Anlage A.7
AUSBILDUNG VON BERG- UND SKIFÜHRERN
I. ALLGEMEINES BILDUNGSZIELrömisch eins. ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL
Der Lehrgang zur Ausbildung von Berg- und Skiführern hat in einem zweisemestrigen Bildungsgang unter Bedachtnahme auf den § 1 des Bundesgesetzes über Schulen zur Ausbildung von Leibeserziehern und Sportlehrern zur Aufgabe, die Teilnehmer mit der erzieherischen, fachlichen und verantwortungsvollen Aufgaben eines Berg- und Skiführers vertraut zu machen.Der Lehrgang zur Ausbildung von Berg- und Skiführern hat in einem zweisemestrigen Bildungsgang unter Bedachtnahme auf den Paragraph eins, des Bundesgesetzes über Schulen zur Ausbildung von Leibeserziehern und Sportlehrern zur Aufgabe, die Teilnehmer mit der erzieherischen, fachlichen und verantwortungsvollen Aufgaben eines Berg- und Skiführers vertraut zu machen.
Berg- und Skiführer im Sinne dieser Verordnung ist eine nach den folgenden Bestimmungen ausgebildete und qualifizierte fachkundige Person, die befähigt ist, eine mit dritten Personen vereinbarte Tour sicher und fachkundig zu leiten oder einen dem alpinen Lehrwesen entsprechenden Unterricht im Alpinwesen vorzubereiten und zu leiten.
II. STUNDENTAFEL
(Gesamtstundenzahl und Stundenausmaß der einzelnen
Unterrichtsgegenstände. Die Aufteilung der Stunden innerhalb der
einzelnen Semester erfolgt durch den Schulleiter.)
____________________________________________________________________
1. Semester 2. Semester Summe
____________________________________________________________________
A. Pflichtgegenstände
I. Theorie
1. Religion .................... 5,0 - 5,0
2. Deutsch ..................... 2,5 - 2,5
3. Lebende Fremdsprache ........ 10,0 - 10,0
4. Politische Bildung und
Organisationslehre .......... 2,5 - 2,5
5. Betriebskunde, Kaufmännisches
Rechnen und Berufskunde ..... 2,5 2,5 5,0
6. Geschichte des Sports (der
Alpinistik) ................. 2,5 - 2,5
7. Sportbiologie (Funktionelle
Anatomie, Physiologie und
Gesundheitserziehung) ....... 5,0 2,5 7,5
8. Erste Hilfe ................. 5,0 5,0 10,0
9. Sportpsychologie und
Lebenskunde ................. 5,0 2,5 7,5
10. Pädagogik, Didaktik,
Methodik, Tourenplanung und
–führung .................... 10,0 5,0 15,0
11. Bewegungslehre und
Biomechanik ................. 5,0 5,0 10,0
12. Trainingslehre .............. 5,0 5,0 10,0
13. Alpine Gefahren und
Unfallkunde ................. 7,5 7,5 15,0
14. Wetterkunde ................. 5,0 2,5 7,5
15. Orientierungs- und
Kartenkunde ................. 5,0 - 5,0
16. Schnee- und Lawinenkunde
(Theorie) ................... 5,0 5,0 10,0
17. Gerätekunde und Ausrüstung .. 5,0 2,5 7,5
18. Biwakkunde .................. - 2,5 2,5
19. Gletscherkunde .............. 2,5 - 2,5
20. Alpine Geographie und
Geologie .................... 5,0 - 5,0
21. Tier- und Pflanzenwelt,
Natur- und Umweltschutz ..... 5,0 2,5 7,5
22. Skilanglauf und Skiwandern .. 2,5 - 2,5
____________________________________________________________________
102,5 50,0 152,5
II. Praxis
23. Lawinenfachkurs ............. 40,0 0 40,0
24. Felsausbildung mit
Sportklettern ............... 100,0 0 100,0
25. Eisausbildung mit
Eisfallklettern ............. 30,0 75,0 105,0
26. Skiführerausbildung ......... 0 70,0 70,0
27. Bergrettungsübungen ......... 15,0 15,0 30,0
28. Bergwandern ................. 2,5 0 2,5
29. Praktisch-methodische Übungen 7,5 7,5 15,0
30. Alpiner Skilauf ............. 25,0 - 25,0
____________________________________________________________________
220,0 167,5 387,5
____________________________________________________________________
Summe: 322,5 217,5 540,0
____________________________________________________________________
III. Unterrichtspraxis
Zwischen dem 1. und 2. Semester ist eine zweiwöchige Praxis bei
einem Berg- und (oder) Skiführer im Sinne der jeweiligen
landesgesetzlichen Bestimmungen zu erbringen.
B. Freigegenstände
31. Aktuelle Fachgebiete ........ 20 20 40
III. ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN UND DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZErömisch drei. ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN UND DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE
Der Bildungsgang wird in zwei Semestern durchgeführt. Im ersten Semester wird neben der theoretischen auch die alpine und nordische Ski-, Eis- und Felsausbildung durchgeführt. Das erste Semester beinhaltet die allgemeinen Grundlagen des Bergführens die praktisch-methodische Vertiefung des Lehrstoffes (Tourenplanung und – führung), die Festigung des Eigenkönnens und die Perfektionierung der Bergrettungstechnik; in der Skiausbildung werden die Grundlagen des alpinen Skilaufs, Skilanglaufs und Skiwanderns, in der Eisausbildung die Grundtechniken, in der Felsausbildung die speziellen Probleme des sehr verantwortungsvollen Berg- und Skiführerberufes behandelt.
Um spezielle Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vorzubereiten und zu erreichen, sind für die Alpinistik spezielle Methoden, moderne Erkenntnisse und Erfahrungen notwendig, mit denen die Lehrgangsteilnehmer vertraut zu machen sind.
Das zweite Semester der Ausbildung beinhaltet schwerpunktmäßig die Canyoning-, Sportkletter-, Eis- und Skiführerausbildung.
In den einzelnen Unterrichtsstunden ist die pädagogische und erzieherische Zielsetzung zu berücksichtigen. In allen Gegenständen, besonders in den theoretischen, ist auf die spätere Berufsausübung des Berg- und Skiführers Bedacht zu nehmen. Der Lehrstoff ist zum besseren Verständnis und zur leichteren Anwendung in der Praxis unter Heranziehung modernster Lehrmittel darzubieten. Fächerübergreifender Unterricht ist anzustreben, und auf die Querverbindungen in den einzelnen Gegenständen ist hinzuweisen. In den praktischen Übungen sind methodische Hinweise zu geben. Die Teilnehmer sind zur Selbständigkeit anzuregen.
IV. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHTrömisch vier. LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT
(Bekanntmachung gemäß § 2 Abs. 2 des Religionsunterrichtsgesetzes)(Bekanntmachung gemäß Paragraph 2, Absatz 2, des Religionsunterrichtsgesetzes)
Katholischer Religionsunterricht
Der Lehrplan für den Religionsunterricht im Lehrgang zur Ausbildung von Sportlehrern (Anlage A.1 Abschnitt IV) ist sinngemäß anzuwenden, wobei der Religionslehrer nach pädagogischen und methodischen Gesichtspunkten auszuwählen hat.Der Lehrplan für den Religionsunterricht im Lehrgang zur Ausbildung von Sportlehrern (Anlage A.1 Abschnitt römisch vier) ist sinngemäß anzuwenden, wobei der Religionslehrer nach pädagogischen und methodischen Gesichtspunkten auszuwählen hat.
Evangelischer Religionsunterricht
Bildungs- und Lehraufgabe:
Siehe Anlage A. 1 Abschnitt IV.Siehe Anlage A. 1 Abschnitt römisch vier.
Lehrstoff:
Siehe Anlage A. 1 Abschnitt IV.Siehe Anlage A. 1 Abschnitt römisch vier.
Der Lehrstoff ist entsprechend der Ausbildungsdauer zu kürzen und
zu raffen.
V. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN DER EINZELNEN UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE,römisch fünf. BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN DER EINZELNEN UNTERRICHTSGEGENSTÄNDE,
AUFTEILUNG DES LEHRSTOFFES
2. DEUTSCH
Bildungs- und Lehraufgabe:
Verbesserung des mündlichen und schriftlichen Ausdruckes.
Lehrstoff:
Einführung in die Fachterminologie; Protokollführung; Führung von Diskussionen und Referaten; Schriftverkehr mit Behörden.
Bildungs- und Lehraufgabe:
Verbessern der Sprechfertigkeit zur Ausübung des Bergführerberufes.
Lehrstoff:
Festigung der grammatikalischen Grundregeln; Schulung der Aussprache und des sprachlichen Ausdrucks; Frage und Antwort;
Wechselrede; Planmäßiger Aufbau eines berufsspezifischen Wort- und Phrasenschatzes; Führerliteratur und alpine Fachausdrücke;
Alltagssprache mit Bezug zum Sport.
POLITISCHE BILDUNG UND ORGANISATIONSLEHRE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Verständnis für das politische und soziale Leben in der Gegenwart in Bezug auf die demokratische Republik Österreich, auch im Vergleich mit den Entwicklungen im europäischen Raum. Wecken des Willens zur politischen Mitverantwortung, besonders im Hinblick auf den späteren Beruf. Wissen um den Aufbau des österreichischen Sportes.
Lehrstoff:
Verschiedene Staatsformen; Rechte und Pflichten des Staatsbürgers; Stellung des Staates zum Sport, Kompetenzfrage im österreichischen Sport; Aufbau des Sportwesens mit besonderer Berücksichtigung des Berg- und Skiführerwesens und seiner Stellung im EU-Raum. Einrichtungen des Sportes auf Bundes-, Landes-, Bezirks- und Gemeindeebene.
Lehrstoff:
Verschiedene Staatsformen; Rechte und Pflichten des Staatsbürgers; Stellung des Staates zum Sport, Kompetenzfrage im österreichischen Sport; Aufbau des Sportwesens mit besonderer Berücksichtigung des Tennissports und seiner Stellung im EU-Raum. Einrichtungen des Sportes auf Bundes-, Landes-, Bezirks- und Gemeindeebene.
BETRIEBSKUNDE, KAUFMÄNNISCHES RECHNEN UND BERUFSKUNDE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Wissen um die Organisation und Leitung eines Betriebes, Verstehen der Vorgänge im Wirtschaftsleben und Kenntnisse der einschlägigen Rechtsvorschriften insbesondere bei alpinen Unfällen. Vermitteln von mathematischen Kenntnissen, die zum Lösen von Aufgaben der Biomechanik notwendig sind.
Lehrstoff:
Begriffe der Betriebsführung und der Güterverwaltung; Grundsätze des Vertragswesens; Versicherungsfragen; Rechtsvorschriften für die Berufsausübung; Einschlägige Ausschnitte aus dem Strafgesetz; Behandlung abgeschlossener Gerichtsverfahren von alpinen Unfällen mit Bergführern; Einführung in die Buchführung an Hand einfacher, facheinschlägiger Beispiele; Grundrechnungsarten; kaufmännisches Rechnen.
Vertiefung und Erweiterung der im 1. Semester behandelten Fachgebiete.
GESCHICHTE DES SPORTS (DER ALPINISTIK)
Bildungs- und Lehraufgabe:
Wissen um wichtige historische Grundlagen des Sports und die Entwicklung des Alpinismus.
Lehrstoff:
Historische Entwicklung des Sports; Erschließungsgebiete der Alpen an Hand markanter Beispiele; bekannteste Gipfelbesteigungen;
Entwicklung des Bergführerwesens; Geschichte der alpinen Vereine;
außereuropäische Erschließung – Expeditionen; Angabe einer Standardliteratur für den Bergführer.
SPORTBIOLOGIE (FUNKTIONELLE ANATOMIE, PHYSIOLOGIE UND GESUNDHEITSERZIEHUNG)
Bildungs- und Lehraufgabe:
Darstellung sportbiologischer Zusammenhänge als Grundlage eines gezielten Wirkens des Berg- und Skiführers. Genaue Kenntnisse des menschlichen Körpers und seiner Funktionen. Erkennen und Vermeiden von Störungen am Bewegungsapparat. Verständnis für die Grenzen der menschlichen Leistungsfähigkeit. Wissen um grundsätzliche Fragen der Sporthygiene. Verstehen der Problematik des Dopings.
Lehrstoff:
Aufbau und Funktion der Zelle; Gewebelehre; Aufbau des Skeletts und des Stütz- und Bewegungsapparates; Entstehung einer Bewegung;
Muskel und Muskelstoffwechsel; Herz- und Kreislauf; Ernährung und Verdauung; Nervensystem; physiologische Besonderheiten der Altersgruppen; Schäden am Bewegungsapparat; Muskelfunktionen; Tests;
Leistungsdiagnostik; Hygiene im Sport; Doping: Bestimmungen, Arten, Auswirkungen.
Vertiefung und Erweiterung der im 1. Semester erworbenen Kenntnisse.
8. ERSTE HILFE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Vermittlung von Kenntnissen, die notwendig sind, um im Ernstfall Hilfe leisten zu können.
Lehrstoff:
Verletzungen und lebensbedrohliche Zustände (Unterkühlung, Schock, Hitzschlag, Sonnenstich usw.); richtige Versorgung und Atemspende; Lagerung des Verletzten; Flugrettungsübungen.
Wiederholung wichtiger Teilgebiete; Hinweise auf spezifische Verletzungen beim Bergsteigen, Canyoning und Sportklettern, deren Vermeidung bzw. entsprechende Versorgung; Ergänzungen durch praktische Übungen (z. B. Flugrettungseinsatz usw.).
SPORTPSYCHOLOGIE UND LEBENSKUNDE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Wissen um eine adäquate Betreuung der dem Bergführer anvertrauten Personen sowie um eine sinnvolle Lebensführung.
Lehrstoff:
Stellenwert und Möglichkeiten der Sportpsychologie; Persönlichkeit der zu Führenden; Persönlichkeit des Trainers; Lernen; Motivation; Grundkenntnisse der Gruppenarbeit; Wettkampfbetreuung.
Führungsverhalten; Gruppendynamik; psychoregulative Maßnahmen (z. B. Stress, Angst).
PÄDAGOGIK, DIDAKTIK, METHODIK, TOURENPLANUNG UND –FÜHRUNG
Bildungs- und Lehraufgabe:
Verstehen der grundlegenden Erkenntnisse der Pädagogik sowie der Grundsätze der Didaktik und Methodik zur Vermittlung allgemeiner und spezieller Lehrinhalte des Bergsteigens. Bewährung in der Gruppenführung bei psychischen und physischen Belastungen.
Lehrstoff:
Ausgewählte Kapitel aus der Pädagogik; Tourenführung, Lehrmethoden; Führungsstile; methodische Hilfen allgemeiner und spezieller Art beim Lernen motorischer Fertigkeiten und Verbessern motorischer Eigenschaften.
Vertiefung der im 1. Semester gelehrten Inhalte; Spezielle Gruppenführung im alpinen Gelände sowie im Bereich Canyoning und Sportklettern; spezielle Hinweise zur Beachtung bei Tourenausschreibungen.
BEWEGUNGSLEHRE UND BIOMECHANIK
Bildungs- und Lehraufgabe:
Wissen um die Grundlage der Bewegungslehre und Biomechanik unter besonderer Berücksichtigung der ganzen Breite des Bergsteigens.
Lehrstoff:
Physikalische Grundlagen des Bergsteigens (innere und äußere Kräfte, Körperschwerpunkt); Grundlage der Bewegungssteuerung (Koordination); physische Einflüsse auf die Bewegungssteuerung; Bewegungseigenschaften (Rhythmus, Dynamik, Präzision); motorische Entwicklung.
Erweiterung und Vertiefung der Teilgebiete (Sportklettern, Canyoning, Eisfallklettern).
12. TRAININGSLEHRE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Wissen um die Grundlagen der Trainingslehre unter besonderer Berücksichtigung des Bergsteigens. Wissen um sportartspezifische Inhalte der Trainingslehre.
Lehrstoff:
Leistungsbestimmende Merkmale des Bergsteigens und Möglichkeiten zur Verbesserung dieser Merkmale (Kraft, Ausdauer – Ökonomie, Gelenkigkeit, koordinative Fähigkeiten – Gleichgewicht usw.);
Belastungsgrundsätze; Belastungsmethoden; Leistungskontrollen;
Grundlagen der Trainingsplanung; praktische Übungseinheiten.
Erweiterung und Vertiefung der erworbenen Kenntnisse und spezielle Anwendung im Bereich Sportklettern.
ALPINE GEFAHREN UND UNFALLKUNDE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Kenntnisse über alpine Gefahren und ihre Bedingungsfaktoren. Erkennen und Verhütung.
Lehrstoff:
Erkennen, Bewältigen und Vermeiden von Gefahren, die vom Menschen verursacht, die witterungs-, gelände- oder materialbedingt sind; Verhalten in Unfallsituationen und Rechtsfolgen bei Alpinunfällen.
Lawinengefahr; Strahlungsschäden; Hitze/Kälte; Wächten; Spalten;
Ertrinken; Beurteilung des Geländes in Bezug auf Absturzgefahr;
Schlechtwetter und Orientierungsprobleme.
14. WETTERKUNDE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Grundkenntnisse der Klimatologie; Wissen um die Zusammenhänge von Wetterabläufen.
Lehrstoff:
Wetterelemente (Temperatur, Feuchtigkeit, Luftdruck, Wind, Niederschlag); Frontsysteme (Hoch, Tief usw.); Gewitter; Großwetterlagen; typische Alpenwetterlagen; Interpretation der Vorhersagen.
Wiederholung wichtiger Teilgebiete mit besonderer Berücksichtigung der Ursachen und der Folgen von Wetterlagen auf die Tourenplanung (speziell für das Canyoning).
ORIENTIERUNGS- UND KARTENKUNDE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Wissen um die Grundsätze des Kartenlesens und die Funktion von Orientierungsgeräten.
Lehrstoff:
Die Karte: Maßstab, Inhalt, Übersichtlichkeit, Verwendungszweck;
Werdegang der Kartografie; Alpenvereinskarte; Vergleich verschiedener Kartenzwecke; natürliche und künstliche Orientierungshilfen; Funktion der künstlichen Orientierungshilfen;
Kartenlesen; Orientierungslauf.
SCHNEE- UND LAWINENKUNDE (THEORIE)
Bildungs- und Lehraufgabe:
Verstehen der physikalischen und meteorologischen Voraussetzungen der Schneedecke zum Entstehen von Lawinen.
Lehrstoff:
Grundlagenunterricht zum Thema Schnee; Messen von Schneeprofilen;
Schneefestigkeitsmessung; Einfluss von Wind und Temperatur;
Hangrichtung und –neigung als Lawinenindikator; Methoden zur Erfassung der Lawinensituation.
Praxisbezogene Lawinenkunde im Rahmen der verschiedenen Touren – Anlegen einer lawinensicheren Spur; Vorbeugemaßnahmen bei Lawinengefahr; Kameradenhilfe; organisierter Sucheinsatz bei Lawinenverschütteten; Abfassung einer Fachbereichsarbeit; Interpretation des Lawinenlageberichtes.
GERÄTEKUNDE UND AUSRÜSTUNG
Bildungs- und Lehraufgabe:
Wissen um die Verwendung und Pflege der speziellen Geräte.
Lehrstoff:
Funktionstüchtigkeit und Belastbarkeitsgrenzen der Ausrüstung; Pflege der Ausrüstung; ausreichende Kenntnisse über die Herstellung und das Material der Ausrüstung; internationale Normen.
Semester
Handhabung von technischen Geräten (Funkgeräte usw.); Bekleidung.
18. BIWAKKUNDE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Bewältigung von Extremsituationen bei einem Zwangsbiwak.
Lehrstoff:
Auswahl des Biwakplatzes; Bau von funktionstüchtigen Iglus, Schneehöhlen und Schneegräben; Ausstattung des Biwaks; Ermittlung der Funktionstüchtigkeit der verschiedenen Bauarten auf einer Biwaktour.
19. GLETSCHERKUNDE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Wissen um die Gletschertätigkeit.
Lehrstoff:
Entstehung der Gletscher; Teile der Gletscher; Gletscherarten; die wichtigsten Gletscher der Alpen; historische Vergletscherungen.
ALPINE GEOGRAPHIE UND GEOLOGIE
Bildungs- und Lehraufgabe:
Verstehen der Grundlagen des geologischen Aufbaus der Alpen und der hochalpinen Landschaften.
Lehrstoff:
Topografie der Alpen; Entstehung der Alpen; geologischer Aufbau der Ostalpen; geomorphologische Grundbegriffe; Talbildungen.
TIER- UND PFLANZENWELT, NATUR- UND UMWELTSCHUTZ
Bildungs- und Lehraufgabe:
Beitrag des Bergführers zur Erhaltung des alpinen Lebens- und Erholungsraumes.
Lehrstoff:
Der alpine und hochalpine Lebensraum; Vegetationszonen; Einfluss des Gesteins auf die Pflanzenwelt; Erstellen eines Herbariums.
Naturschutz; Umweltschutz; einschlägige bundes- und landesgesetzliche Vorschriften.
SKILANGLAUF UND SKIWANDERN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Wissen um den sportlichen Skilanglauf und das Skiwandern.
Lehrstoff:
Ausrüstung; Gerätekunde und –pflege; Wachsen; Verschiedene Lauftechniken und Bewegungsarten auf Loipen und im freien Gelände.
Bildungs- und Lehraufgabe:
Wissen um lawinenbildende Faktoren. Praktische Urteils- und Handlungsfähigkeit in Bezug auf die Lawinengefahr.
Lehrstoff:
Schnee; Bildung und Umwandlung des Schnees; Aufbau der Schneedecke und Messmethoden; Aufnahme von Schneeprofilen und deren Auswertung; Einfluss von Gelände, Bewuchs und Witterung auf den Schneedeckenaufbau unter besonderer Berücksichtigung der hochwinterlichen Verhältnisse. Lawinen und Tourengebiet (geomorphologische und klimatische Eigenheiten, Erschließung); Lawinenbildung und Wirkung; Beurteilung der Lawinengefahr; das künstliche Auslösen von Lawinen; Lawinenzonenplan; Orientierung über bauliche Schutzmaßnahmen; touristische Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen; Ursache von Lawinenunfällen; Lawinenunfälle in der Rechtssprechung; organisatorische Lawinenschutzmaßnahmen für Skigebiete, Siedlungen, Verkehrswege uä.; Rettungsmittel; Wetter und Schneedecke; Erste Hilfe bei Lawinenunfällen; praktische Übungen;
Aufnahme von Schnee- und Rammprofilen und deren Auswertung;
künstliche Auslösung von Lawinen; praktische Anwendung der Vorsichts- und Schutzmaßnahmen (Geländebeurteilung, Routenwahl, lawinengemäßes Verhalten); Suchmethoden – Arbeit auf der Lawine; Kameradenhilfe;
planmäßiger Lawineneinsatz.
FELSAUSBILDUNG MIT SPORTKLETTERN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Verbessern des Eigenkönnens zum Erfassen spezieller methodischer Maßnahmen.
Lehrstoff:
Anseilarten; Seilknoten; Kletterschulung – Begehen verschiedener Kletterstellen im Auf- und Abstieg; Schulung und Verbesserung des Eigenkönnens; Ausschöpfen sämtlicher Möglichkeiten von Sicherungen und Sicherungsmethoden; Rückzug oder Abstieg mit einem Gast;
Abseilarten; Klettertouren verschiedener Schwierigkeitsgrade;
Führung und Betreuung eines Gastes im alpinen Gelände – praktischmethodische Übungen.
EISAUSBILDUNG MIT EISFALLKLETTERN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Beherrschung der verschiedenen Führungsmaßnahmen im vereisten und kombinierten Gelände. Verbessern des Eigenkönnens.
Lehrstoff:
Gehen im steilen und harten Schnee mit und ohne Pickel;
verschiedene Gehtechniken; Eisklettern mit Seilsicherung;
Sicherungsmethoden; Verschiedene Sicherungsmittel und Verankerungen für einen Standplatz; Begehen von Gletschern und Gletscherbrüchen;
Eistouren verschiedener Schwierigkeitsgrade; Führung und Betreuung eines Gastes – praktisch-methodische Übungen.
Vertiefung und Erweiterung der im 1. Semester erworbenen Kenntnisse; spezielle Anwendung in den Bereichen Eisfallklettern und im kombinierten Gelände.
Bildungs- und Lehraufgabe:
Verbessern des Eigenkönnens sowie Vertrautmachen mit der Problematik des Skiführens.
Lehrstoff:
Skitouren mit Gipfelbesteigungen; Befahren von Steilflanken;
Begehen und Befahren von Gletschern und Gletscherbrüchen; Begehen von winterlichen Graten, Firn- und Eisflanken im Auf- und Abstieg;
Anlegen von idealen Aufstiegsspuren; Fahren in allen Schneearten;
Anlegen von Abfahrtsspuren für schwächere Fahrer oder für eine Gruppe; Seilfahren; Führung und Betreuung eines Gastes bzw. einer Gruppe – praktisch-methodische Übungen.
Bildungs- und Lehraufgabe:
Erlernen und Perfektionieren der behelfsmäßigen Bergrettungsmethoden.
Lehrstoff:
Behelfsmäßige Bergrettung; planmäßige Bergrettung; Bau und Gebrauch von behelfsmäßigen Bergrettungsgeräten; Zusammenarbeit mit Rettungsorganisationen (Bergrettung, Lawinenhundestaffel, Flugrettung).
28. BERGWANDERN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Führung von Wandergruppen im alpinen und hochalpinen Gelände.
Lehrstoff:
Führungsaufgaben im alpinen und hochalpinen Gelände; Beachtung der Gefahrenquellen.
PRAKTISCH-METHODISCHE ÜBUNGEN
Bildungs- und Lehraufgabe:
Wissen um Durchführung, Organisation und Inhalte einer allgemeinen körperlichen Vorbereitung auf das Bergsteigen.
Lehrstoff:
Methoden und Inhalte zur Verbesserung der aeroben Ausdauer, der Kraftausdauer, der Gelenkigkeit, des Gleichgewichts und der Gewandtheit bzw. der koordinativen Fähigkeiten.
Vertiefung der im 1. Semester erworbenen Kenntnisse; Erstellen von bergspezifischen Trainingsprogrammen (Dehnungsübungen, Krafttraining, koordinative Schulung).
30. ALPINER SKILAUF
Bildungs- und Lehraufgabe:
Erweiterung des Fachwissens und –könnens.
Siehe Anlage A.8, Unterrichtsgegenstand Skilauf (Unterrichtspraxis und Eigenkönnen im alpinen Skilauf), mit Setzen von Schwerpunkten.
Bildungs- und Lehraufgabe:
Erweiterung des Fachwissens und -könnens.
Lehrstoff:
den jeweiligen Fachgebieten angepasst (z. B. Snowboarden, Canyoning).