Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2014/01/0198

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 19247 A/2015

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

Ra 2014/01/0198

Entscheidungsdatum

17.11.2015

Index

10/07 Verfassungsgerichtshof
10/07 Verwaltungsgerichtshof

Norm

BVwG-EVV 2014;
BVwGG 2014 §21;
GO BVwG 2014 §20 Abs2;
GO BVwG 2014 §20 Abs6;
GO BVwG 2014 §20 Abs7;

Beachte

Serie (erledigt im gleichen Sinn): Ra 2017/21/0142 B 31. August 2017

Rechtssatz

Nach Paragraph 20, Absatz 7, GO BVwG 2014 gelten für die Einbringung von Eingaben (Schriftsätzen) im elektronischen Rechtsverkehr nach Paragraph 21, BVwGG 2014 die Bestimmungen der BVwG-EVV 2014. Diese Verordnung enthält keine Regelungen zur Frage, wann Schriftsätze beim Bundesverwaltungsgericht eingebracht werden können. Es kann dem Normsetzer der GO BVwG 2014 aber nicht unterstellt werden, dass er sämtliche Formen der elektronischen Einbringung von schriftlichen Anbringen an die Amtsstunden bindet (Absatz 2, in Verbindung mit Absatz 6, des Paragraph 20, GO BVwG), um diese Bindung für Eingaben im elektronischen Rechtsverkehr nach Paragraph 21, BVwGG 2014 durch bloßen Verweis auf die Bestimmungen der BVwG-EVV entfallen zu lassen (Absatz 7, des Paragraph 20, GO BVwG 2014), ohne dies explizit zum Ausdruck zu bringen. Hätte der Normsetzer der GO BVwG 2014 Derartiges beabsichtigt, wäre zu erwarten gewesen, dass er dies unmissverständlich regelt. Der VwGH geht daher davon aus, dass Paragraph 20, Absatz 7, GO BVwG 2014 nicht dahin zu verstehen ist, dass für Eingaben im elektronischen Rechtsverkehr nach Paragraph 21, BVwGG 2014 die in Paragraph 20, Absatz 2 und 6 GO BVwG 2014 vorgesehenen Regelungen nicht gelten sollen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2015:RA2014010198.L03

Im RIS seit

09.02.2016

Zuletzt aktualisiert am

10.07.2018

Dokumentnummer

JWR_2014010198_20151117L03