Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 84/11/0087

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 11865 A/1985

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

84/11/0087

Entscheidungsdatum

18.09.1985

Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 0898/75 E VS 4. Mai 1977 VwSlg 9315 A/1977 RS 1

Stammrechtssatz

Die Rechtsmittelbehörde hat im allgemeinen das im Zeitpunkt der Erlassung ihres Bescheides geltende Recht anzuwenden. Eine andere Betrachtungsweise wird dann geboten sein, wenn etwa der Gesetzgeber in einer Übergangsbestimmung zum Ausdruck bringt, daß "auf anhängige Verfahren noch das bisher geltende Gesetz anzuwenden ist". Weiters wird eine andere Betrachtungsweise auch dann Platz zu greifen haben, wenn darüber abzusprechen ist, was an einem bestimmten Stichtag oder in einem konkreten Zeitraum Rechtens war. Für die beiden letztgenannten Betrachtungsweisen ist jedoch in einem Verfahren, dessen Gegenstand die Frage bildet, ob eine bestimmte Person gemäß Paragraph 17, Absatz 5, ASVG das Recht auf Weiterversicherung in der Pensionsversicherung "jederzeit" geltend machen konnte, kein Raum.

Schlagworte

Anzuwendendes Recht Maßgebende Rechtslage VwRallg2 Maßgebende Rechtslage maßgebender Sachverhalt Maßgebende Rechtslage maßgebender Sachverhalt Beachtung einer Änderung der Rechtslage sowie neuer Tatsachen und Beweise

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1985:1984110087.X01

Im RIS seit

15.10.2001

Zuletzt aktualisiert am

30.03.2018

Dokumentnummer

JWR_1984110087_19850918X01

Rechtssatz für 84/11/0087

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 11865 A/1985

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

84/11/0087

Entscheidungsdatum

18.09.1985

Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
40/01 Verwaltungsverfahren

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 82/11/0270 E VS 28. November 1983 VwSlg 11237 A/1983 RS 8

Stammrechtssatz

Nur dann, wenn die Auslegung der im konkreten Fall anzuwendenden Verwaltungsvorschriften ergibt, dass eine vor der Erlassung des Berufungsbescheides bestandene Rechtslage von Bedeutung ist, kommt es nach dem E VS vom 4.5.1977, 898/75, VwSlg 9315 A/1977, nicht auf die Rechtslage im Zeitpunkt der Erlassung des Berufungsbescheides an (Hinweis E 8.7.1980, 1950/79, VwSlg 10203 A/1980).

Schlagworte

Anzuwendendes Recht Maßgebende Rechtslage VwRallg2 Maßgebende Rechtslage maßgebender Sachverhalt Maßgebende Rechtslage maßgebender Sachverhalt Beachtung einer Änderung der Rechtslage sowie neuer Tatsachen und Beweise

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1985:1984110087.X02

Im RIS seit

15.10.2001

Zuletzt aktualisiert am

30.03.2018

Dokumentnummer

JWR_1984110087_19850918X02

Rechtssatz für 84/11/0087

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 11865 A/1985

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

84/11/0087

Entscheidungsdatum

18.09.1985

Index

L92057 Altenheime Pflegeheime Sozialhilfe Tirol

Norm

SHG Tir 1973 §9 Abs1;

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2753/79 E 22. Februar 1983 RS 1

Stammrechtssatz

Bei der Beurteilung der (privatrechtlichen) Unterhaltsverpflichtung des nach Paragraph 9, Absatz eins, TSHG Ersatzpflichtigen gegenüber dem Empfänger der Sozialhilfe kommt es sowohl in rechtlicher als auch in tatsächlicher Hinsicht nicht auf den - zufälligen - Zeitpunkt der Erlassung des Bescheides letzter Instanz sondern auch die jeweiligen Zeiträume, für die öffentlichrechtliche Leistungen gewährt wurden, an. (Hinweis auf E VS vom 4.5.1977, 0898/75, VwSlg 9315 A/1977)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1985:1984110087.X03

Im RIS seit

15.10.2001

Zuletzt aktualisiert am

30.03.2018

Dokumentnummer

JWR_1984110087_19850918X03

Rechtssatz für 84/11/0087

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 11865 A/1985

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

84/11/0087

Entscheidungsdatum

18.09.1985

Index

L92107 Behindertenhilfe Rehabilitation Tirol

Norm

Behinderten PflegebeihilfeG Tir 1965 §33 idF 1976/064;

Rechtssatz

Der Kostenbeitrag kann auch nachträglich gefordert werden.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1985:1984110087.X04

Im RIS seit

15.10.2001

Zuletzt aktualisiert am

30.03.2018

Dokumentnummer

JWR_1984110087_19850918X04

Rechtssatz für 84/11/0087

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 11865 A/1985

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

84/11/0087

Entscheidungsdatum

18.09.1985

Index

L92107 Behindertenhilfe Rehabilitation Tirol

Norm

RehabilitationsG Tir 1983 §20 Abs2;

Rechtssatz

Paragraph 20, Absatz 2, TRG, wonach eine Rehabilitationsmaßnahme in dem Fall, dass das Ausmaß des Kostenbeitrages deren Kosten erreichen würde, nicht gewählt werden darf, enthält keine Kriterien zur Beurteilung der Frage, ob ein Kostenbeitrag aufzuerlegen ist, sondern lediglich zur Beurteilung der Frage, ob eine Rehabilitationsmaßnahme zu gewähren ist.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1985:1984110087.X05

Im RIS seit

15.10.2001

Zuletzt aktualisiert am

30.03.2018

Dokumentnummer

JWR_1984110087_19850918X05

Rechtssatz für 84/11/0087

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 11865 A/1985

Rechtssatznummer

6

Geschäftszahl

84/11/0087

Entscheidungsdatum

18.09.1985

Index

L92107 Behindertenhilfe Rehabilitation Tirol

Norm

Behinderten PflegebeihilfeG Tir 1965 §33 idF 1976/064;

Rechtssatz

Bei Auferlegung eines Kostenersatzes ist die Rechtslage maßgebend, die jeweils im Zeitpunkt der Einbringung der Leistung bestanden hat.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1985:1984110087.X06

Im RIS seit

15.10.2001

Zuletzt aktualisiert am

30.03.2018

Dokumentnummer

JWR_1984110087_19850918X06

Rechtssatz für 84/11/0087

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 11865 A/1985

Rechtssatznummer

7

Geschäftszahl

84/11/0087

Entscheidungsdatum

18.09.1985

Index

L92107 Behindertenhilfe Rehabilitation Tirol

Norm

RehabilitationsG Tir 1983 §20 Abs2;

Rechtssatz

Der Umstand, dass eine Rehabilitationsmaßnahme in einem bestimmten Fall gar nicht hätte gewährt werden dürfen, hindert die Auferlegung eines Beitrages zu den dadurch entstandenen Kosten gegenüber dem Empfänger der Leistung nicht.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1985:1984110087.X07

Im RIS seit

15.10.2001

Zuletzt aktualisiert am

30.03.2018

Dokumentnummer

JWR_1984110087_19850918X07