Landesrecht konsolidiert Steiermark: Gesamte Rechtsvorschrift für Europaschutzgebiet Nr. 35 - Totes Gebirge mit Altausseer See (AT 2243000), Fassung vom 24.09.2026

§ 0

Langtitel

Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 19. April 2006 über die Erklärung des Gebietes „Totes Gebirge mit Altausseer See“ (AT2243000) zum Europaschutzgebiet Nr. 35

Stammfassung: LGBl. Nr. 67/2006 (CELEX-Nr. 31992L0043, 32003R1882, 31979L0409)

Präambel/Promulgationsklausel

Auf Grund des Paragraph 13 a, Absatz eins, des Steiermärkischen Naturschutzgesetzes 1976, LGBl. Nr. 65, zuletzt in der Fassung Landesgesetzblatt Nr. 84 aus 2005,, wird verordnet:

§ 1

Text

Paragraph eins

Gegenstand

Das Gebiet „Totes Gebirge mit Altausseer See“ in den Gemeinden Altaussee, Bad Aussee, Grundlsee, Liezen, Pürgg-Trautenfels, Tauplitz, Wörschach und Weißenbach bei Liezen wird zum Europaschutzgebiet erklärt. Dieses Gebiet wird als Europaschutzgebiet Nr. 35 „Totes Gebirge mit Altausseer See“ bezeichnet.

§ 2

Text

Paragraph 2

Schutzzweck

Der Schutzzweck des Gebietes liegt in der Erhaltung eines günstigen Erhaltungszustandes von Schutzgütern nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie sowie nach der Vogelschutz-Richtlinie (Anlage A) und im Falle der Beeinträchtigung des günstigen Erhaltungszustandes auch deren Wiederherstellung.

§ 3

Text

Paragraph 3

Abgrenzung des Schutzgebietes

  1. Absatz eins,Die Abgrenzung des Schutzgebietes erfolgt durch planliche Darstellung in Form eines Übersichtsplanes im Maßstab 1:120.000 (Anlage B), eines Detailplanes im Maßstab 1:2.000 und eines Erweiterungsplanes im Maßstab 1:5000 (Anlage C).
  2. Absatz 2,Der Übersichtsplan (Anlage B) und der Detailplan werden durch Auflage zur öffentlichen Einsichtnahme beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung bei der für Angelegenheiten des Naturschutzes zuständigen Stelle kundgemacht. Einsicht kann während der Amtsstunden genommen werden:
    1. Ziffer eins
      in den Übersichtsplan (Anlage B):
      1. Litera a
        beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung bei der für Angelegenheiten des Naturschutzes zuständigen Dienststelle,
      2. Litera b
        bei der Bezirkshauptmannschaft Liezen und den Politischen Exposituren Bad Aussee und Gröbming,
      3. Litera c
        bei allen Gemeindeämtern der in Paragraph eins, genannten Gemeinden;
    2. Ziffer 2
      in den Detailplan beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung bei der für Angelegenheiten des Naturschutzes zuständigen Dienststelle.
  3. Absatz 3,Auf den im Detailplan besonders gekennzeichneten Flächen gelten die Verbote des Paragraph 4,
  4. Absatz 4,Der Erweiterungsplan (Anlage C) wird im Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) kundgemacht.

Anmerkung, in der Fassung Landesgesetzblatt Nr. 94 aus 2018,

§ 5

Text

Paragraph 5

Gemeinschaftsrecht

Durch diese Verordnung werden folgenden Richtlinien der Europäischen Gemeinschaft umgesetzt:

  1. Ziffer eins
    Richtlinie 79/409/EWG des Rates vom 2. April 1979 über die Erhaltung der wild lebenden Vogelarten, Amtsblatt Nummer L 103 vom 25. April 1979, Seite 1, zuletzt geändert durch die Akte über die Bedingungen des Beitritts der Tschechischen Republik, der Republik Estland, der Republik Zypern, der Republik Lettland, der Republik Litauen, der Republik Ungarn, der Republik Malta, der Republik Polen, der Republik Slowenien und der Slowakischen Republik und die Anpassungen der die Europäische Union begründenden Verträge, Amtsblatt Nummer L 236 vom 23. September 2003, Seite 33 (Vogelschutz-Richtlinie – VS-RL);
  2. Ziffer 2
    Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen, Amtsblatt Nummer L 206, Seite 7, zuletzt geändert durch Verordnung (EG) Nr. 1882 aus 2003, des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. September 2003, Amtsblatt Nummer L 284, Seite 1ff., Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL).

§ 6

Text

Paragraph 6

Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt mit dem der Kundmachung folgenden Tag, das ist der 23. Mai 2006, in Kraft.

§ 7

Text

Paragraph 7

Inkrafttreten von Novellen

  1. Absatz eins,Der Entfall des Paragraph 4, durch die Novelle Landesgesetzblatt Nr. 72 aus 2008, tritt mit dem der Kundmachung folgenden Tag, das ist der 22. Juli 2008, in Kraft.
  2. Absatz 2,In der Fassung der Verordnung Landesgesetzblatt Nr. 94 aus 2018, treten Paragraph 3, Absatz eins und 4 und die Anlage A mit dem der Kundmachung folgenden Tag, das ist der 12. Dezember 2018, in Kraft.
  3. Absatz 3,In der Fassung der Verordnung Landesgesetzblatt Nr. 75 aus 2021, tritt Anlage A mit dem der Kundmachung folgenden Tag, das ist der 29. Juni 2021, in Kraft.

Anmerkung, in der Fassung Landesgesetzblatt Nr. 72 aus 2008,, Landesgesetzblatt Nr. 94 aus 2018,, Landesgesetzblatt Nr. 75 aus 2021,

Anl. 1

Text

Anlage A

Schutzgüter sind folgende prioritäre natürliche Lebensraumtypen und prioritäre Tierart gemäß Paragraph 4, Ziffer 18 und Ziffer 19, StNSchG 2017:

Lebensräume nach der FFH-RL Anhang römisch eins

Code-Nr.

Lebensraumtyp

4070*

Latschenbuschwald

6110*

Kalk-Pioniertrockenrasen

6230*

Bürstlingsrasen

7220*

Kalktuffquellen

8240*

Kalk-Felspflaster

9180*

Schlucht- und Hangmischwälder

Wirbelloser nach der FFH-RL Anhang römisch zwei

Code-Nr.

Deutscher Name

Wissenschaftlicher Name

1087*

Alpenbock

Rosalia alpina

Schutzgüter sind folgende natürliche Lebensraumtypen, Pflanzen-, Tier- und Vogelarten gemäß Paragraph 4, Ziffer 11,, Ziffer 20, Litera a und b und Ziffer 25, StNSchG 2017:

Lebensräume nach der FFH-RL Anhang römisch eins

Code-Nr.

Lebensraumtyp

3140

Stillgewässer mit Armleuchteralgen

4060

Alpine Zwergstrauchheiden

6170

Subalpin-alpine Kalkmagerrasen

6430

Feuchte Hochstaudenfluren

6520

Berg-Mähwiesen

8120

Kalk- und Kalkschieferschutthalden der montanen bis alpinen Stufe

8210

Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation

8310

Nicht touristisch erschlossene Höhlen

9130

Waldmeister-Buchenwald

9140

Mitteleuropäischer subalpiner Buchenwald mit Ahorn

9150

Mitteleuropäischer Orchideen-Kalk-Buchenwald

9410

Bodensaure Fichtenwälder

9420

Lärchen-Zirbenwälder

Pflanzen nach der FFH-RL Anhang römisch zwei

Code-Nr.

Deutscher Name

Wissenschaftlicher Name

1902

Frauenschuh

Cypripedium calceolus

1379

Dreimänniges Zwerglungenmoos

Mannia triandra

1381

Grünes Gabelzahnmoos

Dicranum viride

1386

Grünes Koboldmoos

Buxbaumia viridis

6166

Kärntner Spatenmoos

Scapania carinthiaca

Säugetier nach der FFH-RL Anhang römisch zwei

Code-Nr.

Deutscher Name

Wissenschaftlicher Name

1303

Kleine Hufeisennase

Rhinolophus hipposideros

Fisch nach der FFH-RL Anhang römisch zwei

Code-Nr.

Deutscher Name

Wissenschaftlicher Name

5289

Seelaube

Alburnus mento

Vögel nach der VS-RL Anhang römisch eins

Code-Nr.

Deutscher Name

Wissenschaftlicher Name

A091

Steinadler

Aqulia chrysaetos

A103

Wanderfalke

Falco peregrinus

A104

Haselhuhn

Bonasa bonasia

A217

Sperlingskauz

Glaucidium passerinum

A223

Raufußkauz

Aegolius funereus

A234

Grauspecht

Picus canus

A236

Schwarzspecht

Dryocopus martius

A239

Weißrückenspecht

Dendrocopos leucotos

A241

Dreizehenspecht

Picoides tridactylus

A320

Zwergschnäpper

Ficedula parva

A659

Auerhuhn

Tetrao urogallus

A713

Alpenschneehuhn

Lagopus muta helvetica

A876

Birkhuhn

Lyrurus tetrix tetrix

A878

Steinhuhn

Alectoris graeca

Regelmäßig vorkommende Zugvögel

Code-Nr.

Deutscher Name

Wissenschaftlicher Name

A256

Baumpieper

Anthus trivialis

A259

Bergpieper

Anthus spinoletta

A266

Heckenbraunelle

Prunella modularis

A267

Alpenbraunelle

Prunella collaris

A277

Steinschmätzer

Oenanthe oenanthe

A282

Ringdrossel

Turdus torquatus

A333

Mauerläufer

Tichodroma muraria

A574

Klappergrasmücke

Sylvia curruca

Anmerkung, in der Fassung Landesgesetzblatt Nr. 94 aus 2018,, Landesgesetzblatt Nr. 75 aus 2021,

Anl. 3

Text

Anlage C

Anmerkung, die Pläne sind als PDF dokumentiert)

Anmerkung, in der Fassung Landesgesetzblatt Nr. 94 aus 2018,