Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2023/16/0053

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

Ra 2023/16/0053

Entscheidungsdatum

26.11.2025

Index

E000 EU- Recht allgemein
E3R E02100000
E3R E02200000
E3R E02202000
E3R E02300000
E3R E02400000
E6J
35/02 Zollgesetz

Norm

EURallg
ZollRDG 1994 §83
31992R2913 ZK 1992 Art239 Abs1
31993R2454 ZKDV 1993 Art899 Abs2
62017CJ0589 Prenatal VORAB

Rechtssatz

Nach Artikel 239, Absatz eins, zweiter Teilstrich ZK - der nach der Rechtsprechung des EuGH eine allgemeine Billigkeitsklausel darstellt vergleiche etwa EuGH 29.7.2019, Prenatal SA, C-589/17) - können u.a. Einfuhrabgaben erstattet werden, wenn (kumulativ) ein besonderer Fall gegeben ist und keine offensichtliche Fahrlässigkeit oder betrügerische Absicht seitens des Abgabepflichtigen vorliegt vergleiche etwa VwGH 11.3.2020, Ra 2019/16/0217, mwN). Dementsprechend sieht Artikel 899, Absatz 2, ZK-DVO die Erstattung in "besonderen Fällen" vor, die sich aus Umständen ergeben, die nicht auf betrügerische Absicht oder offensichtliche Fahrlässigkeit des Beteiligten zurückzuführen sind (siehe zur Gleichstellung des Begriffs der "offensichtlichen Fahrlässigkeit" mit jenem der "groben Fahrlässigkeit" VwGH 21.1.2004, 2001/16/0284, mwN).

Gerichtsentscheidung

62017CJ0589 Prenatal VORAB

Schlagworte

Gemeinschaftsrecht Verordnung EURallg5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2025:RA2023160053.L04

Im RIS seit

23.12.2025

Zuletzt aktualisiert am

27.01.2026

Dokumentnummer

JWR_2023160053_20251126L05