Erlässe der Bundesministerien

ERL_BKA_20070619_920_800_0032_III_5_2007

Bundesministerium

Bundeskanzleramt

Genehmigungsdatum

19.06.2007

Abteilung

Sektion III

Typ

Rundschreiben

Geschäftszahl

GZ 920.800/0032-III/5/2007

Titel

Versetzung in den Ruhestand bei Vorliegen von Schwerarbeitszeiten; Rundschreiben

Text

Original (PDF)

 

Versetzung in den Ruhestand bei Vorliegen von Schwerarbeitszeiten;

Rundschreiben

 

 

Um eine einheitliche Vorgangsweise bei der Vollziehung der Schwerarbeiterregelung zu ermöglichen teilt das Bundeskanzleramt (Sektion III) Folgendes mit:

 

1. Rechtsgrundlagen

 

Am 1. Jänner 2007 traten die Regelungen über die (vorzeitige) Versetzung in den Ruhestand ab Vollendung des 60. Lebensjahres bei Vorliegen von Schwerarbeitszeiten in Kraft. Die Rechtsgrundlage ist § 15b des Beamten-Dienstrechtsgesetzes 1979, eingefügt mit BGBl. I Nr. 142/2004 und zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 165/2005, der wie folgt lautet:

 

"§ 15b. (1) Der Beamte ist auf seinen schriftlichen Antrag in den Ruhestand zu versetzen, wenn er zum Zeitpunkt der Wirksamkeit der Versetzung in den Ruhestand eine nach dem vollendeten 18. Lebensjahr zurück gelegte ruhegenussfähige Gesamtdienstzeit von 504 Monaten, davon mindestens 120 Schwerarbeitsmonate innerhalb der letzten 240 Kalendermonate vor dem Zeitpunkt der Wirksamkeit der Versetzung in den Ruhestand, aufweist. Die Versetzung in den Ruhestand kann dabei frühestens mit dem der Vollendung des 60. Lebensjahres folgenden Monatsletzten in Anspruch genommen werden.

 

(2) Ein Schwerarbeitsmonat ist jeder Kalendermonat, in dem mindestens 15 Tage Schwerarbeit vorliegen. Die Bundesregierung hat mit Verordnung festzulegen, unter welchen psychisch oder physisch besonders belastenden Arbeitsbedingungen Schwerarbeit vorliegt.

 

(3) Der Beamte des Dienststandes, der sein 57. Lebensjahr vollendet hat, kann eine bescheidmäßige Feststellung der Anzahl seiner Schwerarbeitsmonate zu dem dem Einlangen des Antrags folgenden Monatsletzten beantragen. Dieses Antragsrecht wird mit Rechtskraft der Feststellung konsumiert. […]"

Diese vorzeitige Ruhestandsversetzungsart hat den Vorteil, dass bei ihrer Inanspruchnahme eine begünstigte Abschlagsregelung zur Anwendung kommt (Abschlag von 0,12 Prozentpunkten anstelle des regulären Abschlags von 0,28 Prozentpunkten pro Monat). § 5 Abs. 2a PG 1965 lautet:

 

"(2a) Bei einer Ruhestandsversetzung nach § 15b BDG 1979 beträgt das Ausmaß der Kürzung abweichend von Abs. 2 0,12 Prozentpunkte pro Monat."

 

Persönlicher Geltungsbereich

Die Schwerarbeiterregelung gilt für Bundesbeamte und im Wege des Allgemeinen Pensionsgesetzes (APG) auch für Vertragsbedienstete. Sie ist auch im Bundestheaterpensionsgesetz (§ 2e) und im Bundesbahn-Pensionsgesetz (§ 2a) enthalten.

 

Die Schwerarbeiterregelung nach § 15b BDG 1979 gilt auch für nach dem 31. Dezember 2004 pragmatisierte BeamtInnen; auf die für diese geltenden sozialversicherungsrechtlichen Bemessungsvorschriften wird hier nicht näher eingegangen.

 

2. Anspruchsvoraussetzungen

 

Um die Schwerarbeitspension in Anspruch nehmen zu können, müssen vorliegen:

 

+ Vollendung des 60. Lebensjahres,

 

+ 42 Jahre ruhegenussfähige Gesamtdienstzeit sowie

 

+ 120 Schwerarbeitsmonate innerhalb der letzten 240 Monate

vor der Ruhestandsversetzung.

 

3. Zu den Schwerarbeitszeiten

 

Eine der Voraussetzungen zur Inanspruchnahme dieser Schwerarbeiterregelung ist das Vorliegen von Schwerarbeitszeiten. Welche Belastungsmomente in Frage kommen, ist in zwei Verordnungen der Bundesregierung festgelegt:

 

+ Verordnung der Bundesregierung über besonders belastende

Berufstätigkeiten, BGBl. II Nr. 105/2006 (Text Schwerarbeitsverordnung BKA) und die

 

+ Schwerarbeitsverordnung des BMSG, BGBl. II Nr. 104/2006

(Text Schwerarbeitsverordnung BMSG).

 

Die Verordnungen stellen nicht auf konkrete Berufe ab, sondern auf berufsbedingt belastende Tätigkeiten, weshalb innerhalb von Berufsgruppen differenziert werden muss.

 

3.1. Laufende Erfassung der Schwerarbeitszeiten

 

Ab 1. Jänner 2007 müssen die Dienstbehörden bzw. die personalführenden Stellen die von BeamtInnen und Vertragsbediensteten geleisteten Schwerarbeitsmonate laufend im PM-SAP erfassen. Ein diesbezügliches Rundschreiben des BMF ist demnächst zu erwarten.

 

3.2. Feststellung von Schwerarbeitszeiten auf Antrag

 

BeamtInnen haben ab der Vollendung ihres 57. Lebensjahres Anspruch auf eine bescheidmäßige Feststellung der Anzahl ihrer Schwerarbeitsmonate. Mit Rechtskraft dieser Feststellung sind diese Zeiten als Schwerarbeitszeiten anerkannt. Ebenso muss bei einem Antrag auf Ruhestandsversetzung nach § 15b BDG 1979 die – für die Bescheidbegründung erforderliche - Anzahl der Schwerarbeitsmonate in den letzten 240 Monaten vor der Ruhestandsversetzung erhoben werden.

 

3.3. Welche Arbeit gilt als Schwerarbeit?

 

3.3.1. Schwerarbeitstätigkeiten:

 

1.

Arbeit im Schicht- und Wechseldienst auch während der Nacht, d.h. zwischen 22 Uhr und 6 Uhr. Wesensmerkmal dieses Tatbestandes ist der Wechsel zwischen Tag- und Nachtdienst. Daher müssen in einem Kalendermonat im Schicht- und Wechseldienst zumindest ein Tagdienst oder ein Nachtdienst verrichtet worden sein. Die Einbindung in einen Schichtplan ist dafür maßgeblich.

 

Ein solcher Schicht- und Wechseldienst muss an mindestens sechs Arbeitstagen im Kalendermonat im Ausmaß von mindestens sechs Stunden verrichtet werden. Es ist – in Anlehnung an Art. XI Abs. 6 NSchG - von einer Durchschnittsbetrachtung auszugehen (die sechs Arbeitstage im Schicht- und Wechseldienst pro Monat müssen sich im Durchschnitt der letzten sechs Monate ergeben).

 

Überwiegender Bereitschaftsdienst - d.i. mehr als die Hälfte der Arbeitszeit – fällt nicht unter diesen Tatbestand.

 

2.

Regelmäßiges Arbeiten unter Hitze oder Kälte im Sinne des NSchG – siehe VO zum NSchG, BGBl. Nr. 53/1993.

Erforderlich sind: Mindestens 50% der Gesamtarbeitszeit zB bei extremen Temperaturen: z.B. 30 Grad Celsius und 50% relativer Luftfeuchtigkeit (Hochofen, Gießerei), bei Aufenthalt in Kühlräumen bei weniger als minus 21 Grad Celsius oder bei ständigem Wechsel zwischen solchen Kühlräumen und sonstigen Arbeitsräumen.

 

3.

Arbeiten unter chemischen oder physikalischen Einflüssen im Sinne des NSchG (Art. VII Abs. 2 Z 5, 6 und 8), wenn dadurch eine Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) von mindestens 10 % verursacht wurde (regelmäßiges Tragen von Atemschutz oder gesundheitsschädliches Einatmen von Stoffen, Einwirkung von Erschütterungen auf den Körper, Einwirken von inhalativen Schadstoffen). Die Feststellung des UV-Trägers über eine MdE von mindestens 10% ist erforderlich. Der kausale Zusammenhang zwischen der MdE und der ausgeübten Tätigkeit muss vom UV-Träger geprüft werden. Die Qualifizierung dieser Arbeiten als Schwerarbeit ist daher erst möglich, nachdem die MdE von 10% festgestellt wurde.

 

4.

Schwere körperliche Arbeit, die dann vorliegt, wenn bei einer achtstündigen Arbeitszeit von Männern mindestens 2.000 Arbeitskilokalorien und von Frauen mindestens 1.400 Arbeitskilokalorien verbraucht werden (siehe die Anlage zur Schwerarbeitsverordnung, wo die Grundsätze zur Feststellung Körperlicher Schwerarbeit festgelegt wurden). BeamtInnen oder Vertragsbedienstete können allerdings nachweisen, dass auf Grund längerer Arbeitszeit oder aufgrund der besonderen Schwere der Arbeit auch bei kürzerer Arbeitszeit von einem Verbrauch von mindestens 2.000 Arbeitskilokalorien bei Männern bzw. 1.400 Arbeitskilokalorien bei Frauen auszugehen ist. In einer Berufsliste des BMSG sind für Männer 55 und für Frauen 103 Tätigkeiten als Schwerarbeit angeführt, darunter etwa Köchinnen, Paketzustellerinnen, Raumpflegerinnen, Gesundheits- und Sanitätshilfsdienste etc. Listen sind im Internet verfügbar: Schwerarbeitsliste des Hauptverbandes bzw. der Arbeiterkammer. In diesen Listen sind nicht alle denkmöglichen Berufsbilder enthalten. Sie enthält auch keine Tätigkeitsbeschreibungen. Die Feststellung, ob "körperliche Schwerarbeit" vorliegt, ist durch diese Listen nicht präjudiziert. Eine Liste von taxativ aufgezählten Berufen mit körperlicher Schwerarbeit kann angesichts der Vielzahl der im Bundesdienst vorzufindenden Berufsbilder nicht erstellt werden, zumal auch innerhalb ein- und desselben Berufsbildes erhebliche Belastungsschwankungen auftreten. Die oben angeführten Listen können jedoch als Indiz herangezogen werden. Die Entscheidung, ob tatsächlich körperliche Schwerarbeit im erforderlichen Ausmaß vorliegt, muss aber aufgrund einer Prüfung der konkreten Tätigkeit im Einzelfall gefällt werden.

 

5.

Arbeiten der berufsbedingten Pflege von erkrankten und behinderten Menschen mit besonderem Behandlungs- oder Pflegebedarf (insbesondere in der Hospiz- oder Palliativmedizin, Pflege von Demenzerkrankten im geriatrischen Bereich).

Die berufsbedingte Pflege muss nicht zwingend im stationären Bereich erbracht werden, sie kann auch im ambulanten Bereich geschehen. Auch Teilzeitkräfte ab 50% der Normalarbeitszeit können solche Schwerarbeitszeiten erwerben.

 

6.

Berufstätigkeit von schwerstbehinderten Personen:

Tätigkeiten von Personen, die einen Pflegebedarf haben, der einen Anspruch auf Pflegegeld zumindest der Stufe 3 (Pflegebedarf durchschnittlich mehr als 120 Stunden monatlich) begründet. Voraussetzung ist, dass Zeiten des Anspruchs auf Pflegegeld nach dem 30. Juni 1993 vorliegen. Für Zeiten vor dem 1. Juli 1993 tritt anstelle des Anspruchs auf Pflegegeld die Voraussetzung einer MdE von mindestens 80% nach dem Behinderteneinstellungsgesetz.

 

7. Tätigkeiten mit erhöhter Gefährdung (bei SoldatInnen im Auslandseinsatz und bei

Exekutivorganen des öffentlichen Sicherheitsdienstes nach dem Sicherheitspolizeigesetz mit mindestens der Hälfte der monatlichen Dienstzeit im Außendienst). Justiz- und ehemalige Zollwache sind von diesem Tatbestand nicht erfasst.

 

Als Anknüpfungspunkt nicht ausreichend ist für BeamtInnen des Exekutiv- oder Wachdienstes der Bezug einer Vergütung für besondere Gefährdung nach § 82 GehG (mindestens 7,3% von V/2), Wachdienstzulage oder Vergütung für Erschwernisse und Aufwendungen des Exekutivdienstes im Nachtdienst nach den §§ 81 und 82a GehG, allenfalls auch in Verbindung mit den §§ 144 ff. GehG.

 

In Betracht kommen diejenigen Exekutivbediensteten, die eine höhere Gefahrenzulage erhalten haben (gemäß der Verordnung der Bundesministerin für Inneres gemäß § 82 Abs. 3 GehG über die Bemessung der Vergütung für besondere Gefährdung der Beamten des Exekutivdienstes, BGBl. II Nr. 201/2005). Nur Monate, in denen eine solche Nebengebühr bezogen worden ist, kommen als Schwerarbeitsmonate überhaupt in Betracht. Die Bezieher dieser Nebengebühr müssen aber darüber hinaus auf einem Arbeitsplatz verwendet werden, auf dem sie mindestens die Hälfte der monatlichen Dienstzeit wachespezifischen Außendienst zu leisten haben. Nicht als wachespezifisch zu betrachten sind insbesondere Tätigkeiten in den Bereichen Fahrzeugwesen, Telekommunikation, EDV, Budget- und Rechnungswesen, Unterkunftswesen, Ausrüstung, Beschaffung, Personalverwaltung, Controlling, Interner Dienstbetrieb und Informationsmanagement. Mittels automationsunterstützter Abfragen der BezieherInnen solcher Nebengebühren ist also allenfalls eine Vorselektion der in Frage kommenden Bediensteten möglich.

 

8.

Als besonders belastende Tätigkeiten gelten jedenfalls alle Tätigkeiten, für die ein Nachtschwerarbeits-Beitrag nach dem NSchG geleistet wurde, ohne dass daraus ein Anspruch auf Sonderruhegeld nach dem NSchG entstanden ist.

 

3.3.2. Schwerarbeitsmonat:

 

Ein Schwerarbeitsmonat liegt vor, wenn an mindestens 15 Kalendertagen in einem Kalendermonat Schwerarbeit geleistet wurde. Die 15 Tage können auch durch verschiedene Arten von Schwerarbeit erfüllt werden (z.B. 5 Tage Arbeiten unter Hitze oder Kälte und 11 Tage schwere körperliche Arbeiten orientiert am Kalorienverbrauch).

 

Eine Kombination einzelnen Tätigkeiten (Tatbestände), die für sich alleine nicht das Kriterium der Schwerarbeit erfüllen ist nicht möglich (z.B. ein männlicher Bediensteter leistet lediglich fünf Tage im Kalendermonat Schicht- und Wechseldienst und hat an 10 Tagen einen Verbrauch von 1.800 Arbeitskalorien bei einer achtstündigen Arbeitszeit), d.h. die Voraussetzungen einer Ziffer müssen erfüllt sein, damit Schwerarbeit vorliegt (das ergibt sich aus dem Wort "oder" zwischen den Ziffern der VO).

 

Arbeitsunterbrechungen mit Bezugsfortzahlung (z.B. Urlaube, Krankenstände) beenden oder unterbrechen die Schwerarbeitszeit nicht. Zeiträume mit Bezugsfortzahlung, während derer die frühere Schwerarbeit nicht fortgeführt wird, gelten jedoch schon mangels des Vorliegens von geleisteter Schwerarbeit nicht als Schwerarbeitsmonate (z.B. Dienstfreistellungen und Außerdienststellungen von politischen Mandataren, Dienstfreistellung gegen Refundierung, von Personalvertretern oder bei Familienhospizkarenz, Zeiten eines Beschäftigungsverbotes nach dem MSchG).

 

4. Jährliche Meldung für Vertragsbedienstete

 

Ab dem 1. Jänner 2007 müssen Dienstgeber für ihre Dienstnehmer ab dem 40. Lebensjahr und für ihre Dienstnehmerinnen ab dem 35. Lebensjahr alle Tätigkeiten, die auf das Vorliegen von Schwerarbeit schließen lassen, den Krankenversicherungsträgern melden. Die Meldung der im Jahr 2007 verrichteten Schwerarbeitstätigkeiten muss zwischen 1. Jänner und 29. Februar 2008 erfolgen.

 

Die Aufzeichnungen müssen enthalten:

 

+ alle Schwerarbeitstätigkeiten (Punkte 1, 2, 4, 5 oder 6

der TZ 3.3.1); Punkt 3 ist erst im Nachhinein feststellbar, Punkt 7 betrifft nur BeamtInnen und bei Tätigkeiten nach Punkt 8 gilt, dass erworbene Beitragszeiten nach dem NSchG in gewohnter Weise dem KV-Träger zu melden sind; eine zusätzliche Meldung dieser Tätigkeit als Schwerarbeitszeit ist nicht erforderlich

 

+ Name und Versicherungsnummer der Schwerarbeit

verrichtenden Person

 

+ Dauer der Tätigkeit (Zeitraum)

 

Sollte unterjährig ein Bedarf an der Feststellung von Schwerarbeitsmonaten bestehen (z.B. bei einem Antragsverfahren auf eine Schwerarbeitspension), so kann der Dienstgeber die Tätigkeiten, die auf eine Schwerarbeit schließen lassen, samt Angabe der Dauer bestätigen. Die oder der Vertragsbedienstete hat diese Bestätigung dem zuständigen Pensionsversicherungsträger zu übermitteln.

 

Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger hat eine sog. "Dienstgeberinformation", in der die wesentlichen Punkte der Meldepflicht für Dienstgeber dargestellt sind, herausgegeben (siehe Dienstgeberinformation des Hauptverbandes).

 

Die gemeldeten Schwerarbeitstätigkeiten müssen von der PVA im Zusammenhang mit der Anspruchsprüfung geprüft und anerkannt werden.

 

5. Beobachtung und Evaluierung der Schwerarbeiterregelung

 

Eine Kommission zur Beobachtung der Entwicklung der Schwerarbeit im BMSG wird einen jährlichen Bericht über die Entwicklung der Vollzugspraxis und die statistischen und finanziellen Auswirkungen der Schwerarbeitsverordnung erstellen.

 

6. Vergleich mit der "Hacklerregelung"

 

Bei Vorliegen folgender Voraussetzungen ist eine

abschlagsfreie (und damit günstigere) Ruhestandsversetzung möglich:

 

+ Vollendung des 60. Lebensjahres,

 

+ 40 Jahre beitragsgedeckte Gesamtdienstzeit (in der Regel

werden 60jährige BeamtInnen, die 42 Jahre ruhegenussfähige Gesamtdienstzeit aufweisen, auch 40 Jahre beitragsgedeckte Gesamtdienstzeit aufweisen, außer es handelt sich um AkademikerInnen, bei denen aber auch die Schwerarbeiterregelung eher selten zur Anwendung kommen wird);

 

Beide Voraussetzungen müssen spätestens am 31. Dezember 2007 erfüllt sein. Das Regierungsprogramm sieht eine Verlängerung der Abschlagsfreiheit der "Hacklerregelung" um drei Jahre vor; die Gesetzeswerdung bleibt abzuwarten.

 

7. Hinweis

 

Dieses Rundschreiben gibt lediglich die Rechtsansicht des Bundeskanzleramtes zur Schwerarbeitsregelung wieder. Über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgehende Rechte und Pflichten können daraus nicht abgeleitet werden.

Zuletzt aktualisiert am

31.10.2011

Dokumentnummer

ERL_BKA_20070619_920_800_0032_III_5_2007