Rechtssatz für 8Ob61/05m; 3Ob209/06s; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0120255

Geschäftszahl

8Ob61/05m; 3Ob209/06s; 7Ob224/12k; 3Ob34/13s; 3Ob50/13v; 6Ob80/21i

Entscheidungsdatum

23.06.2021

Norm

KSchG §25c
  1. KSchG § 25c heute
  2. KSchG § 25c gültig ab 01.01.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 6/1997

Rechtssatz

Eine Aufklärungsobliegenheit im Sinn des Paragraph 25 c, KSchG besteht dann nicht, wenn der Interzedent selbst die Kreditverhandlungen für den Hauptschuldner eigenverantwortlich führt und über dessen Finanzlage zur Gänze unterrichtet ist.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 61/05m
    Entscheidungstext OGH 21.07.2005 8 Ob 61/05m
    Veröff: SZ 2005/106
  • 3 Ob 209/06s
    Entscheidungstext OGH 19.10.2006 3 Ob 209/06s
    Ähnlich; Beisatz: Hier: Nach den Feststellungen war eine vollständige Kenntnis über die wirtschaftliche Lage des Lebensgefährten gegeben. (T1)
  • 7 Ob 224/12k
    Entscheidungstext OGH 23.01.2013 7 Ob 224/12k
  • 3 Ob 34/13s
    Entscheidungstext OGH 19.06.2013 3 Ob 34/13s
  • 3 Ob 50/13v
    Entscheidungstext OGH 17.07.2013 3 Ob 50/13v
  • 6 Ob 80/21i
    Entscheidungstext OGH 23.06.2021 6 Ob 80/21i
    Anm: Veröff: SZ 2021/60

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2005:RS0120255

Im RIS seit

20.08.2005

Zuletzt aktualisiert am

11.05.2023

Dokumentnummer

JJR_20050721_OGH0002_0080OB00061_05M0000_001

Rechtssatz für 1Ob107/00t; 3Ob312/00d; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0113880

Geschäftszahl

1Ob107/00t; 3Ob312/00d; 1Ob132/01w; 1Ob29/01y; 8Ob115/02y; 7Ob228/02h; 8Ob50/03s; 2Ob288/03x; 8Ob10/03v; 3Ob284/03s; 8Ob46/05f; 3Ob58/05h; 3Ob209/06s; 3Ob111/08g; 7Ob219/10x; 2Ob169/11h; 7Ob224/12k; 6Ob19/14h; 1Ob200/24d

Entscheidungsdatum

25.03.2025

Norm

KSchG §25c
  1. KSchG § 25c heute
  2. KSchG § 25c gültig ab 01.01.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 6/1997

Rechtssatz

Den Gläubiger, der bis zum Zeitpunkt der Interzession erkennt oder erkennen muss, dass der Hauptschuldner seine Verbindlichkeit voraussichtlich nicht (vollständig) erfüllen wird, trifft eine Informationspflicht. Er hat den interzedierenden Verbraucher auch dann auf die wirtschaftliche Lage des Schuldners hinzuweisen, wenn der Interzedent über dessen finanzielle Situation Bescheid weiß. Dies dient der Verminderung des Risikos für den Interzedenten und seiner nachdrücklichen Warnung.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 107/00t
    Entscheidungstext OGH 25.07.2000 1 Ob 107/00t
    Veröff: SZ 73/121
  • 3 Ob 312/00d
    Entscheidungstext OGH 23.05.2001 3 Ob 312/00d
    Vgl auch
  • 1 Ob 132/01w
    Entscheidungstext OGH 22.10.2001 1 Ob 132/01w
    Beisatz: Demzufolge hat der Gläubiger den Interzedenten darüber zu informieren, inwiefern die wirtschaftliche Lage des Hauptschuldners erwarten lässt, dass dieser seine Verbindlichkeit voraussichtlich nicht (vollständig) erfüllen wird, sodass die Haftung des Interzedenten schlagend wird. (T1)
  • 1 Ob 29/01y
    Entscheidungstext OGH 27.11.2001 1 Ob 29/01y
    Beis wie T1; Beisatz: Die Auskunft soll diesem die wirtschaftlichen Gründe des Gläubigers vor Augen führen, aus denen dieser neben der Haftung des Hauptschuldners auf der Haftung einer weiteren Person besteht. (T2)
  • 8 Ob 115/02y
    Entscheidungstext OGH 02.07.2002 8 Ob 115/02y
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 7 Ob 228/02h
    Entscheidungstext OGH 11.12.2002 7 Ob 228/02h
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2
  • 8 Ob 50/03s
    Entscheidungstext OGH 16.10.2003 8 Ob 50/03s
    Auch
  • 2 Ob 288/03x
    Entscheidungstext OGH 22.12.2003 2 Ob 288/03x
  • 8 Ob 10/03v
    Entscheidungstext OGH 25.11.2003 8 Ob 10/03v
    Beis wie T2; Beis wie T1
  • 3 Ob 284/03s
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 3 Ob 284/03s
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 8 Ob 46/05f
    Entscheidungstext OGH 04.05.2005 8 Ob 46/05f
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beisatz: Die Feststellung, wonach der Beklagte die Wechselbürgschaft „auch bei genauer Auflistung der Schulden" übernommen hätte, impliziert nicht, dass die Bürgschaftserklärung auch dann erfolgt wäre, wenn die Klägerin ihrer Auskunftspflicht nachgekommen wäre. (T3)
  • 3 Ob 58/05h
    Entscheidungstext OGH 24.11.2005 3 Ob 58/05h
    Auch; Beisatz: Eine nachträgliche Verschlechterung der Lage des Schuldners begründete keine nachträgliche Warnpflicht. (T4)
  • 3 Ob 209/06s
    Entscheidungstext OGH 19.10.2006 3 Ob 209/06s
    Beisatz: Eine Aufklärung ist jedenfalls dann nicht mehr zu verlangen, wenn der Interzedent über die finanziellen Verhältnisse des Schuldners bereits konkrete und vollständige Informationen hat, sodass kein Informationsgefälle zu Lasten des Interzedenten und kein Bedürfnis an einem zusätzlichen Hinweis des Gläubigers besteht, der „kein Mehr an Warnung" bewirken könnte. (T5)
  • 3 Ob 111/08g
    Entscheidungstext OGH 03.09.2008 3 Ob 111/08g
    Auch; Veröff: SZ 2008/125
  • 7 Ob 219/10x
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 7 Ob 219/10x
  • 2 Ob 169/11h
    Entscheidungstext OGH 24.04.2012 2 Ob 169/11h
    Auch; nur: Den Gläubiger, der bis zum Zeitpunkt der Interzession erkennt oder erkennen muss, dass der Hauptschuldner seine Verbindlichkeit voraussichtlich nicht (vollständig) erfüllen wird, trifft eine Informationspflicht. (T6); Auch Beis wie T5; Beisatz: Die Behauptungs- und Beweislast dafür, dass der Gläubiger die wirtschaftliche Notlage des Schuldners kannte oder kennen musste, trifft den Interzedenten. (T7)
  • 7 Ob 224/12k
    Entscheidungstext OGH 23.01.2013 7 Ob 224/12k
    Vgl auch; Beis wie T5
  • 6 Ob 19/14h
    Entscheidungstext OGH 20.02.2014 6 Ob 19/14h
    Vgl
  • 1 Ob 200/24d
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.03.2025 1 Ob 200/24d
    Beisatz wie T4; Beisatz wie T7

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0113880

Im RIS seit

24.08.2000

Zuletzt aktualisiert am

14.07.2025

Dokumentnummer

JJR_20000725_OGH0002_0010OB00107_00T0000_001