Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2017/19/0169

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

7

Geschäftszahl

Ra 2017/19/0169

Entscheidungsdatum

05.04.2018

Index

E000 EU- Recht allgemein
E3R E19103000
E3R E19104000

Norm

32003R0343 Dublin-II Art10 Abs1;
32003R0343 Dublin-II Art16 Abs3;
32013R0604 Dublin-III Art13 Abs1;
32013R0604 Dublin-III Art19 Abs2;
EURallg;

Rechtssatz

Aus dem Entstehungsprozess der Dublin III-VO ist ersichtlich, dass die Neufassung der Artikel 10, Absatz eins und Artikel 16, Absatz 3, der Dublin II-VO (nunmehr Artikel 13, Absatz eins und Artikel 19, Absatz 2, Dublin III-VO) dem Zweck diente, der im Anwendungsbereich der Dublin II-VO bestehenden Rechtsunsicherheit betreffend die das Erlöschen der Zuständigkeit der Mitgliedstaaten regelnden Vorschriften dadurch zu begegnen, dass die entsprechenden Bestimmungen präzisiert werden sollten (siehe beispielsweise den Bericht der Europäischen Kommission zur Bewertung des Dublin-Systems, KOM/2007/0299 endg., 4, auf den der Vorschlag der Europäischen Kommission zur Neufassung der Dublin II-VO vom 3. Dezember 2008, KOM/2008/0820 endg., ausdrücklich Bezug nimmt, 1 und 4). Dass dieses Vorhaben im Zuge des Normsetzungsverfahrens verwirklicht wurde, spiegelt sich in der Textierung des Artikel 19, Absatz 2, Dublin III-VO wider, der nunmehr ausdrücklich den um die Aufnahme des Asylwerbers ersuchten Mitgliedstaat erwähnt und somit keine Zweifel daran offen lässt, dass auch Konstellationen des Aufnahmeverfahrens von der zuletzt genannten Bestimmung umfasst sind.

Schlagworte

Gemeinschaftsrecht Verordnung EURallg5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2018:RA2017190169.L06

Im RIS seit

08.05.2018

Zuletzt aktualisiert am

04.02.2019

Dokumentnummer

JWR_2017190169_20180405L07