Rechtssatz für 3Ob478/53 5Ob141/63 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0006823

Geschäftszahl

3Ob478/53; 5Ob141/63; 6Ob137/64; 6Ob19/66; 6Ob77/68; 1Ob315/71; 2Ob299/74; 6Ob3/77; 6Ob8/77; 6Ob10/78; 6Ob4/88; 6Ob22/88; 6Ob5/89; 6Ob1014/93; 6Ob2040/96k; 6Ob2274/96x; 8ObA2344/96f; 6Ob183/01g; 6Ob300/01p; 6Ob130/04t; 6Ob189/05w; 6Ob121/05w

Entscheidungsdatum

25.08.2005

Norm

AußStrG §9 J1: AußStrG §11 Abs1 A
FBG §21
HGB §37 Abs2
HGB §146 Abs2

Rechtssatz

Auch ein Dritter, der durch eine Eintragung im Handelsregister in seinen Rechten verletzt wird, hat neben der Klage nach Paragraph 37, Absatz 2, HGB auch das Rekursrecht gegen den Eintragungsbeschluss. Die Rekursfrist beginnt, wenn dem Rekurswerber der der Eintragung unterliegende Beschluss nicht zugestellt wurde, in dem Zeitpunkt, in welchem die Eintragung amtlich bekanntgemacht wurde, sofern der Rechtsmittelwerber nicht nachzuweisen vermag, dass er trotzdem die Eintragung weder kannte noch kennen mußte.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 478/53
    Entscheidungstext OGH 02.09.1953 3 Ob 478/53
    Veröff: SZ 26/218 = NZ 1954,9
  • 5 Ob 141/63
    Entscheidungstext OGH 27.06.1963 5 Ob 141/63
    Veröff: EvBl 1963/446 S 603 = ÖBl 1963,114
  • 6 Ob 137/64
    Entscheidungstext OGH 21.07.1964 6 Ob 137/64
    nur: Auch ein Dritter, der durch eine Eintragung im Handelsregister in seinen Rechten verletzt wird, hat neben der Klage nach § 37 Abs 2 HGB auch das Rekursrecht gegen den Eintragungsbeschluss. (T1); Veröff: ÖBl 1965,14 = NZ 1965,124 = EvBl 1965/146 S 207
  • 6 Ob 19/66
    Entscheidungstext OGH 19.01.1966 6 Ob 19/66
    nur T1; Beisatz hier: § 30 HGB (T2); Veröff: ÖBl 1967,15
  • 6 Ob 77/68
    Entscheidungstext OGH 20.03.1968 6 Ob 77/68
    Veröff: NZ 1969,13
  • 1 Ob 315/71
    Entscheidungstext OGH 25.11.1971 1 Ob 315/71
    Veröff: NZ 1972,121 = HS 8024
  • 2 Ob 299/74
    Entscheidungstext OGH 10.04.1975 2 Ob 299/74
    nur T1; Veröff: SZ 48/43 = RZ 1975/52 S 116; EvBl 1976/84 S 158 = NZ 1977,22
  • 6 Ob 3/77
    Entscheidungstext OGH 02.05.1977 6 Ob 3/77
    Auch; nur T1; Veröff: SZ 50/64 = NZ 1980,11
  • 6 Ob 8/77
    Entscheidungstext OGH 07.07.1977 6 Ob 8/77
    Beisatz: Erfolgte die Bekanntmachung in mehreren Blättern, gilt die Bekanntmachung erst mit dem Ablauf des Tages, an welchem das letzte der die Bekanntmachung enthaltenden Blätter erschienen ist, als erfolgt. (T3)Veröff: RZ 1978/5 S 13 = NZ 19
  • 6 Ob 10/78
    Entscheidungstext OGH 21.09.1978 6 Ob 10/78
    nur: Die Rekursfrist beginnt, wenn dem Rekurswerber der der Eintragung unterliegende Beschluss nicht zugestellt wurde, in dem Zeitpunkt, in welchem die Eintragung amtlich bekanntgemacht wurde, sofern der Rechtsmittelwerber nicht nachzuweisen vermag, dass er trotzdem die Eintragung weder kannte noch kennen mußte. (T4) Beisatz: Dies gilt nicht für einen Beteiligten, der nach den gesetzlichen Vorschriften dem Verfahren hätte beigezogen werden müssen (hier: Ausscheiden eines Kommanditisten). (T5); Veröff: GesRZ 1979,71
  • 6 Ob 4/88
    Entscheidungstext OGH 11.02.1988 6 Ob 4/88
    Vgl auch; nur T1; Beisatz hier: Beteiligtenstellung und Rechtsmittelbefugnis eines Gesellschaftsgläubigers, der die Verfolgung seiner Ansprüche gegen die Gesellschaft in einem Verfahren betreibt, gegen eine die Löschung dieser Gesellschaft anordnende Eintragungsverfügung. (T6); Veröff: RdW 1988,198 = GesRZ 1989,104 = WBl 1988,306 = NZ 1988,309
  • 6 Ob 22/88
    Entscheidungstext OGH 20.10.1988 6 Ob 22/88
    nur T1; Beisatz: Voraussetzung ist Beeinträchtigung rechtlicher geschützter - und nicht bloß wirtschaftlicher - Interessen. (T7); Veröff: NZ 1989,221
  • 6 Ob 5/89
    Entscheidungstext OGH 13.07.1989 6 Ob 5/89
    nur T1
  • 6 Ob 1014/93
    Entscheidungstext OGH 21.10.1993 6 Ob 1014/93
    nur T4
  • 6 Ob 2040/96k
    Entscheidungstext OGH 08.05.1996 6 Ob 2040/96k
    nur T1
  • 6 Ob 2274/96x
    Entscheidungstext OGH 13.02.1997 6 Ob 2274/96x
    Beis wie T2
  • 8 ObA 2344/96f
    Entscheidungstext OGH 22.10.1998 8 ObA 2344/96f
    Verstärkter Senat; Vgl auch; Beisatz: Zum Beginn der Rekursfrist siehe EvBl 1994/152 und 6 Ob 2274/96x. (T8) Veröff: SZ 71/175
  • 6 Ob 183/01g
    Entscheidungstext OGH 13.09.2001 6 Ob 183/01g
    Auch; nur T1; Beisatz: Dies bedeutet aber nicht die Bejahung der Beteiligtenstellung eines Gesellschafters im Löschungsverfahren einer GmbH, insbesondere seines Rechts auf Verständigung nach § 18 FBG. Danach soll der verständigt werden, in dessen eingetragene Rechte durch eine Verfügung eingegriffen werden soll. Es kommt also auf das Ziel der beabsichtigten Verfügung und den unmittelbaren Eingriff in ein eingetragenes Recht an und nicht auf die bloß mittelbar eintretenden, über den eigentlichen Verfahrensgegenstand hinausgehenden Rechtsfolgen. Die Gesellschafter einer GmbH haben im Aufforderungsverfahren zur Löschung der vermögenslosen Gesellschaft nach § 40 FBG kein Recht auf Verständigung gemäß § 18 FBG von der beabsichtigten Löschung und kein Recht auf Zustellung der Löschungsverfügung. (T9)
  • 6 Ob 300/01p
    Entscheidungstext OGH 20.12.2001 6 Ob 300/01p
    Vgl auch
  • 6 Ob 130/04t
    Entscheidungstext OGH 26.08.2004 6 Ob 130/04t
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Kraftloserklärung. (T10)
  • 6 Ob 121/05w
    Entscheidungstext OGH 25.08.2005 6 Ob 121/05w
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Mit der amtswegigen Löschung eines Gesellschafters (und Geschäftsführers) und der amtswegigen Wiederherstellung des Firmenbuchstands mit den ursprünglichen Gesellschaftern wird im Ergebnis ein Gesellschafterwechsel herbeigeführt, wodurch in die Rechte der Gesellschafter unmittelbar eingegriffen wird. (T12)
  • 6 Ob 189/05w
    Entscheidungstext OGH 25.08.2005 6 Ob 189/05w
    Vgl auch; Beisatz: Für die nach § 21 Abs 1 FBG zu verständigenden Personen beginnt die Rekursfrist erst mit der Zustellung; ist diese unterblieben, beginnt deren Rekursfrist erst mit der tatsächlichen Zustellung und nicht mit der Veröffentlichung der Entscheidung zu laufen. (T11); Veröff: SZ 2005/119

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1953:RS0006823

Dokumentnummer

JJR_19530902_OGH0002_0030OB00478_5300000_001

Rechtssatz für 6Ob8/92 6Ob131/00h 6Ob2...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0060143

Geschäftszahl

6Ob8/92; 6Ob131/00h; 6Ob274/00p; 6Ob300/01p; 6Ob13/06i; 6Ob203/06f; 6Ob178/14s

Entscheidungsdatum

19.03.2015

Norm

GmbHG §93 Abs5
  1. GmbHG § 93 heute
  2. GmbHG § 93 gültig ab 01.01.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2000
  3. GmbHG § 93 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 10/1991

Rechtssatz

Zu den "Beteiligten", denen Paragraph 93, Absatz 5, GmbHG die Antragstellung zur Weiterführung einer bereits abgeschlossenen Liquidation einräumt, werden vor allem auch Gesellschaftsgläubiger gezählt.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 8/92
    Entscheidungstext OGH 27.02.1992 6 Ob 8/92
  • 6 Ob 131/00h
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 6 Ob 131/00h
    Vgl auch
  • 6 Ob 274/00p
    Entscheidungstext OGH 22.02.2001 6 Ob 274/00p
    Vgl auch; Beisatz: Die Abberufung des Liquidators und die Bestellung eines anderen Liquidators kann nur ein Beteiligter beantragen. (T1) Beisatz: Die Beteiligtenstellung setzt ein rechtliches Interesse voraus. Die Beeinträchtigung bloß wirtschaftlicher Interessen reicht nicht aus. Zu den Beteiligten gehören Gesellschafter, frühere Gesellschaftsorgane und Dritte, die ein Interesse an der Verwertung haben. (T2)
  • 6 Ob 300/01p
    Entscheidungstext OGH 20.12.2001 6 Ob 300/01p
    Auch; Beis wie T2
  • 6 Ob 13/06i
    Entscheidungstext OGH 16.02.2006 6 Ob 13/06i
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Beschluss auf Bestellung eines Nachtragsliquidators ohne Eintragung im Firmenbuch . Die Vermeidung der Verfolgung gegen den Gesellschafter als Liquidator gerichteter Schadenersatz- und Bereicherungsansprüche begründet bloß ein wirtschaftliches, aber kein rechtliches Interesse. Dem Gesellschafter fehlt jedoch nicht bloß die Rechtsmittellegitimation, sondern schon die Parteistellung. (T3)
  • 6 Ob 203/06f
    Entscheidungstext OGH 14.09.2006 6 Ob 203/06f
    Vgl auch; Beisatz: Einem Schuldner einer abgewickelten Gesellschaft kommt kein schutzwürdiges Interesse daran zu, die Geltendmachung von Ansprüchen gegen ihn bereits im Vorfeld dadurch zu verhindern, dass keine Nachtragsliquidation eingeleitet wird. §93 Abs5 GmbHG dient dem Schutz der Gesellschaft, ihrer Gläubiger und der Gesellschafter als solcher, nicht aber dem Schutz Dritter vor der nachträglichen Geltendmachung von Ansprüchen der Gesellschaft. (T4)
  • 6 Ob 178/14s
    Entscheidungstext OGH 19.03.2015 6 Ob 178/14s
    Beis wie T2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0060143

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.07.2015

Dokumentnummer

JJR_19920227_OGH0002_0060OB00008_9200000_001

Rechtssatz für 6Ob19/01i; 6Ob274/00p; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0114803

Geschäftszahl

6Ob19/01i; 6Ob274/00p; 6Ob300/01p; 6Ob314/03z; 6Ob48/05k; 6Ob13/06i; 6Ob203/06f; 6Ob105/08x; 6Ob178/14s; 6Ob28/20s; 1Ob242/22b

Entscheidungsdatum

27.01.2023

Norm

FBG §40 Abs4
GmbHG §93 Abs4
GmbHG §93 Abs5
HGB §146 Abs2
UGB §146 Abs2
  1. FBG § 40 heute
  2. FBG § 40 gültig ab 01.07.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2019
  3. FBG § 40 gültig von 01.06.2017 bis 30.06.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 60/2017
  4. FBG § 40 gültig von 01.01.2007 bis 31.05.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 120/2005
  5. FBG § 40 gültig von 01.07.1999 bis 31.12.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 74/1999
  1. GmbHG § 93 heute
  2. GmbHG § 93 gültig ab 01.01.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2000
  3. GmbHG § 93 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 10/1991
  1. GmbHG § 93 heute
  2. GmbHG § 93 gültig ab 01.01.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2000
  3. GmbHG § 93 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 10/1991
  1. UGB § 146 heute
  2. UGB § 146 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2021
  3. UGB § 146 gültig von 01.08.2010 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2010
  4. UGB § 146 gültig von 01.01.2007 bis 31.07.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 120/2005
  5. UGB § 146 gültig von 01.03.1939 bis 31.12.2006

Rechtssatz

Zur Antragstellung ist jeder berechtigt, der ein Interesse an der Verwertung, Befriedigung oder Verteilung von vorhandenem Gesellschaftsvermögen hat (so bereits SZ 64/134).

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 19/01i
    Entscheidungstext OGH 22.02.2001 6 Ob 19/01i
    Veröff: SZ 74/28
  • 6 Ob 274/00p
    Entscheidungstext OGH 22.02.2001 6 Ob 274/00p
  • 6 Ob 300/01p
    Entscheidungstext OGH 20.12.2001 6 Ob 300/01p
    Beisatz: Zu den Beteiligten gehören Gesellschafter, frühere Gesellschaftsorgane und Dritte, wenn sie ein derartiges Interesse haben. (T1)
  • 6 Ob 314/03z
    Entscheidungstext OGH 19.02.2004 6 Ob 314/03z
    Auch; Beisatz: Im Liquidationsverfahren sind nicht nur die Gesellschafter und früheren Gesellschaftsorgane Beteiligte des Verfahrens, sondern auch Dritte, die ein rechtliches Interesse an der Verwertung und Verteilung des Gesellschaftsvermögens haben. Gläubiger sind schon wegen ihres im § 93 Abs 4 GmbHG angeführten Bucheinsichtsrechts Beteiligte. Sie haben ein Interesse an der Verwertung und der Teilnahme an der Verteilung des Gesellschaftsvermögens. Dabei handelt es sich nicht um einen unzulässigen Ausforschungsbeweis. Die Bucheinsicht ist vielmehr eine Rechtsfolge der Nichtverständigung des Gläubigers nach § 91 Abs 1 letzter Satz GmbHG und der damit verbundenen Nichtteilnahme am Liquidationsverfahren. (T2)
  • 6 Ob 48/05k
    Entscheidungstext OGH 21.04.2005 6 Ob 48/05k
  • 6 Ob 13/06i
    Entscheidungstext OGH 16.02.2006 6 Ob 13/06i
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Beschluss auf Bestellung eines Nachtragsliquidators ohne Eintragung im Firmenbuch . Die Vermeidung der Verfolgung gegen den Gesellschafter als Liquidator gerichteter Schadenersatz- und Bereicherungsansprüche begründet bloß ein wirtschaftliches, aber kein rechtliches Interesse. Dem Gesellschafter fehlt jedoch nicht bloß die Rechtsmittellegitimation, sondern schon die Parteistellung. (T3)
  • 6 Ob 203/06f
    Entscheidungstext OGH 14.09.2006 6 Ob 203/06f
    Vgl auch; Beisatz: Einem Schuldner einer abgewickelten Gesellschaft kommt kein schutzwürdiges Interesse daran zu, die Geltendmachung von Ansprüchen gegen ihn bereits im Vorfeld dadurch zu verhindern, dass keine Nachtragsliquidation eingeleitet wird. § 93 Abs 5 GmbHG dient dem Schutz der Gesellschaft, ihrer Gläubiger und der Gesellschafter als solcher, nicht aber dem Schutz Dritter vor der nachträglichen Geltendmachung von Ansprüchen der Gesellschaft. (T4)
  • 6 Ob 105/08x
    Entscheidungstext OGH 07.07.2008 6 Ob 105/08x
    Beisatz: Antragsberechtigt ist auch das Strafgericht, das den auf eine GmbH zugelassenen und im Strafverfahren gegen deren frühere Geschäftsführerin beschlagnahmten Pkw nach Einstellung des Strafverfahrens an die Eigentümerin zurückzustellen hat. (T5)
  • 6 Ob 178/14s
    Entscheidungstext OGH 19.03.2015 6 Ob 178/14s
    Beis wie T1
  • 6 Ob 28/20s
    Entscheidungstext OGH 23.09.2020 6 Ob 28/20s
    vgl; Beisatz: Beteiligter ist jeder Gesellschafter; sofern über das Vermögen eines Gesellschafters das Insolvenzverfahren eröffnet wurde, der Insolvenzverwalter, darüber hinaus der Gläubiger eines Gesellschafters, der die Forderung auf das Auseinandersetzungsguthaben eines Gesellschafters pfänden und sich zur Einziehung überweisen hat lassen. (T6)
    Beisatz: Die Antragsbefugnis der Beteiligten ist gesellschaftsvertraglich weder abdingbar noch beschränkbar. (T7)
    Anm: Veröff: SZ 2020/89
  • 1 Ob 242/22b
    Entscheidungstext OGH 27.01.2023 1 Ob 242/22b
    Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0114803

Im RIS seit

24.03.2001

Zuletzt aktualisiert am

31.05.2023

Dokumentnummer

JJR_20010222_OGH0002_0060OB00019_01I0000_002

Rechtssatz für 2Ob182/63; 6Ob137/64; ...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0006832

Geschäftszahl

2Ob182/63; 6Ob137/64; 6Ob16/83; 6Ob4/88; 6Ob8/89; 6Ob19/95; 6Ob2/95; 6Ob1008/96; 6Ob2358/96z; 6Ob168/98v; 6Ob330/98t; 6Ob131/00h; 6Ob297/00w; 6Ob121/00p; 6Ob274/00p; 6Ob85/01w; 6Ob116/01d; 6Ob300/01p; 6Ob305/01y; 6Ob168/02b; 6Ob145/02w; 6Ob316/05x; 6Ob13/06i; 6Ob145/09f; 6Ob261/09i; 6Ob195/10k; 6Ob194/10p; 6Ob98/11x; 6Ob118/11p; 6Ob40/12v; 6Ob187/12m; 6Ob156/12b; 6Ob75/14v; 6Ob136/14i; 6Ob121/14h; 6Ob46/15f; 6Ob243/15a; 6Ob119/16t; 6Ob130/19i; 6Ob33/20a; 6Ob40/23k

Entscheidungsdatum

17.01.2024

Rechtssatz

Ein Rekursrecht gegen den Eintragungsbeschluss des Registergerichtes kann einem Dritten nur bei Verletzung subjektiver Interessen zugebilligt werden. Zur Wahrung der Interessen der Allgemeinheit ist der Dritte nicht berufen. Das ist Aufgabe des Registergerichtes und der Organe des Handelsstandes.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 182/63
    Entscheidungstext OGH 31.07.1963 2 Ob 182/63
    Veröff: SZ 36/106 = NZ 1965,110 = JBl 1964,96
  • 6 Ob 137/64
    Entscheidungstext OGH 21.07.1964 6 Ob 137/64
    Beisatz: Rekurslegitimation nicht nur im Rahmen des § 30 HGB sondern auch des § 5 GmbHG gegeben, wenn durch einen Verstoß gegen die letztere Vorschrift subjektive Rechte der älteren Firma verletzt werden. (T1)
    Veröff: EvBl 1965/146 S 207 = ÖBl 1965,14 = NZ 1965,124
  • 6 Ob 16/83
    Entscheidungstext OGH 29.09.1983 6 Ob 16/83
    Vgl auch; Veröff: NZ 1984,63
  • 6 Ob 4/88
    Entscheidungstext OGH 11.02.1988 6 Ob 4/88
    Vgl auch; nur: Ein Rekursrecht gegen den Eintragungsbeschluss des Registergerichtes kann einem Dritten nur bei Verletzung subjektiver Interessen zugebilligt werden. (T2)
    Beisatz: Hier: Beteiligtenstellung und Rechtsmittelbefugnis eines Gesellschaftsgläubigers, der die Verfolgung seiner Ansprüche gegen die Gesellschaft in einem Verfahren betreibt, gegen eine die Löschung dieser Gesellschaft anordnende Eintragungsverfügung. (T3)
    Veröff: RdW 1988,198 = GesRZ 1989,104 = NZ 1988,309 = WBl 1988,306
  • 6 Ob 8/89
    Entscheidungstext OGH 15.06.1989 6 Ob 8/89
    nur T2; Beisatz: Nur bei Verletzung subjektiver rechtlich geschützter - und nicht auch bloß wirtschaftlicher - Interessen. (T4)
  • 6 Ob 19/95
    Entscheidungstext OGH 18.05.1995 6 Ob 19/95
    nur T2; Beisatz: Einem Gesellschafter einer GmbH steht gegen die GmbH betreffende Beschlüsse nur dann eine Rechtsmittelbefugnis zu, wenn seine Rechtssphäre, nicht aber bloß wirtschaftliche Interessen berührt werden. (T5)
  • 6 Ob 2/95
    Entscheidungstext OGH 22.06.1995 6 Ob 2/95
    nur T2
  • 6 Ob 1008/96
    Entscheidungstext OGH 11.04.1996 6 Ob 1008/96
    Auch; nur T2
  • 6 Ob 2358/96z
    Entscheidungstext OGH 13.02.1997 6 Ob 2358/96z
    nur T2; Beis wie T5; Veröff: SZ 70/30
  • 6 Ob 168/98v
    Entscheidungstext OGH 25.06.1998 6 Ob 168/98v
    nur T2; Beis wie T5; Beisatz: Daran hat auch das Firmenbuchgesetz nichts geändert. (T6)
  • 6 Ob 330/98t
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 6 Ob 330/98t
    Vgl auch; nur T2; Beis wie T5; Beisatz: An der Vermeidung der Liquidation nach § 2 Abs 3 ALöschG und der Eintragung des Fortsetzungsbeschlusses der Gesellschaft im Firmenbuch haben die rekurrierenden Gesellschafter zwar ein offenkundiges wirtschaftliches Interesse, eine eigene firmenbuchrechtliche Position wird dadurch aber nicht berührt. Die Rekurslegitimation der Gesellschafter ist zu verneinen. (T7)
  • 6 Ob 131/00h
    Entscheidungstext OGH 28.06.2000 6 Ob 131/00h
    Vgl auch; Beis wie T3; Beisatz: Der Gläubiger einer Gesellschaft ist nicht im Firmenbuch eingetragen, sodass ein Eingriff gegen eingetragene Rechte begrifflich nicht vorliegen kann und der Gläubiger daher auch kein Recht auf Verständigung (Zustellung des Gerichtsbeschlusses) nach § 18 FBG hat. Der Gläubiger hat vielmehr bei einem Eingriff in seine subjektiven Rechte nur ein Rekursrecht ab der Kundmachung der Eintragung der bekämpften Verfügung. (T8)
    Beisatz: Wenn auch ein Gesellschaftsgläubiger in der Nachtragsliquidation grundsätzlich Beteiligtenstellung hat, so gilt dies jedenfalls nicht für die Frage der amtswegigen Auswahl des Liquidators, weil damit nicht in subjektive Rechte des Gläubigers eingegriffen wird. (T9)
  • 6 Ob 297/00w
    Entscheidungstext OGH 14.12.2000 6 Ob 297/00w
    Ähnlich; Beisatz: Die Zulässigkeit eines Rekurses setzt auch im Verfahren zur amtswegigen Löschung einer Gesellschaft einen Eingriff in rechtlich geschützte Interessen des Einschreiters voraus. (T10)
    Beisatz: Mag die Gesellschaft selbst aus wirtschaftlichen Gründen an einer Löschung interessiert sein, so dient das Amtslöschungsverfahren § 40 FBG dennoch dem öffentlichen Interesse und nicht dem privaten Interesse der Gesellschaft. Diese kann die Einleitung eines amtswegigen Löschungsverfahrens zwar anregen, ein Antragsrecht steht ihr jedoch genausowenig zu wie ein Anspruch auf Fortsetzung des Verfahrens und Vornahme der Löschung. Im Verfahren zur amtswegigen Löschung kommt der Kapitalgesellschaft insoweit keine Rechtsmittelbefugnis zu, als der Entscheidungsgegenstand die Verweigerung der Verfahrenseinleitung oder seiner Fortsetzung betrifft. (T11)
  • 6 Ob 121/00p
    Entscheidungstext OGH 17.01.2001 6 Ob 121/00p
    Auch; nur T2; Beis wie T6; Beisatz: Eine Beeinträchtigung bloß wirtschaftlicher - oder ideeller oder sonstiger - Interessen begründet kein rechtliches Interesse an der Vornahme oder Beseitigung einer Eintragung. (T12)
    Beisatz: Es besteht im Firmenbuchverfahren ein Spannungsverhältnis zwischen § 9 AußStrG einerseits und § 18 FBG andererseits, wonach Betroffener nur derjenige ist, in dessen Rechtsstellung einzugreifen objektiv gerade das gewollte oder doch unvermeidliche bewusste Ziel der gerichtlichen Verfügung ist. (T13)
    Beisatz: Ungeachtet der fehlenden Stellung als Betroffener im Sinne des § 18 FBG reicht für die Rekursberechtigung auch ein rechtliches Interesse, das in einem anderen Verfahren nicht mehr geltend gemacht werden kann, in concreto das des Gläubigers einer Kapitalgesellschaft, die gelöscht werden soll. Ein Beitrittsrecht zum Firmenbuchverfahren und damit ein Rekursrecht muss auch dort anerkannt werden, wo es durch das Ergebnis des Firmenbuchverfahrens zu einer ganz erheblichen Erschwerung oder gar zur Unmöglichkeit der sonstigen Rechtsdurchsetzung (des Gläubigers) käme. (T14)
  • 6 Ob 274/00p
    Entscheidungstext OGH 22.02.2001 6 Ob 274/00p
    Vgl auch; nur T2
  • 6 Ob 85/01w
    Entscheidungstext OGH 16.05.2001 6 Ob 85/01w
    Vgl auch; nur T2; Beis ähnlich T4; Beisatz: Auch im Abberufungsverfahren nach § 27 PSG setzt die Antragslegitimation ein rechtliches Interesse voraus. (T15)
    Veröff: SZ 74/92
  • 6 Ob 116/01d
    Entscheidungstext OGH 06.06.2001 6 Ob 116/01d
    Vgl auch; nur T2; Beis ähnlich wie T4
  • 6 Ob 300/01p
    Entscheidungstext OGH 20.12.2001 6 Ob 300/01p
    Vgl auch; Beis wie T8
  • 6 Ob 305/01y
    Entscheidungstext OGH 31.01.2002 6 Ob 305/01y
    Vgl auch; nur T2; Beis wie T15
  • 6 Ob 168/02b
    Entscheidungstext OGH 29.08.2002 6 Ob 168/02b
    Vgl auch
  • 6 Ob 145/02w
    Entscheidungstext OGH 20.02.2003 6 Ob 145/02w
    Auch; nur T2; Beis wie T5
  • 6 Ob 316/05x
    Entscheidungstext OGH 16.02.2006 6 Ob 316/05x
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Ein GmbH-Gesellschafter ist nicht befugt, ein Rechtsmittel gegen die Verfügung eines ihn nicht betreffenden Gesellschafterwechsels zu erheben, wenngleich eine Abtretung von Geschäftsanteilen im Gesellschaftsvertrag gemäß § 76 Abs 2 GmbHG an weitere Voraussetzungen gebunden ist, deren Nichterfüllung geltend gemacht wird. (T16)
  • 6 Ob 13/06i
    Entscheidungstext OGH 16.02.2006 6 Ob 13/06i
    Vgl auch; Beisatz: Beschluss auf Bestellung eines Nachtragsliquidators ohne Eintragung im Firmenbuch. Die Vermeidung der Verfolgung gegen den Gesellschafter als Liquidator gerichteter Schadenersatz- und Bereicherungsansprüche begründet bloß ein wirtschaftliches, aber kein rechtliches Interesse. Dem Gesellschafter fehlt jedoch nicht bloß die Rechtsmittellegitimation, sondern schon die Parteistellung. (T17)
  • 6 Ob 145/09f
    Entscheidungstext OGH 16.10.2009 6 Ob 145/09f
    Vgl auch; Beis wie T15; Beisatz: In Anbetracht des gesetzlichen Wirkungskreises des Vorstands ist dem einzelnen Organmitglied sohin jedenfalls Antrags- und Rekurslegitimation für Anträge nach § 27 Abs 1 und 2 PSG zuzubilligen. (T18)
  • 6 Ob 261/09i
    Entscheidungstext OGH 14.01.2010 6 Ob 261/09i
    Vgl auch; Beisatz: Im Verfahren zur Genehmigung und Eintragung einer Änderung der Stiftungserklärung nach § 33 Abs 2 PSG kommt die Antrags- und Rechtsmittellegitimation abgesehen von der Privatstiftung als betroffenem Rechtsträger nur dem Vorstand als Gesamtorgan und nicht auch einzelnen Vorstandsmitgliedern persönlich zu. (T19)
  • 6 Ob 195/10k
    Entscheidungstext OGH 24.02.2011 6 Ob 195/10k
    Vgl auch; Beisatz: Im Privatstiftungsrecht kommt einzelnen Mitgliedern des Vorstands Rekurslegitimation gegen die Löschung infolge Abberufung eines Vorstandsmitglieds auch außerhalb des Anwendungsbereichs des § 27 PSG zu. (T20)
    Veröff: SZ 2011/24
  • 6 Ob 194/10p
    Entscheidungstext OGH 16.03.2011 6 Ob 194/10p
    Vgl auch
  • 6 Ob 98/11x
    Entscheidungstext OGH 18.07.2011 6 Ob 98/11x
    Vgl; Beis wie T15; Beisatz: Für Begehren auf Abberufung von Vorstandsmitgliedern nach § 27 PSG kommt nicht nur den Stiftungsorganen, sondern auch einzelnen Organmitgliedern, Parteistellung zu. (T21)
    Beisatz: Hier: Antragslegitimation des einzelnen Beiratsmitglieds bejaht. (T22)
  • 6 Ob 118/11p
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 6 Ob 118/11p
    Vgl; Beis wie T21; Beis wie T22
  • 6 Ob 40/12v
    Entscheidungstext OGH 22.06.2012 6 Ob 40/12v
    Vgl auch; Beis wie T21; Beisatz: Die Privatstiftung selbst ist in einem Abberufungsverfahren nach § 27 Abs 2 PSG nicht Partei. (T23)
  • 6 Ob 187/12m
    Entscheidungstext OGH 15.10.2012 6 Ob 187/12m
    Vgl auch; Beisatz: In der Auffassung, dass vom Erstgericht mit sofortiger Wirkung abberufenen Organmitgliedern keine Rechtsmittellegitimation gegen die gerichtliche Abberufung bzw Bestellung anderer Vorstandsmitglieder zusteht, ist keine vom Obersten Gerichtshof aufzugreifende Fehlbeurteilung zu erblicken. (T24)
  • 6 Ob 156/12b
    Entscheidungstext OGH 16.11.2012 6 Ob 156/12b
    Vgl auch; Beis wie T23; Beisatz: Antragsgegner sind vielmehr die abzuberufenden Mitglieder des Stiftungsvorstands. (T25)
  • 6 Ob 75/14v
    Entscheidungstext OGH 17.09.2014 6 Ob 75/14v
    Auch; Beis wie T21; Beis wie T22; Beis wie T23
  • 6 Ob 136/14i
    Entscheidungstext OGH 15.12.2014 6 Ob 136/14i
    Auch; Beisatz: Ein noch eingetragenes Stiftungsvorstandsmitglied ist nicht legitimiert, auch die Eintragung der Löschung eines anderen Vorstandsmitglieds anzufechten. (T26)
  • 6 Ob 121/14h
    Entscheidungstext OGH 15.12.2014 6 Ob 121/14h
    Auch; Beis wie T21; Beis wie T22
  • 6 Ob 46/15f
    Entscheidungstext OGH 01.09.2015 6 Ob 46/15f
    Auch; Beis wie T21; Beis wie T22; Veröff: SZ 2015/89
  • 6 Ob 243/15a
    Entscheidungstext OGH 23.02.2016 6 Ob 243/15a
    Vgl; Beis wie T18; Beis wie T22
  • 6 Ob 119/16t
    Entscheidungstext OGH 20.07.2016 6 Ob 119/16t
    Vgl; Beisatz: Die Parteistellung im Genehmigungsverfahren nach § 33 Abs 2 PSG richtet sich nach den allgemeinen Grundsätzen des Außerstreitverfahrens. Demgegenüber richtet sich die Parteistellung im firmenbuchrechtlichen Eintragungsverfahren über die Eintragung der Änderung der vom Vorstand beschlossenen und sodann vom Gericht genehmigten Änderung der Stiftungsurkunde nach den Grundsätzen des Firmenbuchverfahrens. (T27)
    Beisatz: Im Hinblick auf die gesetzliche Sonderstellung des Stiftungsprüfers bei Sparkassen‑Privatstiftungen (§ 27a Abs 4 Z 7 SpG) ist die Parteistellung des Stiftungsprüfers jedenfalls dann zu bejahen, wenn es sich um grundlegende Änderungen der Ausrichtung der Privatstiftung handelt (hier: Der Vorstand wollte die Sparkassen‑Privatstiftung in eine „normale“ Privatstiftung umwandeln). (T28); Veröff: SZ 2016/71
  • 6 Ob 130/19i
    Entscheidungstext OGH 23.01.2020 6 Ob 130/19i
    Vgl; Beis wie T27 nur: Die Parteistellung im Genehmigungsverfahren nach § 33 Abs 2 PSG richtet sich nach den allgemeinen Grundsätzen des Außerstreitverfahrens. (T29)
  • 6 Ob 33/20a
    Entscheidungstext OGH 22.10.2020 6 Ob 33/20a
    Vgl; Beis wie T5
  • 6 Ob 40/23k
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 17.01.2024 6 Ob 40/23k
    vgl; Beisatz nur wie T29

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1963:RS0006832

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

14.02.2024

Dokumentnummer

JJR_19630731_OGH0002_0020OB00182_6300000_001