Rechtssatz für 4Ob509/82 7Ob705/82 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0057698

Geschäftszahl

4Ob509/82; 7Ob705/82; 5Ob582/83; 7Ob641/84; 6Ob723/89; 1Ob542/90; 9Ob1727/91

Entscheidungsdatum

19.06.1991

Norm

EheG §83
EheG §95
  1. EheG § 83 heute
  2. EheG § 83 gültig ab 01.07.1978 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 280/1978
  1. EheG § 95 heute
  2. EheG § 95 gültig ab 01.07.1978 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 280/1978

Rechtssatz

Ist in dem vor dem Außerstreitrichter durchzuführenden Verfahren nach Paragraphen 81, ff EheG die Frage des Verschuldens an der Ehescheidung von Bedeutung, kann der Außerstreitrichter diese Frage entweder selbst beurteilen oder den Ausgang des über das Verschulden noch anhängigen Rechtsstreites abwarten.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 509/82
    Entscheidungstext OGH 16.03.1982 4 Ob 509/82
    Veröff: SZ 55/34 = JBl 1982,495 = MietSlg 34598 = MietSlg 34610 = MietSlg 34614(9)
  • 7 Ob 705/82
    Entscheidungstext OGH 16.09.1982 7 Ob 705/82
  • 5 Ob 582/83
    Entscheidungstext OGH 19.04.1983 5 Ob 582/83
  • 7 Ob 641/84
    Entscheidungstext OGH 21.02.1985 7 Ob 641/84
  • 6 Ob 723/89
    Entscheidungstext OGH 21.12.1989 6 Ob 723/89
  • 1 Ob 542/90
    Entscheidungstext OGH 20.06.1990 1 Ob 542/90
    Auch
  • 9 Ob 1727/91
    Entscheidungstext OGH 19.06.1991 9 Ob 1727/91

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0057698

Dokumentnummer

JJR_19820316_OGH0002_0040OB00509_8200000_002

Rechtssatz für 4Ob600/81 4Ob509/82 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0057735

Geschäftszahl

4Ob600/81; 4Ob509/82; 7Ob705/82; 7Ob617/83; 7Ob641/84; 7Ob691/85; 8Ob702/86; 7Ob628/87; 8Ob612/87; 1Ob561/88; 6Ob723/89; 7Ob545/90; 2Ob537/90; 4Ob1523/90; 1Ob542/90; 2Ob636/90 (2Ob637/90); 9Ob1727/91; 7Ob555/91; 6Ob1660/95; 1Ob281/97y; 1Ob113/99w; 1Ob362/99p; 1Ob35/00d; 9Ob99/02b; 8Ob11/03f; 7Ob317/03y; 1Ob45/05g; 7Ob211/06i; 4Ob44/10i; 1Ob94/12y; 5Ob178/15k

Entscheidungsdatum

21.12.2015

Norm

EheG §95
  1. EheG § 95 heute
  2. EheG § 95 gültig ab 01.07.1978 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 280/1978

Rechtssatz

Wurde die Ehe durch Teilurteil aufgelöst und die Verschuldensfrage dem Endurteil vorbehalten, so wird die Frist für den Aufteilungsantrag mit Eintritt der Rechtskraft des Teilurteiles in Lauf gesetzt.

Entscheidungstexte

  • 4 Ob 600/81
    Entscheidungstext OGH 02.03.1982 4 Ob 600/81
    Veröff: SZ 55/26 = EvBl 1982/105 S 354 = RZ 1983/40 S 186
  • 4 Ob 509/82
    Entscheidungstext OGH 16.03.1982 4 Ob 509/82
    Veröff: SZ 55/34 = JBl 1982,495 = MietSlg 34598 = MietSlg 34610 = MietSlg 34614(9)
  • 7 Ob 705/82
    Entscheidungstext OGH 16.09.1982 7 Ob 705/82
  • 7 Ob 617/83
    Entscheidungstext OGH 26.05.1983 7 Ob 617/83
    Auch
  • 7 Ob 641/84
    Entscheidungstext OGH 21.02.1985 7 Ob 641/84
  • 7 Ob 691/85
    Entscheidungstext OGH 30.01.1986 7 Ob 691/85
  • 8 Ob 702/86
    Entscheidungstext OGH 12.03.1987 8 Ob 702/86
    Beisatz: Dem Anliegen nach ehester Klärung der Vermögensverhältnisse der Geschiedenen entspricht es, die in § 95 EheG normierte Frist zum frühestmöglichen Termin in Lauf zu setzen. Der früheste Zeitpunkt ist aber der Eintritt der formellen Rechtskraft der Entscheidung über die Scheidung der Ehe. (T1)
  • 7 Ob 628/87
    Entscheidungstext OGH 25.06.1987 7 Ob 628/87
  • 8 Ob 612/87
    Entscheidungstext OGH 27.04.1988 8 Ob 612/87
  • 1 Ob 561/88
    Entscheidungstext OGH 15.06.1988 1 Ob 561/88
  • 6 Ob 723/89
    Entscheidungstext OGH 21.12.1989 6 Ob 723/89
    Beisatz: Gleiches gilt, wenn das erstinstanzliche Urteil mangels Anfechtung des Ausspruches über die Scheidung in diesem Umfang in Rechtskraft erwächst. (T2)
  • 7 Ob 545/90
    Entscheidungstext OGH 22.03.1990 7 Ob 545/90
    Beis wie T2
  • 2 Ob 537/90
    Entscheidungstext OGH 28.03.1990 2 Ob 537/90
    Beis wie T1; Veröff: SZ 63/47
  • 4 Ob 1523/90
    Entscheidungstext OGH 24.04.1990 4 Ob 1523/90
  • 1 Ob 542/90
    Entscheidungstext OGH 20.06.1990 1 Ob 542/90
    Beis wie T2
  • 2 Ob 636/90
    Entscheidungstext OGH 30.01.1991 2 Ob 636/90
  • 9 Ob 1727/91
    Entscheidungstext OGH 19.06.1991 9 Ob 1727/91
    Auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 555/91
    Entscheidungstext OGH 25.07.1991 7 Ob 555/91
  • 6 Ob 1660/95
    Entscheidungstext OGH 25.10.1995 6 Ob 1660/95
    Beis wie T2
  • 1 Ob 281/97y
    Entscheidungstext OGH 15.12.1997 1 Ob 281/97y
    Beis wie T1; Beis wie T2
  • 1 Ob 113/99w
    Entscheidungstext OGH 27.04.1999 1 Ob 113/99w
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 1 Ob 362/99p
    Entscheidungstext OGH 14.01.2000 1 Ob 362/99p
    Auch; Beis wie T1; Beis wie T2
  • 1 Ob 35/00d
    Entscheidungstext OGH 25.07.2000 1 Ob 35/00d
    Beis wie T2
  • 9 Ob 99/02b
    Entscheidungstext OGH 22.05.2002 9 Ob 99/02b
    Auch; Beis wie T2
  • 8 Ob 11/03f
    Entscheidungstext OGH 27.02.2003 8 Ob 11/03f
  • 7 Ob 317/03y
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 7 Ob 317/03y
    Ähnlich
  • 1 Ob 45/05g
    Entscheidungstext OGH 12.04.2005 1 Ob 45/05g
    Auch; Beis wie T2
  • 7 Ob 211/06i
    Entscheidungstext OGH 13.09.2006 7 Ob 211/06i
    Beisatz: Im Eheverfahren kann also der Scheidungsausspruch in Rechtskraft erwachsen, ohne dass bereits rechtskräftig über das Verschulden entschieden ist; bei einer Ehescheidung aus Verschulden ist allerdings die Annahme irgendeines Verschuldens des Beklagten präjudiziell für den Scheidungsausspruch. Im Falle von Klage und Widerklage trifft die Präjudizialität des Verschuldens eines der Streitteile begrifflich nur dann zu, wenn noch kein Verschulden eines der Streitteile wenigstens teilweise rechtskräftig festgestellt ist. (T3)
  • 4 Ob 44/10i
    Entscheidungstext OGH 05.10.2010 4 Ob 44/10i
    Beis wie T2
  • 1 Ob 94/12y
    Entscheidungstext OGH 24.05.2012 1 Ob 94/12y
    Auch; Beis wie T2; Beis wie T3 nur: Im Eheverfahren kann also der Scheidungsausspruch in Rechtskraft erwachsen, ohne dass bereits rechtskräftig über das Verschulden entschieden ist. (T4)
  • 5 Ob 178/15k
    Entscheidungstext OGH 21.12.2015 5 Ob 178/15k
    Vgl auch; Beis wie T3

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0057735

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.02.2016

Dokumentnummer

JJR_19820302_OGH0002_0040OB00600_8100000_003

Entscheidungstext 9Ob1727/91

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

9Ob1727/91

Entscheidungsdatum

19.06.1991

Anmerkung

E27202

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Hon.-Prof. Dr. Kuderna als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Hon.-Prof. Dr. Gamerith, Dr. Maier, Dr. Petrag und Dr. Bauer als weitere Richter in der Rechtssache der antragstellenden Partei C***** M*****, Sekretärin, ***** vertreten durch ***** Rechtsanwälte *****, wider den Antragsgegner R***** M*****, Kellner, ***** vertreten durch ***** Rechtsanwalt *****, wegen Aufteilung des ehelichen Gebrauchsvermögens infolge außerordentlichen Revisionsrekurses der antragstellenden Partei gegen den Beschluß des Landesgerichtes f. ZRS Wien als Rekursgerichtes vom 12. Dezember 1990, GZ 43 R 824/90-18, den Beschluß

gefaßt:

Spruch

Der außerordentliche Rekurs der antragstellenden Partei wird gemäß Paragraph 16, Absatz 3, AußStrG in Verbindung mit Paragraph 508 a, Absatz 2, ZPO mangels der Voraussetzungen des Paragraph 14, Absatz eins, AußStrG zurückgewiesen (Paragraph 510, Absatz 3, ZPO).

Der Antrag des Rekursgegners auf Zuspruch von Kosten des Rekursverfahrens wird gemäß Paragraph 16, Absatz 3, AußStrG in Verbindung mit Paragraph 508 a, Absatz 2, Satz 3 ZPO abgewiesen.

Rechtliche Beurteilung

Begründung:

Nach ständiger Rechtsprechung begann die materiellrechtliche Fallfrist des Paragraph 95, EheG mit der Teilrechtskraft des auch ein Verschulden gemäß Paragraph 49, EheG zuweisenden Ausspruches über die Ehescheidung auch dann zu laufen, wenn, sofern über die Frage des überwiegenden Verschuldens an der Zerrütung der Ehe noch nicht rechtskräftig abgesprochen wurde vergleiche EFSlg 60.444, 57.441, 54.679, 51.842, 49.036 ua). Der schon in ihrem Rekurs erhobene Einwand, die Revisionsrekurswerberin habe in ihrer Berufung gegen das Scheidungsurteil auch den Scheidungsausspruch an sich mitangefochten vergleiche EFSlg 60.448, 43.645 ua), ist aktenwidrig. Dem Akt 17 C 523/87 des Erstgerichts ist dazu nämlich zu entnehmen, daß sie selbst es war, die auf Scheidung der Ehe aus dem Alleinverschulden des Antragsgegners geklagt hat. Dieser stellte lediglich einen Mitschuldantrag dahin, daß die Antragstellerin das überwiegende Verschulden an der Zerrüttung der Ehe treffe. Die Ehe wurde in erster Instanz aus dem gleichteiligen Verschulden beider Parteien geschieden. In ihrer Berufung gegen dieses Urteil wandte sich die Antragstellerin nicht gegen den Ausspruch der Scheidung; sie begehrte darin nur mehr eine Bewertung des gegnerischen Verschuldens in dem Sinn, daß das überwiegende Verschulden des Antragstellers festgestellt werde. Den Ausspruch über das eigene Verschulden bekämpfte sie nicht vergleiche EFSlg 43.644 ua). Soweit in dem vor dem Außerstreitrichter durchzuführenden Aufteilungsverfahren nach Paragraphen 81, ff EheG die Frage des Verschuldens an der Ehescheidung von Bedeutung gewesen wäre, hätte der Außerstreitrichter diese Frage entweder selbst beurteilen oder den Ausgang des über das Verschulden noch anhängigen Rechtsstreits abwarten können (MietSlg 34.598 (9) = SZ 55/34; SZ 55/26 ua). Es trifft daher nicht zu, daß auch die rechtskräftige Bewertung des gegnerischen Verschuldens schlechthin Voraussetzung für einen Beginn der Frist des Paragraph 95, EheG ist. Das Rekursgericht hat diese Fragen im Sinne der ständigen Rechtsprechung zutreffend gelöst, so daß eine Frage von erheblicher Bedeutung (Paragraph 502, Absatz eins, ZPO) nicht vorliegt.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1991:0090OB01727.91.0619.000

Dokumentnummer

JJT_19910619_OGH0002_0090OB01727_9100000_000