Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für Ra 2016/04/0014

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 19411 A/2016

Rechtssatznummer

1

Geschäftszahl

Ra 2016/04/0014

Entscheidungsdatum

04.07.2016

Index

10/10 Datenschutz

Norm

DSG 2000 §15 Abs1;
DSG 2000 §26 Abs1;

Rechtssatz

Die Bestimmung des Paragraph 26, DSG 2000 hat den klar erkennbaren Zweck, einem Missbrauch des Auskunftsrechts zur Informationsbeschaffung durch Dritte einen Riegel vorzuschieben. Ein Auftraggeber darf ohne Vorliegen eines Identitätsnachweises keine Daten an den Auskunftswerber - von dem er in diesem Moment nur annehmen kann, dass er tatsächlich der Betroffene ist - übermitteln, weil er sonst das Datengeheimnis gemäß Paragraph 15, Absatz eins, DSG 2000 verletzen könnte. Der Nachweis der Identität hat in der Form zu erfolgen, die es dem Auftraggeber ermöglicht, die Identität des Auskunftswerbers mit der Person zu überprüfen, deren Daten Gegenstand der Auskunft sein sollen. Im Hinblick auf die Zielsetzung des Gesetzes und zur Verhinderung von Missbrauch ist ein hoher Grad an Verlässlichkeit hinsichtlich des Identitätsnachweises zu fordern (Hinweis E vom 9. September 2008, 2004/06/0221, mwN).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2016:RA2016040014.L01

Im RIS seit

14.09.2016

Zuletzt aktualisiert am

23.03.2018

Dokumentnummer

JWR_2016040014_20160704L01