Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ro 2017/15/0027

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

Ro 2017/15/0027

Entscheidungsdatum

03.04.2019

Index

32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht

Norm

BAO §213
BAO §216
  1. BAO § 213 heute
  2. BAO § 213 gültig ab 01.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2013
  3. BAO § 213 gültig von 10.01.1998 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 9/1998
  4. BAO § 213 gültig von 19.04.1980 bis 09.01.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 151/1980

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): Ro 2017/15/0028

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2011/15/0188 E 21. November 2013 VwSlg 8867 F/2013 RS 1 (hier Insolvenzgegenforderung statt Konkursgegenforderung)

Stammrechtssatz

Gemäß Paragraph 216, BAO hat die Abgabenbehörde auf Antrag einen Abrechnungsbescheid zu erlassen, wenn zwischen ihr und einem Abgabepflichtigen Meinungsverschiedenheiten bestehen, ob und inwieweit eine Zahlungsverpflichtung durch Erfüllung eines bestimmten Tilgungstatbestandes erloschen ist. Der Abrechnungsbescheid dient somit ausschließlich der Entscheidung, ob und inwieweit eine Zahlungsverpflichtung durch Erfüllung eines bestimmten Tilgungstatbestandes erloschen ist. Wenngleich somit im Rahmen des Anrechnungsbescheides kein Raum besteht, etwa darüber abzusprechen, ob die strittigen Gutschriften Ansprüche der Masse oder Konkursgegenforderungen darstellen, so stellt sich die Frage nach der Verrechenbarkeit einer Abgabenforderung mit den strittigen Gutschriften als Vorfrage für die Entscheidung über das Bestehen eines (rückzahlbaren) Guthabens vergleiche mit zahlreichen weiteren Hinweisen das hg. Erkenntnis vom 26. April 1993, 92/15/0012).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2019:RO2017150027.J00

Im RIS seit

19.07.2019

Zuletzt aktualisiert am

19.07.2019

Dokumentnummer

JWR_2017150027_20190403J01

Rechtssatz für Ro 2017/15/0027

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

2

Geschäftszahl

Ro 2017/15/0027

Entscheidungsdatum

03.04.2019

Index

32/02 Steuern vom Einkommen und Ertrag
66/01 Allgemeines Sozialversicherungsgesetz

Norm

ASVG §67a
EStG 1988 §82a Abs3 Z2
  1. ASVG § 67a heute
  2. ASVG § 67a gültig ab 01.01.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 107/2025
  3. ASVG § 67a gültig von 01.01.2021 bis 31.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2019
  4. ASVG § 67a gültig von 01.01.2020 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2018
  5. ASVG § 67a gültig von 01.01.2019 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 113/2015
  6. ASVG § 67a gültig von 01.01.2019 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 79/2015
  7. ASVG § 67a gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 113/2015
  8. ASVG § 67a gültig von 01.01.2015 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 139/2013
  9. ASVG § 67a gültig von 31.07.2013 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 139/2013
  10. ASVG § 67a gültig von 01.08.2010 bis 30.07.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2010
  11. ASVG § 67a gültig von 01.07.2010 bis 31.07.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 29/2010
  12. ASVG § 67a gültig von 01.09.2009 bis 30.06.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 91/2008
  1. EStG 1988 § 82a heute
  2. EStG 1988 § 82a gültig ab 01.01.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2025
  3. EStG 1988 § 82a gültig von 22.07.2023 bis 31.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2023
  4. EStG 1988 § 82a gültig von 01.01.2021 bis 21.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2020
  5. EStG 1988 § 82a gültig von 01.01.2020 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2018
  6. EStG 1988 § 82a gültig von 01.07.2011 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/2010

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): Ro 2017/15/0028

Rechtssatz

Im Hinblick auf den in den Gesetzesmaterialien zum Ausdruck kommenden Willen des Gesetzgebers, den Haftungsbetrag im Einkommensteuergesetz dem Haftungsbetrag gemäß Paragraph 67 a, ASVG in allen Belangen nachzubilden vergleiche Regierungsvorlage 875 BlgNR 24. Gesetzgebungsperiode 5), besteht kein Anlass, die Verrechnung des Haftungsbetrages nach Paragraph 82 a, Absatz 3, Ziffer 2, EStG 1988 im Falle der Insolvenz des Auftragnehmers nach von der Rechtsprechung zum Paragraph 67 a, ASVG abweichenden Grundsätzen vorzunehmen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2019:RO2017150027.J01

Im RIS seit

19.07.2019

Zuletzt aktualisiert am

19.07.2019

Dokumentnummer

JWR_2017150027_20190403J02

Rechtssatz für Ro 2017/15/0027

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

3

Geschäftszahl

Ro 2017/15/0027

Entscheidungsdatum

03.04.2019

Index

32/02 Steuern vom Einkommen und Ertrag

Norm

EStG 1988 §82a
  1. EStG 1988 § 82a heute
  2. EStG 1988 § 82a gültig ab 01.01.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2025
  3. EStG 1988 § 82a gültig von 22.07.2023 bis 31.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2023
  4. EStG 1988 § 82a gültig von 01.01.2021 bis 21.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2020
  5. EStG 1988 § 82a gültig von 01.01.2020 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2018
  6. EStG 1988 § 82a gültig von 01.07.2011 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/2010

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): Ro 2017/15/0028

Rechtssatz

Nach dem Willen des Gesetzgebers soll die Bestimmung des Paragraph 82 a, EStG 1988 dazu dienen, der nach Einführung der Reverse Charge Regelung im Baugewerbe zu beobachtenden sukzessiven Verlagerung der Betrugsszenarien im Zusammenhang mit der Beauftragung von Subunternehmen von der Umsatzsteuer hin zu den Lohnabgaben entgegenzuwirken. Mit der Einführung einer zur Haftung für Sozialversicherungsbeiträge analogen Haftung auch für die vom Finanzamt einzuhebenden lohnabhängigen Abgaben (Lohnsteuer, DB, DZ) soll das bei derartigen Konstellationen verbleibende Risiko der Nichtabfuhr der Lohnsteuer unterbunden werden vergleiche Regierungsvorlage 875 BlgNR 24. Gesetzgebungsperiode 5). Vor diesem Hintergrund dienen die AGH-Zahlungen (Zahlungen der Auftrag gebenden Unternehmen an das Dienstleistungszentrum bei der Wiener Gebietskrankenkasse zur Vermeidung einer Haftung nach Paragraph 82 a, Absatz eins, EStG 1988) ausschließlich der bevorzugten Befriedigung der aushaftenden Lohnabgaben. Eine darüberhinausgehende Bevorzugung anderer Abgabenschulden folgt daraus nicht.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2019:RO2017150027.J02

Im RIS seit

19.07.2019

Zuletzt aktualisiert am

19.07.2019

Dokumentnummer

JWR_2017150027_20190403J03