Rechtssatz für 9Os134/77 11Os191/78 13...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0091311

Geschäftszahl

9Os134/77; 11Os191/78; 13Os155/81; 13Os138/81; 12Os83/84; 13Os169/84; 10Os212/84; 14Os79/02

Entscheidungsdatum

29.10.2002

Rechtssatz

Für die Strafdrohung des fälschlich angelasteten Deliktes sind Paragraph 313,, Paragraph 39, StGB ohne Bedeutung.

Entscheidungstexte

  • 9 Os 134/77
    Entscheidungstext OGH 16.09.1977 9 Os 134/77
    Veröff: EvBl 1978/63 S 161
  • 11 Os 191/78
    Entscheidungstext OGH 27.03.1979 11 Os 191/78
  • 13 Os 155/81
    Entscheidungstext OGH 19.11.1981 13 Os 155/81
    Beisatz: Zu § 313 StGB. (T1)
  • 13 Os 138/81
    Entscheidungstext OGH 29.04.1982 13 Os 138/81
    Veröff: JBl 1982,548 = EvBl 1982/198 S 666
  • 12 Os 83/84
    Entscheidungstext OGH 09.08.1984 12 Os 83/84
    Beis wie T1
  • 13 Os 169/84
    Entscheidungstext OGH 22.11.1984 13 Os 169/84
    Beisatz: Von § 313 StGB. (T2)
  • 10 Os 212/84
    Entscheidungstext OGH 29.01.1985 10 Os 212/84
    Veröff: RZ 1985/64 S 167
  • 14 Os 79/02
    Entscheidungstext OGH 29.10.2002 14 Os 79/02
    Auch; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0091311

Dokumentnummer

JJR_19770916_OGH0002_0090OS00134_7700000_001

Rechtssatz für 9Os134/77 12Os10/78 10O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0091345

Geschäftszahl

9Os134/77; 12Os10/78; 10Os177/77; 11Os177/79; 12Os148/81; 13Os155/81; 13Os138/81; 11Os51/83; 11Os102/84; 13Os169/84; 10Os212/84; 12Os54/85; 15Os93/87; 13Os4/90; 15Os59/92; 14Os82/96; 11Os52/96 (11Os114/96); 15Os109/99; 15Os21/03; 12Os25/05a; 13Os44/09h; 17Os4/13m (17Os5/13h)

Entscheidungsdatum

30.09.2013

Rechtssatz

Paragraph 313, StGB kann rechtlich nicht anders verstanden werden als Paragraph 39, StGB: nämlich als eine bloß fakultativ anzuwendende Strafbemessungsvorschrift.

Entscheidungstexte

  • 9 Os 134/77
    Entscheidungstext OGH 16.09.1977 9 Os 134/77
    Veröff: EvBl 1978/63 S 161
  • 12 Os 10/78
    Entscheidungstext OGH 02.03.1978 12 Os 10/78
  • 10 Os 177/77
    Entscheidungstext OGH 18.05.1978 10 Os 177/77
    Verstärkter Senat; Veröff: SSt 49/32
  • 11 Os 177/79
    Entscheidungstext OGH 18.02.1980 11 Os 177/79
    Veröff: EvBl 1980/133 S 407
  • 12 Os 148/81
    Entscheidungstext OGH 12.11.1981 12 Os 148/81
    nur: § 313 StGB bloß fakultativ anzuwendende Strafbemessungsvorschrift. (T1)
    Beisatz: Daher kein Einfluss auf die Dauer der Verjährungsfrist. (T2)
    Veröff: JBl 1982,215
  • 13 Os 155/81
    Entscheidungstext OGH 19.11.1981 13 Os 155/81
    nur T1
  • 13 Os 138/81
    Entscheidungstext OGH 29.04.1982 13 Os 138/81
    nur T1; Veröff: EvBl 1982/198 S 666 = JBl 1982,548
  • 11 Os 51/83
    Entscheidungstext OGH 28.06.1983 11 Os 51/83
    nur T1
  • 11 Os 102/84
    Entscheidungstext OGH 03.09.1984 11 Os 102/84
  • 13 Os 169/84
    Entscheidungstext OGH 22.11.1984 13 Os 169/84
    nur T1
  • 10 Os 212/84
    Entscheidungstext OGH 29.01.1985 10 Os 212/84
    nur T1; Veröff: RZ 1985/64 S 167
  • 12 Os 54/85
    Entscheidungstext OGH 17.10.1985 12 Os 54/85
  • 15 Os 93/87
    Entscheidungstext OGH 24.07.1987 15 Os 93/87
    nur T1
  • 13 Os 4/90
    Entscheidungstext OGH 19.04.1990 13 Os 4/90
    nur T1
  • 15 Os 59/92
    Entscheidungstext OGH 24.09.1992 15 Os 59/92
    nur T1
  • 14 Os 82/96
    Entscheidungstext OGH 06.08.1996 14 Os 82/96
    Vgl auch
  • 11 Os 52/96
    Entscheidungstext OGH 01.10.1996 11 Os 52/96
    nur T1
  • 15 Os 109/99
    Entscheidungstext OGH 04.11.1999 15 Os 109/99
    nur T1
  • 15 Os 21/03
    Entscheidungstext OGH 06.03.2003 15 Os 21/03
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 12 Os 25/05a
    Entscheidungstext OGH 22.03.2005 12 Os 25/05a
    nur: § 39 StGB als eine bloß fakultativ anzuwendende Strafbemessungsvorschrift. (T3)
  • 13 Os 44/09h
    Entscheidungstext OGH 23.07.2009 13 Os 44/09h
    Vgl aber; Beisatz: Seit Neufassung der Z 11 durch BGBI 1987/605 ist das Argument (nämlich die davor geltende Textierung der Z 11) für die (prozessual) restriktive Haltung in Bezug auf §§ 39, 313 StGB weggefallen, sodass nun - wie bei den anderen Strafrahmenbestimmungen - aus Z 11 erster Fall zwanglos auch die Situation erfasst werden kann, dass das Schöffengericht ohne Vorliegen der Voraussetzungen für eine Strafschärfung rechtsirrig einen erweiterten Strafrahmen für zulässig angesehen hat: Dann kann nämlich nicht ausgeschlossen werden, dass auch die Sanktion in Relation dazu ausgemessen wurde. Für das materielle Recht folgt daraus keineswegs, dass bei Vorliegen der Voraussetzungen für eine Strafschärfung, entgegen der Ansicht des verstärkten Senats, die Sanktion mit Blick auf den solcherart erweiterten Strafrahmen bemessen werden muss. Zieht das Schöffengericht trotzdem einen solchen Schluss und hält man dies mit der Entscheidung des verstärkten Senats für unangebracht, überschreitet es allerdings nicht seine Strafbefugnis, verstößt vielmehr bloß gegen Vorschriften über die Strafbemessung (also die zweite Rechtsnatur der §§ 39, 313 StGB) - allerdings nicht „in unvertretbarer Weise" - sodass auch Nichtigkeit aus Z 11 dritter Fall ausscheidet. (T4) Beisatz: Ist das Schöffengericht - sei es auch aufgrund einer Fehleinschätzung über das Vorliegen der Voraussetzungen der §§ 39, 313 StGB - verfehlt von einer erweiterten Strafbefugnis ausgegangen, steht Z 11 erster Fall selbst dann offen, wenn die ausgemessene Strafe innerhalb des zutreffenden Rahmens liegt. Hat es bei der Sanktionsfindung umgekehrt trotz vorliegender Voraussetzungen keine erweiterte Sanktionsbefugnis in Rechnung gestellt, ist Z 11 erster Fall hingegen - schon aus prozessualen Gründen (SSt 46/40 sieht darin für §§ 39, 313 StGB ohnehin die materiellrechtlich zutreffende Lösung) - nicht anzunehmen (WK-StPO § 281 Rz 666-668c). (T5)
    Bem: Grundlegende Auseinandersetzung mit SSt 46/40 (verst Senat: § 39 StGB als „fakultative Strafbemessungsvorschrift"); dogmatische Klarstellungen. (T6)
  • 17 Os 4/13m
    Entscheidungstext OGH 30.09.2013 17 Os 4/13m
    Vgl aber; Beisatz: § 313 StGB bestimmt nicht den Strafsatz, sondern stellt eine Strafrahmen- und Strafbemessungsvorschrift dar. (T7)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0091345

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

29.10.2013

Dokumentnummer

JJR_19770916_OGH0002_0090OS00134_7700000_002

Rechtssatz für 12Os21/73 13Os37/78 11O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0093403

Geschäftszahl

12Os21/73; 13Os37/78; 11Os191/78; 11Os177/79; 13Os138/81; 12Os83/84; 13Os169/84; 13Os122/12h; 14Os15/17p

Entscheidungsdatum

04.07.2017

Norm

StGB §105 D
StGB §302
  1. StGB § 302 heute
  2. StGB § 302 gültig ab 01.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2012
  3. StGB § 302 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2004
  4. StGB § 302 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  5. StGB § 302 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Erzwingung des Geständnisses einer Straftat durch Amtsorgane ist Erpressung (nunmehr Nötigung) nicht Amtsmißbrauch.

Entscheidungstexte

  • 12 Os 21/73
    Entscheidungstext OGH 24.04.1973 12 Os 21/73
  • 13 Os 37/78
    Entscheidungstext OGH 20.04.1978 13 Os 37/78
    Vgl aber; Beisatz: Nötigung zu einem unwahren Geständnis (auch) Amtsmißbrauch (weil damit ein Schädigungsvorsatz zum Nachteil des Staates verbunden); Nötigung zu einem richtigen Geständnis nur § 105 StGB. (T1) Veröff: EvBl 1979/29 S 80
  • 11 Os 191/78
    Entscheidungstext OGH 27.03.1979 11 Os 191/78
    Vgl; Beis wie T1
  • 11 Os 177/79
    Entscheidungstext OGH 18.02.1980 11 Os 177/79
    Vgl; Beis wie T1; Veröff: EvBl 1980/133 S 407
  • 13 Os 138/81
    Entscheidungstext OGH 29.04.1982 13 Os 138/81
    Beisatz: Eine Handlung, die sich nicht einmal äußerlich als Amtshandlung darstellt (zB Diebstahl, vorsätzliche Körperverletzung, Drohung, Verführung zur Unzucht), ist nicht Mißbrauch der Amtsgewalt, mag die Handlung auch während der Amtsbesorgung oder unter Ausnützung der durch das Amt gebotenen Möglichkeiten verübt worden sein. Der gegen den Beamten erhobene Vorwurf der Erzwingung eines (richtigen oder falschen) Geständnisses ist darum der Vorwurf der Nötigung nach § 105 StGB (ausdrückliche Ablehnung von ÖJZ-LSK 1978/219). (T2) Veröff: EvBl 1982/198 S 666 = JBl 1982,548
  • 12 Os 83/84
    Entscheidungstext OGH 09.08.1984 12 Os 83/84
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 13 Os 169/84
    Entscheidungstext OGH 22.11.1984 13 Os 169/84
    Beis wie T2
  • 13 Os 122/12h
    Entscheidungstext OGH 20.12.2012 13 Os 122/12h
    Auch
  • 14 Os 15/17p
    Entscheidungstext OGH 04.07.2017 14 Os 15/17p
    Vgl

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0093403

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

02.08.2017

Dokumentnummer

JJR_19730424_OGH0002_0120OS00021_7300000_001

Rechtssatz für 13Os138/81 12Os83/84 13...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0093367

Geschäftszahl

13Os138/81; 12Os83/84; 13Os169/84; 13Os82/86; 11Os4/87; 13Os33/88; 13Os6/88; 14Os56/88; 14Os141/19w

Entscheidungsdatum

14.04.2020

Norm

StGB §105 D
StGB §297
StGB §302
  1. StGB § 302 heute
  2. StGB § 302 gültig ab 01.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2012
  3. StGB § 302 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2004
  4. StGB § 302 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2001
  5. StGB § 302 gültig von 01.03.1988 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 605/1987

Rechtssatz

Eine Handlung, die sich nicht einmal äußerlich als Amtshandlung darstellt (zB Diebstahl, vorsätzliche Körperverletzung, Drohung, Verführung zur Unzucht), ist nicht Mißbrauch der Amtsgewalt, mag die Handlung auch während der Amtsbesorgung oder unter Ausnützung der durch das Amt gebotenen Möglichkeiten verübt worden sein. Der gegen den Beamten erhobene Vorwurf der Erzwingung eines (richtigen oder falschen) Geständnisses ist darum der Vorwurf der Nötigung nach Paragraph 105, StGB (ausdrückliche Ablehnung von ÖJZ-LSK 1978/219).

Entscheidungstexte

  • 13 Os 138/81
    Entscheidungstext OGH 29.04.1982 13 Os 138/81
    Veröff: EvBl 1982/198 S 666 = JBl 1982,548
  • 12 Os 83/84
    Entscheidungstext OGH 09.08.1984 12 Os 83/84
  • 13 Os 169/84
    Entscheidungstext OGH 22.11.1984 13 Os 169/84
  • 13 Os 82/86
    Entscheidungstext OGH 31.07.1986 13 Os 82/86
    Beisatz: Der Vorwurf der schweren Nötigung (nach §§ 105 Abs 1, 106 Abs 1 Z 1 StGB) zieht aber angesichts der gleichen Strafdrohung ebenfalls die Anwendung des zweiten Strafsatzes nach sich. (T1)
  • 11 Os 4/87
    Entscheidungstext OGH 24.03.1987 11 Os 4/87
    Vgl auch; nur: Eine Handlung, die sich nicht einmal äußerlich als Amtshandlung darstellt (zB Diebstahl, vorsätzliche Körperverletzung, Drohung, Verführung zur Unzucht), ist nicht Mißbrauch der Amtsgewalt, mag die Handlung auch während der Amtsbesorgung oder unter Ausnützung der durch das Amt gebotenen Möglichkeiten verübt worden sein. (T2) Beisatz: Verrichtungen tatsächlicher Art unterfallen nur dann dem Tatbestand des § 302 Abs 1 StGB, wenn sie wie Organhandlungen zu werten sind. (T3) Veröff: EvBl 1987/153 S 540 = JBl 1987,735 = RZ 1987/56 S 204
  • 13 Os 33/88
    Entscheidungstext OGH 07.04.1988 13 Os 33/88
  • 13 Os 6/88
    Entscheidungstext OGH 03.03.1988 13 Os 6/88
  • 14 Os 56/88
    Entscheidungstext OGH 28.09.1988 14 Os 56/88
    Vgl auch; nur T2; Beis wie T3; Veröff: SSt 59/68 = JBl 1989,260
  • 14 Os 141/19w
    Entscheidungstext OGH 14.04.2020 14 Os 141/19w
    Vgl; Beisatz: Der Einsatz physischer Gewalt kann Befugnisgebrauch iSd § 302 Abs 1 StGB sein, wenn er intentional auf Durchsetzung von Polizeibeamten vorzunehmender Zwangsmaßnahmen gerichtet ist. Hier: Rechtswidriger Einsatz von Faustschlägen zur Durchsetzung der Durchsuchung und der Festnahme einer Person. (T4)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0093367

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

06.07.2020

Dokumentnummer

JJR_19820429_OGH0002_0130OS00138_8100000_001