Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 1596/71

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

1596/71

Entscheidungsdatum

10.05.1972

Index

67 Versorgungsrecht

Norm

OFG §11 Abs12;

Rechtssatz

Ausführungen zur Frage der Abgrenzung der Anspruchsvoraussetzungen für die Gewährung der Pflegezulage (Paragraph 2, Absatz 2, OFG in Verbindung mit Paragraph 18, KOVG) und der Hilflosenzulage (Paragraph 11, Absatz 2, OFG). (Hinweis auf E vom 20. 11. 1969, Zl. 1574/68, VwSlg 7687 A/1969 erg zu Paragraph 46, a KOVG )

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1972:1971001596.X01

Im RIS seit

26.08.2002

Dokumentnummer

JWR_1971001596_19720510X01

Rechtssatz für 1596/71

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

1596/71

Entscheidungsdatum

10.05.1972

Index

67 Versorgungsrecht

Norm

KOVG 1957 §18 Abs1;
  1. KOVG 1957 § 18 heute
  2. KOVG 1957 § 18 gültig ab 01.01.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 70/2001
  3. KOVG 1957 § 18 gültig von 01.01.1992 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 687/1991
  4. KOVG 1957 § 18 gültig von 01.07.1972 bis 31.12.1991 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 163/1972

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2294/53 E 10. Februar 1954 VwSlg 3298 A/1954 RS 3

Stammrechtssatz

Der Ausdruck "hilflos" schließt die Voraussetzung in sich, daß alle dem Beschädigten zumutbaren Mittel der Selbsthilfe versagen und daß andererseits die im Gesetze verwendeten Worte "Pflege und Wartung" insbesondere nicht die der äußeren Erscheinung des Menschen oder dem Gütertransport gewidmeten persönlichen Dienstleistungen einbeziehen, zu deren Verrichtung im Wirtschaftsleben befugte Gewerbsleute zur Verfügung stehen, sofern ihre Inanspruchnahme die allgemein üblichen und zumutbaren Grenzen nicht überschreiten würde. Dasselbe gilt auch für die auf Grund des sittlichen Familienbandes zu erwartende zumutbare Hilfeleistung solcher Art durch nahe Angehörige des Beschädigten.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1972:1971001596.X02

Im RIS seit

26.08.2002

Dokumentnummer

JWR_1971001596_19720510X02

Rechtssatz für 1596/71

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

1596/71

Entscheidungsdatum

10.05.1972

Index

67 Versorgungsrecht

Norm

KOVG 1957 §18 Abs1;
  1. KOVG 1957 § 18 heute
  2. KOVG 1957 § 18 gültig ab 01.01.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 70/2001
  3. KOVG 1957 § 18 gültig von 01.01.1992 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 687/1991
  4. KOVG 1957 § 18 gültig von 01.07.1972 bis 31.12.1991 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 163/1972

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 0633/55 E 7. März 1958 VwSlg 4598 A/1958 RS 1

Stammrechtssatz

Der als Voraussetzung für den Anspruch auf Pflegezulage geforderte Grad der Hilflosigkeit hat ein Maß an Hilfeleistung durch andere Personen notwendig zu machen, das als "Pflege und Wartung" angesprochen werden kann. Die bloße Notwendigkeit einzelner persönlicher Handreichungen vermag den Anspruch auf Pflegezulage jedenfalls dann nicht zu begründen, wenn solche Handreichungen von nahen Angehörigen auf Grund des sittlichen Familienbandes erwartet und ihnen zugemutet werden können. (Hinweis auf E vom 10.2.1954, Zl. 2294/53, VwSlg 3298 A/1954)

Schlagworte

Anspruchsvoraussetzung Begriff der Hilflosigkeit

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1972:1971001596.X03

Im RIS seit

26.08.2002

Dokumentnummer

JWR_1971001596_19720510X03

Rechtssatz für 1596/71

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

4

Geschäftszahl

1596/71

Entscheidungsdatum

10.05.1972

Index

67 Versorgungsrecht

Norm

KOVG 1957 §18 Abs1;
  1. KOVG 1957 § 18 heute
  2. KOVG 1957 § 18 gültig ab 01.01.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 70/2001
  3. KOVG 1957 § 18 gültig von 01.01.1992 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 687/1991
  4. KOVG 1957 § 18 gültig von 01.07.1972 bis 31.12.1991 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 163/1972

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 0711/59 E 23. Juni 1961 RS 1

Stammrechtssatz

Bei der Prüfung, ob Handreichungen von nahen Angehörigen auf Grund des sittlichen Familienbandes erwartet und ihnen zugemutet werden können, kommt es nicht darauf an, ob diese Handreichungen von Angehörigen tatsächlich erbracht werden; es handelt sich bloß darum, daß diese Handreichungen dadurch im allgemeinen charakterisiert sind. (Hinweis auf E vom 7.3.1958, Zl. 0633/55, VwSlg. 4598 A/1958)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1972:1971001596.X04

Im RIS seit

26.08.2002

Dokumentnummer

JWR_1971001596_19720510X04

Rechtssatz für 1596/71

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

5

Geschäftszahl

1596/71

Entscheidungsdatum

10.05.1972

Index

67 Versorgungsrecht

Norm

KOVG 1957 §18 Abs1;
  1. KOVG 1957 § 18 heute
  2. KOVG 1957 § 18 gültig ab 01.01.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 70/2001
  3. KOVG 1957 § 18 gültig von 01.01.1992 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 687/1991
  4. KOVG 1957 § 18 gültig von 01.07.1972 bis 31.12.1991 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 163/1972

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 1184/66 E 14. September 1967 VwSlg 7174 A/1967 RS 4

Stammrechtssatz

Die Beurteilung der Frage, ob ein Anspruch auf Pflegezulage besteht, ist nicht vom konkreten Familienstand abhängig (Hinweis E 23.6.1961, 0711/5).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1972:1971001596.X05

Im RIS seit

26.08.2002

Dokumentnummer

JWR_1971001596_19720510X05