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Lehrpläne für Minderheiten-Volksschulen und für den Unterricht in Minderheitensprachen in Volksschulen in den Bundesländern Burgenland und Kärnten Anl. 3

Diese Fassung ist nicht aktuell

Kurztitel

Lehrpläne für Minderheiten-Volksschulen und für den Unterricht in Minderheitensprachen in Volksschulen in den Bundesländern Burgenland und Kärnten

Kundmachungsorgan

BGBl. Nr. 118/1966 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 136/2000

Typ

V

§/Artikel/Anlage

Anl. 3

Inkrafttretensdatum

12.05.2000

Außerkrafttretensdatum

31.08.2003

Index

70/07 Schule und Kirche
70/09 Minderheiten-Schulrecht

Text

Anlage 3

--------

LEHRPLAN DER VOLKSSCHULEN (VOLKSSCHULKLASSEN) MIT UNGARISCHER

ODER MIT UNGARISCHER UND DEUTSCHER UNTERRICHTSSPRACHE

ERSTER TEIL

ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN

Anlage 2 erster Teil findet auf Volksschulen (Volksschulklassen) mit ungarischer oder mit ungarischer und deutscher Unterrichtssprache sinngemäß Anwendung.

ZWEITER TEIL

ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL

Anlage 2 zweiter Teil findet auf Volksschulen (Volksschulklassen) mit ungarischer oder mit ungarischer und deutscher Unterrichtssprache sinngemäß Anwendung.

DRITTER TEIL

ALLGEMEINE DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE

Anlage 2 dritter Teil findet auf Volksschulen (Volksschulklassen) mit ungarischer oder mit ungarischer und deutscher Unterrichtssprache sinngemäß Anwendung.

VIERTER TEIL

GESAMTSTUNDENZAHL UND STUNDENAUSMASS DER PFLICHTGEGENSTÄNDE,

DER VERBINDLICHEN ÜBUNGEN, DES FÖRDERUNTERRICHTES UND DER

UNVERBINDLICHEN ÜBUNGEN

a) Stundentafel der Vorschulstufe

---------------------------------------------------------------------

Verbindliche Übungen/                      Klasse   Gruppe   Gruppe

Kötelezo gyakorlatok                                3 Tg.    2 Tg.

---------------------------------------------------------------------

Religion/Hittan............................  2         1        1

Sachbegegnung/Környezetismereti bevezetes.. 1,5        1 )

Verkehrserziehung/Közlekedesi ismeretek.... 0,5       0,5)      1

Sprache und Sprechen/Nyelv- es

beszedgyakotlat............................ 3,5        2        2

Mathematische Früherziehung/Matematikai

eloneveles................................. 1,5        1       0,5

Singen und Musizieren/Enekles es muzsika... 1,5        1  )

Rhythmisch-musikalische Erziehung/                        )    0,5

Ritmikai es zenei neveles..................  1         1  )

Bildnerisches Gestalten/

Kapi abrazolas.............................  1        0,5      0,5

Werkerziehung/Testneveles..................  1        0,5      0,5

Leibesübungen/telovadba....................  4         2        1

Spiel/Jatek................................ 2,5       1,5       1

---------------------------------------------------------------------

                Gesamtwochenstundenzahl ...  20        12        8

Bemerkungen zur Stundentafel

Die in der Stundentafel für die einzelnen verbindlichen Übungen angeführten Wochenstunden sind als Richtmaß aufzufassen, wobei die Aufteilung der zur Verfügung stehenden Zeit auf kleinere Lernsequenzen dem Lehrer überlassen bleibt.”

  b) Stundentafel der Grundschule

---------------------------------------------------------------------

Pflichtgegenstände/Kötelezo          Schulstufen und Wochenstunden

tantargyak                           1.       2.       3.       4.

---------------------------------------------------------------------

Religion/Hittan ..................   2        2        2        2

Sachunterricht/Szakoktatas .......   2        2        3        3

Deutsch, Lesen, Schreiben/Nemet,

olvasas, iras .................... 5 - 6    5 - 6      -        -

Deutsch, Lesen/Nemet, olvasas ....   -        -      5 - 6    5 - 6

Ungarisch, Lesen,

Schreiben/Magyarul, olvasas, iras. 3 - 4    3 - 4      -        -

Ungarisch, Lesen/Magyarul, olvasas   -        -      3 - 4    3 - 4

Mathematik/Matematika ............   4        4        4        4

Musikerziehung/Enek-zene .........   1        1        1        1

Bildnerische Erziehung/Rajz ......   1        1        -        -

Bildnerische Erziehung, Schreiben/

Rajz, iras .......................   -        -     1 - 2    1 - 2

Werkerziehung/Technika............   1        1     1 - 2    1 - 2

Leibesübungen/Testneveles ........   1        1     2 - 3    2 - 3

---------------------------------------------------------------------

Verbindliche Übung/Kötelezo gyakorlat

---------------------------------------------------------------------

Verkehrserziehung/Közlekedesi

ismeretek.........................   x *1)    x *1)    x *1)   x *1)

---------------------------------------------------------------------

Gesamtwochenstundenzahl ..........   21       21       25      25

---------------------------------------------------------------------

Pflichtgegenstände/Kötelezö          Schulstufen und Wochenstunden

tantargyak                            1.       2.       3.       4.

---------------------------------------------------------------------

Förderunterricht/Felzarkoztato oktatas

---------------------------------------------------------------------

- fächerübergreifend/tantargyakat

  atfogo..........................    1        1        1        1

- Ungarisch/Magyar................    1        1        1        1

---------------------------------------------------------------------

Unverbindliche Übungen/Nem kötelezo gyakorlatok

---------------------------------------------------------------------

  1. Ermächtigung für schulautonome Lehrplanbestimmungen:

Chorgesang/Korusenekles .............      bis zu 80 Jahresstunden

Spielmusik/Jatekos zene .............      bis zu 80 Jahresstunden

Leibesübungen/Testneveles ...........      bis zu 80 Jahresstunden

Darstellendes Spiel/Szinjatszas .....      bis zu 80 Jahresstunden

Musikalisches Gestalten/Zenei

abrazolas ...........................      bis zu 80 Jahresstunden

Bildnerisches Gestalten/Kepi

abrazolas ...........................      bis zu 80 Jahresstunden

Lebende Fremdsprache/Idegen njelv ...      bis zu 80 Jahresstunden

Interessen- und Begabungsförderung/

Erdeklodes- es tehetsegtamogatas ....      bis zu 80 Jahresstunden

Muttersprachlicher Unterricht/

Anyanyelvi oktatas .................. 2 - 6   2 - 6   2 - 6    2 - 6

  2. Soweit keine schulautonomen Lehrplanbestimmungen bestehen:

Chorgesang/Korusenekles 2*) .........  2       2       2        2

Spielmusik/Jatekos zene .............  1       1       1        1

Leibesübungen/Testneveles ...........  2       2       2        2

Darstellendes Spiel/Szinjatszas .....  1       1       1        1

Musikalisches Gestalten/Zenei

abrazolas ...........................  2       2       2        2

Bildnerisches Gestalten/Kepi

abrazolas ...........................  2       2       2        2

Lebende Fremdsprache/Idegen nyelv .... x *3)   x *3)   1        1

Interessen- und

Begabungsförderung/

Erdeklodes- es tehetsegtamogatas ....  2       2       2        2

Muttersprachlicher Unterricht/

Anyanyelvi oktatas .................. 2 - 6   2 - 6   2 - 6    2 - 6

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*1) 10 Jahresstunden, die im Rahmen grundschulgemäßer Planung der Lernzeiten für die einzelnen Unterrichtsgegenstände zu berücksichtigen sind. Die Gesamtwochenstundenzahl wird dadurch nicht verändert.

*2) Ein bereits festgelegtes Stundenausmaß tritt an die Stelle des hier für den Fall des Nichtbestehens schulautonomer Lehrplanbestimmungen vorgesehenen Stundenausmaßes.

*3) 32 Jahresstunden, die im Rahmen grundschulgemäßer Planung der Lernzeiten für die einzelnen Unterrichtsgegenstände zu berücksichtigen sind. Die Gesamtwochenstundenzahl wird dadurch nicht verändert.

Bemerkungen zur Stundentafel

  1. Ziffer eins
    Die Bestimmungen des jeweiligen Lehrplanes der Volksschule, vierter Teil, betreffend die Bemerkungen zu den Stundentafeln der Grundschule gelten mit der Maßgabe, daß in den Ziffer eins und 3 den Wendungen „Deutsch, Lesen, Schreiben” bzw. „Deutsch, Lesen” jeweils die Wendung, „Ungarisch, Lesen, Schreiben” bzw. „Ungarisch, Lesen” angefügt wird, auch für die oben angeführte Stundentafel.
  2. Ziffer 2
    Darüber hinaus ist für jene Kinder, deren Kenntnis in der ungarischen Sprache nicht ausreichend ist, ein Förderunterricht in Ungarisch anzubieten.
  3. Ziffer 3
    Soweit in der Stundentafel nur die Mindest- und Höchstzahl des Wochenstundenausmaßes angegeben ist, erfolgt die Festlegung des Stundenausmaßes durch schulautonome Lehrplanbestimmungen; sofern keine schulautonome Festlegung getroffen wird, erfolgt diese durch die Schulbehörde erster Instanz.
  4. Ziffer 4
    In den Volksschulen (Volksschulklassen) mit ungarischer und deutscher Unterrichtssprache sind im übrigen die beiden Sprachen in allen Unterrichtsgegenständen (ausgenommen in Deutsch und Ungarisch) den Vorkenntnissen der Kinder entsprechend nach Möglichkeit in annähernd gleichem Ausmaß zu verwenden.

FÜNFTER TEIL

LEHRPLÄNE FÜR DEN RELIGIONSUNTERRICHT

(Bekanntmachung gemäß Paragraph 2, Absatz 2, des Religionsunterrichtsgesetzes)

  1. Litera a
    Katholischer Religionsunterricht
Siehe Bekanntmachung Bundesgesetzblatt Nr. 134 aus 1963,, Anlage A, fünfter Teil Litera a, in der jeweils geltenden Fassung).

  1. Litera b
    Evangelischer Religionsunterricht
Siehe Bekanntmachung Bundesgesetzblatt Nr. 134 aus 1963, (Anlage A, fünfter Teil Litera b, in der jeweils geltenden Fassung).

  1. Litera c
    Altkatholischer Religionsunterricht
Die im Rahmen der Verordnung des Bundesministeriums für Unterricht vom 4. Juni 1963, Bundesgesetzblatt Nr. 134 (Anlage A, fünfter Teil Litera c, in der jeweils geltenden Fassung), bekanntgemachten Lehrpläne für den altkatholischen Religionsunterricht an Volksschulen sind in Anwendung zu bringen. Nach Maßgabe der Möglichkeiten ist auf die sprachliche Differenzierung Rücksicht zu nehmen.

  1. Litera d
    Israelitischer Religionsunterricht
Siehe Bekanntmachung, Bundesgesetzblatt Nr. 134 aus 1963, (Anlage A, fünfter Teil Litera d, in der jeweils geltenden Fassung).

SECHSTER TEIL

BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN SOWIE LEHRSTOFF UND DIDAKTISCHE

GRUNDSÄTZE DER VERBINDLICHEN ÜBUNGEN DER VORSCHULSTUFE

Für Sachbegegnung, Verkehrserziehung, Sprache und Sprechen, Mathematische Früherziehung, Singen und Musizieren, Rhythmisch-musikalische Erziehung, Bildnerisches Gestalten, Werkerziehung, Leibesübungen und Spiel gelten die Bestimmungen des jeweiligen Lehrplanes der Volksschule, sechster Teil, mit der Maßgabe, daß der Unterricht den Vorkenntnissen der Kinder entsprechend nach Möglichkeit in annähernd gleichem Ausmaß in ungarischer und deutscher Sprache zu erteilen ist.

SIEBENTER TEIL

BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN SOWIE LEHRSTOFF UND DIDAKTISCHE

GRUNDSÄTZE DER PFLICHTGEGENSTÄNDE DER GRUNDSCHULE (MIT AUSNAHME DER

VORSCHULSTUFE)

Für den Sachunterricht, Deutsch, Lesen, Mathematik, Musikerziehung, Bildnerische Erziehung, Schreiben, Werkerziehung und Leibesübungen gelten die Bestimmungen des jeweiligen Lehrplanes der Volksschule, siebenter Teil, mit der Maßgabe, daß der Unterricht (ausgenommen in Deutsch, Lesen und Schreiben) den Vorkenntnissen der Kinder entsprechend nach Möglichkeit in annähernd gleichem Ausmaß in ungarischer und deutscher Sprache zu erteilen ist.

Ungarisch, Lesen, Schreiben/Ungarisch, Lesen

Bildungs- und Lehraufgabe:

Der Ungarischunterricht hat die Aufgabe, die Schüler - unter Berücksichtigung der individuellen Lernvoraussetzungen - in ihrer Bereitschaft und Fähigkeit zu zwischenmenschlicher Verständigung im mündlichen und schriftlichen Bereich durch Lernen mit der ungarischen und über die ungarische Sprache zu fördern.

Im einzelnen geht es darum,

  • Strichaufzählung
    die individuelle Sprache des Kindes zur Standardsprache zu erweitern; auch bei Schülern mit unterschiedlichen Sprachkenntnissen ist von Anfang an Zweisprachigkeit zu ermöglichen;
  • Strichaufzählung
    den richtigen Sprachgebrauch im mündlichen und schriftlichen Bereich zu üben und zu festigen;
  • Strichaufzählung
    zum Lesen und zur Auseinandersetzung mit dem Gelesenen anzuregen;
  • Strichaufzählung
    einen kreativen Sprachgebrauch zu ermöglichen und zu fördern;
  • Strichaufzählung
    einige Grundeinsichten in Funktion und Struktur der ungarischen Sprache gewinnen zu lassen;
  • Strichaufzählung
    auf die Schönheit der ungarischen Sprache und den Wert der Zweisprachigkeit hinzuweisen;
  • Strichaufzählung
    einfache Arbeits- und Lerntechniken zu vermitteln, die in zunehmendem Maße zu selbständigem Bildungserwerb befähigen.

Der Unterrichtsgegenstand Ungarisch, Lesen, Schreiben/Ungarisch, Lesen gliedert sich in folgende Teilbereiche:

  • Strichaufzählung
    Sprechen/Beszedgyakorlat
  • Strichaufzählung
    Lesen/Olvasas
  • Strichaufzählung
    Schreiben (nur Grundstufe römisch eins)/Iras
  • Strichaufzählung
    Verfassen von Texten/Fogalmazas
  • Strichaufzählung
    Rechtschreiben/Helyesiras
  • Strichaufzählung
    Sprachbetrachtung/Szövegelemzes

Diese Aufgliederung in Teilbereiche verdeutlicht Sachstrukturen und die stoffliche Linienführung des Lehrplans, soll aber keinesfalls einer sinnvollen Vernetzung von Lernbereichen entgegenstehen und ermöglicht daher dem Lehrer einen kindgemäßen und sachgerechten Unterricht. Gleiches gilt für den die Grundleistungen der Kinder sichernden Lehrplanteil „Elementarer Spracherwerb”, der ebenfalls in die oben angeführten Teilbereiche zu integrieren ist.

Sprechen/Beszedgyakorlat:

Sprechen ist einer der wichtigsten Teilbereiche des Ungarischunterrichts, gliedert sich in fünf Aufgabenfelder und umfaßt grundlegende und langfristige Ziele. Wesentliche Aufgabe des Teilbereiches Sprechen ist es, die Bereitschaft und Fähigkeit der Schüler zur mündlichen Kommunikation allmählich zu erhöhen und sie zu einem möglichst sicheren Gebrauch der Standardsprache zu führen.

Lesen/Olvasas:

Der Leseunterricht auf der Grundstufe römisch eins hat die Aufgabe, den Schülern grundlegende Lesefertigkeiten zu vermitteln und damit die Begegnung und Auseinandersetzung mit Texten zu ermöglichen. Zunehmend erfahren die Schüler das Lesen als einen bedeutenden Zugang zur Kultur der Ungarn im Burgenland und der gesamten ungarischen Kultur, insbesondere als ein wesentliches Mittel zur Informationsgewinnung und zur Unterhaltung.

Im Leseunterricht auf der Grundstufe römisch zwei sollen die Schüler erfahren, daß sie durch Lesen und durch die Auseinandersetzung mit dem Gelesenen über ihre realen Lebenserfahrungen hinaus das Verständnis für sich selbst und für andere vertiefen sowie sich und andere informieren und unterhalten können.

Die vielfältige Begegnung und Auseinandersetzung mit Texten verschiedenster Art dient der Anbahnung der Lesemündigkeit. In diesem Zusammenhang ist auch die Lesefertigkeit der Schüler zu erweitern und zu festigen.

Schreiben (nur Grundstufe römisch eins)/Iras:

Aufgabe des Schreibunterrichts ist es, die Schüler zum Gebrauch grundlegender konventioneller grafischer Zeichensysteme anzuleiten. Dabei sollen sie erfahren, daß Schreiben eine Form der Kommunikation und Dokumentation ist. Im besonderen soll der Schreibunterricht zur sicheren Beherrschung des ungarischen Schriftsystems führen.

Verfassen von Texten/Fogalmazas:

Im Teilbereich Verfassen von Texten sollen sich die Schüler auf der Grundlage ihrer Mitteilungsbereitschaft und der erworbenen Fähigkeiten im Sprechen, Schreiben und Rechtschreiben zunehmend selbständig schriftlich äußern, und zwar sowohl ichbezogen, zB über Erlebnisse, Beobachtungen, als auch partnerbezogen, zB Wünsche, Fragen; auf der Grundstufe römisch zwei auch sachbezogen.

Rechtschreiben/Helyesiras:

Aufgabe des Rechtschreibunterrichts ist es, die Schüler zu normgerechtem Schreiben zu motivieren, grundlegende Rechtschreibkenntnisse zu vermitteln und in der Folge ihr Rechtschreibkönnen kontinuierlich zu erweitern, sie zum Erkennen und Anwenden einfacher Regeln zu führen und ihnen eine möglichst geläufige Nachschlagetechnik zu vermitteln.

Sprachbetrachtung/Szövegelemzes:

Aufgabe der Sprachbetrachtung ist es, allmählich wachsende Einsichten in Funktion und Struktur der ungarischen Sprache zu vermitteln und zunehmend begrifflich zu sichern.

Lehrstoff:

Grundstufe römisch eins (1. und 2. Schulstufe) Sprechen/Beszedgyakorlat

Als Schwerpunkte innerhalb der einzelnen Aufgabenfelder bis zum Ende der 2. Schulstufe gelten:

beim Erzählen, Mitteilen, Zuhören

  • Strichaufzählung
    beim Erzählen und Mitteilen anderer bewußt zuhören und sich zu Gehörtem äußern können;
beim situationsbezogenen Sprechen
  • Strichaufzählung
    in verschiedenartigen Situationen sprachlich angemessen handeln;
beim Gespräch
  • Strichaufzählung
    sich in verschiedenen Gesprächsformen beim Sprechen, Hören und Verstehen einander zuwenden;
  • Strichaufzählung
    einsehen, daß Miteinander-Sprechen geregelt werden muß und daher einfache Gesprächsregeln vereinbaren und beachten;
  • Strichaufzählung
    in der Schule erworbene Sprechformen und sprachliche Mittel allmählich auch im Gespräch anwenden;
bei der Sprachübung (Erweiterung der Sprachfähigkeit)
  • Strichaufzählung
    den Wortschatz auf verschiedenen Ebenen (Wortbedeutung, Wortfeld, Wortfamilie, Oberbegriffe usw.) erweitern;
  • Strichaufzählung
    über häufig gebrauchte Satzmuster verfügen und allmählich zur Standardsprache hingeführt werden;
bei der Sprechübung (Deutliches Sprechen)
  • Strichaufzählung
    Laute richtig bilden sowie Wörter und Texte gut artikulieren können;
  • Strichaufzählung
    ausdrucksvoll sprechen können.

Erzählen, Mitteilen, Zuhören:

Motivation                         In einer entspannten Atmosphäre

                                     Freude und Bereitschaft zum

                                     Erzählen, Mitteilen und Zuhören

                                     entwickeln

                                   Geeignete Erzählsituationen

                                     (Erzählkreis, Atmosphäre, ...)

                                     schaffen

Erlebnisse, Beobachtungen und      Unter Berücksichtigung der

Gefühle mitteilen                    vorhandenen Sprachkenntnisse

                                     Erlebnisse, Ereignisse und

                                     Beobachtungen verbalisieren

                                   Zu Bildern und Bildgeschichten

                                     sprechen

                                   Eigene Gefühle und Empfindungen

                                     äußern sowie die anderer

                                     wahrnehmen und verstehen

                                     (trösten, beruhigen, Hilfe

                                     anbieten)

Spielerischer und kreativer        Laut- und Wortspielereien,

  Umgang mit Sprache                 Reimbasteleien und anderes mehr

                                     versuchen

                                   Wörter und Wortteile nachlauten;

                                     durch Verändern von Lauten neue

                                     Wörter bilden (zB kep - gep;

                                     hat - hat; ...)

                                   Gedichte und Kinderreime

                                     gestaltend sprechen

Zuhören                            Dem Erzählen des Lehrers zuhören

                                     und daraus Anregungen für das

                                     eigene Erzählen gewinnen; dem

                                     Erzählen der Mitschüler

                                     aufmerksam zuhören

                                   Geeignete Erzählsituationen

                                     (Erzählkreis, Atmosphäre, ...)

                                     schaffen

                                   Gehörtes (zunächst ohne Anspruch

                                     auf Genauigkeit und

                                     Vollständigkeit) wiedergeben

                                   Sich zu Gehörtem äußern (zB

                                     Fragen stellen)

Situationsbezogenes Sprechen:

In einfachen Sprechsituationen     Sprechsituationen aufgreifen und

  Erfahrungen sammeln,               spielerisch erproben, zB

  Situationen sprachlich           - begrüßen, verabschieden, sich

  bewältigen                         entschuldigen

                                   - sich erkundigen bzw. Auskunft

                                     geben

                                   - Vorschläge äußern

Gespräch:

Hinführen zum Gepräch;             Spielerische Formen des

Vorformen des Gesprächs              Miteinander-Sprechens (zB

                                     Kennenlernen, Rate- und

                                     Fragespiele, Zuhörspiele und

                                     Spiele zur Weitergabe des

                                     Wortes)

                                   Einfache Kommunikationsformen

                                     (Weiterrufen in der

                                     Sprechkette, Erzählkreis usw.)

                                   Schrittweises Sichern einfacher

                                     Formen des Ansprechens,

                                     Anknüpfens, Weiterführens und

                                     ähnliches mehr

Schulung des Hörens und            Vom Wahrnehmen über das bewußte

Verstehens                           Hinhören und Zuhören zum

                                     Aufeinander-Hören gelangen

Einsehen, Vereinbaren und          Die Wichtigkeit von

Beachten einiger wichtiger           Gesprächsregeln einsehen

Gesprächsregeln                    Gesprächsregeln vereinbaren und

                                     beachten

Hinführen zu verschiedenen         Partner-, Gruppen- und

Gesprächsformen                      Kreisgespräche zu Themen aus

                                     dem Erfahrungs- und

                                     Interessenbereich der Kinder

                                     oder aus Sachbegegnungen in

                                     verschiedenen Lernbereichen

                                     oder über das

                                     Miteinander-Sprechen führen

Sprachübung (Erweiterung der

Sprachfähigkeit):

Wortschatz erweitern und           Über Gegenstände, Bilder und

differenzieren                       ähnliches sprechen:

                                     Tätigkeiten, Geräusche,

                                     Beobachtungen usw. sprachlich

                                     darstellen

                                   Die Bedeutung von Wörtern

                                     umgrenzen, inhaltlich

                                     bestimmen, zB durch zugehörige

                                     Gegenwörter (magas - alacsony)

                                     oder durch kleine sprachliche

                                     Felder

Richtige Satzmuster üben           Sätze mit gleichem Satzbau analog

                                     bilden; Üben von Satzmustern,

                                     die häufig fehlerhaft verwendet

                                     werden

Sprechübung (Deutliches

Sprechen):

Natürlich und ausdrucksvoll        Fördern und Verstärken des

sprechen                             natürlichen Sprechens der

                                     Kinder

                                   Sprache ausdrucksvoll gestalten

Deutlich sprechen                  Bewußtes Beachten der

                                     Artikulation beim Sprechen

                                     (Zungenbrecher, Sprachspiele,

                                     ...)

Texte nachgestaltend und           Sprechen von Reimen, Gedichten

sinngestaltend sprechen              und Versen; Reimwörter finden

                                   Verse und kurze Gedichte frei

                                     vortragen

Mundart- und Standardsprache       Mundart- und Standardsprache

                                     vergleichen; Gemeinsamkeiten

                                     und Unterschiede feststellen

Lesen/Olvasas

Bei der Unterrichtsarbeit ist anzustreben, daß die Schüler bis zum Ende der 2. Schulstufe

  • Strichaufzählung
    eine möglichst anhaltende Lesemotivation entwickelt haben;
  • Strichaufzählung
    in der Lage sind, altersgemäße Texte geläufig zu lesen;
  • Strichaufzählung
    den Sinn dieser Texte erfassen können;
  • Strichaufzählung
    sich mit Texten in einfacher Weise auseinandersetzen können.

Erstlesen (Grundleistungen):

Den nachfolgend genannten Grundleistungen kommt als Voraussetzung für den Erstleseunterricht im engeren Sinn besondere Bedeutung zu (siehe dazu auch diesbezügliche didaktische Grundsätze).

Lesemotivation                     Permanente und gezielte Maßnahmen

                                     zur Weckung des Lesewillens und

                                     zur Erhaltung der Lesefreude

Sprachförderung                    Umfassende und gezielte Maßnahmen

                                     zur Sprachentwicklung;

                                     wechselseitige Unterstützung

                                     von mündlichem Sprachunterricht

                                     und Lesenlernen

Sprechmotorik                      Artikulierendes Sprechen;

                                     Beobachten der Lautbildung

Akustische Gliederungs- und        Gehörte Sprache in Wörter

Merkfähigkeit                        gliedern; Wörter von ähnlich

                                     klingenden anderen

                                     unterscheiden und später

                                     wiedererkennen; Einzellaute

                                     erkennen, von anderen

                                     unterscheiden und später

                                     wiedererkennen; einfache Reime

                                     erkennen, sich merken, selbst

                                     bilden

Visuelle Gliederungs- und          Die Gliederung von gedruckten und

Merkfähigkeit                        geschriebenen Texten in Wörter

                                     wahrnehmen, einige Wörter von

                                     anderen unterscheiden und

                                     später wiedererkennen

Grundlegende Begriffe              Wort, Laut, Schrift, Buchstabe;

links, rechts, oben, unten,

vorne, hinten und dergleichen;

Szo, hang, iras, betü; bal,

jobb, fent, lent stb

Erstleseunterricht (Lehrgang):

Unabhängig von der gewählten Methode und Ausgangsschrift umfaßt der Erstleseunterricht im eigentlichen Sinn der Grundstufe römisch eins mehrere Teilschritte, wobei ihre Reihenfolge keine bindende methodische Abfolge ausdrückt.

Übungen zum akustischen,           Durchgliedern von Sätzen in

sprech-motorischen und visuellen     Wörter

Durchgliedern von Sätzen und       Ähnlich klingende Wörter

Wörtern                              sprechen, vergleichen und

                                     unterscheiden

                                   Laute und Lautgruppen heraushören

                                     und sprechen

                                   Gleiche Buchstabengruppen in

                                     verschiedenen Wörtern

                                     feststellen, von anderen

                                     unterscheiden und kennzeichnen

                                   Durchgliedern von Wörtern durch

                                     Ab- und Aufbauübungen

                                   Laute und Buchstaben austauschen

                                     und neue Wörter entstehen

                                     lassen

Erfassen der                       In vielseitigen Übungen jedem

Laut-Buchstaben-Zuordnung in         Buchstaben den ihm

ihren verschiedenen Varianten und    entsprechenden Laut zuordnen

Qualitäten; Beherrschen der          und artikulieren(zB Buchstaben

Buchstaben                           suchen, feststellen, benennen,

                                     sortieren, unterscheiden usw.)

                                   Die Unterschiede zwischen

                                     deutschen und ungarischen

                                     Schriftzeichen kennen

                                   Unterschiedliche Buchstaben und

                                     Buchstabengruppen für den

                                     gleichen Laut einander zuordnen

                                     (Groß- und Kleinbuchstaben)

Speichern und Wiedergeben von      Einprägen von ausgewählten

Wörtern und Buchstabengruppen        Wörtern durch oftmaliges

                                     Anbieten ihres Schrift- und

                                     Klangbildes und

                                     sprechmotorisches Wiedergeben

                                   Übungen zum raschen

                                     Wiedererkennen von Wörtern und

                                     Buchstabengruppen

Aufbauendes Zusammenlesen          Aufbauendes Zusammenlesen

                                     zunächst von bekannten, dann

                                     von unbekannten Wörtern;

                                     Erfassen ihrer Bedeutung

                                   Nonsenswörter aufbauen und lesen

                                   Vielfältige Auf- und Abbauübungen

                                   Durch Austauschen, Weglassen und

                                     Hinzufügen von Buchstaben bei

                                     bekannten und später bei

                                     unbekannten Wörtern die

                                     Bedeutung eines Wortes

                                     verändern

                                   In neuen Wörtern bekannte

                                     Elemente auffinden und als

                                     Lesehilfe verwenden

                                   Sätze mit bekannten und neu

                                     gelernten Wörtern bauen und

                                     umbauen. Erfassen ihrer

                                     Bedeutung bzw. ihrer

                                     Bedeutungsänderung

Weiterführendes Lesen:

Steigerung der Lesesicherheit      Vielfältige Übungen zur guten

und der Lesegeläufigkeit             Aussprache; Überschauendes

                                     Lesen von Texten in immer

                                     größeren Sinnschritten, zB

                                     durch Übungen im „Blitzlesen”

                                   Beachtung der wichtigsten

                                     Satzzeichen

Übungen zum sinnerfassenden Lesen  Vom lauten zum stillen Lesen von

                                     Texten

                                   Beantworten von Fragen zum

                                     gelesenen Text

                                   Das Verständnis zur

                                     Unterscheidung von Wichtigem

                                     und Unwichtigem anbahnen

                                   Schriftliche Anweisungen,

                                     Aufforderungen und ähnliches

                                     verstehen

Begegnung mit literarischen        Umweltgeschichten, Märchen,

Texten in möglichst natürlichen      Kinderlyrik, kurze dramatische

Lesesituationen                      Szenen usw.

                                   Einbeziehung von Privatlektüre

Erste Übungen zum                  Literarische Texte

partnerbezogenen sinngestaltenden  Gebrauchstexte (zB Anleitungen,

Lesen (Vorlesen) von vorgeübten      Einladungen, Aufforderungen,

Texten in natürlichen                Hinweise, Listen, Notizen, ...)

Lesesituationen                    Eigene Niederschriften und

                                     Niederschriften von Mitschülern

                                     lesen

Anbahnung selbständiger            Sprechen über gelesene Texte

Auseinandersetzung mit Texten      Stellungnahmen, Fragen,

verschiedener Art                    Weiterführen usw.

Schreiben/Iras

Bei der Unterrichtsarbeit ist anzustreben, daß die Schüler bis zum Ende der 2. Schulstufe

  • Strichaufzählung
    Buchstaben, Ziffern und Zeichen in einer der österreichischen Schulschrift angenäherten Form aus der Vorstellung schreiben können (dies schließt nicht aus, daß die Schüler mit dem Schreiben der Druckschrift vertraut gemacht werden);
  • Strichaufzählung
    kurze Texte gut lesbar schreiben können;
  • Strichaufzählung
    Ansätze zu einer geläufigen Schrift erkennen lassen.

Darüber hinaus orientiert sich der Schreibunterricht am Lehrstoff des Lehrplans der Volksschule, siebenter Teil.

Verfassen von Texten/Fogalmazas

Als Schwerpunkte der einzelnen Aufgabenfelder können bis zum Ende der 2. Schulstufe angesehen werden:

  • Strichaufzählung
    Freude am Verfassen von Texten entwickeln;
  • Strichaufzählung
    sich je nach Situation verschiedener Textsorten bedienen (Mitteilungen, Notizen, Fragen, Antworten, ...);
  • Strichaufzählung
    eigene Erlebnisse, Beobachtungen und ähnliches in kurzen Sätzen aufschreiben;
  • Strichaufzählung
    über Personen, Tiere, Gegenstände, Handlungsabläufe und Sachverhalte schreiben.

Vorbereitende und begleitende      Die Pflege der Sprechfreude und

Übungen zum Verfassen von Texten     die Ermutigung zum

                                     selbständigen Berichten und

                                     Erzählen in altersgemäßer

                                     Sprache bilden die wichtigsten

                                     Voraussetzungen für das spätere

                                     Verfassen von Texten

                                   An Erzählungen sollen die Schüler

                                     immer wieder erfahren, wie ein

                                     Text verständlich abgefaßt wird

- Wichtiges von weniger Wichtigem  Ungeordnet vorgegebene Wörter zu

  unterscheiden                      einem Satz, ungeordnet

                                     vorgegebene Sätze zu einem

                                     sinnvollen Text ordnen

                                   Passende Überschriften zu

                                     einfachen Geschichten, zu

                                     Bildern ua. finden und

                                     schreiben

                                   Die inhaltlichen Aussagen einer

                                     Bildfolge in Sätzen ausdrücken

- Vorgegebene Textteile ergänzen   ZB zu einer Geschichte einen

                                     Schluß finden

- Situationsbezogene               Im Bereich des Wortschatzes und

  Formulierungsübungen               der Satzstrukturen

- Einfache schriftliche Muster     ZB Beschriften von Schulsachen;

  funktionsgerecht anwenden          Schreiben von Listen, Adressen

                                     usw.

- Gemeinsames Erarbeiten eines     ZB zu einem Ereignis oder Bild

  Textes

Texte verfassen                    Selbständig verfaßte

                                     Niederschriften können anfangs

                                     nur aus einem Wort, einer

                                     Wortgruppe oder einem Satz

                                     bestehen. Sie werden erst

                                     allmählich auf zwei oder

                                     mehrere Sätze erweitert. Beim

                                     Verfassen von Texten ist darauf

                                     zu achten, daß allmählich eine

                                     oder mehrere vorwiegende

                                     Schreibabsichten berücksichtigt

                                     werden:

                                   - andere unterhalten oder Anteil

                                     nehmen lassen (zB eigene

                                     Erlebnisse aufschreiben, damit

                                     sie andere lesen können)

                                   - andere informieren (zB durch

                                     Mitteilungen oder einfache

                                     Beschreibungen)

                                   - an andere appellieren (zB durch

                                     Bitten, Wünsche, Anfragen,

                                     Einladungen)

                                   - sich etwas notieren (zB

                                     Merkzettel, Verzeichnis)

Rechtschreiben/Helyesiras

  Bei der Unterrichtsarbeit ist anzustreben, daß die Schüler bis zum

Ende der 2. Schulstufe

- einen begrenzten Wortschatz gründlich geübt haben und möglichst

  sicher beherrschen;

- sich einiger Strategien bedienen können, um zu normgerechtem

  Schreiben zu gelangen;

- einige grundlegende Kenntnisse der Großschreibung, der

  Interpunktion und der Trennung erworben haben.

Motivation                         Das Bemühen um normgerechtes

                                     Schreiben wecken und fördern

Erarbeitung und Sicherung eines

begrenzten Wortschatzes

- Auswahl des Wortschatzes         Wörter, deren Bedeutung bereits

                                     erfaßt wurde, nach folgenden

                                     Kriterien auswählen: aktiver

                                     Wortschatz, Häufigkeit,

                                     exemplarischer Wert auch im

                                     Hinblick auf spätere Analogie-

                                     und Regelbildungen

- Wörter durchgliedern             Wörter akustisch, optisch und

                                     sprechmotorisch durchgliedern

                                   Entsprechungen,

                                     Teilentsprechungen und

                                     Nichtentsprechungen zwischen

                                     Lautung und Schreibung

                                     entdecken

                                   In verschiedenen Wörtern gleiche

                                     Schreibungen feststellen

- Wörter einüben                   Wörter, Wortgruppen und kurze

                                     Sätze abschreiben und

                                     aufschreiben

                                   Den erarbeiteten Wortschatz in

                                     verschiedenen sprachlichen

                                     Zusammenhängen anwenden

Von gesicherten Wörtern zur        Beispiele: ut - utca, fa - fak;

Schreibung anderer Wortformen        körte - körtefa, szilva -

bzw. anderer Wörter                  szilvale, szilvamag; auch

                                     Wortfamilien

Besonderheiten der

Rechtschreibung:

- Großschreibung                   Erfassen, daß man nur Eigennamen,

                                     Satzanfänge und das erste Wort

                                     einer Überschrift groß schreibt

- Lange und kurze Vokale           Den Unterschied zwischen langen

                                     und kurzen Vokalen sowohl in

                                     der Aussprache als auch in der

                                     Schreibung erfassen

- Kurze und lange Konsonanten      Erkennen, daß man in der Regel

                                     kurz gesprochene Konsonanten

                                     mit einem Buchstaben,

                                     langgesprochene Konsonanten mit

                                     Konsonantenverdopplung notiert

- Interpunktion                    Die Satzschlußzeichen (Punkt,

                                     Fragezeichen und Rufzeichen) in

                                     leicht erfaßbaren Beispielen

                                     richtig anwenden

- Trennung                         Einfache Zusammensetzungen in

                                     einzelne Wörter trennen

                                   In einfachen Fällen: Wörter nach

                                     Sprechsilben trennen

Unterstützende Strategien beim

Rechtschreibenlernen:

- akusto-sprechmotorisch           Deutlich artikulierendes Sprechen

                                     als meist mögliche Hilfe zum

                                     normgerechten Schreiben

                                     erkennen

                                   Beim Schreiben leise mitsprechen

- visuell-schreibmotorisch         Sich durch Lesen und Schreiben

                                     normgerechte Schreibungen

                                     einprägen

                                   Wörter auch aus der Vorstellung

                                     aufschreiben

- erstes Rechtschreibwissen        Elementare Einsichten in die

  anwenden                           Regelhaftigkeit der

                                     Rechtschreibung anwenden

- Hilfen für das Rechtschreiben    Den Lehrer, die Eltern oder auch

                                     Mitschüler um Auskunft bitten

                                   Einführung in den Gebrauch des

                                     Wörterbuches; das Wörterbuch

                                     und andere schriftliche

                                     Unterlagen verwenden

Sprachbetrachtung/Szövegelemzes

Bei der Unterrichtsarbeit ist anzustreben, daß die Schüler bis zum Ende der 2. Schulstufe

- Interesse am bewußten Umgang mit Sprache entwickeln.

Einsicht in Sprache durch          Im Zusammenhang mit dem

Entdecken, Vergleichen und           Leseunterricht können viele

Betrachten                           sprachliche Erscheinungen (in

                                     den Bereichen Satz, Wort,

                                     Buchstabe) bewußtgemacht

                                     werden, zB die Gliederung von

                                     gedruckten oder geschriebenen

                                     Wörtern;

                                   Buchstaben in verschiedenen

                                     Positionen eines Wortes

                                   Wiederholtes Vergleichen und

                                     Betrachten am anschaulich

                                     vorliegenden Sprachmaterial

                                     führen zunehmend zum Erfassen

                                     (in Teilbereichen zum Benennen)

                                     sprachlicher Erscheinungen

                                   Dabei kann die Erkenntnis

                                     angebahnt oder unterstützt

                                     werden, daß sich durch die

                                     geänderte Bedeutung die

                                     grafische Gestalt und die

                                     Lautgestalt eines Wortes auch

                                     ändern (ing - ingek)

                                                      --

Einsicht in Sprache durch          Neue Wörter durch Weglassen,

spielerischen Umgang mit             Hinzufügen, Austauschen,

sprachlichen Elementen               Verlängern oder Verkürzen eines

                                     Buchstabens oder eines Lautes

                                     bilden

                                   Reimwörter

                                   Unsinnige Wörter

Der Satz als Sinneinheit           Sätze bauen und umbauen

                                   Unvollständige Sätze ergänzen

                                     bzw. Lückentexte

                                     vervollständigen

                                   Satzschlußzeichen anwenden

Die Wortart „Namenwort”          Sammeln und Ordnen von Namen aus

                                     der Lebenswelt des Schülers

                                     (Namen von Menschen, Tieren,

                                     Pflanzen und Dingen)

                                   Erkennen, welche Namenwörter groß

                                     und welche klein geschrieben

                                     werden

                                   Suchen von Namenwörtern in Sätzen

Sprachbezogene Begriffe            Die Begriffe „betü”, „szo”,

                                     „mondat” anhand von

                                     Beispielen verstehen (nicht

                                     definieren) und im Umgang mit

                                     Sprache anwenden

Grundstufe römisch zwei (3. und 4. Schulstufe) Sprechen/Beszedgyakorlat

Als Schwerpunkte innerhalb der einzelnen Aufgabenfelder bis zum Ende der 4. Schulstufe gelten:

Erzählen, Informieren, Zuhören

  • Strichaufzählung
    sprachliche Ausdrucksformen allmählich bewußt einsetzen;
  • Strichaufzählung
    durch aufmerksames Zuhören Sachverhalte, Gedanken und die Lage anderer erfassen;

Situationsbezogenes Sprechen

  • Strichaufzählung
    verschiedenartige Situationen einschätzen und sprachlich angemessen bewältigen;

Gespräch

  • Strichaufzählung
    relativ selbständig partner-, sach- und problembezogene Gespräche in verschiedenen Formen führen;
  • Strichaufzählung
    Gesprächsregeln formulieren, begründen, beachten;
  • Strichaufzählung
    im Sinne des „sozialen Lernens” und des Unterrichtsprinzips des „interkulturellen Lernens” beachten, daß man in der Regel in der Sprache antwortet, in der man angesprochen wird;
  • Strichaufzählung
    einfache Gesprächstechniken kennen und situationsgerecht anwenden;
  • Strichaufzählung
    in der Schule erworbene Sprech- und Sprachformen im Gespräch anwenden;

Sprachübung (Erweiterung der Sprachfähigkeit)

  • Strichaufzählung
    einen grundlegenden Wortschatz inhaltlich erschlossen und begrifflich verfügbar haben;
  • Strichaufzählung
    zunehmende Sicherheit im Gebrauch der Standardsprache erlangt haben;

Sprechübung (Deutliches Sprechen)

- Sicherheit im ausdrucksvollen und lautrichtigen Sprechen gewinnen.

Erzählen, Informieren, Zuhören:

Interessant und anschaulich        Über Ereignisse, persönliche

erzählen, andere unterhalten         Erlebnisse und dergleichen in

                                     zeitlich richtiger Abfolge

                                     erzählen

In bewußter Gestaltungsabsicht     Beim Erzählen allmählich die

erzählen                             eigenen Gestaltungsabsichten

                                     umsetzen (Höhepunkt gestalten,

                                     Mitgefühl erwecken und

                                     dergleichen)

Beim Erzählen wesentliche          Durch Erzählen andere unterhalten

Einzelheiten berücksichtigen       Kurze gelesene oder gehörte

                                     Geschichten anderen erzählen

                                   Ausgedachte Geschichten erzählen

                                     (zu Bildern, Geräuschen,

                                     Wörtern, Pantomimen usw.)

Andere informieren                 Einfache Sachverhalte und

                                     Handlungsabläufe möglichst

                                     genau sprachlich darstellen

                                   Eigene Gefühle, Gedanken und

                                     Wünsche anderen mitteilen

                                   Auffallende Merkmale von

                                     Gegenständen, Tieren und

                                     Menschen beschreiben

                                   Sachinformationen weitergeben (zB

                                     von sachlichen Zusammenhängen

                                     mit Hilfe von Texten, Bildern,

                                     ... berichten)

                                   Arbeitsergebnisse zusammenfassen

Aufmerksam zuhören                 Anderen Sprechern längere Zeit

                                     aufmerksam zuhören

                                   Wesentliches erfassen und

                                     wiedergeben

                                   Zu Gehörtem Stellung nehmen

                                   Feststellen, wodurch eine

                                     Darstellung gefällt, eine

                                     Erzählung lustig, traurig,

                                     spannend wirkt

Situationsbezogenes Sprechen:

Verschiedenartige                  Reale Handlungssituationen bzw.

Sprechhandlungssituationen           in Rollenspielen dargestellte

sprachlich allmählich sicher         Situationen sprachlich

bewältigen                           bewältigen:

                                   zB:

                                   - mit jemandem Kontakt aufnehmen

                                   - trösten, wünschen, fordern,

                                     richtigstellen

                                   - einem anderen zustimmen, die

                                     Meinung eines anderen

                                     anerkennen

                                   - die eigene Meinung begründen

                                     und vertreten

Gespräch:

Weitergehende Schulung des         ZB durch verschiedene

Zuhörens, Aufeinander-Hörens         kommunikative Spiele;

                                     Unterscheiden von Wesentlichem

                                     und Unwesentlichem;

                                     Zusammenfassen wichtiger

                                     Ergebnisse eines kurzen

                                     Gesprächs

Erweitern der Gesprächsregeln und  ZB beim Thema bleiben

der Gesprächstechniken             Eigene Behauptungen begründen

                                   Seine Meinung vertreten

                                   Seine Meinung ändern, wenn man

                                     überzeugt worden ist

                                   Nicht alles unbefragt hinnehmen

                                   Anteilnehmen durch Rückfragen,

                                     Zustimmen, Ablehnen

                                   Die Klärung von Sachverhalten und

                                     Problemen anstreben (zB durch

                                     Fragen, Beurteilen von

                                     Gesprächsbeiträgen,

                                     Vermutungen, Bestätigung und

                                     Widerspruch)

                                   Sich auf Gesprächsteilnehmer und

                                     deren jeweilige Rolle bzw.

                                     Sprache einstellen

Beherrschen einfacher              Partner-, Gruppen- und

Gesprächsformen                      Kreisgespräche zu Sachthemen

                                     und -problemen aus dem

                                     Erfahrungs- und

                                     Interessenbereich der Kinder

                                     oder aus Sachbegegnungen in

                                     verschiedenen Lernbereichen

                                     führen, die allmählich auch

                                     länger dauern sollen

                                   Über den Gesprächsverlauf (zB

                                     anhand einer Tonbandaufnahme

                                     oder von Notizen) miteinander

                                     sprechen

                                   Wie auf der Grundstufe I können

                                     sich Gesprächsanlässe spontan

                                     aus bestimmten Situationen

                                     ergeben oder gezielt angeregt

                                     werden

Sprachübung (Erweiterung der

Sprachfähigkeit):

Wortschatz erweitern und           Gegenstände und Bilder besprechen

differenzieren                       oder beschreiben

                                   Beobachtungen und Vorgänge

                                     sprachlich darstellen

                                   Möglichkeiten der Wortbildung

                                     erproben

                                   Wortbedeutungen durch Ordnen,

                                     Vergleichen und Anwenden

                                     unterscheiden

Standardsprachliche Satzmuster     Üben und sichern von Satzmustern

üben und erweitern                   mit steigendem

                                     Schwierigkeitsgrad, um

                                     Fehlformen vorzubeugen

                                     (Satzreihen und Satzgefüge)

Sprechübung (Deutliches Sprechen):

Ausdrucksvoll sprechen             Persönliche Aussagen

                                     ausdrucksvoll gestalten

                                   Den sicheren Gebrauch

                                     unterschiedlicher Mittel des

                                     ausdrucksvollen Sprechens (zB

                                     Mimik und Gestik, Lautstärke,

                                     Artikulation, Tempo, Pausen)

                                     üben und sprachliche Äußerungen

                                     dadurch unterstützen

                                   Verschiedene

                                     Ausdrucksmöglichkeiten

                                     sprachlichen Handelns für

                                     bestimmte Situationen erproben

                                     (Rollenspiele)

Deutlich sprechen                  Übungen zur Schulung der

                                     Artikulation in beiden

                                     Sprachen: Wörter und Texte

                                     bewußt artikuliert sprechen

                                     (Sprechspiele, Zungenbrecher,

                                     Scherztexte und dergleichen)

                                   Sicherung der Lautbildung und

                                     Übungen zur Lautunterscheidung

                                     mit Berücksichtigung der

                                     Unterschiede in Deutsch und

                                     Ungarisch (zB

                                     Lautdifferenzierungsübungen)

Texte nachgestaltend und           Durch unterschiedliches Sprechen

umgestaltend sprechen                von Texten (fröhlich,

                                     weinerlich, ...) verschiedene

                                     Stimmungen und Charakterzüge

                                     ausdrücken

Lesen/Olvasas

Bei der Unterrichtsarbeit ist anzustreben, daß die Schüler bis zum Ende der 4. Schulstufe

  • Strichaufzählung
    ihr Lesen zunehmend an persönlichen Interessen orientieren;
  • Strichaufzählung
    altersgemäße Texte selbständig lesen und inhaltlich erschließen können;
  • Strichaufzählung
    durch die Auseinandersetzung mit Texten deren Absichten, Wirkungen und dergleichen erkennen können;
  • Strichaufzählung
    vorbereitete Texte sinngestaltend vorlesen können.

Förderung und Unterstützung der    Möglichst oft auf aktuelle,

Lesebereitschaft, Festigung guter    altersgemäße Texte hinweisen

Lesegewohnheiten, Bilden und         und auf individuelle

Ausweiten individueller              Leseinteressen eingehen

Leseinteressen                     Vielfältige altersgemäße Texte

                                     anbieten (Klassenbibliothek,

                                     Schulbibliothek)

                                   Zur selbständigen Textbeschaffung

                                     anregen (Bibliotheksbesuch,

                                     Bücheraustausch)

Erfahren, daß man aus Texten Sinn

entnehmen kann und Ausweitung der

Inhaltserschließung und des

Textverständnisses:

- aus literarischen Texten         In Märchen, Sagen, Erzählungen

                                     aus beiden Kulturkreisen,

                                     Umweltgeschichten usw.

                                     Handlungszusammenhänge erleben

                                     und erkennen; Märchen, Sagen,

                                     Fabeln, Umweltgeschichten,

                                     Erzählungen, dialogische Texte

                                     usw. lesen, um sich zu

                                     unterhalten, um mitzuempfinden,

                                     um sich anregen zu lassen usw.

                                   Einfache Handlungsabfolgen

                                     richtig wiedergeben (zB

                                     erzählen, spielen); Pointen

                                     erfassen

                                   Gemeinsam über Texte und ihre

                                     unterschiedliche Wirkung

                                     sprechen

                                   Den Verlauf einer Handlung, eines

                                     Geschehens durch Erzählung,

                                     durch spielerische oder

                                     pantomimische Darstellung

                                     wiedergeben

                                   Zu Texten die eigene Meinung

                                     äußern und begründen, Texte

                                     phantasievoll weiterführen

- aus Gebrauchstexten              Bilder und Bildunterschriften als

                                     Zusatzinformationen nützen

                                   Inhaltsverzeichnisse,

                                     Kurzbeschreibungen usw. als

                                     Informationsquelle benützen

                                   Sachbücher, Nachschlagewerke,

                                     kurze Gebrauchstexte (zB

                                     Spielregeln, Anleitungen,

                                     Kochrezepte, ...) lesen, um

                                     sich zu informieren

                                   Aus Überschriften, Buchtiteln

                                     usw. auf den Informationsgehalt

                                     schließen

                                   Informationen auswerten und

                                     anwenden

Steigerung der Lesefähigkeit       Überschauendes Lesen in immer

                                     größeren Sinnschritten

                                   Lesen von Texten in verschiedener

                                     räumlicher Anordnung (zB in

                                     Pyramidenform)

                                   Lesen von Texten ohne

                                     Wortabstände, ohne Satzzeichen

                                   Lesen von Texten verschiedener

                                     Druckgrößen und Schriftarten

                                     (verschiedene Formen der Block-

                                     und Druckschrift, lateinische

                                     Schreibschrift)

                                   Vielfältige Übungen zur guten

                                     Aussprache

                                   Lesen einfacher Texte unter

                                     Beachtung der Leseflüssigkeit

                                   Lesen einfacher Texte in

                                     zunehmend steigendem Tempo

Vorbereitung und Übung             Vielfältiges Üben

textgerechten Vorlesens und          sinnentsprechenden und

Vortragens                           sinngestaltenden Lesens und

                                     Vortragens

                                   - Lesen und Vortragen von

                                     Kinderreimen, Gedichten,

                                     Geschichten und anderes mehr

                                     unter besonderer Beachtung der

                                     Klangstruktur und der

                                     Sprechpausen

                                   - Auswendiglernen und Vortragen

                                     von Gedichten

Verfassen von Texten/Fogalmazas

Als Schwerpunkte bis zum Ende der 4. Schulstufe gelten:

  • Strichaufzählung
    eine anhaltende Freude am Verfassen von Texten entwickeln;
  • Strichaufzählung
    eigene Erlebnisse, Beobachtungen, Dialoge, Erfundenes und ähnliches aufschreiben;
  • Strichaufzählung
    Mitteilungen, Aufforderungen, Wünsche, Hinweise, Anleitungen, Aufträge und ähnliches aufschreiben;
  • Strichaufzählung
    über Personen, Tiere, Gegenstände, Handlungsabläufe und Sachverhalte in ganzen Sätzen und in Stichwörtern schreiben;
  • Strichaufzählung
    Einzelbilder und Bildfolgen schriftlich versprachlichen sowie Texte ergänzen und verändern;
  • Strichaufzählung
    Briefe, Grußkarten und ähnliches zu verschiedenen Anlässen schreiben;
  • Strichaufzählung
    Gelesenes, Gehörtes, Gesehenes, Gefühltes und Gedachtes in eigenen Worten (ganze Sätze oder Stichworte) schriftlich wiedergeben.

Begleitende Übungen zum Verfassen

von Texten:

- Wichtiges von weniger Wichtigem  ZB passende Überschriften zu

  bzw. Unwichtigem unterscheiden     Bildern und Texten finden

                                   ZB in Texten das Wichtigste

                                     unterstreichen; Stichworte und

                                     Sätze zu Gelesenem und Gehörtem

                                     aufschreiben

- Gedanken ordnen und damit        ZB vorgegebene Bildfolgen und

  Möglichkeiten des Textaufbaues     Textteile ordnen und ergänzen;

  erkennen                           Anfang, Höhepunkt, Abschluß von

                                     Texten finden, erkennen und

                                     formulieren

                                   ZB sich die Reihenfolge und

                                     Verknüpfung von Sätzen

                                     bewußtmachen und beim eigenen

                                     Schreiben beachten

- Gedanken möglichst klar, genau,  Im Bereich des Wortschatzes und

  anschaulich und folgerichtig       der Satzstrukturen immer

  sprachlich ausdrücken und          situationsbezogen formulieren:

  darstellen                         treffende Wörter;

                                     Aufforderungen, Ausrufe,

                                     Fragen; Anrede-, Einleitungs-

                                     und Schlußformel in Briefen;

                                     Verwenden der wörtlichen Rede

                                   ZB Dinge, Tätigkeiten,

                                     Eigenschaften, Sachverhalte,

                                     Situationen usw. immer

                                     angemessener sprachlich

                                     darstellen

- Texte zu einer                   Texte zB zu einem gemeinsamen

  Erfahrungsgrundlage gemeinsam      Erlebnis, zu einem Bild bzw.

  erarbeiten                         zu Bildern, zu einem

                                     sachunterrichtlichen Thema und

                                     ähnlichem in kleinen Gruppen

                                     oder mit der Klasse erarbeiten

- einfache schriftliche Muster     Einfache Formulare, Tabellen und

  funktionsgerecht anwenden          ähnliches ausfüllen; Adressen,

                                     Listen und ähnliches schreiben

Texte verfassen:                   Die Schüler sollen immer bewußter

                                     erkennen, daß die Art der

                                     Abfassung eines Textes von der

                                     vorwiegenden Schreibabsicht

                                     abhängt und davon, an wen sich

                                     der Text richtet

- vor allem, um andere zu          ZB durch eigene Erlebnisse,

  unterhalten oder Anteil nehmen     Träume; durch einfache

  zu lassen                          Geschichten zu vorgegebenen

                                     oder selbstgefertigten Bildern,

                                     zu Reizwörtern, zu einem

                                     Erzählkern; durch

                                     Weitererzählen begonnener

                                     Geschichten; durch

                                     Sprechblasentexte, erfundene

                                     Geschichten, lustige Verse,

                                     Briefe, Karten

- vor allem, um andere zu          ZB durch einfache Beschreibung,

  informieren                        durch Anleitungen; Einladungen,

                                     Ankündigungen; Aufgabenpläne,

                                     Verlustanzeigen; durch Briefe

                                     und Karten

- vor allem, um an andere (um      ZB durch Einladungen,

  eventuell auch an sich selbst)     Spielregeln, einfache

  zu appellieren                     Werbetexte in Prospekt-,

                                     Plakat-, Schildform und

                                     ähnliches, Ge- und Verbote

- vor allem, um etwas für sich zu  ZB (telefonische) Mitteilungen,

  notieren                           Einkaufswaren, Kochrezepte;

kurze Sachtexte, Liedtexte,

Erlebnisse in einem Tagebuch,

...

Rechtschreiben/Helyesiras

Bei der Unterrichtsarbeit ist anzustreben, daß die Schüler bis zum Ende der 4. Schulstufe

  • Strichaufzählung
    einen allgemein gebrauchten, aber begrenzten Schreibwortschatz gründlich geübt haben und möglichst sicher beherrschen;
  • Strichaufzählung
    einige grundlegende Phänomene und Probleme der Rechtschreibung kennen, zB die Fälle der Großschreibung, der Interpunktion sowie der Bezeichnung von Vokallänge und Vokalkürze;
  • Strichaufzählung
    sich aus dem gesicherten Schreibwortschatz die Schreibung anderer Wortformen bzw. anderer Wörter erschließen und Regelmäßigkeiten bewußtmachen; daraus erarbeitete einfache Regeln formulieren und anwenden.

Motivation                         Das Bemühen um normgerechtes

                                     Schreiben erhalten und festigen

Erarbeitung und Sicherung eines

begrenzten Wortschatzes

- Auswahl des Wortschatzes         Wörter, deren Bedeutung bereits

                                     erfaßt wurde, nach folgenden

                                     Kriterien auswählen: aktiver

                                     Wortschatz, Häufigkeit,

                                     exemplarischer Wert auch im

                                     Hinblick auf Analogie- und

                                     Regelbildungen

- Wörter durchgliedern             Wörter akustisch, optisch und

                                     sprechmotorisch durchgliedern

                                   Entsprechungen,

                                     Teilentsprechungen und

                                     Nichtentsprechungen zwischen

                                     Lautung und Schreibung

                                     entdecken

                                   In verschiedenen Wörtern gleiche

                                     Schreibungen feststellen

- Wortschreibungen festigen        Wörter, Wortgruppen und Sätze mit

                                     zunehmender Sprachbewußtheit

                                     schreiben, dabei erworbenes

                                     Regelwissen anwenden

                                   Den erarbeiteten Wortschatz in

                                     verschiedenen sprachlichen

                                     Zusammenhängen anwenden

Von rechtschreibmäßig gesicherten  Wortzusammensetzungen,

  Wörtern zur Schreibung anderer     Wortableitungen, Analogien

  Wortformen bzw. anderer Wörter   Einfache Wortfamilien; der

  gelangen                           Wortstamm als Hilfe

Besonderheiten der

Rechtschreibung/Helyesirasi

különlegessegek:

- Großschreibung                   Festigung der Großschreibung von

                                     Eigennamen, des ersten Wortes

                                     im Satz und in einer

                                     Überschrift

                                   Großschreibung der

                                     Anredefürwörter in Briefen und

                                     ähnlichen schriftlichen

                                     Mitteilungen

- Bezeichnung der Vokallänge       Wörter mit bezeichneter

                                     Vokallänge sammeln und ordnen

- Bezeichnung der Konsonanten,     Wörter üben, bei denen mehrere

  ihrer Länge und der                aufeinanderfolgende

  Verbindungen                       Mitlautzeichen auftreten

                                   Buchstabenverbindungen wie: cs;

                                     gy; ly - j; ny; ty; zs sind

                                     besonders zu üben

- Trennung                         Zusammengesetzte Wörter in

                                     einzelne Wörter trennen

                                     (alma-fa)

                                   Wörter des Schreibwortschatzes

                                     nach Sprechsilben trennen

                                     (al-ma)

- Interpunktion                    Sichere Anwendung der

                                     Satzschlußzeichen Punkt,

                                     Fragezeichen und Rufzeichen in

                                     einfachen Fällen

                                   Einfache Fälle der

                                     Beistrichsetzung, zB in

                                     Aufzählungen

Hilfen für das Rechtschreiben      Erworbenes Sprachwissen zunehmend

                                     bewußt anwenden

                                   Wörter alphabetisch ordnen, auch

                                     nach dem zweiten Buchstaben

                                   Das Wörterbuch als zuverlässige

                                     Rechtschreibhilfe nutzen lernen

                                   Übungen zum Erwerb einer

                                     möglichst geläufigen

                                     Nachschlagetechnik im

                                     Wörterbuch

                                   Die Verwendung des Wörterbuches

                                     ist bei allen schriftlichen

                                     Arbeiten und auch bei den

                                     Schularbeiten zu ermöglichen

Sprachbetrachtung/Szövegelemzes

Bei der Unterrichtsarbeit ist anzustreben, daß die Schüler bis zum Ende der 4. Schulstufe

  • Strichaufzählung
    Wortarten unterscheiden und auch mit der ungarischen Fachbezeichnung benennen können;
  • Strichaufzählung
    erste Einsichten in Wortbildung und Wortbedeutung gewinnen.

Ersten Einblick in Funktion und Bau von Sätzen gewinnen:

- Der Satz als Sinneinheit         Sinnvolles Ergänzen von

                                     Satzfragmenten

                                   Unsinnige Sätze richtigstellen

                                   Durch die Betonung verschiedener

                                     Wörter den Sinn eines Satzes

                                     etwas ändern

- Satzarten unterscheiden          Sätze nach ihren Leistungen

                                     unterscheiden; aussagen,

                                     fragen, auffordern, ausrufen

                                     (in konkreten Situationen

                                     erproben)

                                   Den Satz in gleichen Wortfolgen

                                     mit verschiedener Intonation

                                     sprechen

                                   Die entsprechenden

                                     Satzschlußzeichen anwenden

- Satzglieder als umstellbare      Umstellung erproben und dabei

  Elemente erkennen                  Unterschiede hinsichtlich

                                     Bedeutung oder Wirkung angeben

                                     („zerschnittene” Sätze)

- Satzteile (Subjektsteil,         Ausgebaute Sätze bis auf den

  Prädikatsteil)                     Subjekts- und Prädikatsteil

                                     verkürzen

                                   Zusätzliche Information durch

                                     Ergänzungen feststellen

3. Schulstufe

Die wichtigsten Wortarten kennen:

- Zeitwörter als Wörter zur        ZB Tätigkeiten ausführen und

  Benennung von Tätigkeiten,         benennen

  Vorgängen und Zuständen          Zu bestimmten Sachbereichen

                                     Tätigkeiten finden

                                   Hinführen zu den Zeitstufen -

                                     Gegenwärtiges, Vergangenes,

                                     Zukünftiges - in natürlichen

                                     Situationen

- Namenwörter als Wörter zur       Wortreihen aus verschiedenen

  Benennung von Menschen, Tieren,    Sachbereichen zusammenstellen

  Pflanzen, Dingen, Gedanken und     (Benennung von Tieren, Pflanzen

  Vorstellungen                      und Dingen)

                                   Abstraktes mit Namenwörtern

                                     bezeichnen, zB Freude, Angst,

                                     Glück

                                   Namenwörter nach Einzahl, und

                                     Mehrzahl unterscheiden und

                                     ordnen

                                   Namenwörter in die Einzahl und

                                     Mehrzahl setzen

- Eigenschaftswörter zur           Eigenschaftswörter als

  Kennzeichnung von Eigenschaften    Mittel zur genaueren

                                     Beschreibung von Eigenschaften,

                                     von Lebewesen und Dingen

                                   Zu Namenwörtern inhaltlich

                                     passende Eigenschaftswörter

                                     suchen

Einblick in Wortbildung und

Wortbedeutung:

- Zusammensetzen von Wörtern       Einfache Zusammensetzungen aus

                                     Namenwörtern bilden

                                   Genauere Bezeichnungen durch

                                     Zusammensetzen von Wörtern

                                     finden

                                   Unterschiede der

                                     Wortzusammensetzung beachten

                                   Vorsicht bei wortwörtlichen

                                     Übersetzungen

- Sammelnamen                      Zusammenfassen von Personen,

                                     Speisen, Pflanzen, Tieren und

                                     Gegenständen durch Sammelnamen

- Wortfamilien                     Zu einem Wortstamm gehörende

                                     Wörter sammeln, ihre Bedeutung

                                     besprechen

4. Schulstufe

Die wichtigsten Wortarten kennen:

- Zeitwörter                       Die drei Zeitformen einander

                                     gegenüberstellen,

                                     Formveränderungen besprechen

- Namenwörter                      Verschiedene Formen des

                                     Namenwortes in Texten entdecken

- Eigenschaftswörter               Lebewesen und Dingen bestimmte

                                     Eigenschaften zuordnen

                                   Gleichheit und Unterschiede mit

                                     Hilfe von Eigenschaftswörtern

                                     feststellen

                                   Veranschaulichen der

                                     Vergleichsformen (Grund-, Mehr-

                                     und Meiststufe)

Einblick in Wortbildung und

Wortbedeutung:

- Zusammensetzen von Wörtern       Bilden zusammengesetzter Wörter

                                     aus verschiedenen Wortarten (zB

                                     korom - sötet: koromsötet; kek

                                     - kaposzta: kekkaposzta)

- Vor- und Nachsilben              Neue Wörter durch Vor- bzw.

                                     Nachsilben bilden

- Wortfamilien                     Zu einem Wortstamm gehörende

                                     Wörter sammeln und nach schon

                                     bekannten Wortarten ordnen

- Wortfelder                       Sinnverwandte Wörter sammeln

                                   Bedeutungsunterschiede

                                     beschreiben

Elementarer Spracherwerb

Für jene Schüler, die mit geringen Kenntnissen der ungarischen Sprache in die Volksschule mit ungarischer bzw. ungarischer und deutscher Unterrichtssprache eintreten, sind zunächst folgende Grundleistungen zu sichern.

Im Sinne des elementaren Spracherwerbs sind

  • Strichaufzählung
    die Schüler zu befähigen, möglichst bald dem Unterricht folgen zu können,
  • Strichaufzählung
    die Kommunikationsfähigkeit anzubahnen und
  • Strichaufzählung
    die Motivation zur Beschäftigung mit der ungarischen Sprache grundzulegen und zu vertiefen.

Diese Zielsetzungen stehen in engem Zusammenhang und beeinflussen einander. Der Lehrplanteil „Elementarer Spracherwerb” soll - unterstützend - die Begegnung mit der ungarischen Sprache in einer lustbetonten und zwanglosen Atmosphäre herbeiführen, die Freude der Kinder am Erlernen der ungarischen Sprache wecken und somit im allgemeinen eine positive Haltung gegenüber der ungarischen Sprache aufbauen.

Sprachliche Kommunikation muß als konkrete Tätigkeit anhand von Themen, Situationen und Aktivitäten (Lieder, Rätsel, Reime, Spiele ...) erfahren werden, die auf die unmittelbaren Interessen des Kindes Bezug nehmen. Denn für das Kind ist es unnatürlich und schwierig, Sprache von ihrem Verwendungszweck zu trennen.

Die Schüler sollen in ihrer Bereitschaft und Fähigkeit zur zwischenmenschlichen Verständigung im mündlichen (und schriftlichen) Bereich gefördert werden.

Da der Erwerb einer weiteren Sprache ein den Menschen in seiner Gesamtheit bewegender Prozeß ist und Kommunikation immer soziales Verhalten einschließt, ist das bewußt geplante Lernen von kooperativen Verhaltensweisen unabdingbar. Darüber hinaus soll eine offene, aufgeschlossene Haltung der Volksgruppe und ihrer Kultur gegenüber angestrebt werden.

ZIELE IM BEREICH DER FERTIGKEITEN:

Elementarer Spracherwerb soll den Aufbau von Hörverstehen und mündlicher Kommunikationsfähigkeit zum Schwerpunkt haben. Leseverstehen und Schreiben als eigenständige Fertigkeiten sind im jeweiligen Unterrichtsgegenstand zu vermitteln. Das Schriftbild kann jedoch lernunterstützend eingesetzt werden, sobald das Klangbild abgesichert ist.

Durch Ausnützen natürlicher Kommunikationssituationen in der Klasse sollen die Schüler lernen, sprachlich zu handeln und die Unterrichtsarbeit mitzugestalten (zB Vorschläge machen, Wünsche vorbringen, Nichtverstehen äußern, um Wiederholung bitten usw.).

Weiters sollen die Schüler auf Alltagssituationen vorbereitet werden, die sich aus den Unterrichtsthemen ergeben. Das Rollenspiel wird dabei besondere Bedeutung haben und die Kinder zum Gebrauch der ungarischen Sprache in Alltagssituationen ermutigen.

Hörverstehen:

Die Schüler sollen möglichst bald in der Lage sein,

  • Strichaufzählung
    die Anweisungen und Anleitungen des Lehrers zu verstehen,
  • Strichaufzählung
    einfache Äußerungen im Rahmen der erarbeiteten Gesprächsstoffe zu erfassen sowie
  • Strichaufzählung
    einfache Hörtexte über Medien zu erfassen, sofern sie an Bekanntes anschließen.

Sprechfertigkeit:

Die Schüler sollen möglichst bald in der Lage sein, spontan und in einfachster Form

  • Strichaufzählung
    Kontakte mit Lehrern und Mitschülern aufzunehmen, Informationen zu geben und einzuholen, Gefühle und Wünsche zum Ausdruck zu bringen,
  • Strichaufzählung
    einfache Gespräche zu führen sowie
  • Strichaufzählung
    am Unterricht aktiv teilzunehmen.

LEHRSTOFF:

Ausgehend von Unterrichtssituationen und einfachen Alltagssituationen, die sich aus den verschiedenen Themen ergeben, soll der Schüler lernen, sprachliche Äußerungen anderer zu verstehen, und ermutigt werden, eigene Sprechabsichten mit einfachsten Mitteln zu verwirklichen.

Hörverstehen und Sprechfertigkeit müssen sich vorerst am Unterrichtsgeschehen orientieren (Anweisungen, Anleitungen, Fragen zum Unterricht usw.). In weiterer Folge können sie im Rahmen der im Lehrplan vorgesehenen Erfahrungs- und Lernbereiche realisiert werden: Unterricht, Klassenzimmer, Schulsachen; Familie und Freunde, Alltag zu Hause, Feste; Einkaufen; Arbeit und Freizeit; Essen und Trinken; Kleidung; Zeit; Wetter; Reisen; Tiere uä.

Mündliches Sprachhandeln:

Kontakte aufnehmen                 Grüßen

                                     Jo reggelt! Jo napot! Jo estet!

                                     Jo ejszakat! Szervusz! Szia!

                                   Sich verabschieden

                                     Viszontlatasra!

                                   Sich vorstellen

                                     ... vagyok. A nevem ...

                                   Andere (Familienmitglieder,

                                     Freunde, ...) vorstellen

                                     Ez a testverem (a baratom, ...)

                                     A neve ...

                                   Einladen

                                     Eljössz a ...?

                                   Eine Einladung annehmen bzw.

                                     ablehnen

                                     Igen, eljövök.

                                     Sajnos, nem tudok eljönni. (nur

                                     als Phrase)

                                   Sich am Telefon melden

                                     Hallo! (Itt) ... beszel.

                                   Befinden erfragen

                                     Hogy vagy? Jol vagy?

                                   Über ein Befinden Auskunft geben

                                     Köszönöm, jol vagyok.

                                     Sajnos, beteg (rosszul, faradt,

                                     ...) vagyok.

                                   Jemanden ansprechen, um nach dem

                                     Weg zu fragen

                                     Kerem, merre van a ...?

                                   Sich entschuldigen

                                     Bocsanat.

Handlungen anbahnen bzw.           Hilfe erbitten bzw. anbieten

veranlassen                          Segithetek?

                                     Kerem, segits! (nur als Phrase)

                                   Anordnungen erteilen

                                     Allj fel! Ülj le! Allj meg!

                                     Gyere ide! Menj oda!

                                   Jemanden ersuchen, etwas zu tun

                                     Mutasd meg a ... !

Informationen einholen und geben   Fragen/Feststellen, wem ein

                                     bestimmter Gegenstand gehört

                                     Ez a te ...? Igen. Nem.

                                   Identifizieren eines bestimmten

                                     Gegenstandes (zB anhand der

                                     Farbe, Größe)

                                     Milyen a ...? Milyen szinü

                                     a ...?

                                   Bedeutung eines

                                     ungarischen/deutschen Wortes

                                     erfragen

                                     Mi a ... magyarul/nemetül.

                                   Angaben über sich und andere

                                     machen (zB Alter, Wohnort)

                                     En ... eves vagyok/... lakom.

                                   Angaben über Name, Alter usw. vom

                                     Partner oder über eine dritte

                                     Person erfragen

                                     Ki vagy te? Ki ö

                                     Mi vagy te? Mi ö?

                                     Hany eves vagy? Hany eves ...

                                     (ö)?

                                   Sagen, daß man etwas (nicht) weiß

                                     Igen, tudom.

                                     Sajnos, nem tudom. (ev. nur als

                                     Phrase)

                                   Fragen bzw. feststellen, wo sich

                                     etwas (zB Lieblingstiere,

                                     Spielsachen, Kleidungsstücke

                                     usw.) befindet

                                     Hol van a ...?

                                     itt - ott; ... -ban/-ben;

                                     a ... alatt/felett/elött/

                                     mögött/mellett

                                   Zeitangaben erfragen und machen

                                     Hany ora van? ... ora van.

                                   Auskünfte über Tätigkeiten und

                                     Fähigkeiten erfragen bzw. geben

                                     Mit csinalsz?

                                     Tudsz ... -ni? Igen, tudok.

                                     Nem, nem tudok.

                                   Fragen nach der Menge/dem Preis

                                     Hany/Mennyi ... ez?

                                     Mennyibe kerül a ...?

                                   Sagen, daß man etwas nicht

                                     versteht, um Wiederholung

                                     ersuchen

                                     Sajnos, nem ertettem!

                                     Kerem, mondd megegyszer! (nur

                                     als Phrase)

Stellungnahmen abgeben             Zustimmung bzw. Ablehnung äußern

                                     (positive und negative

                                     Kurzantworten)

                                     Igen/Nem.

                                   Etwas verneinen

                                     Nem (olvasok, ...).

                                     Nem, nincs ...

                                   Um Erlaubnis bitten und darauf

                                     reagieren

                                     Szabad ...?

Wünsche und Gefühle ausdrücken     Gefallen und Mißfallen äußern

bzw. erfragen                        Szeretek .../Nem szeretek ...

                                     Szeretem a .../Nem szeretem a

                                     ...

                                     Ez (nagyon) jo (finom, szep,

                                     ...)

                                   Wünsche äußern und danach fragen

                                     Mit kersz? Kerek egy ...

                                   Zufriedenheit ausdrücken

                                     Nagyon jo. Szuper.

                                     Örülök neki. (nur als Phrase)

                                   Sich bedanken

                                     Köszönöm (szepen).

                                   Mitleid, Bedauern ausdrücken

                                     Sajnalom.

Äußerungen anderer verstehen:

Anweisungen verstehen              Anweisungen für Tätigkeiten am

                                     eigenen Platz verstehen und

                                     darauf reagieren

                                     Allj(atok) fel!

                                     Ülj(etek) le!

                                     Vedd (elö) a könyvedet

                                     (füzetedet, ...)!

                                     Mutass ra! Mutasd meg a ...!

                                     Figyelj ide!

                                     Köszönj(etek)!

                                   Allgemeine Anweisungen für den

                                     Arbeitsrahmen sowie Ermahnungen

                                     verstehen und darauf reagieren

                                     Csendet kerek!

                                     Mondd hangosabban!

                                     Olvasd hangosabban!

                                     Gyere ki a tablahoz!

                                     Törüld le a tablat!

                                     Olvasd el, amit irtal!

                                   Allgemeine Anweisungen zur

                                     Klassenordnung verstehen und

                                     darauf reagieren

                                     Nyisd ki az ajtot!

                                     Csukd be az ablakot!

                                     Add ide a ...!

Fragen verstehen                     Ki hianyzik?

Ki tudja? Ki nem tudja?

Ki nem vegezett meg?

Ki akar ...?

Ki tud ...?

Sprachbetrachtung:

Redemittel werden ganzheitlich erfahren und erlebt. Von einer Vorgabe grammatikalischer Regeln ist abzusehen.

Wortschatz:

Die Unterrichtsarbeit hat sich an einem Grundwortschatz zu orientieren, der nach den Kriterien der Themenbezogenheit, des leicht Erlernbaren sowie unter Berücksichtigung des für den Aufbau mündlicher Kommunikationsfähigkeit notwendigen Zeitaufwandes festzulegen ist. Die Erweiterung des Wortschatzes erfolgt im zweisprachigen Unterricht bzw. Ungarischunterricht.

Gehörschulung und Aussprache:

Eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung der beiden Fertigkeiten Hörverstehen und Sprechen sind die Schulung des Gehörs und die Pflege der Aussprache. Im Sinne einer intensiven Ausspracheschulung ist auf die individuellen Schwierigkeiten einzugehen.

Vor- und Nachsprechen              Mit Berücksichtigung der für das

                                     Ungarische charakteristischen

                                     Laute

Übungen zur Lautunterscheidung     Soweit der vorgesehene Wortschatz

                                     dies erlaubt, sowie einfache

                                     Reime, Sprüche und rhythmische

                                     Sprechübungen

Phonetische Übungen                Laute und Lautgruppen in ihren

                                     Eigenschaften wahrnehmen,

                                     unterscheiden und bilden, zB

                                     ähnlich klingende Laute,

                                     besonders charakteristische

                                     Laute

DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE:

Die Unterrichtssituation im Unterrichtsgegenstand „Ungarisch, Lesen, Schreiben” bzw. „Ungarisch, Lesen” wird in der Regel dadurch gekennzeichnet sein, daß die Kinder über äußerst heterogene Sprachkenntnisse verfügen.

Im Unterricht sollen Situationen geschaffen werden, in denen die Kinder die ungarische Sprache allmählich auch aktiv gebrauchen können. Es sind daher didaktische Verfahren zu bevorzugen, die den Kindern ausreichend Gelegenheit zur Begegnung mit der ungarischen Sprache geben.

Der Ungarischunterricht leistet einen wesentlichen Beitrag zur persönlichen Entwicklung des Kindes, wenn es durch didaktische Maßnahmen gelingt, sowohl die Rezeptivität der Kinder als auch ihre Ausdrucksfähigkeit zu fördern und zu steigern. Dazu ist es notwendig, eine Atmosphäre zu schaffen, die von einer breiten Akzeptanz geprägt ist (zB mit der einkalkulierten Möglichkeit, Fehler machen zu dürfen und aus Irrtümern zu lernen).

Diese Überlegungen beziehen sich zunächst auf den Unterrichtsgegenstand „Ungarisch, Lesen, Schreiben” bzw. „Ungarisch, Lesen”, gelten aber auch für jene Unterrichtsgegenstände, die an Schulen bzw. in Klassen mit Deutsch und Ungarisch als Unterrichtssprachen zweisprachig unterrichtet werden. Sie umfassen außerdem Teilbereiche und Teilfähigkeiten im Sprachbereich.

Sprechen/Beszedgyakorlat

Ausgangspunkt für sprachliches Lernen sowie für eine gezielte Förderung der kindlichen Sprachentwicklung in der Grundschule sind die individuellen sprachlichen Vorerfahrungen der Kinder. Schulanfänger weisen in bezug auf Sprechen sehr unterschiedliche Lernvoraussetzungen auf. Um sprachliche Hemmungen zu vermeiden bzw. abzubauen, soll das Hinführen zu den Formen der Standardsprache behutsam und keinesfalls unter Leistungsdruck erfolgen.

Vielfältige Anregungen zum Sprechen sowie eine einfühlsame Anleitung zum richtigen Sprachgebrauch werden die Sprechfähigkeit der Kinder erweitern. Durch Sprechübungen soll die Artikulation und Intonation der Kinder geübt und verbessert werden. Dabei ist allerdings strikt darauf zu achten, daß solche Übungen nicht ausschließlich linguistische Ziele verfolgen, sondern auf kommunikative Ziele hin orientiert werden.

Gespräch:

Als Hochform des Sprechens stellt das Gespräch hohe Anforderungen an alle Teilnehmer. Es setzt daher die Schaffung eines entsprechenden Gesprächsklimas voraus. Dies erfolgt einerseits durch die äußeren Bedingungen, unter denen das Gespräch stattfindet, wie etwa Gestaltung des Klassenraumes (Sitzordnung, Gruppenbildung, Beleuchtung usw.) oder den Einsatz von Medien (zB: Musik, Dias, Overheadfolien, Bilder und ähnliches mehr). Andererseits ist die Schaffung eines entsprechenden Gesprächsklimas eine wesentliche Voraussetzung. Dazu zählen unter anderem: grundsätzliches Akzeptieren und Ermutigen von Äußerungen der Schüler, auch wenn diese von der Sprachnorm abweichen, Maßnahmen zur ausgewogenen Gesprächsbeteiligung aller Kinder, aktives Zuhören des Lehrers und Verringerung seines Sprechanteils zugunsten der Kinder.

Sprachübung (Erweiterung der Sprachfähigkeit):

Sprachübung gründet auf dem Sprachkönnen, das der Schüler in seiner Familie und seiner sprachlichen Umwelt erworben hat. Wesentlich ist, daß sich das Hinführen zur Hochsprache ohne Bruch vollzieht. Für die Erweiterung der kindlichen Sprachfähigkeit ist es wichtig, daß Gesprächsthemen aus der Erfahrungswelt und dem Interessenbereich der Kinder entnommen werden. Jede Abwertung der Herkunftssprache der Kinder ist dabei zu vermeiden. Für die Entwicklung ihrer Sprachfähigkeit brauchen die meisten Schüler gezielte Sprachübung, jedoch sollten mechanisierende Übungsformen möglichst vermieden werden.

Diesen Faktoren hat der Lehrplanabschnitt „Elementarer Spracherwerb” insofern gerecht zu werden, als er differenzierte Lernangebote im kommunikativen Bereich vorsieht und in allen sprachlichen Lernsituationen das Vertrauen des Kindes in seine eigene Sprechfähigkeit weckt und stärkt.

Dabei sollen folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  • Strichaufzählung
    Authentische Materialien sind bevorzugt zu verwenden, da sie von der Lebenssituation des Kindes ausgehen und neben Sprache auch Träger kultureller und landeskundlicher Inhalte sind.
  • Strichaufzählung
    Das entdeckende Lernen ist besonders zu fördern, insbesondere dann, wenn es um die Erweiterung des Ausdrucksvermögens und des Wortschatzes geht.
  • Strichaufzählung
    Fehler entsprechen den Etappen des Lernprozesses und sollen daher keinesfalls so kritisiert und ausgebessert werden, daß sie sich negativ auf die Lernmotivation des Kindes auswirken.
  • Strichaufzählung
    Die Kinder sollen im Unterricht Sprachsituationen vorfinden, die auch außerhalb der Schule auftreten.

Grundlegende Bedeutung kommt auch der Lehrersprache zu. Beim Sprechen wird der Lehrer beachten, daß seine Sprechmuster einerseits die kindliche Sprachentwicklung anregen, andererseits aber die sprachlichen Äußerungen des Lehrers von den Kindern verstanden werden müssen.

Lesen/Olvasas

Erstlesen:

Schulanfänger weisen in bezug auf den Teilbereich Lesen sehr unterschiedliche Lernvoraussetzungen auf. Diesen hat der Leseunterricht durch differenzierte Lernangebote gerecht zu werden. Jedenfalls ist dem Erwerb der für das Lesenlernen im engeren Sinn erforderlichen Grundleistungen durch jeden einzelnen Schüler besondere Beachtung zu schenken, dh. erst wenn der einzelne Schüler (Schülergruppe) die für das Lesenlernen erforderlichen Voraussetzungen erreicht hat, ist mit dem Erstleseunterricht (Leselehrgang) zu beginnen. Erstleseunterricht hat sowohl den Erwerb dieser Grundlagen als auch das Lesenlernen im engeren Sinn in geeigneten Lernsituationen und durch entsprechende Lernmittel zu ermöglichen. Dem Kind ist ausreichend Lernzeit zur Verfügung zu stellen und dem Selbstentdecken genügend Raum zu geben.

Übungen zur Steigerung der Lesefähigkeit und Lesefertigkeit sollen abwechslungsreich sein und so lebendig wie möglich in den Unterricht eingebaut werden. Lesevergnügen und Sinnerfassung sollen den Unterricht von Anfang an leiten, wobei auch ganzheitliches („naives”, „erratendes”) Lesen zum Tragen kommt (zB Lesen von Kinderreimen, die die Kinder auswendig können; Namenskärtchen der Kinder, Aufschriften, Plakate, Ge- und Verbotstafeln).

Weiterführendes Lesen:

Der Übergang vom Erstleseunterricht zum weiterführenden Lesen wird - abhängig vom individuellen Leselerntempo - für die einzelnen Kinder zu verschiedenen Zeitpunkten erfolgen. Deshalb werden einerseits die Übungen zur Steigerung der Lesefertigkeit bis zum Ende der Grundstufe römisch eins und darüber hinaus durchgeführt und andererseits die Begegnung und Auseinandersetzung mit Texten für einzelne Kinder schon frühzeitig ermöglicht.

Im Leseunterricht auf der Grundstufe römisch zwei sollen die Schüler zunehmend erfahren, daß sie durch Lesen und durch die Auseinandersetzung mit dem Gelesenen über ihre realen Lebenserfahrungen hinaus das Verständnis für sich selbst und andere vertiefen, sowie sich und andere informieren und unterhalten können.

Die vielfältige Begegnung und Auseinandersetzung mit Texten verschiedener Art dient der Anbahnung der Lesemündigkeit. In diesem Zusammenhang ist auch die Lesefertigkeit der Schüler zu erweitern und zu festigen.

Schreiben (nur Grundstufe römisch eins)/Iras

In der Regel hat das Kind bereits vor seinem Schuleintritt Erfahrungen im Umgang mit Schreibmaterial gesammelt. Es darf aber nicht übersehen werden, daß die Schreibmuskulatur, der Stützapparat der Schreibhand, die Bewegungssteuerung und die Koordinationsfähigkeit des Schulanfängers für den Schreibunterricht nicht voll entwickelt sind und daß der jeweils erreichte Entwicklungsstand dieser Bereiche innerhalb einer Schulklasse oft erhebliche Unterschiede aufweist.

Daraus ergibt sich für den Erstschreibunterricht die Notwendigkeit einer gründlichen Vorschulung und Differenzierung. Durch sie soll der Schüler auf den eigentlichen Schreibvorgang sowie auf das Erfassen der Funktion der Schrift vorbereitet werden. Kinder mit ausgeprägter Linkshändigkeit dürfen nicht gezwungen werden, mit der rechten Hand zu schreiben. In Grenzfällen kann jedoch der Lehrer das Schreiben mit der rechten Hand behutsam anregen.

Aufbauend auf die Vorkenntnisse der Kinder sind die ungarischen Schriftzeichen, die von der deutschen Schreibweise abweichen (zB: A, a, E, e, römisch eins, i, O, o, Ü, ü, Gy, gy, Ny, ny, Ty, ty usw.) besonders zu üben.

Alphabetisierung

Ausgehend von den unterschiedlichen Vorkenntnissen der Kinder, dem soziokulturellen Umfeld der Schule und dem Sprachmilieu in der Familie, kann die Alphabetisierung

  • Strichaufzählung
    in der Sprache, in der die Kinder die besseren Voraussetzungen mitbringen,
  • Strichaufzählung
    aber auch in beiden Sprachen, gleichzeitig oder zeitlich versetzt, erfolgen.

Verfassen von Texten/Fogalmazas

Dieser Lernbereich geht von der Mitteilungsbereitschaft des Kindes und dessen Bedürfnis aus, etwas schriftlich festzuhalten.

Hier wirken verschiedentliche Teilleistungen unmittelbar ineinander, und zwar vor allem das Sprechen, das Schreiben und das Rechtschreiben. Das Verfassen von Texten stellt daher sehr hohe Ansprüche an das Kind.

Grundsätzlich wird zunächst vom Wortschatz des Kindes und seiner Ausdrucks- und Kommunikationsfähigkeit auszugehen sein. Da auch die Ausgangslage und der Lernverlauf der Schüler in diesem Teilbereich individuell sehr unterschiedlich sind, müssen die Anforderungen an Umfang und Selbständigkeit der Niederschriften und die Fördermaßnahmen im Unterricht entsprechend den Sprachkenntnissen differenziert werden.

Die Texte der Schüler dürfen auf der Grundstufe römisch eins keinesfalls hinsichtlich ihrer rechtschreibmäßigen Mängel eingeschätzt bzw. beurteilt werden. Jede schriftliche Arbeit muß so organisiert werden, daß die Schüler während der Niederschrift, jedenfalls aber vor der Abgabe im Zweifelsfall lexikalische Lösungswege einschlagen können. Auf der Grundstufe römisch eins können die Schüler auch zB dem Lehrer ihre eigenen Geschichten ansagen.

Auf unsichere Schreibungen und häufige Rechtschreibfehler wird im Rechtschreibunterricht einzugehen sein.

Der Lehrer hat geeignete Schreibgelegenheiten zu schaffen bzw. aufzugreifen. Hier kommen sowohl ichbezogene Texte (Erlebnisse, Beobachtungen, ...) als auch partnerbezogene Texte (Mitteilungen, Fragen, Wünsche, ...) in Betracht.

Auch auf der Grundstufe römisch zwei bildet die Mitteilungsbereitschaft des Kindes eine wesentliche Grundlage für das Verfassen von Texten. Es wird ebenfalls vom Wortschatz des Kindes und seiner Ausdrucks- und Kommunikationsfähigkeit auszugehen sein und die Teilleistungen in den Bereichen Sprechen, Schreiben und Rechtschreiben zu berücksichtigen sein. Deshalb sind sowohl das eigentliche Verfassen von Texten wie dessen begleitende Übungen entsprechend den individuellen Lernerfordernissen zu differenzieren.

Entsprechend der Steigerung ihrer Fähigkeiten im Sprechen, Schreiben und Rechtschreiben sollen sich die Schüler in kontinuierlicher Fortführung der Arbeit auf der Grundstufe römisch eins selbständig immer angemessener ich-, partner- und sachbezogen schriftlich äußern.

Rechtschreiben/Helyesiras

Das Erlernen der Rechtschreibung ist ein komplexer Vorgang, der in engem Zusammenhang mit anderen Teilbereichen des Ungarischunterrichts steht.

Diese Teilbereiche wären:

  • Strichaufzählung
    Sprechen: Bevor sich die Kinder die normgerechte Schreibung eines Wortes einprägen können, müssen sie seine Bedeutung verstehen.
  • Strichaufzählung
    Erstlesen: Um Wörter normgerecht schreiben zu können, müssen Lautbestandteile und deren Abfolge wahrgenommen werden.
  • Strichaufzählung
    Schreiben, Lesen: Außerdem müssen Lauten Schriftzeichen und Schriftzeichen Laute zugeordnet werden.

Im Rechtschreibunterricht wird bereits auf der Grundstufe römisch eins großer Wert auf Üben und sicheres Beherrschen eines begrenzten Schreibwortschatzes gelegt, das heißt, daß eine oberflächliche Aneignung möglichst vieler Wörter zu vermeiden ist. Dieser begrenzte Schreibwortschatz ergibt sich unter anderem aus dem aktiven und passiven Wortschatz der Kinder, aus Themen, die im Bereich „Verfassen von Texten” bearbeitet werden und aus häufig in der ungarischen Sprache benutzten Wörtern.

Wörter sollen in den verschiedenen Zusammensetzungen, in unterschiedlichen Textvarianten und in vielseitigen Lernsituationen geübt werden. Für den Lernprozeß sind folgende Komponenten wesentlich:

  • Strichaufzählung
    das Verstehen der Wortbedeutung,
  • Strichaufzählung
    das bewußte Wahrnehmen des Lautbestandes,
  • Strichaufzählung
    das Einprägen der normgerechten Schreibung und
  • Strichaufzählung
    das gründliche Einüben des Bewegungsablaufes.

Bloß eindimensionale Vermittlungsweisen können demnach diese Aufgabe nicht lösen.

Durch Zusammenstellung gleichartiger Formen können bestimmte Einzelphänomene der Rechtschreibung bewußtgemacht werden. Die Vermittlung der Interpunktion ist in engem Zusammenhang mit der Sprachbetrachtung zu sehen.

Auf der Grundstufe römisch zwei soll die gründliche Vermittlung eines begrenzten Schreibwortschatzes fortgesetzt werden. Durch vielseitige methodische Maßnahmen wird sich auf der Grundlage dieses Wortschatzes die Rechtschreibfähigkeit der Schüler erweitern.

Das wiederholte Zusammenstellen gleichartiger Formen soll zu ersten Bildungen von Regeln führen, die von den Schülern auch angewendet werden.

Die Vermittlung einer möglichst geläufigen Nachschlagetechnik führt in der Regel dazu, daß sich die Schüler an den Gebrauch des Wörterbuches als verläßliche Hilfe bei ihren Rechtschreibproblemen schneller und leichter gewöhnen.

Die Verwendung eines Wörterbuches ist auch bei den Schularbeiten zu ermöglichen.

Sprachbetrachtung/Szövegelemzes

Grundstufe römisch eins

Voraussetzung für das Gewinnen von Einsichten in Sprachstrukturen ist eine gewisse Sicherheit im Gebrauch der Sprache. Da zudem die Fähigkeit zur Abstraktion und Begriffsbildung bei den meisten Schülern der Grundstufe römisch eins noch auf konkrete Erfahrungen angewiesen und daher begrenzt ist, kommt der Sprachbetrachtung geringere Bedeutung zu als der Erweiterung der Sprachfähigkeit. Sprachbetrachtung ist überall dort angebracht, wo es gelingt, die Freude am Spracherleben und am Umgang mit sprachlichen Elementen zu fördern. Dies schließt die Überbetonung grammatischer Begriffsbildung aus.

Grundstufe römisch zwei

Auch auf der Grundstufe römisch zwei ist die Voraussetzung für das Gewinnen von Einsichten in Sprachstrukturen eine gewisse Sicherheit im Gebrauch der Sprache.

Da sich die Fähigkeit zur Abstraktion und Begriffsbildung erst auf der Grundstufe römisch zwei entsprechend entwickelt, bleibt Sprachbetrachtung mit Ausnahme der Beobachtung einiger leicht zu erfassender sprachlicher Erscheinungen der Unterrichtsarbeit der 3. und 4. Schulstufe vorbehalten; aber auch hier ist das Lernziel nicht das Beherrschen einer vordergründigen Begrifflichkeit.

Sprachbetrachtung erfolgt möglichst im Rahmen solcher Unterrichtsformen, die Gespräche über Sprache ermöglichen und bei denen die Kinder Einsichten in Sprachstrukturen durch Entdecken, Ordnen und Vergleichen gewinnen. Dabei wird sowohl die gesprochene als auch die geschriebene Sprache zum Gegenstand der Betrachtung.

Fachbegriffe werden erst dann eingeführt, wenn die Schüler durch vielfältigen Umgang mit Sprachmaterial eine Sprachform in ihrer Funktion erkannt haben. Werden Fachbegriffe ohne entsprechende Einsicht, also zu früh, verwendet, bleiben sie leere Worthülsen.

Auf der 4. Schulstufe sind die wichtigsten Fachbegriffe zu sichern. Jedoch ist auch auf dieser Schulstufe die Überbetonung grammatischen Begriffswissens zu vermeiden.

Schularbeiten

Auf der vierten Schulstufe vier Schularbeiten im Schuljahr.

Elementarer Spracherwerb

Elementarer Spracherwerb ist im Sinne eines differenzierten Ungarischunterrichtes eine Art „Sprachlehrgang” des Ungarischen, der integrativ zu führen ist und keine zusätzliche Unterrichtsveranstaltung darstellt. Die Übungsformen sind nicht ausschließlich Aufgabe im Rahmen des „Elementaren Spracherwerbs”, sondern vielmehr auf den gesamten zweisprachigen Unterricht auszudehnen. Damit wird bereits von Anfang an Ungarisch als Zielsprache angestrebt und als Unterrichtssprache verwendet.

Schülerzentrierte Arbeitsformen:

Das Lehren einer weiteren Sprache wird nur dann erfolgreich vor sich gehen, wenn das Unterrichtsgeschehen nicht ausschließlich vom Lehrer dominiert wird. Es ist darauf zu achten, daß auf den vom Lehrer gesteuerten Aufbauunterricht schülerzentrierte Arbeitsformen folgen, um die Aktivität der Schüler sicherzustellen und die Sprechzeit zu erhöhen. Folgende schülerzentrierte Arbeitsformen bieten sich an:

Die Schüler arbeiten zu zweit, in kleinen Gruppen, alle Schüler bewegen sich gleichzeitig im Klassenzimmer, und jedes Kind führt mit verschiedenen Partnern einfache Gespräche. Schüler mit guten ungarischen Sprachkenntnissen können als Helfer eingesetzt werden.

Medien:

Die Beachtung des Prinzips der Anschaulichkeit ist für den Lehrplanabschnitt „Elementarer Spracherwerb” besonders wichtig.

Als Medien kommen in Betracht: Gegenstände, Tuchtafelbilder, Tafelskizzen, Folien, Wandbilder, Wort- und Bildkarten, Kassetten, Spiele usw. Darüber hinaus spielt das Verknüpfen von Sprechen und Handeln unter Einbeziehung von Gestik und Mimik eine wichtige Rolle. Die bereits erarbeiteten ungarischen Bezeichnungen bzw. Aufschriften im Klassenraum sind zu verwenden.

Fehler:

Die Korrektur von Fehlern beim Sprechen ist stets behutsam, aber konsequent durchzuführen, wobei der Lehrer die Rolle eines Helfers einnimmt. Es ist jedoch entscheidend, daß die Schüler in Transfersituationen spüren, daß sie auch frei agieren können, ohne daß Korrekturen durch den Lehrer vorgenommen werden, soweit nicht die Kommunikation beeinträchtigt wird.

Wiederholung:

Auf eine gezielte und ausreichende Wiederholung ist zu achten. Insbesondere muß darauf Bedacht genommen werden, daß der bisher gelernte Sprachschatz verwendet bzw. erweitert wird (Transfer).

„Elementarer Spracherwerb” ist Teil des täglichen Unterrichts, bis die Schüler befähigt sind, dem Unterricht in Ungarisch zu folgen.

Hörverstehen:

Der Schüler wird wesentlich mehr verstehen, als er sprachlich produzieren kann. Hörverstehen entwickelt sich durch das Verstehen der Äußerungen des Lehrers und jener Schüler, die über gute Ungarischkenntnisse verfügen. Es kann auch über Medien (Kassetten) geschult werden.

Sprechen:

Die Sprechfertigkeit der Kinder wird anhand authentischer, altersgemäßer Minidialoge geschult, wobei die Verwendung der gesprochenen Sprache zu beachten ist. Die Schüler reproduzieren und variieren die Dialoge nach der Darbietung in Partnerarbeit.

Nicht das bloße auswendige Aufsagen von Minidialogen ist als Ziel anzustreben, sondern die Anbahnung der spontanen Verwendung der ungarischen Sprache in den für den Unterricht charakteristischen Situationen.

Es ist darauf zu achten, daß ein möglichst natürliches Sprechtempo eingehalten wird, das die Grundlage für eine gute Aussprache, Wortbildung und Intonation bildet.

Aussprache:

Die Schulung der Gehörs und die Pflege der Aussprache sind eine sehr wichtige Aufgabe des „Elementaren Spracherwerbs”. Die Schüler sollen lernen, die für das Ungarische charakteristischen Laute und Lautfolgen richtig zu hören und wiederzugeben.

Die unrichtige Artikulation von Phonemen kann zur Störung der Verständigung führen; insofern sind sinnunterscheidende Laute bzw. Lautoppositionen besonders zu üben:

  • Strichaufzählung
    bei Vokalen
  • Strichaufzählung
    bei Konsonanten

Zu beachten ist, daß die Schüler im Lehrplanteil „Elementarer Spracherwerb” vor allem durch Nachsprechen lernen sollen. Der Lehrer spricht im normalen Sprechtempo vor, die Schüler hören zu, beobachten die Mundstellung des Lehrers und sprechen nach. Dem Lehrer kommt dabei besondere Vorbildwirkung zu. Eine gute Möglichkeit, Ausspracheschulung attraktiv zu gestalten, ergibt sich durch die Verwendung von kurzen Reimen, die eine größere Anzahl der zu übenden Laute enthalten. Auch das Zusammenstellen von Reimpaaren oder das Erfinden von Klangbildern bereitet den Schülern viel Spaß. Ergänzend dazu sind Rollenspiele (zB mit Handpuppen) zur Schulung der Sprachmelodie (Fragen, Verwunderung, Begeisterung usw.) nützlich; gleichzeitig werden die Schüler dadurch auf Kommunikationssituationen vorbereitet.

Lesen und Schreiben:

Der Lese- und Schreibunterricht bleibt dem jeweiligen Unterrichtsgegenstand vorbehalten. Dabei erworbene Kenntnisse können im „Elementaren Spracherwerb” genutzt und gefestigt werden.

Wortschatz:

Der Wortschatz soll kontextuell (im Wortfeld, im sinnvollen Satz) dargeboten und geübt werden. Realia, Bildmaterial, Gestik und Mimik usw. unterstützen die Bedeutungsvermittlung.

Das Qualitative hat generell Vorrang vor dem Quantitativen. Es kommt nicht darauf an, möglichst viele Wörter zu vermitteln, sondern einen kleinen, sorgfältig ausgewählten Wortschatz zu erarbeiten, zu üben und im Unterricht vielfältig anzuwenden.

Übungsformen:

Dem Spielerischen und Musischen kommt auch im „Elementaren Spracherwerb” besondere Bedeutung zu. Reime, Lieder und Lernspiele sind äußerst wirkungsvolle Motivationsträger. Die aus dem zweisprachigen Unterricht bekannten Übungsformen sollen auch hier Anwendung finden.

Das Erleben der Sprache in Verbindung mit spielerischer Tätigkeit vermittelt den Kindern ein Erfolgsgefühl und fördert die Bereitschaft zu weiterem Spracherwerb.

Werden Äußerungsmuster nicht mit Hilfe von Spielen erarbeitet, bieten sich im „Elementaren Spracherwerb” Reihenübungen sowie Frage- und Antwortketten an. Die Übungen sind dem sprachlichen Niveau der Schüler anzupassen.

ACHTER TEIL

BILDUNGS- UND LEHRAUFGABE SOWIE LEHRSTOFF UND DIDAKTISCHE

GRUNDSÄTZE DER VERBINDLICHEN ÜBUNG VERKEHRSERZIEHUNG IN DER

GRUNDSCHULE

Für die verbindliche Übung Verkehrserziehung gelten die Bestimmungen des jeweiligen Lehrplanes der Volksschule, achter Teil, mit der Maßgabe, daß der Unterricht den Vorkenntnissen der Kinder entsprechend nach Möglichkeit in annähernd gleichem Ausmaß in ungarischer und deutscher Sprache zu erteilen ist.

NEUNTER TEIL

BILDUNGS- UND LEHRAUFGABEN SOWIE LEHRSTOFF UND DIDAKTISCHE

GRUNDSÄTZE DER UNVERBINDLICHEN ÜBUNGEN

Für die unverbindlichen Übungen gelten die Bestimmungen des jeweiligen Lehrplanes der Volksschule, neunter Teil, mit der Maßgabe, daß der Unterricht den Vorkenntnissen der Kinder entsprechend nach Möglichkeit in annähernd gleichem Ausmaß in ungarischer und deutscher Sprache zu erteilen ist.

Für die unverbindliche Übung Lebende Fremdsprache gelten die Bestimmungen des achten Teils des jeweiligen Lehrplanes der Volksschule.

Zuletzt aktualisiert am

07.09.2020

Gesetzesnummer

10009286

Dokumentnummer

NOR40027552

European Legislation Identifier (ELI)

https://www.ris.bka.gv.at/eli/bgbl/1966/118/ANL3/NOR40027552

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