Begründung:
Nach den vom Berufungsgericht getroffenen Feststellungen hat der Kläger dem Beklagten, seinem damaligen Freund, am 10. 10. 1997 ein bis 31. März 1999 zurückzuzahlendes Darlehen in Höhe von 1,500.000 ATS gewährt, das nach wie vor unberichtigt aushaftet. Diese Darlehensgewährung erfolgte im Zusammenhang mit der Finanzierung des Erwerbs einer im Eigentum einer dritten Person stehenden, vom Kläger aufwändig sanierten Eigentumswohnung, die der Kläger für private Zwecke bzw zur Lagerung von journalistischem Material verwendete. Der Kläger ersuchte den Beklagten, die Wohnung zu erwerben, um die getätigten Investitionen nicht zu verlieren; er selbst wollte weder als Wohnungseigentümer noch als Mieter aufscheinen. Nach dem Ankauf durch den Beklagten um einen Kaufpreis von 1,900.000 ATS laut Kaufvertrag vom 14. 10. 1997 benützte der Kläger die Wohnung weiter. Mit Kaufvertrag vom 29. 6. 2001 erwarb über Ersuchen des Klägers dessen Chauffeur und Leibwächter die Wohnung, und zwar wiederum um einen Kaufpreis von 1,900.000 ATS. Auch nach diesem Kaufvorgang benützte weiterhin der Kläger die Wohnung.
Das Berufungsgericht erkannte die Klagsforderung als mit 109.009,25 EUR (= 1,500.000 ATS) zu Recht bestehend, ebenso die aus der Verpflichtung zur Leistung eines angemessenen Benützungsentgelts für den Zeitraum von 14. 10. 1997 bis 29. 6. 1991 resultierende, der Höhe nach nicht strittige Gegenforderung in Höhe von 60.841,52 EUR. Der Beklagte wurde daher verpflichtet, dem Kläger 48.167,73 EUR s.A. zu bezahlen. In seiner rechtlichen Beurteilung führte das Berufungsgericht mit weiteren Nachweisen aus, dass im Hinblick auf den von der herrschenden Auffassung angenommenen Grundsatz der Rückwirkung der Aufrechnung die Gegenforderung nicht verjährt sei; vielmehr reiche aus, dass die Verjährung in dem Zeitpunkt, in dem sich die Forderungen erstmals aufrechenbar gegenübergestanden seien, nicht eingetreten sei. Die ordentliche Revision sei nicht zulässig, da die Bedeutung der Entscheidung nicht über den Einzelfall hinausgehe; der Schwerpunkt des Berufungsverfahrens sei in der Lösung der Tatfrage gelegen.
Die außerordentliche Revision des Klägers richtet sich gegen die Rechtsansicht des Berufungsgerichtes, dass die Gegenforderung als zur Gänze unverjährt anzusehen sei. Der Kläger vermisst "eine Rechtsprechung dahingehend, als bislang unjudiziert ist, ob bereits das Bestehen einer noch nicht zur Zahlung fälligen Schuld (im gegenständlichen Fall erst ab 1. 4. 1999) zur Aufrechnung betreffend der Vorperiode ermächtigt (im gegenständlichen Fall sohin ab 14. 10. 1997) und ob gegebenenfalls eine Unterbrechung der Verjährung erst mit Fälligkeit (konkret mit Fälligstellung) der Darlehensschuld angenommen werden muss." Weiters wird noch dargestellt, dass nicht mit einer nicht fälligen Forderung aufgerechnet werden könne; frühestens ab Fälligstellung seien einander fällige Forderung und Gegenforderung gegenüber gestanden. Somit sei die Gegenforderung des Beklagten jedenfalls bis zum 1. 4. 1999 als verjährt anzusehen.