Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ro 2015/04/0010

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

Ro 2015/04/0010

Entscheidungsdatum

20.05.2015

Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof

Norm

B-VG Art133 Abs4;
VwGG §34 Abs1;
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Ra 2014/04/0013 B 26. Juni 2014 RS 2

Stammrechtssatz

Der Frage, ob die besonderen Umstände des Einzelfalles auch eine andere Entscheidung gerechtfertigt hätten, kommt in der Regel keine grundsätzliche Bedeutung zu (Hinweis B vom 26. Februar 2014, Ro 2014/04/0022).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2015:RO2015040010.J01

Im RIS seit

29.07.2015

Zuletzt aktualisiert am

30.07.2015

Dokumentnummer

JWR_2015040010_20150520J01

Entscheidungstext Ro 2015/04/0010

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

Ro 2015/04/0010

Entscheidungsdatum

20.05.2015

Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG);
10/07 Verwaltungsgerichtshof;

Norm

B-VG Art133 Abs4;
VwGG §34 Abs1;
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Betreff

Der Verwaltungsgerichtshof hat durch den Vorsitzenden Senatspräsident Dr. Blaschek und den Hofrat Dr. Kleiser sowie die Hofrätin Mag. Hainz-Sator als Richter, im Beisein des Schriftführers Mag. Pichler, über die Revision des Mag. B H in S, vertreten durch Dr. Bernhard Gumpoldsberger, Rechtsanwalt in 4642 Sattledt, Schulstraße 8, gegen das Erkenntnis des Landesverwaltungsgerichts Niederösterreich vom 15. Dezember 2014, Zl. LVwG-WU-14-0237, betreffend Übertretung der GewO 1994, den Beschluss gefasst:

Spruch

Die Revision wird zurückgewiesen.

Begründung

1. Mit dem angefochtenen Erkenntnis wurde dem Revisionswerber als Filialgeschäftsführer einer näher bezeichneten Betriebsstätte der Firma H KG zur Last gelegt, er habe Paragraph 69, Absatz eins, Gewerbeordnung 1994 (GewO 1994) in Verbindung mit Paragraph 2, Absatz 3, Pyrotechnik-Lagerverordnung 2004 (Pyr-LV 2004) und Paragraph 367, Ziffer 22, GewO 1994 (Spruchpunkt 1) bzw. in Verbindung mit Paragraph 10, Ziffer 2, Pyr-LV 2004 und Paragraph 367, Ziffer 22, GewO 1994 (Spruchpunkt 2) übertreten.

Der Revisionswerber habe es (zu Spruchpunkt 1) zu verantworten, dass zu einem näher bezeichneten Tatzeitpunkt im Verkaufsraum pyrotechnische Gegenstände nicht so gelagert gewesen seien, dass sie von Kunden nicht frei entnommen haben werden können, weil in diesem näher bezeichnete pyrotechnische Gegenstände in offenen Packungen auf den Regalen bei der nicht besetzten Kassa 1 gelegen seien, welche für Kunden jederzeit leicht erreichbar gewesen seien.

Weiter habe er es (zu Spruchpunkt 2) zu verantworten, dass um einen Verkaufscontainer, in dem näher bezeichnete pyrotechnische Gegenstände gelagert worden seien, keine Schutzzone mit wirksamer Abschrankung eingerichtet gewesen sei.

Die Revision wurde für zulässig erklärt, weil es keine Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes zur Frage gebe, ob die Lagerung pyrotechnischer Gegenständen in der festgestellten Art Paragraph 2, Absatz 3, Pyr-LV 2004 entspreche oder nicht.

2. Nach Artikel 133, Absatz 4, B-VG ist gegen ein Erkenntnis des Verwaltungsgerichtes die Revision zulässig, wenn sie von der Lösung einer Rechtsfrage abhängt, der grundsätzliche Bedeutung zukommt, insbesondere weil das Erkenntnis von der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes abweicht, eine solche Rechtsprechung fehlt oder die zu lösende Rechtsfrage in der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes nicht einheitlich beantwortet wird.

Nach Paragraph 34, Absatz eins, VwGG sind Revisionen, die sich wegen Nichtvorliegen der Voraussetzungen des Artikel 133, Absatz 4, B-VG nicht zur Behandlung eignen, ohne weiteres Verfahren in nichtöffentlicher Sitzung mit Beschluss zurückzuweisen.

Nach Paragraph 34, Absatz eins a, VwGG ist der Verwaltungsgerichtshof bei der Beurteilung der Zulässigkeit der Revision gemäß Artikel 133, Absatz 4, B-VG an den Ausspruch des Verwaltungsgerichtes gemäß Paragraph 25 a, Absatz eins, VwGG nicht gebunden.

3. Die Revision ist nicht zulässig:

Mit der Begründung, es fehle es Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes zur Frage, ob die Lagerung pyrotechnischer Gegenständen in der festgestellten Art Paragraph 2, Absatz 3, Pyr-LV 2004 entspreche oder nicht, wird keine (abstrakte) Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung aufgezeigt, die vom Verwaltungsgerichtshof im Rahmen der Entscheidung über die Revision zu lösen wäre vergleiche , zu den Begründungserfordernissen des Verwaltungsgerichtes den hg. Beschluss vom 23. September 2014, Ro 2014/01/0033, mwN).

Der Revisionswerber bringt zur Zulässigkeit der Revision vor, es fehle Rechtsprechung, ob Paragraph 2, Absatz 3, Pyr-LV 2004 so interpretiert werden könne, dass die pyrotechnischen Gegenstände entweder in geschlossenen Schaukästen oder in Klarsichtverpackung angeboten werden müssten. Abgesehen davon, dass sich dieser Inhalt bereits aus dem klaren Wortlaut dieser Bestimmung ergibt und daher eine Klarstellung durch Rechtsprechung nicht geboten ist, ist zu diesem Vorbringen darauf hinzuweisen, dass diese Bestimmung weiter verlangt, pyrotechnische Gegenstände müssten in Verkaufsräumen so gelagert werden, "dass sie von Kunden nicht frei entnommen oder berührt werden können". Im vorliegenden Fall hat das Verwaltungsgericht festgestellt, dass pyrotechnischen Gegenstände in Klarsichtverpackung aus den gelagerten Kartons von Kunden frei (und somit in Selbstbedienung) entnommen hätten werden können, und daher zutreffend die Auffassung vertreten, dass damit gegen diese Bestimmung verstoßen wurde.

Soweit die Revision zur Zulässigkeit vorbringt, im vorliegenden Fall gehe es darum, ob die festgestellte Lagerungen Paragraph 10, Ziffer 2, Pyr-LV 2004 entsprochen hätten, genügt es darauf hinzuweisen, dass der Frage, ob die besonderen Umstände des Einzelfalles auch eine andere Entscheidung gerechtfertigt hätten, in der Regel keine grundsätzliche Bedeutung zukommt vergleiche , den hg. Beschluss vom 26. Februar 2014, Ro 2014/04/0022).

In der Revision werden daher keine Rechtsfragen aufgeworfen, denen im Sinne des Artikel 133, Absatz 4, B-VG grundsätzliche Bedeutung zukäme. Die Revision war daher zurückzuweisen.

Wien, am 20. Mai 2015

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2015:RO2015040010.J00

Im RIS seit

29.07.2015

Zuletzt aktualisiert am

30.07.2015

Dokumentnummer

JWT_2015040010_20150520J00