt. Im ersten Semester wird neben der theoretischen auch die alpine und nordische Ski-, Eis- und Felsausbildung durchgeführt. Das erste Semester beinhaltet die allgemeinen Grundlagen des Bergführens die praktisch-methodische Vertiefung des Lehrstoffes (Tourenplanung und – führung), die Festigung des Eigenkönnens und die Perfektionierung der Bergrettungstechnik; in der Skiausbildung werden die Grundlagen des alpinen Skilaufs, Skilanglaufs und Skiwanderns, in der Eisausbildung die Grundtechniken, in der Felsausbildung die speziellen Probleme des sehr verantwortungsvollen Berg- und Skiführerberufes behandelt.

Um spezielle Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vorzubereiten und zu erreichen, sind für die Alpinistik spezielle Methoden, moderne Erkenntnisse und Erfahrungen notwendig, mit denen die Lehrgangsteilnehmer vertraut zu machen sind.

Das zweite Semester der Ausbildung beinhaltet schwerpunktmäßig die Canyoning-, Sportkletter-, Eis- und Skiführerausbildung.

In den einzelnen Unterrichtsstunden ist die pädagogische und erzieherische Zielsetzung zu berücksichtigen. In allen Gegenständen, besonders in den theoretischen, ist auf die spätere Berufsausübung des Berg- und Skiführers Bedacht zu nehmen. Der Lehrstoff ist zum besseren Verständnis und zur leichteren Anwendung in der Praxis unter Heranziehung modernster Lehrmittel darzubieten. Fächerübergreifender Unterricht ist anzustreben, und auf die Querverbindungen in den einzelnen Gegenständen ist hinzuweisen. In den praktischen Übungen sind methodische Hinweise zu geben. Die Teilnehmer sind zur Selbständigkeit anzuregen.

römisch vier. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT

(Bekanntmachung gemäß Paragraph 2, Absatz 2, des Religionsunterrichtsgesetzes)

  1. Litera a
    Katholischer Religionsunterricht

Der Lehrplan für den Religionsunterricht im Lehrgang zur Ausbildung von Sportlehrern (Anlage A.1 Abschnitt römisch vier) ist sinngemäß anzuwenden, wobei der Religionslehrer nach pädagogischen und methodischen Gesichtspunkten auszuwählen hat.

  1. Litera b
    Evangelischer Religionsunterricht

Bildungs- und Lehraufgabe:

Siehe Anlage A. 1 Abschnitt römisch vier.

Lehrstoff:

Siehe Anlage A. 1 Abschnitt römisch vier.

Der Lehrstoff ist entsprechend der Ausbildungsdauer zu kürzen und

zu raffen.

römisch fünf. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN DER EINZELNEN UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE,

AUFTEILUNG DES LEHRSTOFFES

2. DEUTSCH

Bildungs- und Lehraufgabe:

Verbesserung des mündlichen und schriftlichen Ausdruckes.

Lehrstoff:

  1. Ziffer eins
    Semester

Einführung in die Fachterminologie; Protokollführung; Führung von Diskussionen und Referaten; Schriftverkehr mit Behörden.

  1. Ziffer 3
    LEBENDE FREMDSPRACHE

Bildungs- und Lehraufgabe:

Verbessern der Sprechfertigkeit zur Ausübung des Bergführerberufes.

Lehrstoff:

  1. Ziffer eins
    Semester

Festigung der grammatikalischen Grundregeln; Schulung der Aussprache und des sprachlichen Ausdrucks; Frage und Antwort;

Wechselrede; Planmäßiger Aufbau eines berufsspezifischen Wort- und Phrasenschatzes; Führerliteratur und alpine Fachausdrücke;

Alltagssprache mit Bezug zum Sport.

  1. Ziffer 4
    POLITISCHE BILDUNG UND ORGANISATIONSLEHRE

Bildungs- und Lehraufgabe:

Verständnis für das politische und soziale Leben in der Gegenwart in Bezug auf die demokratische Republik Österreich, auch im Vergleich mit den Entwicklungen im europäischen Raum. Wecken des Willens zur politischen Mitverantwortung, besonders im Hinblick auf den späteren Beruf. Wissen um den Aufbau des österreichischen Sportes.

Lehrstoff:

  1. Ziffer eins
    Semester

Verschiedene Staatsformen; Rechte und Pflichten des Staatsbürgers; Stellung des Staates zum Sport, Kompetenzfrage im österreichischen Sport; Aufbau des Sportwesens mit besonderer Berücksichtigung des Berg- und Skiführerwesens und seiner Stellung im EU-Raum. Einrichtungen des Sportes auf Bundes-, Landes-, Bezirks- und Gemeindeebene.

Lehrstoff:

  1. Ziffer eins
    Semester

Verschiedene Staatsformen; Rechte und Pflichten des Staatsbürgers; Stellung des Staates zum Sport, Kompetenzfrage im österreichischen Sport; Aufbau des Sportwesens mit besonderer Berücksichtigung des Tennissports und seiner Stellung im EU-Raum. Einrichtungen des Sportes auf Bundes-, Landes-, Bezirks- und Gemeindeebene.

  1. Ziffer 5
    BETRIEBSKUNDE, KAUFMÄNNISCHES RECHNEN UND BERUFSKUNDE

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen um die Organisation und Leitung eines Betriebes, Verstehen der Vorgänge im Wirtschaftsleben und Kenntnisse der einschlägigen Rechtsvorschriften insbesondere bei alpinen Unfällen. Vermitteln von mathematischen Kenntnissen, die zum Lösen von Aufgaben der Biomechanik notwendig sind.

Lehrstoff:

  1. Ziffer eins
    Semester

Begriffe der Betriebsführung und der Güterverwaltung; Grundsätze des Vertragswesens; Versicherungsfragen; Rechtsvorschriften für die Berufsausübung; Einschlägige Ausschnitte aus dem Strafgesetz; Behandlung abgeschlossener Gerichtsverfahren von alpinen Unfällen mit Bergführern; Einführung in die Buchführung an Hand einfacher, facheinschlägiger Beispiele; Grundrechnungsarten; kaufmännisches Rechnen.

  1. Ziffer 2
    Semester

Vertiefung und Erweiterung der im 1. Semester behandelten Fachgebiete.

  1. Ziffer 6
    GESCHICHTE DES SPORTS (DER ALPINISTIK)

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen um wichtige historische Grundlagen des Sports und die Entwicklung des Alpinismus.

Lehrstoff:

  1. Ziffer eins
    Semester

Historische Entwicklung des Sports; Erschließungsgebiete der Alpen an Hand markanter Beispiele; bekannteste Gipfelbesteigungen;

Entwicklung des Bergführerwesens; Geschichte der alpinen Vereine;

außereuropäische Erschließung – Expeditionen; Angabe einer Standardliteratur für den Bergführer.

  1. Ziffer 7
    SPORTBIOLOGIE (FUNKTIONELLE ANATOMIE, PHYSIOLOGIE UND GESUNDHEITSERZIEHUNG)

Bildungs- und Lehraufgabe:

Darstellung sportbiologischer Zusammenhänge als Grundlage eines gezielten Wirkens des Berg- und Skiführers. Genaue Kenntnisse des menschlichen Körpers und seiner Funktionen. Erkennen und Vermeiden von Störungen am Bewegungsapparat. Verständnis für die Grenzen der menschlichen Leistungsfähigkeit. Wissen um grundsätzliche Fragen der Sporthygiene. Verstehen der Problematik des Dopings.

Lehrstoff:

  1. Ziffer eins
    Semester

Aufbau und Funktion der Zelle; Gewebelehre; Aufbau des Skeletts und des Stütz- und Bewegungsapparates; Entstehung einer Bewegung;

Muskel und Muskelstoffwechsel; Herz- und Kreislauf; Ernährung und Verdauung; Nervensystem; physiologische Besonderheiten der Altersgruppen; Schäden am Bewegungsapparat; Muskelfunktionen; Tests;

Leistungsdiagnostik; Hygiene im Sport; Doping: Bestimmungen, Arten, Auswirkungen.

  1. Ziffer 2
    Semester

Vertiefung und Erweiterung der im 1. Semester erworbenen Kenntnisse.

8. ERSTE HILFE

Bildungs- und Lehraufgabe:

Vermittlung von Kenntnissen, die notwendig sind, um im Ernstfall Hilfe leisten zu können.

Lehrstoff:

  1. Ziffer eins
    Semester

Verletzungen und lebensbedrohliche Zustände (Unterkühlung, Schock, Hitzschlag, Sonnenstich usw.); richtige Versorgung und Atemspende; Lagerung des Verletzten; Flugrettungsübungen.

  1. Ziffer 2
    Semester

Wiederholung wichtiger Teilgebiete; Hinweise auf spezifische Verletzungen beim Bergsteigen, Canyoning und Sportklettern, deren Vermeidung bzw. entsprechende Versorgung; Ergänzungen durch praktische Übungen (z. B. Flugrettungseinsatz usw.).

  1. Ziffer 9
    SPORTPSYCHOLOGIE UND LEBENSKUNDE

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen um eine adäquate Betreuung der dem Bergführer anvertrauten Personen sowie um eine sinnvolle Lebensführung.

Lehrstoff:

  1. Ziffer eins
    Semester

Stellenwert und Möglichkeiten der Sportpsychologie; Persönlichkeit der zu Führenden; Persönlichkeit des Trainers; Lernen; Motivation; Grundkenntnisse der Gruppenarbeit; Wettkampfbetreuung.

  1. Ziffer 2
    Semester

Führungsverhalten; Gruppendynamik; psychoregulative Maßnahmen (z. B. Stress, Angst).

  1. Ziffer 10
    PÄDAGOGIK, DIDAKTIK, METHODIK, TOURENPLANUNG UND –FÜHRUNG

Bildungs- und Lehraufgabe:

Verstehen der grundlegenden Erkenntnisse der Pädagogik sowie der Grundsätze der Didaktik und Methodik zur Vermittlung allgemeiner und spezieller Lehrinhalte des Bergsteigens. Bewährung in der Gruppenführung bei psychischen und physischen Belastungen.

Lehrstoff:

  1. Ziffer eins
    Semester

Ausgewählte Kapitel aus der Pädagogik; Tourenführung, Lehrmethoden; Führungsstile; methodische Hilfen allgemeiner und spezieller Art beim Lernen motorischer Fertigkeiten und Verbessern motorischer Eigenschaften.

  1. Ziffer 2
    Semester

Vertiefung der im 1. Semester gelehrten Inhalte; Spezielle Gruppenführung im alpinen Gelände sowie im Bereich Canyoning und Sportklettern; spezielle Hinweise zur Beachtung bei Tourenausschreibungen.

  1. Ziffer 11
    BEWEGUNGSLEHRE UND BIOMECHANIK

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen um die Grundlage der Bewegungslehre und Biomechanik unter besonderer Berücksichtigung der ganzen Breite des Bergsteigens.

Lehrstoff:

  1. Ziffer eins
    Semester

Physikalische Grundlagen des Bergsteigens (innere und äußere Kräfte, Körperschwerpunkt); Grundlage der Bewegungssteuerung (Koordination); physische Einflüsse auf die Bewegungssteuerung; Bewegungseigenschaften (Rhythmus, Dynamik, Präzision); motorische Entwicklung.

  1. Ziffer 2
    Semester

Erweiterung und Vertiefung der Teilgebiete (Sportklettern, Canyoning, Eisfallklettern).

12. TRAININGSLEHRE

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen um die Grundlagen der Trainingslehre unter besonderer Berücksichtigung des Bergsteigens. Wissen um sportartspezifische Inhalte der Trainingslehre.

Lehrstoff:

  1. Ziffer eins
    Semester

Leistungsbestimmende Merkmale des Bergsteigens und Möglichkeiten zur Verbesserung dieser Merkmale (Kraft, Ausdauer – Ökonomie, Gelenkigkeit, koordinative Fähigkeiten – Gleichgewicht usw.);

Belastungsgrundsätze; Belastungsmethoden; Leistungskontrollen;

Grundlagen der Trainingsplanung; praktische Übungseinheiten.

  1. Ziffer 2
    Semester

Erweiterung und Vertiefung der erworbenen Kenntnisse und spezielle Anwendung im Bereich Sportklettern.

  1. Ziffer 13
    ALPINE GEFAHREN UND UNFALLKUNDE

Bildungs- und Lehraufgabe:

Kenntnisse über alpine Gefahren und ihre Bedingungsfaktoren. Erkennen und Verhütung.

Lehrstoff:

  1. Ziffer eins
    Semester

Erkennen, Bewältigen und Vermeiden von Gefahren, die vom Menschen verursacht, die witterungs-, gelände- oder materialbedingt sind; Verhalten in Unfallsituationen und Rechtsfolgen bei Alpinunfällen.

  1. Ziffer 2
    Semester

Lawinengefahr; Strahlungsschäden; Hitze/Kälte; Wächten; Spalten;

Ertrinken; Beurteilung des Geländes in Bezug auf Absturzgefahr;

Schlechtwetter und Orientierungsprobleme.

14. WETTERKUNDE

Bildungs- und Lehraufgabe:

Grundkenntnisse der Klimatologie; Wissen um die Zusammenhänge von Wetterabläufen.

Lehrstoff:

  1. Ziffer eins
    Semester

Wetterelemente (Temperatur, Feuchtigkeit, Luftdruck, Wind, Niederschlag); Frontsysteme (Hoch, Tief usw.); Gewitter; Großwetterlagen; typische Alpenwetterlagen; Interpretation der Vorhersagen.

  1. Ziffer 2
    Semester

Wiederholung wichtiger Teilgebiete mit besonderer Berücksichtigung der Ursachen und der Folgen von Wetterlagen auf die Tourenplanung (speziell für das Canyoning).

  1. Ziffer 15
    ORIENTIERUNGS- UND KARTENKUNDE

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen um die Grundsätze des Kartenlesens und die Funktion von Orientierungsgeräten.

Lehrstoff:

  1. Ziffer eins
    Semester

Die Karte: Maßstab, Inhalt, Übersichtlichkeit, Verwendungszweck;

Werdegang der Kartografie; Alpenvereinskarte; Vergleich verschiedener Kartenzwecke; natürliche und künstliche Orientierungshilfen; Funktion der künstlichen Orientierungshilfen;

Kartenlesen; Orientierungslauf.

  1. Ziffer 16
    SCHNEE- UND LAWINENKUNDE (THEORIE)

Bildungs- und Lehraufgabe:

Verstehen der physikalischen und meteorologischen Voraussetzungen der Schneedecke zum Entstehen von Lawinen.

Lehrstoff:

  1. Ziffer eins
    Semester

Grundlagenunterricht zum Thema Schnee; Messen von Schneeprofilen;

Schneefestigkeitsmessung; Einfluss von Wind und Temperatur;

Hangrichtung und –neigung als Lawinenindikator; Methoden zur Erfassung der Lawinensituation.

  1. Ziffer 2
    Semester

Praxisbezogene Lawinenkunde im Rahmen der verschiedenen Touren – Anlegen einer lawinensicheren Spur; Vorbeugemaßnahmen bei Lawinengefahr; Kameradenhilfe; organisierter Sucheinsatz bei Lawinenverschütteten; Abfassung einer Fachbereichsarbeit; Interpretation des Lawinenlageberichtes.

  1. Ziffer 17
    GERÄTEKUNDE UND AUSRÜSTUNG

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen um die Verwendung und Pflege der speziellen Geräte.

Lehrstoff:

  1. Ziffer eins
    Semester

Funktionstüchtigkeit und Belastbarkeitsgrenzen der Ausrüstung; Pflege der Ausrüstung; ausreichende Kenntnisse über die Herstellung und das Material der Ausrüstung; internationale Normen.

  1. Ziffer 2
    Semester
    Handhabung von technischen Geräten (Funkgeräte usw.); Bekleidung.

18. BIWAKKUNDE

Bildungs- und Lehraufgabe:

Bewältigung von Extremsituationen bei einem Zwangsbiwak.

Lehrstoff:

  1. Ziffer 2
    Semester

Auswahl des Biwakplatzes; Bau von funktionstüchtigen Iglus, Schneehöhlen und Schneegräben; Ausstattung des Biwaks; Ermittlung der Funktionstüchtigkeit der verschiedenen Bauarten auf einer Biwaktour.

19. GLETSCHERKUNDE

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen um die Gletschertätigkeit.

Lehrstoff:

  1. Ziffer eins
    Semester

Entstehung der Gletscher; Teile der Gletscher; Gletscherarten; die wichtigsten Gletscher der Alpen; historische Vergletscherungen.

  1. Ziffer 20
    ALPINE GEOGRAPHIE UND GEOLOGIE

Bildungs- und Lehraufgabe:

Verstehen der Grundlagen des geologischen Aufbaus der Alpen und der hochalpinen Landschaften.

Lehrstoff:

  1. Ziffer eins
    Semester

Topografie der Alpen; Entstehung der Alpen; geologischer Aufbau der Ostalpen; geomorphologische Grundbegriffe; Talbildungen.

  1. Ziffer 21
    TIER- UND PFLANZENWELT, NATUR- UND UMWELTSCHUTZ

Bildungs- und Lehraufgabe:

Beitrag des Bergführers zur Erhaltung des alpinen Lebens- und Erholungsraumes.

Lehrstoff:

  1. Ziffer eins
    Semester

Der alpine und hochalpine Lebensraum; Vegetationszonen; Einfluss des Gesteins auf die Pflanzenwelt; Erstellen eines Herbariums.

  1. Ziffer 2
    Semester

Naturschutz; Umweltschutz; einschlägige bundes- und landesgesetzliche Vorschriften.

  1. Ziffer 22
    SKILANGLAUF UND SKIWANDERN

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen um den sportlichen Skilanglauf und das Skiwandern.

Lehrstoff:

  1. Ziffer eins
    Semester

Ausrüstung; Gerätekunde und –pflege; Wachsen; Verschiedene Lauftechniken und Bewegungsarten auf Loipen und im freien Gelände.

  1. Ziffer 23
    LAWINENFACHKURS

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen um lawinenbildende Faktoren. Praktische Urteils- und Handlungsfähigkeit in Bezug auf die Lawinengefahr.

Lehrstoff:

  1. Ziffer eins
    Semester

Schnee; Bildung und Umwandlung des Schnees; Aufbau der Schneedecke und Messmethoden; Aufnahme von Schneeprofilen und deren Auswertung; Einfluss von Gelände, Bewuchs und Witterung auf den Schneedeckenaufbau unter besonderer Berücksichtigung der hochwinterlichen Verhältnisse. Lawinen und Tourengebiet (geomorphologische und klimatische Eigenheiten, Erschließung); Lawinenbildung und Wirkung; Beurteilung der Lawinengefahr; das künstliche Auslösen von Lawinen; Lawinenzonenplan; Orientierung über bauliche Schutzmaßnahmen; touristische Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen; Ursache von Lawinenunfällen; Lawinenunfälle in der Rechtssprechung; organisatorische Lawinenschutzmaßnahmen für Skigebiete, Siedlungen, Verkehrswege uä.; Rettungsmittel; Wetter und Schneedecke; Erste Hilfe bei Lawinenunfällen; praktische Übungen;

Aufnahme von Schnee- und Rammprofilen und deren Auswertung;

künstliche Auslösung von Lawinen; praktische Anwendung der Vorsichts- und Schutzmaßnahmen (Geländebeurteilung, Routenwahl, lawinengemäßes Verhalten); Suchmethoden – Arbeit auf der Lawine; Kameradenhilfe;

planmäßiger Lawineneinsatz.

  1. Ziffer 24
    FELSAUSBILDUNG MIT SPORTKLETTERN

Bildungs- und Lehraufgabe:

Verbessern des Eigenkönnens zum Erfassen spezieller methodischer Maßnahmen.

Lehrstoff:

  1. Ziffer eins
    Semester

Anseilarten; Seilknoten; Kletterschulung – Begehen verschiedener Kletterstellen im Auf- und Abstieg; Schulung und Verbesserung des Eigenkönnens; Ausschöpfen sämtlicher Möglichkeiten von Sicherungen und Sicherungsmethoden; Rückzug oder Abstieg mit einem Gast;

Abseilarten; Klettertouren verschiedener Schwierigkeitsgrade;

Führung und Betreuung eines Gastes im alpinen Gelände – praktischmethodische Übungen.

  1. Ziffer 25
    EISAUSBILDUNG MIT EISFALLKLETTERN

Bildungs- und Lehraufgabe:

Beherrschung der verschiedenen Führungsmaßnahmen im vereisten und kombinierten Gelände. Verbessern des Eigenkönnens.

Lehrstoff:

  1. Ziffer eins
    Semester

Gehen im steilen und harten Schnee mit und ohne Pickel;

verschiedene Gehtechniken; Eisklettern mit Seilsicherung;

Sicherungsmethoden; Verschiedene Sicherungsmittel und Verankerungen für einen Standplatz; Begehen von Gletschern und Gletscherbrüchen;

Eistouren verschiedener Schwierigkeitsgrade; Führung und Betreuung eines Gastes – praktisch-methodische Übungen.

  1. Ziffer 2
    Semester

Vertiefung und Erweiterung der im 1. Semester erworbenen Kenntnisse; spezielle Anwendung in den Bereichen Eisfallklettern und im kombinierten Gelände.

  1. Ziffer 26
    SKIFÜHRERAUSBILDUNG

Bildungs- und Lehraufgabe:

Verbessern des Eigenkönnens sowie Vertrautmachen mit der Problematik des Skiführens.

Lehrstoff:

  1. Ziffer 2
    Semester

Skitouren mit Gipfelbesteigungen; Befahren von Steilflanken;

Begehen und Befahren von Gletschern und Gletscherbrüchen; Begehen von winterlichen Graten, Firn- und Eisflanken im Auf- und Abstieg;

Anlegen von idealen Aufstiegsspuren; Fahren in allen Schneearten;

Anlegen von Abfahrtsspuren für schwächere Fahrer oder für eine Gruppe; Seilfahren; Führung und Betreuung eines Gastes bzw. einer Gruppe – praktisch-methodische Übungen.

  1. Ziffer 27
    BERGRETTUNGSÜBUNGEN

Bildungs- und Lehraufgabe:

Erlernen und Perfektionieren der behelfsmäßigen Bergrettungsmethoden.

Lehrstoff:

  1. Ziffer eins
    Semester
  2. Ziffer 2
    Semester

Behelfsmäßige Bergrettung; planmäßige Bergrettung; Bau und Gebrauch von behelfsmäßigen Bergrettungsgeräten; Zusammenarbeit mit Rettungsorganisationen (Bergrettung, Lawinenhundestaffel, Flugrettung).

28. BERGWANDERN

Bildungs- und Lehraufgabe:

Führung von Wandergruppen im alpinen und hochalpinen Gelände.

Lehrstoff:

  1. Ziffer eins
    Semester

Führungsaufgaben im alpinen und hochalpinen Gelände; Beachtung der Gefahrenquellen.

  1. Ziffer 29
    PRAKTISCH-METHODISCHE ÜBUNGEN

Bildungs- und Lehraufgabe:

Wissen um Durchführung, Organisation und Inhalte einer allgemeinen körperlichen Vorbereitung auf das Bergsteigen.

Lehrstoff:

  1. Ziffer eins
    Semester

Methoden und Inhalte zur Verbesserung der aeroben Ausdauer, der Kraftausdauer, der Gelenkigkeit, des Gleichgewichts und der Gewandtheit bzw. der koordinativen Fähigkeiten.

  1. Ziffer 2
    Semester

Vertiefung der im 1. Semester erworbenen Kenntnisse; Erstellen von bergspezifischen Trainingsprogrammen (Dehnungsübungen, Krafttraining, koordinative Schulung).

30. ALPINER SKILAUF

Bildungs- und Lehraufgabe:

Erweiterung des Fachwissens und –könnens.

  1. Ziffer eins
    Semester

Siehe Anlage A.8, Unterrichtsgegenstand Skilauf (Unterrichtspraxis und Eigenkönnen im alpinen Skilauf), mit Setzen von Schwerpunkten.

  1. Ziffer 31
    AKTUELLE FACHGEBIETE

Bildungs- und Lehraufgabe:

Erweiterung des Fachwissens und -könnens.

Lehrstoff:

  1. Ziffer eins
    und 2. Semester
den jeweiligen Fachgebieten angepasst (z. B. Snowboarden, Canyoning).

Zuletzt aktualisiert am

23.12.2011

Gesetzesnummer

10009845

Dokumentnummer

NOR40054481

European Legislation Identifier (ELI)

https://www.ris.bka.gv.at/eli/bgbl/1992/529/ANL1/NOR40054481

Navigation im Suchergebnis