Verwaltungsgerichtshof (VwGH)

Rechtssatz für 94/10/0177

Entscheidungsart

Erkenntnis

Dokumenttyp

Rechtssatz

Sammlungsnummer

VwSlg 14306 A/1995

Rechtssatznummer

13

Geschäftszahl

94/10/0177

Entscheidungsdatum

04.09.1995

Index

E1E
E6J
59/04 EU - EWR

Norm

11992E030 EGV Art30;
11992E036 EGV Art36;
61974CJ0008 Dassonville VORAB;
61978CJ0120 Cassis de Dijon VORAB;
EWR-Abk Art11;
EWR-Abk Art13;

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 94/10/0178 Besprechung in: C. Hauer, Österreichisches Lebensmittelrecht und Europäische Union, 1997, 79 ff (kritisch);

Rechtssatz

Vom Verbot der mengenmäßigen Einfuhrbeschränkungen sowie aller Maßnahmen gleicher Wirkung nach Artikel 30, EGV - dem Artikel 11, EWR-Abkommen entspricht - ist jede Handelsregelung der Mitgliedsstaaten erfaßt, die geeignet ist, den innergemeinschaftlichen Handel unmittelbar oder mittelbar, tatsächlich oder potentiell zu behindern (Hinweis Rs 8/74, Dassonville, EuGH Slg 1974, S 837, 852). Hemmnisse für den Binnenhandel der Gemeinschaft, die sich aus den Unterschieden der nationalen Regelungen über die Vermarktung von Erzeugnissen ergeben, müssen hingenommen werden, soweit diese Bestimmungen notwendig sind, um zwingenden Erfordernissen gerecht zu werden, insbesondere den Erfordernissen einer wirksamen steuerlichen Kontrolle, des Schutzes der öffentlichen Gesundheit, der Lauterkeit des Handelsverkehrs und des Verbraucherschutzes (Hinweis Rs 120/78, Cassis de Dijon, EuGH Slg 1979, S 649).

Gerichtsentscheidung

EuGH 674J0008 Dassonville VORAB;
EuGH 678J0120 Cassis de Dijon VORAB;

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:1995:1994100177.X13

Im RIS seit

11.07.2001

Zuletzt aktualisiert am

16.12.2011

Dokumentnummer

JWR_1994100177_19950904X13