Landesrecht konsolidiert Tirol: Gesamte Rechtsvorschrift für Ötztaler Alpen, Festlegung der Erhaltungsziele für das Natura 2000-Gebiet, Fassung vom 23.09.2026

§ 0

Langtitel

Verordnung der Landesregierung vom 11. November 2014, mit der Erhaltungsziele für das Natura 2000-Gebiet „Ötztaler Alpen“ festgelegt werden
LGBl. Nr. 156/2014

Präambel/Promulgationsklausel

Aufgrund des Paragraph 14, Absatz 3, Litera a, des Tiroler Naturschutzgesetzes 2005, LGBl. Nr. 26, zuletzt geändert durch das Gesetz Landesgesetzblatt Nr. 130 aus 2013,, wird verordnet:

§ 1

Text

Paragraph eins

Erhaltungsziele

Für das Natura 2000-Gebiet Ötztaler Alpen, kundgemacht durch Landesgesetzblatt Nr. 27 aus 2009,, werden hinsichtlich Lebensraumtypen nach Anhang römisch eins und Arten nach Anhang römisch zwei der Habitat-Richtlinie folgende Erhaltungsziele festgelegt:

  1. Litera a
    die Erhaltung und Förderung der permanenten Gletscher und ihrer begleitenden Erscheinungsformen, wie Blockgletscher, Gletschervorfelder, Gletscherschliffe, Moränen und Permafrostflächen;
  2. Litera b
    die Erhaltung und Förderung der alpinen und subalpinen Gewässer;
  3. Litera c
    die Erhaltung und Förderung der alpinen und subalpinen, extensiv bewirtschafteten Kulturlandschaft;
  4. Litera d
    die Erhaltung und Förderung der naturnahen und natürlichen Zirbenwälder und aller anderen mit Zirbenbeständen durchmischten Wälder;
  5. Litera e
    die Erhaltung und Förderung der charakteristischen Arten und Lebensräume, insbesondere Koppe (1163), Breidler-Sternlebermoos (1384), Einfache Mondraute (1419), Felsen-Klee (1545), Schwarze Edelraute (1764), Alpine Flüsse mit krautiger Ufervegetation (3220), Alpine Flüsse mit Ufervegetation der Lavendelweide (3240), Alpine und boreale Heiden (4060), Buschvegetation mit Latsche und behaarter Alpenrose (4070*), Boreo-alpines Grasland auf Silikatsubstraten (6150), Alpine und subalpine Kalkrasen (6170), Artenreiche montane Borstgrasrasen auf Silikakatböden (6230*), Feuchte Hochstaudenfluren (6430), Berg-Mähwiesen (6520), Lebende Hochmoore (7110*), Übergangs- und Schwingrasenmoore (7140), Alpine Pionierformationen auf Schwemmböden (7240*), Silikatschutthalden (8110), Silikatfelsen mit Felsspaltenvegetation (8220), Permanente Gletscher (8340), Erlen-, Eschen- und Weichholzauenwälder (91E0*), Montane bis alpine bodensaure Fichtenwälder (9410) und Alpine Lärchen- und/oder Arvenwälder (9420).

§ 2

Text

Paragraph 2

Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt mit dem Ablauf des Tages der Kundmachung in Kraft.