Rechtssatz für 12Os49/04; 11Os55/04; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0119094

Geschäftszahl

12Os49/04; 11Os55/04; 11Os98/04; 15Os51/05x; 11Os65/05a; 12Os68/05z; 11Os107/07f; 15Os113/07t; 13Os21/08z (13Os22/08x); 13Os42/08p; 15Os118/10g; 11Os116/10h; 14Os146/10t; 15Os174/10t; 12Os135/11m; 15Os147/11y; 11Os75/12g; 14Os81/12m; 15Os112/12b; 15Os140/12w; 14Os99/12h; 15Os162/12f; 14Os47/13p; 13Os60/13t; 15Os138/13b; 15Os151/12p (15Os32/13i); 15Os100/13i; 15Os7/14i; 13Os11/14p; 12Os15/14v; 12Os30/15z; 11Os117/15p; 11Os30/16w; 14Os51/16f; 14Os3/17y; 15Os32/17w; 12Os130/17k; 14Os23/18s; 12Os50/18x; 12Osa61/19s; 15Os143/19x; 14Os103/20h (14Os107/20x); 15Os6/21b; 15Os98/22h; 11Os69/23s; 11Os88/24m; 14Os38/25g; 11Os13/26k

Entscheidungsdatum

19.05.2026

Norm

MRK Art6 Abs1 II5a6
StPO §258 Abs1
StPO §281 Abs1 Z5 A
StPO §281 Abs1 Z5a
  1. StPO § 258 heute
  2. StPO § 258 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  3. StPO § 258 gültig von 01.03.2005 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2004
  4. StPO § 258 gültig von 01.01.1994 bis 28.02.2005 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  5. StPO § 258 gültig von 31.12.1975 bis 31.12.1993
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987
  1. StPO § 281 heute
  2. StPO § 281 gültig ab 01.01.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 157/2024
  3. StPO § 281 gültig von 01.03.2023 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 223/2022
  4. StPO § 281 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 93/2007
  5. StPO § 281 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2005
  6. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  7. StPO § 281 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  8. StPO § 281 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/1999
  9. StPO § 281 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/1997
  10. StPO § 281 gültig von 01.01.1994 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 526/1993
  11. StPO § 281 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Der Angeklagte hat ein Recht darauf, nicht von einer ihm unbekannten Gerichtsnotorietät im Tatsachenbereich überrascht zu werden.

Entscheidungstexte

  • 12 Os 49/04
    Entscheidungstext OGH 27.05.2004 12 Os 49/04
  • 11 Os 55/04
    Entscheidungstext OGH 27.07.2004 11 Os 55/04
    Beisatz: Ein Verstoß gegen das Fair-trial-Gebot des Art 6 MRK liegt aber dann nicht vor, wenn die gerichtskundige Tatsache bereits in der in der Hauptverhandlung vorgetragenen Anklageschrift dargestellt wurde oder sonst eine Erörterung in der Hauptverhandlung (zB im Rahmen des § 238 Abs 2 StPO oder des § 262 StPO) stattfand. (T1)
  • 11 Os 98/04
    Entscheidungstext OGH 28.09.2004 11 Os 98/04
    Vgl; Beisatz: Erforderlich ist eine dem Gebot des fair trial und somit den Garantien des Art 6 MRK entsprechende Ermöglichung der Erörterung der der Verantwortung des Angeklagten zuwider laufenden Verfahrensergebnisse. (T2)
  • 15 Os 51/05x
    Entscheidungstext OGH 02.06.2005 15 Os 51/05x
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Nichterörterung der Annahme des Alters des Angeklagten mit über 21 Jahren. Verstoß gegen das Gebot des "fair hearing". (T3)
  • 11 Os 65/05a
    Entscheidungstext OGH 26.07.2005 11 Os 65/05a
    Vgl; Beis ähnlich wie T1
  • 12 Os 68/05z
    Entscheidungstext OGH 15.09.2005 12 Os 68/05z
    Vgl auch
  • 11 Os 107/07f
    Entscheidungstext OGH 23.10.2007 11 Os 107/07f
    Beis wie T1
  • 15 Os 113/07t
    Entscheidungstext OGH 22.11.2007 15 Os 113/07t
    Beis ähnlich wie T1; Beis ähnlich wie T2; Beisatz: Hier: Nichterörterung der gerichtsnotorischen durchschnittlichen Wirkstoffkonzentration der tatverfangenen Suchtgiftmenge. (T4)
  • 13 Os 21/08z
    Entscheidungstext OGH 11.06.2008 13 Os 21/08z
    Vgl auch; Beisatz: In Betreff notorischer Tatsachen, welche keines Beweisverfahrens, sondern nur der Feststellung bedürfen, bedarf es keines Vorkommens auf das Vorliegen solcher Tatsachen hinweisender Indizien in der Hauptverhandlung. Dass gerichtsnotorische Tatsachen erörtert werden müssen, steht einem zugunsten des Angeklagten wahrzunehmenden Feststellungsmangel nicht entgegen. (T5)
  • 13 Os 42/08p
    Entscheidungstext OGH 11.06.2008 13 Os 42/08p
    Beis wie T4; Beisatz: Im Sinn eines den Garantien des Art 6 MRK entsprechenden Verfahrens ist das erkennende Gericht verpflichtet, den Angeklagten in der Hauptverhandlung über das, was es als gerichtsnotorisch und im jeweils gegebenen Fall erheblich ansieht, in Kenntnis zu setzen und ihm Gelegenheit zu geben, seine Verteidigung danach einrichten zu können. (T6)
  • 15 Os 118/10g
    Entscheidungstext OGH 10.11.2010 15 Os 118/10g
    Vgl auch
  • 11 Os 116/10h
    Entscheidungstext OGH 16.11.2010 11 Os 116/10h
    Beis wie T4; Beis wie T6
  • 14 Os 146/10t
    Entscheidungstext OGH 28.12.2010 14 Os 146/10t
    Beis wie T4
  • 15 Os 174/10t
    Entscheidungstext OGH 16.02.2011 15 Os 174/10t
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1
  • 12 Os 135/11m
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 12 Os 135/11m
    Vgl auch
  • 15 Os 147/11y
    Entscheidungstext OGH 25.01.2012 15 Os 147/11y
    Auch; Beis ähnlich wie T4
  • 11 Os 75/12g
    Entscheidungstext OGH 21.08.2012 11 Os 75/12g
    Vgl; Ähnlich Beis wie T1; Beisatz: Hier: Errechnung eines durchschnittlichen Reingehalts auf Grundlage der im Akt vorgekommenen Untersuchung der Konzentration der bei der Tätergruppe sichergestellten Suchtgifte. Kein Verstoß gegen Art 6 MRK im Falle eines entsprechenden Hinweises im Anklagevortrag. (T7)
  • 14 Os 81/12m
    Entscheidungstext OGH 16.10.2012 14 Os 81/12m
    Auch; Beisatz: Hier: Entsprechender Hinweis in der Begründung der in der Hauptverhandlung vorgetragenen Anklageschrift. (T8)
  • 15 Os 112/12b
    Entscheidungstext OGH 17.10.2012 15 Os 112/12b
    Vgl auch
  • 15 Os 140/12w
    Entscheidungstext OGH 12.12.2012 15 Os 140/12w
    Auch; Beis wie T4
  • 14 Os 99/12h
    Entscheidungstext OGH 29.01.2013 14 Os 99/12h
    Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T7
  • 15 Os 162/12f
    Entscheidungstext OGH 27.02.2013 15 Os 162/12f
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T4
  • 14 Os 47/13p
    Entscheidungstext OGH 11.06.2013 14 Os 47/13p
    Vgl; Beis wie T7
  • 13 Os 60/13t
    Entscheidungstext OGH 02.07.2013 13 Os 60/13t
  • 15 Os 138/13b
    Entscheidungstext OGH 13.11.2013 15 Os 138/13b
    Auch; Beis wie T1
  • 15 Os 151/12p
    Entscheidungstext OGH 13.11.2013 15 Os 151/12p
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2
  • 15 Os 100/13i
    Entscheidungstext OGH 13.11.2013 15 Os 100/13i
    Vgl
  • 15 Os 7/14i
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 15 Os 7/14i
    Auch; Beis wie T1
  • 13 Os 11/14p
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 13 Os 11/14p
    Auch; Beisatz: Hier: Kein unzulässiges Überraschen des Angeklagten durch eine ihm nicht bekannte Notorietät, weil auch die Anklage hinsichtlich des vom Schuldspruch umfassten Suchtgifts von einem 20%igen Wirkstoffgehalt ausging und dies dem Angeklagten anlässlich des Anklagevortrags zur Kenntnis gebracht wurde. (T9)
  • 12 Os 15/14v
    Entscheidungstext OGH 08.05.2014 12 Os 15/14v
    Auch; Beisatz: Ein Verstoß gegen das fair‑trial‑Gebot des Art 6 EMRK liegt dann nicht vor, wenn die Umstände (zumindest) in dem in der Hauptverhandlung vorgetragenen Beschluss des Oberlandesgerichts als Beschwerdegericht, mit dem aus Anlass einer Haftbeschwerde des Angeklagten das Vorliegen des dringenden Tatverdachts beurteilt wurde, dargestellt wurden. (T10)
  • 12 Os 30/15z
    Entscheidungstext OGH 09.04.2015 12 Os 30/15z
    Vgl
  • 11 Os 117/15p
    Entscheidungstext OGH 01.12.2015 11 Os 117/15p
    Beis wie T1; Beis wie T8
  • 11 Os 30/16w
    Entscheidungstext OGH 22.03.2016 11 Os 30/16w
    Auch; Beis wie T4
  • 14 Os 51/16f
    Entscheidungstext OGH 14.09.2016 14 Os 51/16f
  • 14 Os 3/17y
    Entscheidungstext OGH 28.02.2017 14 Os 3/17y
    Vgl auch; Beisatz: Für nicht bloß gerichtsnotorische sondern allgemein notorische Tatsachen besteht keine Erörterungspflicht. (T11)
  • 15 Os 32/17w
    Entscheidungstext OGH 24.05.2017 15 Os 32/17w
    Auch
  • 12 Os 130/17k
    Entscheidungstext OGH 14.12.2017 12 Os 130/17k
    Auch; Beis wie T8; Beis ähnlich wie T9
  • 14 Os 23/18s
    Entscheidungstext OGH 10.04.2018 14 Os 23/18s
    Vgl; Beisatz: Eine Erörterungspflicht für normativ (hier: in der Suchtgift-Grenzmengenverordnung [SGV]) festgelegte Grenzmengen von strafrechtlich relevanten Substanzen besteht hingegen nicht. (T12)
  • 12 Os 50/18x
    Entscheidungstext OGH 05.07.2018 12 Os 50/18x
    Auch; Beis wie T11
  • 12 Osa 61/19s
    Entscheidungstext OGH 12.08.2019 12 Osa 61/19s
    Vgl; Beis wie T4
  • 15 Os 143/19x
    Entscheidungstext OGH 15.01.2020 15 Os 143/19x
    Vgl; Beis wie T8; Beis wie T9
  • 14 Os 103/20h
    Entscheidungstext OGH 15.12.2020 14 Os 103/20h
    Vgl; Beisatz: Stützt das Gericht die bekämpfte Feststellung nicht (bloß) auf Gerichtsnotorietät, sondern auf ein in der Hauptverhandlung vorgekommenes Beweismittel, in dem die gerichtskundige Tatsache bereits dargestellt wurde, liegt kein Verstoß gegen das Fair‑trial‑Gebot des Art 6 MRK vor. (T13)
  • 15 Os 6/21b
    Entscheidungstext OGH 02.03.2021 15 Os 6/21b
    Vgl
  • 15 Os 98/22h
    Entscheidungstext OGH 18.01.2023 15 Os 98/22h
    Beis wie T1; Beis wie T4; Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T8; Beis wie T9
  • 11 Os 69/23s
    Entscheidungstext OGH 29.08.2023 11 Os 69/23s
    vgl; Beisatz wie T4
  • 11 Os 88/24m
    Entscheidungstext OGH 22.10.2024 11 Os 88/24m
    vgl; Beisatz wie T8; Beisatz wie T9
  • 14 Os 38/25g
    Entscheidungstext OGH 12.06.2025 14 Os 38/25g
    vgl
  • 11 Os 13/26k
    Entscheidungstext OGH 19.05.2026 11 Os 13/26k
    vgl; Beisatz wie T8; Beisatz wie T9

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0119094

Im RIS seit

26.06.2004

Zuletzt aktualisiert am

30.06.2026

Dokumentnummer

JJR_20040527_OGH0002_0120OS00049_0400000_001

Entscheidungstext 12Os49/04

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Strafrecht

Geschäftszahl

12Os49/04

Entscheidungsdatum

27.05.2004

Anmerkung

E73631 12Os49.04

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat am 27. Mai 2004 durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Schindler als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Holzweber, Dr. Philipp, Dr. Schwab und Dr. Lässig als weitere Richter, in Gegenwart des Richteramtsanwärters Mag. Pröstler-Zehetmaier als Schriftführer, in der Strafsache gegen Johann E***** und andere Angeklagte wegen des Verbrechens nach Paragraphen 28, Absatz 2, (zu ergänzen) vierter Fall, Absatz 3, erster Fall, Absatz 4, Ziffer 3, SMG und weiterer strafbarer Handlungen über die Nichtigkeitsbeschwerde und die Berufung des Angeklagten Johann Z***** gegen das Urteil des Landesgerichtes für Strafsachen Wien als Schöffengericht vom 14. Jänner 2004, GZ 063 Hv 121/03d-80, nach Anhörung der Generalprokuratur in nichtöffentlicher Sitzung den Beschluss

gefasst:

Spruch

Die Nichtigkeitsbeschwerde wird zurückgewiesen.

Zur Entscheidung über die Berufung werden die Akten dem Oberlandesgericht Wien zugeleitet.

Dem Angeklagten Z***** fallen auch die Kosten des bisherigen Rechtsmittelverfahrens zur Last.

Text

Gründe:

Mit dem angefochtenen Urteil wurde (ua) der Angeklagte Johann Z***** des Verbrechens nach Paragraphen 28, Absatz 2, (zu ergänzen) vierter Fall, Absatz 3, erster Fall, Absatz 4, Ziffer 3, SMG (A/V) sowie der Vergehen nach Paragraph 27, Absatz eins, (zu ergänzen) erster, zweiter, vierter und fünfter Fall SMG (B/III), der Urkundenunterdrückung nach Paragraph 229, Absatz eins, StGB (C) und des Gebrauchs fremder Ausweise nach Paragraph 231, Absatz eins, StGB schuldig erkannt. Soweit im Nichtigkeitsverfahren von Bedeutung hat er A/V. in Wien und anderen Orten den bestehenden Vorschriften zuwider gewerbsmäßig große Mengen (Paragraph 28, Absatz 6, SMG) Suchtgift in Verkehr gesetzt, indem er

1. von Herbst 2001 bis Mai/Juni 2003 insgesamt fünf Kilogramm Haschisch unbekannten Abnehmern verkaufte,

2. an Johann und Claudia E*****

a) von Jänner 2002 bis Ende August 2003 insgesamt ca zehn Gramm Kokain, 20 Gramm Speed und 150 Gramm Haschisch für deren Eigenbedarf und zehn Kilogramm Haschisch für den Weiterverkauf jeweils in Teilmengen verkaufte,

b) am 1. September 2003 28,8 Gramm Kokain mit einer Reinsubstanz von 23 +/- 0,29 Gramm Cocain HCL verkaufte,

3. von Anfang 2003 bis Mitte Juli 2003 in vier Angriffen insgesamt „zumindest 1 - 2 Kilogramm" Haschisch an Marietta M***** für den Weiterverkauf in Anita G***** übergab,

wobei er die Taten mit Beziehung auf ein Suchtgift beging, dessen Menge zumindest das Fünfundzwanzigfache der Grenzmenge (Paragraph 28, Absatz 6, SMG) ausmachte.

Rechtliche Beurteilung

Der dagegen vom Angeklagten Johann Z***** aus dem Grund der Ziffer 5, des Paragraph 281, Absatz eins, StPO erhobenen Nichtigkeitsbeschwerde kommt keine Berechtigung zu.

Der Mängelrüge (Ziffer 5,) zuwider hat das Schöffengericht die Feststellung, wonach die unter Punkt A/V. angeführten nicht sichergestellten Haschischmengen einen durchschnittlichen Reinheitsgrad von vier Prozent THC aufwiesen (US 28), im Hinblick auf die Verantwortung des Beschwerdeführers, der die Weitergabe von Suchtgift, das ersichtlich den Erwartungen der Konsumenten entsprach, zugestand und die Angaben des Angeklagten E***** zu Einkaufs- und Verkaufspreisen des vom Rechtsmittelwerber bezogenen Suchtgifts (S 239 ff/II) zureichend mit dem Hinweis darauf begründet, dass diese Konzentration nach „forensischer Erfahrung durchschnittlicher Straßenqualität" entspricht (US 38).

Im Übrigen vermag die Beschwerde auf keine Beweisergebnisse hinzuweisen, die einen unterdurchschnittlichen Konzentrationsgrad des Suchtgifts indizierten und wurde der Beschwerdeführer nicht von der in Rede stehenden Gerichtsnotorietät im Tatsachenbereich überrascht, weil damit bereits in der in der Hauptverhandlung vorgetragenen Anklageschrift argumentiert wurde (S 267 in ON 77, S 211/II), sodass das Verfahren den Garantien des Artikel 6, EMRK entspricht (Ratz WK-StPO Paragraph 281, Rz 463).

Indem der Beschwerdeführer nicht bloß die Aufhebung des in Rede stehenden, sondern auch der übrigen Schuldspruchpunkte beantragt, bringt er das Rechtsmittel insoweit nicht prozessordnungsgemäß zur Darstellung, weil er die tatsächlichen oder gesetzlichen Gegebenheiten, die den Nichtigkeitsgrund bilden sollten, nicht deutlich und bestimmt bezeichnet (Paragraph 285 a, Ziffer 2, StPO). Die Nichtigkeitsbeschwerde war daher bereits in nichtöffentlicher Sitzung sofort zurückzuweisen (Paragraph 285 d, StPO). Daraus folgt die Kompetenz des Gerichtshofes zweiter Instanz zur Entscheidung über die Berufung (Paragraph 285 i, StPO).

Die Kostenentscheidung ist in Paragraph 390 a, Absatz eins, StPO begründet.

Schlagworte

Kennung XPUBL Diese Entscheidung wurde veröffentlicht in Jus-Extra OGH-St 3644 = RZ 2004,279 EÜ161 - RZ 2004 EÜ161 = SSt 2004/40 XPUBLEND

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2004:0120OS00049.04.0527.000

Zuletzt aktualisiert am

25.02.2009

Dokumentnummer

JJT_20040527_OGH0002_0120OS00049_0400000_000