Über den gemäß dem § 483 StPO gestellten Antrag der Staatsanwaltschaft Krems/Donau auf Bestrafung des Bernhard F*** wegen des bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe bedrohten Vergehens (richtig: Verbrechens) der versuchten schweren Nötigung nach den §§ 15, 105 Abs. 1, 106 Abs. 1 Z 1 StGB und einer weiteren strafbaren Handlung, hat der zuständige Einzelrichter des Kreisgerichtes Krems/Donau zu AZ 9 a E Vr 625/89 die Hauptverhandlung angeordnet. Entgegen dem Hinweis der Staatsanwaltschaft auf den § 41 Abs. 4 StPO in der Übersendungsnote des Aktes und einem gleichlautenden Antrag im Strafantrag selbst, hat der Einzelrichter dem Beschuldigten, der insoweit untätig blieb, keinen Verteidiger beigegeben, die Hauptverhandlung ohne Beiziehung eines Verteidigers abgeführt und am 4.Juli 1990 das Urteil gefällt. Dadurch wurde die im Spruch bezeichnete Gesetzesbestimmung verletzt,Über den gemäß dem Paragraph 483, StPO gestellten Antrag der Staatsanwaltschaft Krems/Donau auf Bestrafung des Bernhard F*** wegen des bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe bedrohten Vergehens (richtig: Verbrechens) der versuchten schweren Nötigung nach den Paragraphen 15, 105, Absatz eins, 106, Absatz eins, Ziffer eins, StGB und einer weiteren strafbaren Handlung, hat der zuständige Einzelrichter des Kreisgerichtes Krems/Donau zu AZ 9 a E römisch fünf r 625/89 die Hauptverhandlung angeordnet. Entgegen dem Hinweis der Staatsanwaltschaft auf den Paragraph 41, Absatz 4, StPO in der Übersendungsnote des Aktes und einem gleichlautenden Antrag im Strafantrag selbst, hat der Einzelrichter dem Beschuldigten, der insoweit untätig blieb, keinen Verteidiger beigegeben, die Hauptverhandlung ohne Beiziehung eines Verteidigers abgeführt und am 4.Juli 1990 das Urteil gefällt. Dadurch wurde die im Spruch bezeichnete Gesetzesbestimmung verletzt,
wobei - abweichend vom Beschwerdeantrag - eine gesonderte spruchmäßige Zitierung des § 41 Abs. 4 StPO zu entfallen hatte, weil diese Bestimmung ohnehin im § 488 Z 1 StPO ausdrücklich genannt ist. Das nichtige (§§ 281 Abs. 1 Z 1 a, 489 Abs. 1 StPO) Urteil, das vom Angeklagten in dieser Richtung allerdings nicht angefochten wurde, war - zumal nach Lage des vorliegenden Falles ein Nachteil für den die ihm angelastete Tat in Abrede stellenden Angeklagten nicht ausgeschlossen werden kann - aufzuheben und weiters wie im Spruch ersichtlich zu entscheiden. Zwar kann im erneuerten Verfahren zufolge des Verschlimmerungsverbotes (§§ 290 Abs. 2, 293 StPO) keine strengere als die im aufgehobenen Urteil ausgesprochene, drei Jahre nicht übersteigende Freiheitsstrafe verhängt werden (ÖJZ-LSK 1986/17). Doch nach dem Strafantrag liegt dem Angeklagten derzeit immer noch eine Tat, welche die Voraussetzungen des § 41 Abs. 4 StPO und somit des Verteidigerzwanges erfüllt, zur Last.wobei - abweichend vom Beschwerdeantrag - eine gesonderte spruchmäßige Zitierung des Paragraph 41, Absatz 4, StPO zu entfallen hatte, weil diese Bestimmung ohnehin im Paragraph 488, Ziffer eins, StPO ausdrücklich genannt ist. Das nichtige (Paragraphen 281, Absatz eins, Ziffer eins, a, 489 Absatz eins, StPO) Urteil, das vom Angeklagten in dieser Richtung allerdings nicht angefochten wurde, war - zumal nach Lage des vorliegenden Falles ein Nachteil für den die ihm angelastete Tat in Abrede stellenden Angeklagten nicht ausgeschlossen werden kann - aufzuheben und weiters wie im Spruch ersichtlich zu entscheiden. Zwar kann im erneuerten Verfahren zufolge des Verschlimmerungsverbotes (Paragraphen 290, Absatz 2, 293, StPO) keine strengere als die im aufgehobenen Urteil ausgesprochene, drei Jahre nicht übersteigende Freiheitsstrafe verhängt werden (ÖJZ-LSK 1986/17). Doch nach dem Strafantrag liegt dem Angeklagten derzeit immer noch eine Tat, welche die Voraussetzungen des Paragraph 41, Absatz 4, StPO und somit des Verteidigerzwanges erfüllt, zur Last.