Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2019/03/0048

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

Ra 2019/03/0048

Entscheidungsdatum

24.09.2020

Index

50/03 Personenbeförderung Güterbeförderung

Norm

KflG 1999 §29
KflG 1999 §5
KflG 1999 §6
KflG 1999 §6 Abs1
KflG 1999 §7
KflG 1999 §7 Abs1 Z4 litb

Beachte


Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden):
Ra 2019/03/0049
Ra 2019/03/0050
Ra 2019/03/0051

Rechtssatz

In Paragraph 7, Absatz eins, Ziffer 4, Litera b, KflG 1999 ist von der "beantragten" Kraftfahrlinie die Rede, ohne dass dabei zwischen Neu- und Wiedererteilung vergleiche VwGH 18.2.2015, 2012/03/0128-0129) oder auch einer Änderung differenziert wird. Auch aus der Systematik der Paragraphen 6 und 29 KflG 1999 ergibt sich, dass es für die Anwendbarkeit des Konzessionsausschließungsgrundes nach Paragraph 7, Absatz eins, Ziffer 4, Litera b, erster Satz KflG 1999 nicht auf die Beurteilung des Antrags als neuer Antrag bzw. als Wiedererteilungs- oder Änderungsantrag ankommt. Paragraph 6, Absatz eins, KflG 1999 regelt unter der Überschrift "weitere Verfahrensvorschriften", dass die Vorschriften des Paragraph 5, KflG 1999 sinngemäß auch in Verfahren über Anträge auf Änderung oder Wiedererteilung von Konzessionen anzuwenden sind. Schon der Wortlaut der Überschrift des Paragraph 6, KflG 1999 lässt somit erkennen, dass es sich dabei um ergänzende Verfahrensvorschriften handelt und damit kein genereller Ausschluss der materiellen Konzessionsvoraussetzungen des Paragraph 7, KflG 1999 bewirkt werden sollte. Für die Frage, ob die Konkurrenzbestimmung des Paragraph 7, Absatz eins, Ziffer 4, Litera b, erster Satz KflG 1999 anzuwenden und zu prüfen ist, kommt es nicht darauf an, welche Art von Antrag dem Verfahren zugrunde liegt.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2020:RA2019030048.L03

Im RIS seit

10.11.2020

Zuletzt aktualisiert am

10.11.2020

Dokumentnummer

JWR_2019030048_20200924L04