Rechtssatz für 6Ob158/65; 1Ob159/66; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0040730

Geschäftszahl

6Ob158/65; 1Ob159/66; 6Ob130/68; 5Ob148/68 (5Ob149/68; 5Ob150/68); 5Ob56/69; 7Ob205/70; 5Ob82/71; 5Ob83/71; 5Ob162/73 (5Ob163/73); Okt18/74 (Okt19/74); 5Ob116/75 (5Ob117/75-5Ob138/75); 2Ob565/76; 6Ob17/84; 3Ob531/87; 6Ob697/87; 9Ob1774/91; 3Ob1542/92; 2Ob544/92; 2Ob550/92; 1Ob258/97s; 3Ob2390/96h; 6Ob113/98f; 2Ob209/99w; 1Ob113/00z; 7Ob139/00t; 6Ob277/00d; 6Ob329/00a; 4Ob83/01m; 6Ob321/01a; 2Ob17/02t; 1Ob275/02a; 4Ob171/03f; 6Ob296/03b; 2Ob216/04k; 7Ob21/05x; 6Ob76/06d; 3Ob38/13d; 2Ob97/14z; 3Ob15/15z; 2Ob182/15a; 8Ob8/16h; 3Ob127/16x; 5Ob3/18d; 4Ob128/19f; 3Ob158/19k; 4Ob73/22x; 16Ok3/22k (16Ok4/22g); 2Ob23/26k

Entscheidungsdatum

26.02.2026

Rechtssatz

Die Rechtsmittelbeschränkungen des Paragraph 366, ZPO haben auch für das außerstreitige Verfahren Anwendung zu finden.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 158/65
    Entscheidungstext OGH 26.05.1965 6 Ob 158/65
    Veröff: SZ 38/89 = JBl 1966,45
  • 1 Ob 159/66
    Entscheidungstext OGH 14.07.1966 1 Ob 159/66
    Veröff: RZ 1967,15
  • 6 Ob 130/68
    Entscheidungstext OGH 08.05.1968 6 Ob 130/68
  • 5 Ob 148/68
    Entscheidungstext OGH 26.06.1968 5 Ob 148/68
  • 5 Ob 56/69
    Entscheidungstext OGH 19.03.1969 5 Ob 56/69
  • 7 Ob 205/70
    Entscheidungstext OGH 11.11.1970 7 Ob 205/70
  • 5 Ob 82/71
    Entscheidungstext OGH 21.04.1971 5 Ob 82/71
    Beisatz: Verfahren nach dem EisbEG. (T1)
    Veröff: SZ 44/51 = EvBl 1971/286 S 526
  • 5 Ob 83/71
    Entscheidungstext OGH 21.04.1971 5 Ob 83/71
    Beis wie T1; Veröff: JBl 1971,629
  • 5 Ob 162/73
    Entscheidungstext OGH 21.11.1973 5 Ob 162/73
    Veröff: NZ 1972,207
  • Okt 18/74
    Entscheidungstext OGH 03.05.1974 Okt 18/74
    Beisatz: KartG 1972 (T2) Beisatz: "Maschinenpapier" (T3)
    Veröff: ÖBl 1974,93
  • 5 Ob 116/75
    Entscheidungstext OGH 09.09.1975 5 Ob 116/75
    Beisatz: Daher im Falle der Verwerfung der Ablehnung eines Sachverständigen, Anfechtung mit dem gegen die nächstfolgende anfechtbare Entscheidung eingebrachten Rechtsmittel (§ 515 ZPO), Verfahren nach dem EisbEG. (T4)
  • 2 Ob 565/76
    Entscheidungstext OGH 13.01.1977 2 Ob 565/76
    Beis wie T1
  • 6 Ob 17/84
    Entscheidungstext OGH 27.09.1984 6 Ob 17/84
  • 3 Ob 531/87
    Entscheidungstext OGH 01.07.1987 3 Ob 531/87
  • 6 Ob 697/87
    Entscheidungstext OGH 12.11.1987 6 Ob 697/87
  • 9 Ob 1774/91
    Entscheidungstext OGH 23.10.1991 9 Ob 1774/91
    Beisatz: Die Zulassung eines sofortigen Rechtsmittels gegen die vom Erstgericht getroffene Auswahl des Sachverständigen im Rechtsmittelverfahren zu überprüfen wäre, bevor noch entsprechende Grundlagen für eine derartige Überprüfung vorhanden sind. (T5)
  • 3 Ob 1542/92
    Entscheidungstext OGH 29.04.1992 3 Ob 1542/92
  • 2 Ob 544/92
    Entscheidungstext OGH 27.05.1992 2 Ob 544/92
    Beisatz: Die Auswahl des Sachverständigen ist nicht anfechtbar, wohl aber die Bestellung als solche. (T6)
  • 2 Ob 550/92
    Entscheidungstext OGH 27.05.1992 2 Ob 550/92
    Beis wie T5
  • 1 Ob 258/97s
    Entscheidungstext OGH 14.10.1997 1 Ob 258/97s
    Auch; Beis wie T6
  • 3 Ob 2390/96h
    Entscheidungstext OGH 18.12.1996 3 Ob 2390/96h
  • 6 Ob 113/98f
    Entscheidungstext OGH 24.09.1998 6 Ob 113/98f
    Beis wie T6; Beisatz: Gegen die Verwerfung der Ablehnung des Sachverständigen gibt es kein abgesondertes Rechtsmittel. (T7)
  • 2 Ob 209/99w
    Entscheidungstext OGH 26.08.1999 2 Ob 209/99w
  • 1 Ob 113/00z
    Entscheidungstext OGH 30.05.2000 1 Ob 113/00z
  • 7 Ob 139/00t
    Entscheidungstext OGH 14.06.2000 7 Ob 139/00t
    Auch; Beis wie T7
  • 6 Ob 277/00d
    Entscheidungstext OGH 14.12.2000 6 Ob 277/00d
  • 6 Ob 329/00a
    Entscheidungstext OGH 17.01.2001 6 Ob 329/00a
    Beisatz: Die Bestellung eines Sachverständigen und der Auftrag zur Gutachtenserstattung zu einem bestimmten Thema dienen der im Rechtsfürsorgeverfahren von Amts wegen vorzunehmenden Stoffsammlung (§ 2 Abs 2 Z 5 AußStrG) und sind dem im Zivilprozess zu fassenden Beweisbeschluss vergleichbar. (T8)
  • 4 Ob 83/01m
    Entscheidungstext OGH 24.04.2001 4 Ob 83/01m
    Auch; Beis wie T7
  • 6 Ob 321/01a
    Entscheidungstext OGH 31.01.2002 6 Ob 321/01a
  • 2 Ob 17/02t
    Entscheidungstext OGH 13.02.2002 2 Ob 17/02t
    Auch; Beis wie T6
  • 1 Ob 275/02a
    Entscheidungstext OGH 13.12.2002 1 Ob 275/02a
    Beis wie T6
  • 4 Ob 171/03f
    Entscheidungstext OGH 23.09.2003 4 Ob 171/03f
    Auch; Beisatz: Es trifft zu, dass die Rechtsmittelbeschränkungen der ZPO für Beschlüsse, mit denen Beweisaufnahmen angeordnet und insbesondere Sachverständige bestellt werden, auch im Außerstreitverfahren angewendet werden. (T9)
  • 6 Ob 296/03b
    Entscheidungstext OGH 29.01.2004 6 Ob 296/03b
  • 2 Ob 216/04k
    Entscheidungstext OGH 04.10.2004 2 Ob 216/04k
    Auch; Beis wie T6
  • 7 Ob 21/05x
    Entscheidungstext OGH 02.03.2005 7 Ob 21/05x
    Beis wie T8; Beis wie T9
  • 6 Ob 76/06d
    Entscheidungstext OGH 06.04.2006 6 Ob 76/06d
    Beisatz: Nach §35 AußStrG 2005 bleibt es bei der besonderen Rechtsmittelbeschränkung des §366 Abs1 ZPO im außerstreitigen Verfahren. (T10)
    Beisatz: Daher ist die Bestimmung des §45 AußStrG 2005 über die Zulässigkeit des Rekurses heranzuziehen. (T11)
    Beisatz: Hier: Der die Ablehnung des Sachverständigen verwerfende Beschluss des Erstgerichts ist mit dem Rekurs gegen die Entscheidung über die Sache anfechtbar. Das Rekursgericht hat den selbständig erhobenen Rekurs zutreffend zurückgewiesen. (T12)
  • 3 Ob 38/13d
    Entscheidungstext OGH 13.03.2013 3 Ob 38/13d
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T7; Beis wie T12
  • 2 Ob 97/14z
    Entscheidungstext OGH 25.06.2014 2 Ob 97/14z
    Auch
  • 3 Ob 15/15z
    Entscheidungstext OGH 17.06.2015 3 Ob 15/15z
    Auch; Beis wie T12
  • 2 Ob 182/15a
    Entscheidungstext OGH 21.10.2015 2 Ob 182/15a
    Auch; Beis wie T10; Beis wie T12
  • 8 Ob 8/16h
    Entscheidungstext OGH 19.02.2016 8 Ob 8/16h
    Auch; Beis wie T7
  • 3 Ob 127/16x
    Entscheidungstext OGH 22.09.2016 3 Ob 127/16x
    Vgl auch; Beis wie T10
  • 5 Ob 3/18d
    Entscheidungstext OGH 13.02.2018 5 Ob 3/18d
    Beis wie T10; Beis wie T12
  • 4 Ob 128/19f
    Entscheidungstext OGH 22.08.2019 4 Ob 128/19f
    Beis wie T12
  • 3 Ob 158/19k
    Entscheidungstext OGH 23.10.2019 3 Ob 158/19k
    Vgl; Beis wie T10
  • 4 Ob 73/22x
    Entscheidungstext OGH 24.05.2022 4 Ob 73/22x
    Vgl; Beis wie T12
  • 16 Ok 3/22k
    Entscheidungstext OGH 23.06.2022 16 Ok 3/22k
    Vgl; Beis wie T12
  • 2 Ob 23/26k
    Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 26.02.2026 2 Ob 23/26k
    Beisatz wie T7; Beisatz wie T12

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1965:RS0040730

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

27.04.2026

Dokumentnummer

JJR_19650526_OGH0002_0060OB00158_6500000_002

Entscheidungstext 2Ob216/04k

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

2Ob216/04k

Entscheidungsdatum

04.10.2004

Anmerkung

E74804 2Ob216.04k

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Niederreiter als Vorsitzenden sowie die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Schinko, Dr. Tittel, Dr. Baumann und Hon. Prof. Dr. Danzl als weitere Richter in der Pflegschaftssache des mj. Felix B*****, vertreten durch Dr. Anton Moser, Rechtsanwalt in Traun, über den Revisionsrekurs des Vaters Mag. Herwig B*****, vertreten durch Dr. Winfried Sattlegger und andere Rechtsanwälte in Linz, gegen den Beschluss des Landesgerichts Linz vom 28. April 2003, GZ 15 R 360/02w-96, womit der Rekurs des Vaters gegen den Beschluss des Bezirksgerichtes Linz vom 21. Oktober 2002, GZ 2 P 2448/95g-84, zurückgewiesen wurde, den Beschluss

gefasst:

Spruch

Dem Revisionsrekurs wird Folge gegeben.

Der angefochtene Beschluss wird aufgehoben und dem Rekursgericht die neuerliche Entscheidung über den Rekurs des Vaters unter Abstandnahme vom gebrauchten Zurückweisungsgrund aufgetragen.

Der Antrag auf Zuspruch der Kosten des Rechtsmittelverfahrens wird abgewiesen.

Text

Begründung:

Das Erstgericht bestellte anlässlich eines Unterhaltserhöhungsantrages des Kindes einen Sachverständigen und beauftragte ihn mit der Erstellung eines Gutachtens über die Berufs- und Verdienstmöglichkeiten des Vaters.

Der Vater erhob dagegen Rekurs und führte zur Begründung aus, er übe bereits seit Jahrzehnten den Beruf eines freischaffenden Künstlers und Graphikers aus. Über seine Einkommensverhältnisse seien bereits zweimal Gutachten von Buchsachverständigen erstellt worden, sodass sich sowohl seine Einkommensverhältnisse als auch seine beruflichen Möglichkeiten klar ergeben würden. Die Bestellung eines Sachverständigen zur Erkundung, welchen Beruf der Vater konkret hätte ausüben können bzw welchen Verdienst er hätte erzielen können, sei daher rechtswidrig und im Übrigen auch kostenintensiv. Das Rekursgericht wies den Rekurs zurück, weil es sich jener Judikaturlinie anschließe, derzufolge nicht nur ein Rekurs gegen die Auswahl, sondern auch ein Rekurs gegen die Bestellung eines Sachverständigen unzulässig sei. Es sprach aus, dass der ordentliche Revisionsrekurs - wegen Uneinheitlichkeit der Rechtsprechung - zulässig sei.

Gegen diese Rekursentscheidung richtet sich der Revisionsrekurs des Vaters wegen unrichtiger rechtlicher Beurteilung mit dem Antrag, den Erhöhungsantrag ab- bzw zurückzuweisen; hilfsweise wird ein Aufhebungsantrag gestellt.

Rechtliche Beurteilung

Der Revisionsrekurs ist zulässig und im Sinne des Aufhebungsantrages auch berechtigt.

Der Rechtsmittelwerber macht im Wesentlichen geltend, sein Rekurs sei

zulässig gewesen.

Hiezu wurde erwogen:

Nach überwiegender Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes ist zwar auch im Außerstreitverfahren gegen die Auswahl des Sachverständigen kein abgesondertes Rechtsmittel zulässig, wohl aber dagegen, dass überhaupt ein Sachverständiger bestellt wurde (2 Ob 511/92, 2 Ob 544/92, 1 Ob 258/97s, 6 Ob 113/98f, 2 Ob 209/99w, 2 Ob 17/02t; letzteres offen lassend 1 Ob 275/02a, 4 Ob 171/03f). Richtig ist, dass zu letzterem Fall auch abweichende Entscheidungen existieren (6 Ob 277/00d, 6 Ob 329/00a, 6 Ob 321/01a). Der erkennende Senat hält aber an der oben dargestellten differenzierenden Rechtsprechung fest, weil sie dem Spannungsverhältnis zwischen der grundsätzlichen Anwendbarkeit der Rechtsmittelbeschränkungen des Paragraph 366, ZPO (RIS-Justiz RS0040730) und der grundsätzlichen Anfechtbarkeit auch verfahrensleitender Beschlüsse (RIS-Justiz RS0006128) im Außerstreitverfahren gerecht wird; durch die unnötige Aufnahme des Sachverständigenbeweises würde der Rechtsmittelwerber hinreichend beschwert (Paragraph 9, Absatz eins, AußStrG).

Dem Revisionsrekurs war daher spruchgemäß Folge zu geben. Für den begehrten Kostenersatz gibt es keine Rechtsgrundlage.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:0020OB00216.04K.1004.000

Dokumentnummer

JJT_20041004_OGH0002_0020OB00216_04K0000_000