Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2015/03/0038

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 19447 A/2016

Rechtssatznummer

22

Geschäftszahl

Ra 2015/03/0038

Entscheidungsdatum

13.09.2016

Index

L00019 Landesverfassung Wien
L00209 Auskunftspflicht Informationsweiterverwendung Wien
L10109 Stadtrecht Wien

Norm

AuskunftspflichtG Wr 1988 §1 Abs1;
WStV 1968 §105;

Rechtssatz

Aus der Verfassung der Bundeshauptstadt Wien geht hervor, dass der Magistrat eine verwaltungsbehördliche Einheit darstellt (VfGH vom 11. Oktober 1948, B 50/48 (VfSlg 1704 aus 1948,); VfGH vom 13. März 1969, B 164/68 (VfSlg 5919 aus 1969,); VfGH vom 26. Juni 1970, B 334/69 (VfSlg 6226 aus 1970,). VwGH vom 20. April 2001, 99/05/0090; VwGH vom 18. März 2013, 2011/05/0054; VwGH vom 28. Mai 2013, 2012/17/0169, alle mwH). Welcher Dienststelle des Magistrats die von einem Auskunftsbegehren erfassten Informationen (hier: mit Bezug auf eine gerichtliche Entscheidung) vorliegen und an welche Dienststelle sich die Auskunftspflicht im Einzelfall richtet, ist daher keine Frage der Zuständigkeit, sondern nur eine Frage der inneren Gliederung der Behörde vergleiche VwGH vom 21. November 2000, 2000/05/0185; VwGH vom 20. April 2001, 99/05/0090; VwGH vom 28. Mai 2013, 2012/17/0169). Die funktionelle Zuständigkeit der einzelnen Abteilung ist bloß Sache der inneren organisatorischen Gliederung, der nach außen keine rechtliche Bedeutung zukommt (VwGH vom 28. Mai 2013, 2012/17/0169). Von daher kann die Beischaffung der von einem Auskunftsbegehren erfassten Informationen im Rahmen des Magistrats auch nicht als eine über die Auskunftspflicht hinausgehende Verwaltungstätigkeit gesehen werden.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2016:RA2015030038.L22

Im RIS seit

12.10.2016

Zuletzt aktualisiert am

10.12.2018

Dokumentnummer

JWR_2015030038_20160913L22

Rechtssatz für Ra 2019/03/0128

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

8

Geschäftszahl

Ra 2019/03/0128

Entscheidungsdatum

26.03.2021

Index

L00019 Landesverfassung Wien
L00209 Auskunftspflicht Informationsweiterverwendung Wien
L10109 Stadtrecht Wien

Norm

AuskunftspflichtG Wr 1988 §1 Abs1
WStV 1968 §105

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie Ra 2015/03/0038 E 13. September 2016 VwSlg 19447 A/2016 RS 22

Stammrechtssatz

Aus der Verfassung der Bundeshauptstadt Wien geht hervor, dass der Magistrat eine verwaltungsbehördliche Einheit darstellt (VfGH vom 11. Oktober 1948, B 50/48 (VfSlg 1704 aus 1948,); VfGH vom 13. März 1969, B 164/68 (VfSlg 5919 aus 1969,); VfGH vom 26. Juni 1970, B 334/69 (VfSlg 6226 aus 1970,). VwGH vom 20. April 2001, 99/05/0090; VwGH vom 18. März 2013, 2011/05/0054; VwGH vom 28. Mai 2013, 2012/17/0169, alle mwH). Welcher Dienststelle des Magistrats die von einem Auskunftsbegehren erfassten Informationen (hier: mit Bezug auf eine gerichtliche Entscheidung) vorliegen und an welche Dienststelle sich die Auskunftspflicht im Einzelfall richtet, ist daher keine Frage der Zuständigkeit, sondern nur eine Frage der inneren Gliederung der Behörde vergleiche VwGH vom 21. November 2000, 2000/05/0185; VwGH vom 20. April 2001, 99/05/0090; VwGH vom 28. Mai 2013, 2012/17/0169). Die funktionelle Zuständigkeit der einzelnen Abteilung ist bloß Sache der inneren organisatorischen Gliederung, der nach außen keine rechtliche Bedeutung zukommt (VwGH vom 28. Mai 2013, 2012/17/0169). Von daher kann die Beischaffung der von einem Auskunftsbegehren erfassten Informationen im Rahmen des Magistrats auch nicht als eine über die Auskunftspflicht hinausgehende Verwaltungstätigkeit gesehen werden.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2021:RA2019030128.L06

Im RIS seit

03.05.2021

Zuletzt aktualisiert am

03.05.2021

Dokumentnummer

JWR_2019030128_20210326L08