Landesrecht konsolidiert Salzburg: Gesamte Rechtsvorschrift für Weideschutzgebietsverordnung, Fassung vom 22.10.2026

§ 0

Langtitel

Verordnung der Salzburger Landesregierung vom 12. Juni 2024, mit der im Land Salzburg Weideschutzgebiete ausgewiesen werden (Weideschutzgebietsverordnung)
StF: LGBl Nr 53/2024

Präambel/Promulgationsklausel

Auf Grund des Paragraph 58 c, Absatz eins, des Jagdgesetzes 1993 – JG, Landesgesetzblatt Nr 100 aus 1993,, in der geltenden Fassung, wird verordnet:

§ 1

Text

Regelungsgegenstand und Ziel

Paragraph eins

  1. Absatz eins,Zur Sicherstellung der im öffentlichen Interesse gelegenen nachhaltigen Bewirtschaftung von Almen und anderen landwirtschaftlich genutzten Flächen, auf denen Weidewirtschaft betrieben wird, werden im Land Salzburg Gebiete, in welchen Herdenschutzmaßnahmen zum Schutz vor den Wildarten Braunbär, Wolf und Luchs nicht zumutbar, nicht geeignet oder mit einem unverhältnismäßigen Aufwand (arbeitstechnisch- oder kostenmäßig) verbunden sind, als Weideschutzgebiete ausgewiesen.
  2. Absatz 2,Als Herdenschutzmaßnahmen gemäß dieser Verordnung werden die Einzäunung mit Herdenschutzzäunen und die dauernde Behirtung unter Einsatz von Herdenschutzhunden verstanden.

§ 2

Text

Beurteilungskriterien

Paragraph 2

Im Sinn des Paragraph 58 c, Absatz 2, JG werden als fachliche Kriterien für die Beurteilung der Gebiete im Hinblick auf die Einzäunung mit Herdenschutzzäunen und die dauernde Behirtung unter Einsatz von Herdenschutzhunden herangezogen:

  1. Ziffer eins
    Schützbarkeit durch Einzäunung mit Herdenschutzzäunen:
    1. Litera a
      Bodenbeschaffenheit
    2. Litera b
      Feldstücksgeometrie (Shape-Index)
    3. Litera c
      Wasserläufe
    4. Litera d
      Straßen und Wege
    5. Litera e
      Hangneigung
    6. Litera f
      Wald/Waldweide
    7. Litera g
      Einsprungmöglichkeiten
  2. Ziffer 2
    Schützbarkeit durch Behirtung unter Einsatz von Herdenschutzhunden:
    1. Litera a
      Anzahl der Auftreibenden
    2. Litera b
      Alm/Weide, Wander-, Rad- oder Mountainbikewege bzw Wanderziele (zB Hütten mit Ausschank, Hütten mit Nachtlager usw) vorhanden
    3. Litera c
      Anzahl der aufgetriebenen Nutztiere (Paragraph 4 a, Absatz 4, JG)

§ 3

Text

Weideschutzgebiete

Paragraph 3

In jenen Gebieten, welche sich aus dem Übersichtslageplan (Anlage römisch eins) im Maßstab 1 : 450.000 und den Teilplänen (Anlagen römisch zwei A1 bis E6) im Maßstab 1 : 90.000 ergeben, sind Herdenschutzmaßnahmen zum Schutz vor den Wildarten Braunbär, Wolf und Luchs nicht zumutbar, nicht geeignet oder mit einem unverhältnismäßigen Aufwand verbunden. Diese Gebiete werden als Weideschutzgebiete ausgewiesen.

§ 4

Text

Wirkung

Paragraph 4

Bei Maßnahmengebietsverordnungen (Paragraph 58 a, JG), die sich auf Braunbären, Wölfe oder Luchse beziehen, kommen die Herdenschutzmaßnahmen der Einzäunung mit Herdenschutzzäunen und der dauernden Behirtung unter Einsatz von Herdenschutzhunden als andere zufriedenstellende Lösung zum Schutz von Nutztieren nicht in Betracht, wenn die betreffende Fläche des Maßnahmengebietes gemäß Paragraph 3, auch als Weideschutzgebiet ausgewiesen ist.

§ 5

Text

Evaluierung

Paragraph 5

Das Vorliegen der Voraussetzungen des Paragraph eins, Absatz eins, wird regelmäßig, zumindest jedoch alle drei Jahre, evaluiert.

§ 6

Text

Inkrafttreten

Paragraph 6

Diese Verordnung tritt mit 14. Juni 2024 in Kraft.

Anl. 1

Anl. 2/A1

Anl. 2/A2

Anl. 2/B1

Anl. 2/B2

Anl. 2/B3

Anl. 2/B4

Anl. 2/C1

Anl. 2/C2

Anl. 2/C3

Anl. 2/C4

Anl. 2/D1

Anl. 2/D2

Anl. 2/D3

Anl. 2/D4

Anl. 2/D5

Anl. 2/D6

Anl. 2/E1

Anl. 2/E2

Anl. 2/E3

Anl. 2/E4

Anl. 2/E5

Anl. 2/E6