Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

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Entscheidungstext 90/05/0107

Entscheidungsart

Beschluss

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Geschäftszahl

90/05/0107

Entscheidungsdatum

26.06.1990

Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG);
10/07 Verwaltungsgerichtshof;

Norm

B-VG Art119a Abs5;
VwGG §34 Abs1;
  1. B-VG Art. 119a heute
  2. B-VG Art. 119a gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 119a gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 119a gültig von 01.01.1985 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 490/1984
  5. B-VG Art. 119a gültig von 21.07.1962 bis 31.12.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Betreff

LW und KW gegen Gemeinderat der Marktgemeinde Ebreichsdorf, vom 9. April 1990, Zl. 3461/88/BA, betreffend Versagung einer Baubewilligung

Spruch

Die Beschwerde wird zurückgewiesen.

Begründung

Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den in einer Bausache der Beschwerdeführer im Instanzenzug ergangenen Bescheid des Gemeinderates der Marktgemeinde Ebreichsdorf vom 9. April 1990, gegen den gemäß Paragraph 61, der Niederösterreichischen Gemeindeordnung 1973, innerhalb von zwei Wochen nach Erlassung des Bescheides Vorstellung erhoben werden konnte; auf die Bestimmung des Paragraph 61, der NÖ GemO 1973 wurde in der Rechtsmittelbelehrung des angefochtenen Bescheides ausdrücklich hingewiesen.

Gemäß Artikel 131, Absatz eins, Ziffer eins, B-VG kann, wer durch den Bescheid einer Verwaltungsbehörde in seinen Rechten verletzt zu sein behauptet, nach Erschöpfung des Instanzenzuges gegen den Bescheid vor dem Verwaltungsgerichtshof Beschwerde erheben. Da nach ständiger Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes vergleiche unter anderem die hg. Beschlüsse vom 4. Juli 1966, Slg. N. F. Nr. 6966/A, vom 28. November 1977, Zlen. 2513, 2514/77, und vom 13. Oktober 1978, Zl. 2188/78), von der abzugehen sich der Gerichtshof nicht veranlaßt sieht, zu dieser Erschöpfung des Instanzenzuges auch gehört, daß in Angelegenheiten des eigenen Wirkungsbereiches der Gemeinde nach Erledigung der Sache im innergemeindlichen Rechtszug mittels Vorstellung auch die Aufsichtsbehörde angerufen worden ist, im Streitfall aber die Beschwerde unmittelbar gegen den mittels Vorstellung noch bekämpfbaren Rechtsmittelbescheid des Gemeinderates erhoben wurde, mußte mangels Ausschöpfung des administrativen Instanzenzuges die vorliegende Beschwerde gemäß Paragraph 34, Absatz eins, VwGG ohne weiteres Verfahren in einem gemäß Paragraph 12, Absatz eins, Ziffer eins, Litera a, VwGG zusammengesetzten Senat in nichtöffentlicher Sitzung zurückgewiesen werden.

Schlagworte

Offenbare Unzuständigkeit des VwGH Nichterschöpfung des Instanzenzuges Besondere Rechtsgebiete Gemeinderecht und Baurecht Verwaltungsgerichtsbarkeit Erschöpfung des Instanzenzuges im Sinne des B-VG Art131 Abs1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1990:1990050107.X00

Im RIS seit

26.06.1990

Zuletzt aktualisiert am

01.04.2010

Dokumentnummer

JWT_1990050107_19900626X00

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